Die „taz“ berichtet:
RECHTSROCK In Delmenhorst suchten Zivilpolizisten bereits am Samstag den Auftrittsort von „Kategorie C“. Ein Punker wurde nach dem Konzert schwer verletzt. Der Wirt sagt einen weiteren Auftritt der Band ab
Bereits vor dem Konzert am vergangenen Samstag hat die Polizei Delmenhorst für den Abend mit einem Auftritt von „Kategorie C“ gerechnet. Am Dienstag hatte die Polizei noch angegeben, erst im Nachhinein durch ein Internet-Video von dem Konzert erfahren zu haben. Nach dem Auftritt der rechten Hooligan-Band am 21. Januar in der Kleinstadt in der Nähe von Bremen war ein Punker vermutlich von Konzert-Besuchern schwer am Kopf verletzt worden (taz berichtete).
Mittlerweile teilte die Polizei mit, auf Grund „kurzfristiger Erkenntnisse“ seien „zusätzlich zivile Einsatzkräfte“ in der Stadt unterwegs gewesen. Doch „weder durch die im Stadtgebiet gesammelten Erkenntnisse, noch durch Zeugenaussagen“ habe der Ort des Konzerts ausfindig gemacht werden können. Die Polizei bestätigte, dass ein 21-Jähriger in der Nacht schwere Kopfverletzungen erlitt. Am Donnerstag durchsuchte sie die Kneipe „Die Szene“, in der das Konzert stattfand, um Beweise zu sichern. Die Punker sollen von Kneipen-Besuchern mit Baseball-Schlägern attackiert worden sein.
Die „taz“ schreibt:
NAZI-TERROR Die nun aufgedeckte Verbindung des Nationalsozialistischen Untergrunds zum streng observierten Netzwerk Blood & Honour bringt die Behörden in Bedrängnis
BERLIN/HAMBURG taz | Gleich zwei Untersuchungsausschüsse zu den Morden der Neonazizelle NSU sind am Donnerstag eingerichtet worden. Sowohl der Bundestag als auch der Thüringer Landtag wollen Versäumnisse der Sicherheitsbehörden aufklären – und die werden von Woche zu Woche offenkundiger.
Neue Brisanz ergibt sich aus der Razzia in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg vom Mittwoch bei weiteren mutmaßlichen Helfern der rechtsextremen Terrorgruppe. Nach taz-Informationen wurden mehrere Wohnungen ehemaliger Mitglieder von Blood & Honour (B&H) durchsucht – ein militantes, internationales Neonazi-Netzwerk, dessen deutscher Ableger im Jahr 2000 verboten wurde.
Wir verweisen auf „Indymedia“:
Endstation Hass + Rechtsoffene Band „Körschgen Dunst“ geben am Sa. 28.1.12 ein Konzert Im Jugendkulturzentrum Scheune, Ibbenbüren, NRW.
Lukas Coeur de Lion („Künstler“name) ist einer der Mitglieder bei Körschgen Dunst“ die Samstag 28.01.2012 im JKZ-Scheune, zusammen mit Endstation Hass spielen. Er ist zudem noch Mitglied der Pro-Orga (Organisationsteams des JKZs) und ebenfalls in den Bands „Orange Blood“ (Sänger und Gitarrist) und „Shaven Heads“ aktiv – beides Grauzone bis Rechts.
Der „Pollstar“-Blog berichtet über eine Petition gegen ein in Australien am 21.4.2012 geplantes „Blood & Honour“– und „Hammerskin“-Festival:
The Executive Council of Australian Jewry (ECAJ) has urged the Australian government to stop the neo-Nazi “Hammered Music Festival” in Brisbane April 21, the day after Adolf Hitler’s birthday.
ECAJ president Dr. Danny Lamm also contacted the Race Relations Commissioner about the “appalling ‘festival of hate,’ which seems to have developed into an annual event.”
Hammered, organized by the Southern Cross Hammerskins and Blood and Honour which is banned in Germany, is advertised through white supremacist websites with the exact location still kept a secret.
The festival was held on the Gold Coast last year attracting white supremacist acts and audiences from abroad, but police said there were no disturbances.
Politician Rob Messenger is preparing a private member’s bill that calls for a $300,000 fine and mandatory jail sentence for anyone organising neo-Nazi gatherings.
„Street Voice UK“ schreibt:
Today I received a letter from Merseyside Police after a complaint was put in against me by Seanie Sean (Street Punk Drunks). While this complaint had been put in this gutless fascist and nonce was openly organising a coach load of fascists to go to my home of my family in hope they could ‚Frighten Me‘.
The other person in the image is Ben Savage a fascist sympathiser from the Mirfield who also has no problem in harassing young children. He also makes open threats to anti-fascists including Tom Mensforth (Angelic Upstarts) and myself. Yet we‘ve yet to see this gutless fascist put his words into action.
Also Sean admits to setting up a bogus account to intimidate my family. In fact the only person he managed to add was my 13 yr old niece who has learning difficulties.
