Berliner Neonazis demonstrieren für „Satansmörder“ und gegen NSU-Gedenken

Der „Störungsmelder“ schreibt:

Eine für morgen geplante Antifa-Protestkundgebung vor einem Neonaziversand in Berlin-Plänterwald provoziert eine rechte Gegendemo. Der Versandhändler ist kein Unbekannter, sondern genießt als „Satansmörder von Sondershausen“ Kultstatus in der Szene.

Im ruhigen Berliner Ortsteil Plänterwald betreibt der langjährige Neonazi Hendrik Möbus seit 2007 mit einem Gefolgsmann den sogenannten „Merchant of Death“-Versand, ein Vertrieb für rechte Musik aus dem Spektrum des NSBM (Nationalsozialistischer Black Metal). In dieser Neonazi-Subkultur genießt Möbus hohes Ansehen, weil er Anfang der 1990er Jahre in Thüringen – als sich diese rechtsextreme Spielart des Black Metal herausbildete – mit Kollegen seiner damaligen Band „Absurd“ einen Mitschüler als „Volksschädling“ ermordete. Alle Täter bekamen mehrjährige Haftstrafen, Möbus durch die Medien den Titel „Satansmörder von Sondershausen“. Seitdem genießen sowohl die Band als auch Möbus Kultstatus in rechten Kreisen. Nach seiner vorzeitigen Haftentlassung blieb Möbus jedoch nicht untätig, gründete den rechten Verein „Deutsche Heidnische Front“, baute seinen Versand aus und beging mehrere rechte Straftaten, die zu einem Bewährungswiderruf führten. Diesmal setzte er sich allerdings ab und floh 1999 in die USA zu dem Neonaziführer der National Alliance William Pierce. Doch die Flucht währte nicht lange, US Marshals nahmen ihn im August 2000 fest und Möbus wurde 2001 nach einem erfolglosen Antrag auf Asyl schließlich nach Deutschland abgeschoben und musste seine Haftstrafe antreten.

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Internationale Nazikonzerte zwischen dem 1.10. und 1.11.2014

Übersicht über Rechtsrockkonzerte bundesweit und international zwischen dem 1.10. und 1.11.2014:

- Nachtrag vom 6.9.2014: „Blood & Honour/C18 – Divison Schweden“ organisierte ein Sommerfest u.a. mit der NS-Band „Endless Pride“.

- 1.10.2014: „Club Metro Paménkalino“/Vilnius (Litauen): „Rock Against Communism“-Konzert mit den Nazibands „Marder“, „Diktatura“ und „Gesta Bellica“.

- 3.10.2014: „NPD-Landesgeschäftsstelle“/Eisenach (Thüringen): Nazikonzert mit dem Liedermacher Frank Rennicke.

- 4.10.2014: ?: Hochzeitsfeier von „Erna“ und „Hans“ mit der RAC-Band „Bombecks“, „Goitzsche Front“, „Bullenschubser“ und „Oiforce“.

- 4.10.2014: Kircheim bei Arnstadt (Thüringen): „Ein Sturm zieht auf!“ – NS-Konzert mit den Bands „Confident of Victory“, „Brainwash“, „Überzeugungstäter“ und „Thematik25“.

- 4.10.2014: „Mitteldeutschland“: Das Nazilabel „Rebel Records“ organisierte unter dem Motto „This is Hardcore“ ein NSHC-Konzert mit den Bands „Green Arrows“, „Terrorsphära“, „Fight Tonight“, „2nd Class Citizens“ und „Path of Resistance“.

- 4.10.2014: Central Georgia/USA: „Central Hammerskins“ (CHS) präsentierten diverse Nazibands auf dem „Hammerfest“.

- 4.10.2014: „Thinghaus“/Grevesmühlen: Ein geplantes „Hammerskins“-Konzert wurde von der Polizei unterbunden.

- 11.10.2014: Red Dragon/Nagoya (Japan): „All Japan RAC Skinhead Festival“ mit den Rechtsrock-Bands „Aggroknuckle“, „Crikey Crew“, „Cropped Men“, „Growl Strike“, „Natural Born Masters“, „Rogue Trooper“ und „The Hawks“. Organisiert vom neonazistischen “Blood & Honour”-Netzwerk.

- 11.10.2014: Budapest (Ungarn): “Joe Rowan Memorial”-Konzert der ungarischen “Hammerskins” mit den NS-Bands “Vérszerzödés“, „Boxers“ und „Matósega“.

- 14.10.2014: Dortmund (NRW): Der Kreisverband der Neonazipartei „Die Rechte“ veranstaltete einen Balladenabend mit dem ex-„Landser“-Sänger Michael Regener mit ca. 100 teilnehmenden Nazis.

- 17./18.10.2014: „Theaterfabrik“/Leipzig: „Runes & Men“-Festival mit verschiedenen rechten und NS-Darkwave Bands: „Kirlian Camera“, „Oft he Wand and the Moon“, „Rome“, „Spiritual Front“, „Fire & Ice“, „OWLs“, „Die Weisse Rose“, „While Angels Watch“, „Roma Amor“, „Jordan Reyne“ und „Jasmin Ramsden“.

- 18.10.2014: Rhein-Ruhrgebiet: Nazikonzert unter dem Motto „Wunderbare Jahre“ mit den NS-Bands „Sleipnir“, „Frontfeuer“, Wolfsfront“ und „Blind Folded“.

