12./13.2.10 Oberhausen: Erneutes Grauzonenfestival

Am kommenden Wochenende soll in der „Turbinenhalle“ Oberhausen erneut ein Grauzonenfestival stattfinden. Erst Ende Januar gaben sich dort rechtsoffene Bands wie „Krawallbrüder“, „Freiwild“ und „Discipline“ gegenseitig die Klinke in die Hand:
30.1.2010: Grauzonenfestival in Oberhausen

Das besvorstehende „Son of a Bastard“-Festival mit Grauzonenbands wie „Stomper 98″ (Bandmitglieder standen erst 2009 erneut mehrmal mit T-Shirts von rechten Bands auf der Bühne u.a. „Haircut“ und „Ultimo Assalto“), „Mummys Darlings“, „Perkele“, „Roimungstrupp“ u.v.m. wird vom „Sunny Bastard“-Label organisiert, auf welchem sich mittlerweile zahlreiche Bands aus der Punk- und Oi!Skinszene befinden und welches wohl mittlerweile bundesweit zu einem der größten und umtriebigsten gehört. Der Kartenvorverkauf für das Festival läuft übrigens unter anderem über die Grauzonenlabels „Randale Records“ und „Bandworm Records“.

Verwunderlich ist vor allem, dass dort zwischen den ganzen Stumpf- und Pöbel-Oi!-Bands eine so großartige Ska-Band wie die „Hotknives“ spielen soll. Aber laut der Diskussionen im Ska-Talk-Forum handelt es sich da wohl eher um ein Versehen:
www.ska-talk.org/forum/index.php/topic,16217.0.html

Stümperstufe und der restlichen Grauzone den Saft abdrehen! Keine Plattform für rechtsoffene Spinner – nirgendwo!

13.2.2010: Wieder Nazikonzert im „Gleis 3″ in Annaberg-Buchholz

„Aftershow“ im „Gleis 3″ nach dem Naziaufmarsch am 13.02.10 in Dresden

Auch Björn Eichhorn und Gestalten scheinen dem geschichtsrevisionistischem Spektakel in Dresden nicht uninteressiert gegenüberzustehen. So wird intern um „zahlreiches Erscheinen“ der „Stammgäste“ in Dresden gebeten.1 Am Abend läd er – quasi als Aftershow – in seine Lokalität nach Annaberg-Buchholz ein, in der sich der/die trauernde Demonstrant_in noch einen feucht-fröhlichen Abend machen kann. Geboten werden diesmal die NSBM-Band „T.H.O.R.“ und „Assfist“. T.H.O.R. bezeichnet ihre Musik als „Viking Metal“. Ihre CD „Vergeltung“ haben sie beim extrem rechten Label „PC-Records“ in Chemnitz veröffentlicht. Gespielt hat die Band unter anderem beim „Rock gegen Krieg“ bzw. „Rock für Deutschland“ am 21. Juni 2003 in Gera. Eine Neo-Naziveranstaltungen mit Festival-Charakter. Beginn ist wie immer 20.00 Uhr. So put another dime in the jukebox, baby love rock n‘ roll – Nazimusik abschalten!

1. Kopie des Blogs liegt vor [zurück]

Weitere Informationen unter Infoblog gegen das „Gleis 3″ in Annaberg-Buchholz

Quelle

Rechtsrock-Konzert in Nordhorn

Nazis veranstalten Rechtsrock-Konzert im Nordhorner Party-Treff-Blanke mit ungefähr 100 Besuchern.

Am Abend des 23.01.2010 fand in Nordhorn in den Räumlichkeiten des „Party-Treff-Blanke“ des Getränkehändlers „Getränke Scholten“ ein erneutes Rechtsrockkonzert statt. Vor etwa 100 Konzertbesucher_Innen spielten insgesamt fünf Nazibands. Die Bands „Strafmass“, „Extressiv“ sowie „Weisse Wölfe“ kamen dabei aus Nordrhein-Westfalen, die Band „Bloodline“ aus Sachsen-Anhalt und die Band „Endless Pride“ sogar aus Schweden. Die Besucher_Innen hingegen kamen u.a. aus den Landkreisen Osnabrück, Emsland und der Grafschaft Bentheim. Ebenfalls kamen auch Nazis aus Nordrhein-Westfalen. Die Polizei sicherte mit einem Großaufgebot das Konzert ab, um Ausschreitungen zu verhindern. Diese sahen sich jedoch nicht in der Lage das Konzert aufzulösen oder zu beenden. Es ist anzunehmen, dass auch verbotene Lieder vorgetragen wurden. So heißt es z.B. in dem Text „Ruhm und Ehre“ der Band „Weisse Wölfe“: „Ruhm und Ehre der Waffen SS, die besten Soldaten der Welt. Sie kämpften für die wahren Werte, nicht für Reichtum oder Geld. Ruhm und Ehre der Waffen SS, in stiller Trauer woll’n wir ihrer gedenken. Ihre Treue soll uns ein Vorbild sein bei unserm Handeln und Denken. Sieg Heil!“. Die anderen Bands waren auch keine Unbekannten im Rechtsrock. So spielten „Bloodline“, „Extressiv“ und „Endless Pride“ z.B. letztes Jahr schon beim „Ian-Stuart-Memorial“-Konzert in Belgien.
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33 Neonazi-Konzerte in drei Monaten