Even the so called non-politico’s and other right wingers involved with Oi! gigs have come to their senses to realise what Seanie Sean is all about. One such event Sean’s band have been removed from the bill of a large Oi! event in May because of his threats etc.
Der „Spiegel“ berichtet:
Die rechtsextreme Szene feiert die Zwickauer Terrorzelle, im Web sammeln Sympathisanten Geld für die inhaftierten Unterstützer des NSU. Fahnder suchen fieberhaft nach weiteren Verdächtigen. Im Visier steht das Umfeld des mutmaßlichen Helfers Ralf Wohlleben.
Hamburg – Sie formierten sich am vergangenen Samstag in der Bayerstraße in München, trugen schwarze Sonnenbrillen, schwarze Lederhandschuhe und schwarze Springerstiefel: 90 Rechtsradikale waren dem Aufruf zum Aufmarsch durch die Innenstadt gefolgt. Ihr Ziel: das linksautonome Kafe Marat. Ihr Motto: „Deutsche Freiräume erkämpfen für ein patriotisches Begegnungszentrum.“
Ein 22-Jähriger aus dem nahegelegenen Ebersberg spielte während des Aufmarsches auf dem Lautsprecherwagen die Paulchen-Panther-Melodie ab, seine Kameraden grölten den Refrain mit: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm‘ wieder, keine Frage.“ Es ist jenes Lied, mit dem die rechtsterroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ihr Bekennervideo unterlegte, in dem sie sich zahlreicher Morde brüstete. Die Polizei stoppte den Zug, der 22-Jährige wurde wegen des Verdachts der Billigung einer Straftat vorübergehend festgenommen.
Am 27./28.1.2012 finden u.a. folgende Grauzonenkonzerte statt:
- 27.1.2012: „Jägerklause“/Berlin: „Soifass“ u.a.
- 28.1.2012: „Festhalle Friedewald“/Friedewald Hessen: „2.Seulingswald Rockfest“ mit den Grauzonenfreunden von „180 Grad“ (In der Vergangenheit zahlreiche Konzerte mit rechtsoffenen Bands wie „Mummy´s Darlings“, „Toxpack“, „Rotz & Wasser“, „Frei.Wild“, „Krawallbrüder“, „Berserker“ u.a.), den „Wilden Jungs“, „Betontod“ u.a.
- 28.1.2012: „The Rambler“/Eindhoven (Holland): Grauzonenkonzert mit „Evil Conduct“ (Holland“ und dem Abschiedskonzert der „Bovver Boys“ (Deutschland). Bereits 2010 spielten „Evil Conduct“ zusammen mit der englischen RAC-Combo „Superyob“ im „The Rambler“ (siehe). Außerdem spielten dort bereits jede Menge andere rechtslastige Bands wie „Tech 9″, „Discharger“ und „Vicious Rumours“ (siehe).
- 28.1.2012: „Jugendkulturzentrum Scheune“/Ibbenbüren (NRW): Endstation Hass + Rechtsoffene Band „Körschgen Dunst“ (Mehr Infos)
„Publikative.org“ schreibt:
Das “Braune Haus” in Jena hat in der rechtsextremen Bewegung eine zentrale Rolle gespielt. Doch wegen baulicher Mängel konnten die Neonazis die ehemalige Gaststätte zuletzt nicht nutzen. Das könnte sich nun ändern, mit freundlicher Genehmigung der Stadt.
“Die Neonaziszene zeigt sich von den aktuellen Ereignissen und Diskussionen unbeeindruckt und festigt ihre Strukturen. Wir dürfen nicht vergessen, auch vor der eigenen Haustür nach den Rechten zu sehen”, sagte die Sprecherin für Antifaschismus der LINKE-Fraktion im Thüringer Landtag, Katharina König. Sie forderte die Jenaer Stadtverwaltung auf, Bürgerinnen und Bürger über die aktuellen Entwicklungen des “Braunen Hauses” detailliert aufzuklären. Der Landtagsabgeordneten liegen nach eigenen Angaben Informationen vor, nach denen die Stadt Jena bauliche Maßnahmen an der ehemaligen Gaststätte “Zum Löwen” genehmigt hat.
„Indymedia“ berichtet:
Am 24.3.2012 wird die Musikgruppe Frei.Wild aus dem italienischen Südtirol im Rahmen ihrer „Allein nach Vorne“-Clubtour unter anderem auch Halt in Pahlen (Kreis Dithmarschen) machen. An sich ist dies keine Ungewöhnlichkeit; nutzten doch schon viele, auch bekanntere Bands, die Eiderlandhalle des Pahlazzos als Spielstätte.