- 18.10.2014: „Sportsbar“/Karlsruhe: Ca. 30 Nazis bei einem Liedermacherabend.

- 18.10.2014: „Kulturkeller“/Gleisdorf (Österreich): NSBM-Konzert mit „Acherontas“ und „Deathrow“.

- 25.10.2014: „Uhrenwerk“/Ammendorf bei Halle: Rechtsrockkonzert mit den Bands „Skinfull“, „Bakers Dozen“, „Roials“, „The Aids“ und „Bombecks“.

- 25.10.2014: Pangea (Japan): „Blood & Honour“-Konzert präsentiert von „Yellowside“ mit den Rechtsrockbands „Booted Cocks“/Kim, „Stir up Shit“, „Aggroknuckle“ und „Edge of Spirit“/Gruesome.

- 25.10.2014: England: „Oi! The massacre final“ mit den Nazibands „Headcase“, „Kombatants“, „Flathead“, „Steel Comb“, „Last Orders“, „Code 1“, „Citizen Keyne“, „Brass Knuckles“ und „special guests“.

- 25.10.2014: Slowenien: “Blood & Honour Division Slowenien” präsentierte die NS-Bands “Brutal Attack”, “Pittbulfarm”, “Kategorie C” und “special guests”.

- 25.10.2014: “Thinghaus”/Grevesmühlen: Konzert der neonazistischen “Lunikoff-Verschwörung” wurde verboten. Stattdessen konnten 150 Menschen ungestört an einem Nazifackelaufmarsch teilnehmen.

- 26.10.2014: Köln: “HoGeSa”-Demo mit den Nazibands “Kategorie C” und “Villain 051” mit knapp 5000 Teilnehmer*innen.

- 1.11.2014: Vicenza/Italien: Die neonazistischen “Veneto Fronte Skinheads” (VFS) organisieren zusammen mit dem RAC-Label “Tuono Records” ein Rechtsrockkonzert mit den Bands “Gesta Bellica”, “Hobbit”, “Frode Alimentare”, “The Lads” und “Acciaio Vincente”.

- 1.11.2014: Bathgate/Schottland: Rechtsrockkonzert mit „Offensive Weapon“, „Kategorie C“, „Skinfull“, „Stato Asociale“, „Code 1“ und „Hooligan UK“.

- 1.11.2014: England: Die „Blood &Honour Northwest Division“ organisiert ein NS-Konzert mit den Bands „Whitelaw“, „Section 88“ und „March or Die“.
(mehr…)

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Vorverkauf als Einladungsmasche

Via der „Blick nach Rechts“:

Tschechien (Brno) – Für den 25. April wird bereits ein rechtsextremes Musik-Event beworben, das in der Nähe von Brno stattfinden soll.

Immer mehr zweifelhafte Konzertveranstalter aus dem Bereich des Rechtsrocks oder aus der gewaltbereiten Hooligan-Szene gehen dazu über, ihre überregionalen Veranstaltungen zu privaten Ereignissen zu deklarieren, indem es lediglich begrenzte Kontingente und Karten daraus nur im Vorverkauf zu erwerben gibt. Das ist der Grund, weshalb Auftritte häufig schon viele Monate im Voraus bekannt gemacht werden. Diese öffentlich angekündigten Privatfeiern haben meist gar nichts mit vorgegebenen persönlichen Anlässen wie Geburtstagen, Eheschließungen oder Hochzeitstagen zu tun – ein Umstand, der bei behördlichen Prüfungen zunehmend keine Rolle zu spielen scheint.

Genau das scheint auch für ein Event am 25. April in der Tschechischen Republik nicht viel anders zu sein. Als Veranstalter tritt ein angeblich internationaler Skinhead-Zusammenschluss namens „Barrister Crew“ auf den Plan, der in Tschechien seinen Sitz hat. Fünf Bandnamen werden propagiert, darunter auch „Kategorie C – Hungrige Wölfe“, die vom Bremer Verfassungsschutz beobachtet werden und 2012 erstmals in Tschechien auf der Bühne standen. Ebenfalls eingeplant ist das deutsch-britische Musikprojekt „C 1“. Neben „Bronson“ aus Italien werden noch zwei einheimische Bands beworben. Eine genaue Örtlichkeit wird nicht beschrieben, außer dass es sich in beziehungsweise in der Nähe von Brno (Brünn) abspielen soll.

Quelle

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Benjamin Brinsa bei La Onda Magdeburg

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Benjamin Brinsa bei La Onda Magdeburg ! Seit dem 27. Oktober 2014 ist nun offiziell – Benjamin Brinsa ist neuer Trainer im Team La Onda Magdeburg. Die Kampfsportschule in Magdeburg Sudenburg schmückt sich mit einem deutschlandweit bekannten Neonazi.

Informiert euch :

Benjamin Brinsa, ein Kämpfer der bereits in der Vergangenheit wegen seiner rechten Umtriebe, bei Kampfsportveranstaltungen wie dem „Respect Fighting Championship“ in Essen, ausgeladen wurde. Brinsa ist Mitglied der rechten Hooligangruppierung „Scenario LOK“ aus Leipzig und posierte auch schon hinter einem Transparent mit der Aufschrift „Ultras LOK – Nationaler Widerstand“. Zudem war er zusammen mit Thomas Persdorf, einem bundesweit bekannten Neonazi und Betreiber des Naziversandes „Front Records“, als Geschäftsführer einer Firma eingetragen, welche die Website „Aryan Brotherhood“ verwaltete. Nach Informationen des Leipziger Antifa-Magazins „Gamma“ soll er als Hausmeister im „nationalen Zentrum“ in Leipzig-Lindenau gearbeitet haben. Brinsa erhielt auf Grund seiner Gewaltbereitschaft Stadionverbot in Leipzig.