Im vierten Quartal 2009 haben nach Erkenntnissen der Bundesregierung rund 25 rechtsextremistische Skinhead-Konzerte in Deutschland stattgefunden sowie acht Liederabende. Wie die Regierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke erläutert, wurden die Skinhead-Konzerte von insgesamt etwa 3.500 Teilnehmern besucht und die Liederabende von rund 430 Personen. Vier Konzerte der extrem rechten Szene wurden den Angaben zufolge in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres von der Polizei aufgelöst. Ebenfalls vier Konzerte wurden laut Regierung in diesem Zeitraum im Vorfeld verboten beziehungsweise durch präventive Maßnahmen der Sicherheitsbehörden verhindert. Als Organisatoren der Musik-Veranstaltungen treten auch NPD und JN auf, schreibt die Regierung weiter.

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„Hepcat“


Die großartigen Hepcat spielen Ende März seit langer Zeit mal wieder 2 Konzerte in Deutschland – auf keinen Fall verpassen: www.myspace.com/hepcatlive
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6.2.2010: 2 Mal Rechtsrock in Thüringen

Am vergangenen Wochenende konnten in Thüringen 2 Rechtsrockkonzerte (zumindest teilweise) stattfinden:

An uns unbekanntem Ort konnten die Nazibands „12 Golden Years“, „Frontal 18“ und „Krakus Interruptus“ (!!!) ungestört von Polizei und Antifaschist_Innen aufspielen.

Ebenfalls am 6.2.10 sollten die Rechtsrockbands „Sköll Dagaz“, „MG42“ und „Fight Tonight“ in Thüringen spielen. Zumindest „Sköll Dagaz“ und „MG42“ konnten noch auftreten, bevor die Polizei das Konzert doch noch auflöste…

Quelle: Einschlägige Naziforen

Was „All Areas Concerts“ verschweigt…

…könnt Ihr ausführlich bei Oire Szene nachlesen – u.a. zuletzt hier: “ On File“ (Schottland) und mal wieder „All Areas Concerts“ aus Berlin

Unsere Meinung: Konzerte mit Bands wie „On File“ zu veranstalten, welche nachweisbar bereits einige Male zusammen mit „Blood & Honour“-Bands (Z.B. „Headcase“, „Les Villains“ und sogar „Kill Baby Kill“) bzw. in „Blood & Honour“-Läden wie dem ehemaligen „De Kastelein“ – mindestens 4 Auftritte (!!!) gespielt haben, hat nichts mehr mit einem glaubwürdig praktiziertem Antifaschismus zu tun. Hier (und auch bereits mit zahlreichen früheren Konzerten – die konservativen CDU-Punks von „OHL“ waren da ja vergleichsweise noch harmlos) wird bewusst oder unbewusst (?) ein Einfallstor für die rechte Szene geschaffen. Jegliche antifaschistischen Mindeststandards (auch hinsichtlich Sexismus, Mackertum etc.) werden hier fallengelassen, so dass es früher oder später zu Entwicklungen wie zuletzt im „Klex“ in Greifswald kommt, wo dann sogar ganz ungeniert „plötzlich“ Nazibands auf der Bühne stehen: http://oireszene.blogsport.de/2010/01/30/nordmagazin-ueber-grauzonen-konzert-im-klex/

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06. Februar 2010 / Halberstadt: kein Liederabend für die NPD

Neonazistrukturen im Harz sollen ausgebaut werden // NPD-Büro in Halberstadt als „gruppen- und organisationsübergreifendes“ Zentrum angepriesen // angekündigter Liederabend wegen Hitlergrüßen verboten

Für den 06. Februar 2010 kündigten der „NPD Ortsbereich Halberstadt“ und die JN Sachsen-Anhalt den bereits vierten Liederabend in Halberstadt an. Geboten werden sollte – für fünf Euro Eintritt – zum wiederholten Male der Berliner Liedermacher „Fylgien“. Wenige Tage zuvor ist Anzeige bei der Polizei auf Grundlage eines veröffentlichten Videos erstattet worden, welches offensichtlich zum dritten Liederabend am 14. November 2009 in „Lolo`s Hof“ entstanden war. Dabei hatten mehrfach anwesende Neonazis während des Auftrittes des selben Liedermachers den Hitlergruß gezeigt. Der Landkreis als zuständige Versammlungsbehörde habe sich dazu entschlossen, die Veranstaltung zu verbieten, so der Pressesprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord Frank Küssner. Am späten Nachmittag des 05. Februar 2010 sei den Veranstaltern das Verbot mit Auflagenverfügung übermittelt worden.