Bei Frei.Wild verhalten sich die Dinge aber anders:
Einige Mitglieder von Frei.Wild, vielen Menschen als Nachfolgeband der „Deutschrockgruppe“ Böhse Onkelz bekannt, teilen mit ihren eben genannten Vorbildern eine Gemeinsamkeit: die Vergangenheit in der rechten Szene. Frei.Wild gingen aus der Nazi-Band Kaiserjäger hervor. Außerdem war beispielsweise Frei.Wild-Sänger Philipp Burger bis in das Jahr 2008 hinein Mitglied der als europafeindlich und rechtspopulistisch einzustufenden Partei „ Die Freiheitlichen“, die für eine „Stärkung des Tiroler Volksbewusstseins“, eine Anbindung Südtirols an den „deutschen Sprach- und Kulturraum“ und gegen Zuwanderung und Multikulturalismus eintritt, um nur einige der rückständigen Forderungen zu nennen.
Weiter
Siehe auch: FreiWild zwischen Kitsch und Subkultur
Die „Hannoversche Allgemeine“ schreibt:
Neonazis versuchen in jüngster Zeit, die Ultraszene von Hannover 96 zu unterwandern. Das behauptet die Initiative zur Aufdeckung rechter Gewalt in einer Mail, die am Dienstagabend beim Verein, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und zahlreichen Medien eingegangen ist.
Hannover. Es soll personelle Überschneidungen zwischen der rechtsradikalen Gruppierung „Besseres Hannover“ und den sogenannten Ultras geben. Die Neonazis von „Besseres Hannover“ hatten in jüngster Zeit mit Videos auf sich aufmerksam gemacht, in denen Ausländer verhöhnt werden.
Die Behörden nehmen die Hinweise sehr ernst. „Wir prüfen, ob es strafrechtlich relevante Sachverhalte gibt“, sagt Polizeisprecherin Tanja Rißland. Derzeit sind die Beamten mit der Auswertung des 36 Seiten umfassenden Schreibens beschäftigt. Fanforscher Gunter Pilz, der das Schreiben der Initiative ebenfalls erhalten hat, bestätigt die in der Mail skizzierten Entwicklungen: „Organisierte Rechtsextremisten versuchen in der Tat, sich in den Stadien breitzumachen.“ Immer häufiger würden, so der Wissenschaftler weiter, rechte Gruppierungen in den Fanblöcken der Ultras auftauchen und durch ihr Auftreten Angst verbreiten. „Das scheint mir durchaus Methode zu haben“, sagt Pilz. Mit Blick auf Hannover 96 empfiehlt der Forscher dem Verein, künftig die Arbeit der vereinsinternen Gruppen, die sich bereits jetzt gegen rechte Entwicklungen engagieren, weiter zu stärken.
In den kommenden Tagen sollen u.a. folgende RAC- und Nazikonzerte stattfinden:
- 26.1.2012: Australien: „Blood & Honour South Australia“ organisiert einen „Australia Day“ u.a. mit RAC-Musik.
- 27.1.2012: „Musik Bar Kremelka Strakonice“/Polen: RAC-Konzert mit den Bands „All Bandits“ (Polen), „SVZ“, „Ani Krok Spät“ (Slowakei) und „Normals“ (Tschechien).
- 28.1.2012: London (England): „Blood & Honour London Brigade“ organisiert ein internationales Nazikonzert mit den Bands „Bruta Attack“ (England), „The 4 Aces“ (Italien), „Mistreat“ (Finnland) und „Stevie“ (England).
- 28.1.2012: Ungarn (?): Nazikonzert mit „Feher Törveny“ (Ungarn), „Nachtigall“ und weiteren Bands. Leider können wir den Flyer nicht entziffern…
- 28.1.2012: Slowenien: Der „Blood & Honour“-Zusammenschluss „Slowenisch-Serbische Kameradschaft“ organisiert ein Nazikonzert mit u.a. „Sorab 28″.
- 28.01.2012: „Matrix-Club“/Prag (Tschechien): RAC-Konzert mit „Booze & Glory“ (Polen/England), „Crosszech“ (Prag/Tschechien) und „Saints & Sinners“ (Prag/Tschechien).
- 28.1.2012: Sevilla (Spanien): Die italienische Faschoband „ZetaZeroAlfa“ soll auftreten.
(mehr…)
Der „blick nach rechts“ u.a. berichten:
Karlsruhe – Mit 110 Beamten vom Bundeskriminalamt (BKA) durchsuchten Ermittler der Bundesanwaltschaft heute Wohnungen und Geschäftsräume von potenziellen Unterstützern des rechten Terror-Netzwerkes „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg.
Ziel der Razzia sei es, so die Bundesanwaltschaft, „weitere Erkenntnisse über das Unterstützerumfeld“ der Gruppe zu erlangen.
Im thüringischen Wolfersdorf und Laasdorf seien Polizeiaktionen durchgeführt worden, heißt es aus Insider-Kreisen. Die betroffenen Bewohner, Frank L. und Andreas S., werden beide mit dem ehemaligen Neonazi-Szeneladen „Madleys“ in Jena in Verbindung gebracht.
Weiter
Siehe auch: Razzia gegen mutmaßliche NSU-Unterstützer
Im Kreis der Unterstützer
Suche nach rechten Terrorhelfern
(mehr…)