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30.10.-2.11.2014: Riot Bike Records Labeltour No.2

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„HoGeSa“ – Von Köln nach Hamburg (mit Fotos)

Guter Antifa Recherche-Artikel zu „HoGeSa“ auf „Indymedia Linksunten“:

Machtdemonstration der extremen Rechten in Köln

Am Sonntag den 26.10.2014 versammelten sich ca. 5000 Nazis und Sympathisant_innen auf dem Breslauer Platz in Köln. Offiziell wollten sie um 15 Uhr unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ und dem Namen „Hooligans gegen Salafisten“ („HoGeSa“) durch Köln demonstrieren. Jetzt wollen sie am 15.11. nach Hamburg kommen (siehe unten).

Köln

Bereits um 14 Uhr wurde klar, dass die Analyse von Polizei und Verfassungsschutz, nur 1500 „Demonstrant_innen“ würden kommen, katastrophale Folgen haben wird. Die Polizei setzte 1000 Beamte ein aber es war absehbar, dass weitaus mehr kommen würden. Bis zum Sonntag kündigten immerhin über 7000 Menschen ihr Kommen bei Facebook an und auch Antifa Gruppen warnten bereits im Vorfeld, dass mit vielen, gewaltbereiten Neonazis zu rechnen sei.

Auf dem Breslauer Platz und im Bahnhof herrschte eine äußerst aggressive Stimmung. Die Polizei stand kaum wahrnehmbar im Hintergrund, während die ersten Nazis sich gegenseitig mit Hitlergruß begrüßten und die ersten Journalist_innen, Antifaschist_innen und Migrant_innen angriffen.
Schnell realisierten die meisten Neonazis, dass heute die Machtverhältnisse gekippt werden.
Bei der Auftaktkundgebung sprachen einige Redner – neben dem Neonazi Andreas Kraul aus Herne, der die Veranstaltung angemeldet hatte, sprach auch der Hamburger Neonazi Thorsten de Vries. Später trat noch die Berliner Naziband „Villain 051“ auf, die in zahlreichen Liedern gegen Asylunterkünfte hetzen.
Hannes Ostendorf, Sänger von „Kategorie C“, heizte die Meute weiter ein, unter anderem mit seiner extra für „HoGeSa“ geschriebenen Hymne „Hooligans gegen Salafisten“.
Mit Strophen wie „Wenn das Messer an der Kehle ist dann habt ihrs kapiert – Islam bringt keinen Frieden sondern Gottessklaverei“ und „Moslems verstehen hier keinen Spaß – Bei ihnen regiert vermummter Hass“ hetzt Ostendorf den rassistischen Mob gegen alle Muslime auf. Spätestens seit Montag dem 20.10., dem Tag der Veröffentlichung des Songs, hätte allen klar sein müssen, dass es den „HoGeSa“ und Sympathisant_innen niemals nur um eine reale Bedrohung durch den IS ging.

Während der Demonstration waren zahlreiche klassische Neonazi Parolen wie „Hier marschiert der nationale Widerstand“ oder auch „Frei, sozial und national“, sowie „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ zu hören. Mehrfach wurden Journalist_innen unter Rufen wie „Lügenpresse auf die Fresse“ Gewalt angedroht und die Drohung nicht selten auch in die Tat umgesetzt. Bereits nach wenigen hundert Metern eskalierte die von der Polizei so gut wie unbegleitete Demonstration. Einige Neonazis vermummten sich und griffen unter anderem einen asiatischen Imbiss, ein Wohnhaus, Journalist_innen und Passant_innen massiv an. Der Aufmarsch teilte sich während dieser Eskalation. Der vordere Teil lief weiter, während die Polizei versuchte gegen den Rest mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray vorzugehen. An dieser Stelle muss betont werden, dass die Polizei die Lage zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle hatte.
Die Polizei erklärte die Demonstration für beendet, absurderweise und sinnbildlich für das Fehlen eines wirksamen Konzeptes, folgte dann die Durchsage der Polizei, dass die „HoGeSa“ Teilnehmer_innen die Demoroute jetzt weiterlaufen können. Die Neonazis sollten zum Bahnhof zurück und so konnte der Mob weiter schlagend, pöbelnd und randalierend durch einen Park zum Breslauer Platz ziehen. Dort wieder angekommen warfen sie dann einen Polizeiwagen um und schmissen die Scheiben von Geschäften im Bahnhof ein. Während der Abreise stürmten sie mehrfach die Polizeiketten, griffen einen Wasserwerfer an und attackierten im Bahnhof zahlreiche Reisende, Pfandsammler_innen und Obdachlose.