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Siehe auch: Lolo´s Hof- von wegen hier spielt die Musik

Und hier: Im Harz nichts Neues- oder doch?

Nazikonzert am 6.2.10 in Mettmann (NRW)

Am 6.2.2010 fand in Mettmann (NRW) ein Nazi-„Balladenabend“ mit den neonazistischen Barden von „Mahnwache“ (Projekt aus dem Umfeld der Rechtsrockband „Notwehr“) und „Projekt Aaskereia“ statt. Laut einem Gästebucheintrag auf der Homepage von „Projekt Aaskereia“ haben sich die Kamerad_Innen an diesem Abend erfreulicherweise mal wieder untereinander geboxt und Ihre menschenverachtenden Einstellungen unter Gleichgesinnten bewiesen, wie das Zitat belegt:

Also der Abend war ja nicht so toll…
Und dann schmeißt ihr noch Kameraden raus?
Eure Ordner beschädigen Kleidungsstücke der Kameraden, und sagen zu Leute mit Krücken ‚‘KRÜPPEL'‘ und dann wird er auch noch geschlagen?????,also das ihr da so seit dachte ich nich….
Also tut mir leid es zu sagen, nur kommt keiner mehr aus Essen bzw von uns zu euch

Kampf gegen die eigenen Leute…nicht mit uns !!!

The Valkyrians – Hooligans


12.2.2010 Hamburg: Kein Bock auf Grauzone!

Braune Klänge

Seit den 1980er macht ein fragwürdiger Musikkult auf sich aufmerksam und kriegt aller Bekämpfung zum Trotz neue Fans.
Dort, wo man singt, da lass dich nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder. So wurde einem in der Kindheit beschieden. Dieser Ausspruch ist jedoch überholt. Mittlerweile haben die “Bösen” ihr eigenes Liedgut – seien es Fußballschlachtrufe, Hetze gegen gegnerische Lager oder eine bestimmte Musiksparte, die ihre braune Überzeugung offenbart. Und genau darum geht es. Um Rechtsrock, um rassistische Texte und die Glorifizierung des dritten Reiches. Neu ist diese Art von Musik nicht, denn viele rechtsradikale Bands gründeten sich bereits in den 1980er. Und einige Bands, die niemals kommerziellen Erfolg erzielen werden, freuen sich trotzdem großer Beliebtheit. Zum Beispiel die Berliner Band Landser, die sich als “Terroristen mit E-Gitarren” bezeichnen, als “volkstreue Band, die das Unrecht beim Namen nennt” oder ihre Heimatstadt einfach nur als “Reichshauptstadt” bezeichnen. Es ist nicht genau bekannt, wieviele Alben die Bands herausgebracht hat, sicher ist aber, dass sie ihre “Glanzzeit” in den 1990er hatten. Alben wie “Deutsche Wut – Rock gegen oben” oder “Das Reich kommt wieder” beinhalten deutlich rassistische Komponente. Aber auch Groll auf die Politiker, die als “Multi-Kulti-Fetischisten” oder “Bonzenpack” bezeichnet werden. Damals war der Regierungssitz in Bonn, weshalb dies auch in den Lieder erwähnt wird. Seit März 2005 wurde die Band verboten, die Mitglieder sitzen seitdem auch im Gefängnis. Dennoch scheint der “Fankult” ungebrochen, auf YouTube werden mannigfaltig Songs der Bands hochgeladen. Zu begutachten wurde beispielsweise der Song “Türkiyemspor” mit Szenen von türkischen Fußballspielern, die die Schüsse versemmelten oder deren Torschuss abgehalten wurde.

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6.2.10 Pößneck: Naziveranstaltung im Schützenhaus

Am gestrigen Samstag (06.02.2010) fand in Pößneck ein rechtes Konzert statt.
Bereits am späten Nachmittag konnte man in Pößneck ein erhöhtes Polizeiaufkommen beobachten. An den Ein- und Ausfallstraßen zur Stadt baute die Polizei Kontrollpunkte, mit großen Scheinwerfern ausgeleuchtet, auf. In den frühen Abendstunden begannen die Fahrzeugkontrollen. So versuchte die Polizei zu verhindern, was 2005 nicht verhindert werden konnte.