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Bedrohung durch Rocker und Neonazis in Saalfeld-Gorndorf: Polizei ermittelt gegen Tatverdächtige wegen illegaler Ceska-Pistole

Via „Haskala“:

Am 30. August wurden Katharina König und weitere Unterstützer bei einem LINKE-Infostand von mehreren Neonazis und Rockern bedroht, von denen einer komplett vermummt und mit einer Metallkette ausgerüstet war. Bis ca. zehn Personen könnten an diesem Vorfall beteiligt gewesen sein, die Polizei hat mindestens vier Tatverdächtige ermittelt und der Fall wurde an die besondere Aufbauorganisation “Zesar” beim LKA Thüringen abgegeben. “Inzwischen wissen wir, dass gegen maßgebliche Akteure dieser Bedrohungsaktion ein Parallelverfahren läuft, sie sollen illegal eine Ceska-Schusswaffe angeschafft bzw. untereinander verkauft haben. Mit einer Waffe vom selben Hersteller wurde auch die NSU-Mordserie begangen”, informiert Katharina König, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag. Das Informationsportal “blick nach rechts” (bnr) berichtete am 1. Oktober 2014 über ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Gera wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Dieses geht u.a. auf Ermittlungen der “Sonderkommission Feuerball” zurück, welche im Jahr 2010 über einen mutmaßlich geplanten Brandanschlag auf ein u.a. von Katharina König mitbenutzen Reisebus ermittelte. In Folge der Ermittlungen hätten sich über Jahre zwei Personen herauskristallisiert: der ehemalige Saalfelder NPD-Direktkandidat Steffen Richter und der Saalfelder Rocker Renaldo B. Richter soll in einer Vernehmung gestanden haben, von Renaldo B. die Ceska angeboten bekommen zu haben. B., der zeitweise Anhänger von zwei “Hells-Angels” Unterstützer-Clubs in Saalfeld war, habe später bei der Befragung durch Polizisten geäußert, dem ehemaligen NPD-Kandidaten die Ceska, Modell CZ 1924 mit Munitionsgröße 9 mm, weitergegeben zu haben, um damit 500 Euro Schulden auszugleichen. Im Jahr 2011 hätten die Ermittler dann Hinweise erhalten, wonach Steffen Richter die Waffe für 1.000 Euro inklusive Munition in der Neonazi-Szene zum Verkauf anbiete.

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Landkreis Miltenberg: Naziszene Raum Obernburg-Mömlingen

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Im folgenden eine kurze Charakterisierung der Mömlinger Naziszene und eine Auflistung von bekannten Ereignissen die damit im Zusammenhang stehen:

Von zentraler Bedeutung für die Szene ist das Tattoostudio „Low Life Rebel“, welches seit 2006 von Marco Träger betrieben wird. Dort werden auch Szene-Klamotten verkauft, u.a. von der rechten Kampfsport-Marke „Walhall Athletik“. Das Tattoo-Studio ist fest etabliert und hat sein Angebot kontinuierlich ausgebaut (Airbrush, Tattooentfernung…). Auch im Musikgeschäft sind Mömlinger Neonazis aktiv. So steht hinter der Band „Damage Inc.“ der Mömlinger Alexander Vetter und andere Neonazis aus dem Landkreis Miltenberg. Proben der Band fanden in der Scheune auf Vetters Grundstück in der Schafgasse statt. Das einzige Album der Band wurde aufgrund der rassistischen Texte kurz nach Erscheinen indiziert. Alexander Vetter hat sich mittlerweile im Heizungs- und Sanitärbereich selbstständig gemacht. Generell besteht eine weiterhin starke Vernetzung zur bundesweiten Naziszene auf Basis der ehemaligen Blood&Honour-Strukturen.

Die Mömlinger Szene sorgt auch nach wie vor für regelmäßige Szenepartys und Zusammenkünfte, vorzugsweise in Schrebergärten oder auf Privatgrundstücken.

Auch eine starke Affinität zu Schusswaffen muss der Mömlinger Naziszene attestiert werden. So posiert Marco Träger auf seinem Facebookprofil mit Bildern von einem Ausflug zu einem tschechischen Schießstand. Der bekannte Mömlinger Neonazi Mario Neff handelte sich 2012 eine Hausdurchsuchung ein, weil er vom Balkon auf Verkehrsschilder schoss. Im Rahmen einer bundesweiten Hausdurchsuchung bei ehemaligen Blood&Honour-Strukturen 2006 wurden ebenfalls in Mömlingen Schusswaffen aufgefunden.
Im Rahmen der Erlebniswelt spielt offenbar auch der Boxsportclub Obernburg eine relevante Rolle. Der Vorsitzende des Vereins ist der ehemalige NPD-Funktionär Uwe Schiya. Seit Jahren tauchen immer wieder Fotos von Neonazis auf, die in den Räumen des Boxsportclubs Kampfsport trainieren. Der Sohn von Uwe Schiya, Gregor Schiya, publizierte im Vereins eigenen Gästebuch eine Werbeaktion, bei der Mitglieder des Boxsportclubs 10% Nachlass beim Kauf der Nazimode aus dem Mömlinger Laden erhalten. Auch Kader der Aschaffenburger NPD trainieren regelmäßig in Obernburg.

Aktiv wird die Szene wenn sie auf Widerstand stößt und ihre Aktivitäten veröffentlicht werden. Zuletzt bedrohten Neonazis aus Mömlingen eine Mitarbeiterin des Kreisjugendrings, die an einer Filmvorführung der Insiderdoku „Blut muss fließen“ beteiligt war. Auch ein Jugendlicher aus Mömlingen wurde Anfang 2014 bedroht, weil er antifaschistische Aufkleber verklebte.

In den letzten 5 Jahren hat sich das Betätigungsfeld der ehemaligen Blood&Honour-Skinheads stark in Richtung Rocker-Szene entwickelt. So ist der Betreiber des Tattoo-Studios mittlerweile Mitglied beim MC Gremium. Andere Neonazis tauchen beim örtlichen Outlaws-Ableger auf (Marco Oberle).

Jüngere Neonazis aus Mömlingen haben sich in den letzten Jahren auch öfter im Umfeld der NPD Aschaffenburg gezeigt. Seit deren Niedergang 2013/14 dürfte allerdings Mömlingen wieder ein attraktiverer Anziehungspunkt für die regionale Naziszene sein. So suchen aktive NPDler wie Tobias Haase demonstrativ die Nähe zur Mömlinger Szene.

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„Hammerskin“-Feier mit „Lunikoff“

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Italien (Mailand) – Die internationale „Hammerskin“-Bewegung will am 29. November in Mailand feiern.

Angekündigt ist für den letzten Samstag im November ein Rechtsrock-Konzert, das wohl wieder einmal über die Anlaufstelle „Skinhouse“ organisiert wird, da es als unmittelbarer Kontakt angegeben wird. Seit vielen Jahren fühlt sich die rechtsextreme Szene dort zuhause. Die inzwischen aufgelöste italienische Band „Porco 69“ hat dem Treffpunkt gar ein eigenes Lied getitelt. Bei entsprechenden Mailänder Musikevents kommen schon mal knapp 1000 Besucher aus ganz Europa zusammen.

Auch Drahtzieher aus dem deutschen „Hammerskin“- und Rechtsrock-Führungszirkel sind dann willkommene Gäste. Daher verwundert es nicht, dass im Programm auch deutsche Musik-Acts auf der Bühne stehen wie Ex-Landser-Sänger Michael Regener, genannt „Lunikoff“, oder die seit 1996 existierende Band „Kommando Skin“ aus Stuttgart, die bereits zum wiederholten Mal in Norditalien aufspielt.

Vervollständigt wird die Bandauswahl durch „Vérszerzödés“ aus Ungarn und den drei italienischen Kombos „Gesta Bellica“ aus Verona, „Motosega“ als ein Folgeprojekt besagter „Porco 69“ aus Varese sowie „Malnatt“, die aus Mailand kommen und deren Alben über das 2002 gestartete hauseigene Label Skinhouse-Records herausgebracht wurden. „Malnatt“ machen keinen Hehl aus ihrer Sympathie, gibt es doch T-Shirts, die nicht nur ihren Namen, sondern auch eine Hakenkreuzfahne zeigen.

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Egotronic – Die Band der Vollidioten (feat. Crackhuren-Chor)

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2.10.-1.11.2014: Rechtsoffene Konzerte bundesweit

Unsere Übersicht für den Oktober 2014 über rechtoffene bis offen rechte Konzerte zwischen Grauzone und RAC-Bereich. Das ist der Pool, aus welchem sich auch der Sumpf von „AfD“ bis „HoGeSa“ bedienen kann. Neben der weiterhin existierenden eindeutigen Naziszene aus dem „Blood & Honour“– und „Hammerskin“-Milieu. Eine leider zunehmend gefährliche Entwicklung auf welche wir auf unserem Blog schon seit einigen Jahren aufmerksam machen (Und bevor Ihr uns mal wieder vorwerft ungenau zu sein, denkt mal lieber darüber nach, warum der VS in Bremen momentan bei einer international im militanten „Blood- & Honour“-Milieu verwurzelten Band wie „Kategorie C“ mal wieder überlegen muss, ob diese vielleicht nicht doch rechtsradikal sind. Unfassbar…).

2.10.2014: „Exil“/Eberswalde: „Punks not dead pt. XIV“ mit der rechten Band „OHL“, den „Idiots“ und den „Riot Dogs“.

2.10.2014: „Rockland Café“/Bad Kreuznach: Rechtsoffenes Konzert mit der „Böhse Onkelz“-Coverband „Heilige Bruehder“.

2.10.2014: „Revierpark Wischlingen“/Dortmund: „Oi! It´s Dortmund“ mit grauzonigen, rechtsoffenen und offen rechten Bands wie „Infa-Riot“, „The Last Resort“, „Curb Stomp“ und „4 Promille“ (noch definitiv am harmlosesten in dieser Zusammenstellung). Präsentiert unter anderem vom rechtslastigen „Randale Records“-Label, „MAD Tourbooking“ und „Sunny Bastards“.

3.10.2014: „Jägerklause“/Berlin: 1.Klausenfestival“ mit rechtsoffenen und rechten Bands: „Evil Conduct“, „Midnaid Devilz“, „Lord James“, „Last Seen Laughing“ und „Dörmps“.

3.10.2014: Herbholzheim: Konzert mit der rechtsoffenen Deutschrockband „Heilige Dämonen“.

3.10.2014: Duisburg: „Rockpütt Nation“ mit rechtsoffenen Bands wie „Grober Knüppel“, „Rotz & Wasser“, „Lost Boyz Army“, „Scharmützel“, „Lammkotze“ u.v.m.

3./4.10.2014: „Eventhalle“/Geiselwind: „F.E.K. 9 – Das Monster Festival“ mit rechtsoffenen Bands wie „Kärbholz“, „9mm“, „Unantastbar“, „Rotz & Wasser“, „Saitenfeuer“, „Die Bonkers“ u.a.

4.10.2014: „Sportlerheim Döbbrick“ in Cottbus: Konzert u.a. mit der Grauzonenband „Durstige Nachbarn“.

4.10.2014: „Indra Club“/Hamburg: Stark rechtsoffenes Konzert mit „Evil Conduct“, „Rude and Pride“, „Dörmps“ und „Arthur & The Spooners“.

4.10.2014: „Forellenstube“/Schramberg: Konzert mit der Grauzonenband „Thekenprominenz“.

4.10.2014: „Factory“/Magdeburg: Grauzonenkonzert mit „Grober Knüppel“.

4.10.2014: Marne: „Westcoast-Rock“ mit den rechtslastigen „Krawallbrüdern“ und den „Drunken Swallows“.

10.10.2014: „K17“/Berlin: Konzert mit der rechtsoffenen Band „Berserker“ und „Matt Gonzo Roehr“.

10./11.10.2014: „AJZ Erfurt“: „20 Years Birthday Bash“ u.a. mit den rechtsoffenen Bands “High Society” und den “Roughnecks”.

10.10.-25.102014: “”Skinhead for Life Tour” mit rechtsoffenen bis klar rechten Bands wie “Saints & Sinners”, “Martens Army” (RAC), “Durstige Nachbarn”, “Böse Brüder” u.a.:

10.10.2014: „Vortex“/Siegen
11.10.2014: „Gasthaus Sutter“/Zweibrücken
24.10.2014: „Hellraiser“/Leipzig
25.10.2014: „Alte Zuckerfabrik“/Rostock

18.10.2014: „JC Wegeleben“/Wegeleben: Stark rechtslastiges Konzert mit den Bands „Riot Company“, „Scharmützel“ und den „Oi-Melz“.

20.10.2014: Knittlingen: „Rock or Die“-Festival u.a. mit der rechtsoffenen Deutschrockband „Heilige Dämonen“.

22.10.-1.11.2014: „Kopfüber im Club“-Tour 2014 mit der rechtsoffenen Deutschrockband „Serum 114“

24.10.2014: „Backstage“/München: Rechtsoffenes Deutschrock-Konzert mit „Saitenfeuer“, „Enorm“ und die „Eskalation“.

25.10.2014: „Wild at Heart“/Berlin: Grauzonenkonzert mit „Drop Out Chaos“.

25.10.2014: „Stadthalle“/Alsfeld: „Feuer & Eis“-Festival mit diversen grauzonigen bis rechtsoffenen Deutschrockbands: „Krawallbrüder“, „Toxpack“, „Wilde Jungs“, „Varg“, „Berserker“, „Enorm“. „Thekenproleten“ u.a.

25.10.2014: Aachen: Konzert mit den RAC-Freunden von „Evil Conduct“.

31.10.2014: „MTC“/Köln: Grauzonenkonzert mit den Deutschrockbands „Saitenfeuer“ und „Enorm.

1.11.2014: „Club from Hell“/Erfurt: Grauzonenkonzert mit den Deutschrockbands „Saitenfeuer“ und „Enorm.

1.11.2014: „Alte Parteischule“/Erfurt: Rechtsoffenes Konzert mit „Berserker“, „Glorreiche Halunken“, „Verfolgungswahn“, „Morgenrot“ u.a.

1.11.2014: „Der Laubenpieper“/Bremerhaven: „Punk im Pieper Vol.2“ mit rechtsoffenen Bands wie „Durstige Nachbarn“, „Loi!chtfeuer“ u.a.

1.11.2014: „Hafen Innsbruck“/Innsbruck (Österreich): Rechtsoffenes Konzert mit den „Frei.Wild“-Klonen „Unantastbar“.

1.11.2014: „Schokoladen“/Berlin: Konzert der Grauzonenband „Arthur & The Spooners“.

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Nächste Hooligan-Aktion in Hamburg oder Berlin

Via der „Blick nach Rechts“:

28.10.2014 – Hamburg/Berlin – Nach den schweren Ausschreitungen in Köln planen die „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) gleich die nächste Aktion: Sie soll am 15. November in Hamburg oder Berlin stattfinden.
Per Facebook wirbt die rechte Hooligan-Truppe bislang nur für die Hamburger Veranstaltung, die nachmittags in der Nähe des Hauptbahnhofs vonstatten gehen soll. Die Berliner Polizei berichtete heute, dass dort am Montagabend zudem eine Anmeldung für eine Demonstration am Brandenburger Tor unter dem Motto „Gegen Salafisten, Islamisierung, Flüchtlingspolitik“ für den 15. November eingegangen sei.

Während die „HoGeSa“-Organisatoren bisher – auch mit Blick auf die Bundesliga-Spieltage – bevorzugt sonntags ihre Aktionen gestartet hatten, wurde diesmal ein Samstag gewählt. Mit Bedacht: In den Profiligen wird an diesem Tag nicht gespielt, da die Nationalelf freitags in der EM-Qualifikation auf Gibraltar trifft. Eine Aktion am Samstag bietet außerdem den Vorteil, dass Teilnehmer auch aus weiter entfernten Regionen leichter an- und vor allem auch wieder heimreisen können als an einem Sonntag.

Auf einer eigens eingerichteten „Event“-Seite bei Facebook wurden am Dienstagmittag bereits rund 5600 Zusagen für den Hamburger Termin registriert – zu einem so frühen Zeitpunkt deutlich mehr als vor dem Kölner Randale-Wochenende. Überraschen kann das nicht: Nach den Kölner Ausschreitungen (bnr.de berichtete) waren auf Facebook und den einschlägigen Internetseiten begeisterte Kommentare veröffentlicht worden. Tendenz vieler Beiträge: Man habe die Polizei in der Domstadt regelrecht vorführen können. Insbesondere für die an Action interessierten Hooligans und Neonazis klingen solche Beschreibungen wie ein Versprechen.

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Neonschwarz – 2014

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Im Zentrum der Aktion „Konfetti“

Das „Antifa Infoblatt“ berichtet:

Michael Dolsperg alias V-Mann „Tarif“

Das Bundesamt für Verfassungschutz schredderte die Akte eines V-Mannes, der führender Neonazi in Nordthüringen war und Hinweise auf die untergetauchten, späteren NSU-Mitglieder gab.

Wer in die Wälder der schwedischen Provinz Värmland aufbricht, um dort eine der schillerndsten Figuren der früheren Thüringer Neonaziszene zu seinen Kontakten zum NSU-Trio zu befragen, kommt zu spät. Michael Doleisch von Dolsperg hat seinen Ökohof „Snaret“, was auf Deutsch „Gestrüpp“ heißt, verkauft. An einem anderen Ort in Schweden hat er jetzt einen Tischlereibetrieb aufgemacht. Ein neues Leben will er dort beginnen, wieder einmal. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los — wohl schon bald wird ihn das Oberlandesgericht in München als Zeugen zum NSU-Prozess laden. Und auch ein neuer NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages, der immer wahrscheinlicher wird, dürfte sich für den langhaarigen, bärtigen Mann interessieren. Denn Dolsperg, der in den 1990er Jahren Michael See hieß und der führende Neonazi in Nordthüringen war, gehörte als V-Mann „Tarif“ zu den Topquellen des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) im Umfeld des NSU-Trios.

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Fackelumzug: Kritik an Behörden

„LN-Online“ schreibt:

NPD-Veranstaltung in Grevesmühlen: Antifa-Gruppe spricht von zivilem und polizeilichem Versagen.

Grevesmühlen. Mehr als 70 Polizeibeamte waren am Sonntag im Grünen Weg in Grevesmühlen im Einsatz. Sie kontrollierten alle Personen, die die Straße passieren wollten und registrierten auf diese Weise, wer die NPD-Veranstaltung im Thinghaus besuchen wollte. Das waren rund 150 Personen aus der rechten Szene. „Wir haben mehrfach polizeibekannte Straftäter festgestellt“, sagte Polizeisprecher André Falke. Die Besucher kamen vor allem aus der Region, aber vereinzelt auch von weiter her.

Die Stadt Grevesmühlen hatte im Vorfeld den Auftritt des der rechten Szene zuzuordnenden Sängers Lunikoff untersagt. „Wir kontrollieren auch im Objekt, ob das Verbot eingehalten wird“, erklärte PI-Leiter Dr. Michael Peters vor Ort. Die Veranstaltung war bis 19 Uhr angemeldet, so lange wurde auch kontrolliert. „Wir versuchen, Anwohner oder andere Unbeteiligte weitestgehend unbehelligt passieren zu lassen.“

Die meisten hatten Verständnis für diese Maßnahme, auch wenn sich der Verkehr teilweise staute und Autos in Seitenstraßen hinausgewunken wurden. Die PI Wismar wurde vom Landesbereitschaftspolizeiamt unterstützt. Die zwei Straßenkontrollpunkte an beiden Zufahrtsseiten des Thinghauses waren bereits um 13 Uhr errichtet worden, eine Stunde vor Beginn der Propaganda-Veranstaltung, zu der die NPD eingeladen hatte. Nicht nur männliche Anhänger der rechten Szene besuchten die offiziell als „Tag der offenen Tür“ bezeichnete Veranstaltung, sondern auch viele Frauen und Kinder. Nach Polizeiangaben habe es keine größeren Probleme.

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Deutscher Rechtsrock zu Gast bei B&H

Via der „Blick nach Rechts“:

28.10.2014 – Die Osteuropa-Sektion des „Blood&Honour“-Netzwerks kündigt für den 15. November einen Auftritt von sechs einschlägigen Bands an nicht näher bezeichnetem Ort an.
Das international agierende „Blood&Honour“-Netzwerk der rechtsextremen Szene nutzt seine Kontakte und Verbindungen auch weiterhin in den Ländern, wo die Organisation offiziell verboten ist, wie etwa in Deutschland. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass deutsche Bands immer wieder bei befreundeten B& H-Sektionen im Ausland aufspielen und dorthin dann auch neonazistische Besucher aus Deutschland gelockt werden.

So wird es auch wieder am 15. November der Fall sein, wenn die Osteuropa-Sektion sechs einschlägige Rechtsrock-Combos auftreten lassen will, den genauen Ort aber nicht bekannt gibt. Unter den angekündigten Bands sind die vom Rassenkrieg singende Gruppe „Tätervolk“ aus Berlin und „Frontfeuer“ aus dem brandenburgischen Beeskow. Neben ihnen sollen noch „Indulat“ aus Ungarn, die aus London kommende Szene-Kultband „No Remorse“ sowie die für ihren Hatecore-Stil bekannten „Blue Eyed Devils“ aus den USA die Bühne besteigen. „Blood&Honour“ ist immer noch aktiv in Slowenien und in der Slowakei. Trotz Verbots entwickelt das Netzwerk, das nicht nur mit dem Aufbau von „Combat 18“-Strukturen auch für seine rechtsterroristischen Machenschaften bekannt geworden ist, gerade in Ungarn rege Aktivitäten. (hf)

Quelle

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„Hooligans gegen Salafisten“ in Köln

Das „Antifa Infoblatt‘ berichtet:

„Hier sind nicht nur Nazis!“ – über die rechtsradikalen Hooligan-Ausschreitungen in Köln

Es deutete sich bereits im Vorfeld an, dass die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa), einem losen, vereinsüberschreitenden Zusammenschluss von Hooligans und Fußballfans sowie verschiedenen rechten Akteur_innen, nicht einfach nur eine Veranstaltung „gegen Salafismus“ werden sollte. Auf Facebook kündigten über 7000 Personen ihr Kommen an, rund 5000 waren es dann tatsächlich – was wohl etwas mehr als erwartet, aber dann doch nicht vom Himmel gefallen war. Die Polizei hingegen ging von etwa 1500 Personen aus und richtete ihr Konzept, wie auch immer das aussah, nach dieser Personenzahl aus. Dass diese Demonstration in offener Gewalt und der wohl größten Machtdemonstration der extremen Rechten der letzten Jahre endete, war zumindest ein Stück weit vorhersehbar.

Bereits Stunden vor Veranstaltungsbeginn zeichnete sich ein erschreckendes Bild: große Gruppen von aggressiven und aufgedrehten Hooligans und Neonazis liefen ohne sichtbare Polizeipräsenz ungestört im Bahnhofsgebäude herum. Reisende, darunter viele Migrant_innen oder als links Identifizierte, wurden beleidigt, bedroht und bedrängt. Dass es nicht bereits hier zu schlimmeren Vorfällen kam, scheint purer Zufall zu sein.

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Antilopen Gang – Outlaws

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Bozner Band im internationalen Neonazi-Netzwerk

Die „Antifa Meran“ schreibt:

„Blood&Honour Hexagone“ ist die französische Sektion des weltweiten Neonazi-Netzwerkes und organisiert am 13.12.2014 ein Konzert unter dem zweideutig-eindeutigen Titel: „White Christmas III“.

B&H Konzert mit Bozner Band
Unter dem germanischen Irminsul-Symbol prangt groß die 28, welche in der rechtsextremen Szene einschlägig bekannt ist als Abkürzung für Blood&Honour (2=B, 8=H).
Mit dabei: Green Arrows, eine rechte Hardcore Band aus Bozen, deren Mitglieder der Vereinigung CasaPound nahestehen.
Das Hauptziel von Blood & Honour ist es, rassistische und rechtsextreme Musik zu verbreiten, aber sie bieten auch Schriften wie das Feldhandbuch (Field Manual) und Der Weg vorwärts (The way forward) an: „Diese fordern eine hierarchiefreie und zellenorientierte Organisation für Terrorakte, um Migranten und Andersdenkende in Schrecken zu versetzten.“ Die NSU-Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bedienten sich ebenfalls dieser Handbücher.

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HoGeSa: Die alte Garde meldet sich zurück

Via „Publikative.org“:

Mit ihrer Demonstration in Köln haben rechtsradikale Hooligans ein Comeback in der überraschten Öffentlichkeit gefeiert. Der Innenminister von NRW blamiert sich nach Kräften, während die “Hooligans gegen Salafisten” neue Demos planen. Sie orientieren sich dabei an einem Konzept aus Großbritannien.

Von Patrick Gensing

Die Reaktionen bei den Anhängern der “Hooligans gegen Salafisten” auf die Demonstration in Köln sind geteilt. Einerseits freut man sich über die vielen Teilnehmer und die große Aufmerksamkeit, andererseits fühlen sich viele von den Medien zu Unrecht in die rechte Ecke gestellt. Einige ärgern sich über die Teilnahme vieler Neonazis an dem Aufmarsch unter dem Motto “In den Farben getrennt, in der Sache vereint”.

Die “Hooligans gegen Salafisten” sind keine feste und einheitliche Gruppierung – auch nicht politisch. Doch die Organisatoren orientieren sich offenkundig an dem Konzept der English Defense League. Die EDL wurde vor einigen Jahren von Hooligans gegründet und lässt sich ideologisch im Milieu der rassistischen Islamkritik einordnen, die problemlos mehrere politische Milieus anschließen kann. Ähnlich wie Anders Breivik sieht man das eigene Land in einem Abwehrkampf gegen eine Islamisierung und will nun auch selbst Hand anlegen. Dementsprechend marschierte die EDL beispielsweise vor Geschäften auf, in denen Halal-Produkte angeboten werden. Über die EDL konnten nicht nur ideologische Fanatiker, sondern auch aktionsorientierte Hooligans oder Stammtischrassisten erreicht werden.

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Siehe auch: Holländische und Belgische Nazis bei der HoGeSa – Randale in Köln
„Sport frei“ mit 44 Verletzten
Eskalationen in Köln: Neonazis und Hooligans Hand in Hand

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