Laute Musik aus dem Schützenhaus

Die Zufahrtsstraßen zum Schützenhaus wurden von der Polizei hermetisch abgeriegelt. Jeder der zum Schützenhaus gelangen wollte, wurde kontrolliert. Man kam nur mit Einladung ins Schützenhaus. Als Einladungen fungierten auch SMS, die über einen Verteiler an die Kameraden geschickt wurden.

Zu einer privaten Feierlichkeit mit Livemusik lud vermutlich Andre Kapke. Etwa 150 Neonazis befanden sich am späten Abend des 06.02.2010 im Schützenhaus. Eine offizielle Anmeldung gab es nicht, weil es sich wie oben genannt um eine private Feier handelte. Eine gerichtliche Überprüfung konnte die Veranstaltung nicht verhindern.

Weitere Informationen gibt es momentan nicht. Da zum Entstehungszeitpunkt des Artikels die Veranstaltung noch nicht beendet war.

Quelle

„Code 1″ (UK)

Schlagzeuger von \"Code 1\" mit Keltenkreuz-/Whitepowertattoo
„Code 1″ sind eine klassische Oi!-Formation aus England, welche politisch eindeutig dem Rechtsrocklager zuzuordnen sind. An diesem Wochenende spielen sie zusammen mit den „unpolitischen“ „4Skins“ und den Rechtsrockern von „Skinfull“ (ehemals „The Aids“).

Mal eine kurze Konzertauswahl (unvollständig) der letzten 2-3 Jahre, welche eindeutig belegt, dass es sich bei „Code 1″ mindestens um eine RAC-Band handelt – wir würden sie aufgrund der Konzerte aber schon eher als waschechte Nazis bezeichnen (Der Sänger von „Code 1″ hat übrigens ein Keltenkreuz-/Whitepowertattoo auf dem rechten Arm):

6.10.2007: „Condemned 84″ (RAC), „Barking Irons“, „The Sympthons“

12.4.2008: Konzert für die rechtsradikalen „Bootboys Hildesheim“ in der Zuckerfabrik 50/Norstemmen in Niedersachsen zusammen mit „Indecent Exposure“ (RAC), „Shaved Dogs“ (RAC) und „The Veros“ (RAC)

28.-29.6.2008: Konzert auf dem „Skinheads Valencia Summerfest“ zusammen mit „Unit Lost“, „Skulldog“, „Krawallbrüder“ (!), „Glory Boys“ (spanische Rechtsrockband), „Up Yours“

30.8.2008: Konzert zusammen mit „Retaliator“ (RAC) und „The Hoist“

4.10.2008: Konzert zusammen mit „The Last Resort“ und „The Warriors“

29.11.2008: Konzert mit den beiden Rechtsrockbands „Tatooed Motherfuckers“ und „Skinfull“

12.9.2009: Konzert im belgischen „Blood & Honour“-Laden „Moloko Bar“ (ehemals „De Kastelein“) zusammen mit der belgischen „Blood & Honour“-Band „Les Vilains“

Braunes „Treffen der Generationen“

Kirchheim − Am Samstag treffen sich Alt- und Jungnazis in Kirchheim/Thüringen zum Generationenaustausch. Begleitet wird das Programm durch einen braunen Liedermacher.

Zu einem „Treffen der Generationen“ laden Neonazis für den 6. Februar ins thüringische Kirchheim bei Erfurt ein. Ziel der Veranstaltung ist es, den „jungen Generationen, welche nicht Zeuge der damaligen Zeit sein konnte(n)“, den Kontakt zu „Zeitzeugen des letzten großen Krieges“ zu ermöglichen. Als Referenten werden unter anderem ein „ehemaliger Kämpfer der Waffen SS“ und ein „Jagd- und Transportflieger der deutschen Luftstreitkräfte“ erwartet. Diese sollen über ihre „Erlebnisse von der Front“, die „militärische Ausbildung“ und die „Zeit nach Ende des Krieges“ berichten. Begleitet wird das Programm durch „Themenbezogene […] Volkslieder“, die vom Neonazi-Aktivisten und Liedermacher Maximilian „Max“ Lemke aus Jena zum Besten gegeben werden. Hinter der Internetseite und der Kontakttelefonnummer des Generationentreffens verbirgt sich Patrick Weber aus Nordthüringen, der nicht nur Landesschatzmeister der NPD, sondern auch Inhaber eines rechtsextremen Versandhandels ist. Die Veranstaltung findet in der Kirchheimer „Erlebnisscheune“ statt, in der im vergangenen Jahr unzählige Rechtsrock-Konzerte und NPD-Veranstaltungen durchgeführt wurden. Um vor allem Erlebnis- und spaßorientierte Neonazis nach Kirchheim zu locken, wird im Anschluss noch ein Konzert mit verschiedenen Bands stattfinden. (mb)

Quelle

The Aggrolites – „Don‘t Let Me Down“


Ein Imperium, das wär’s

Der Film zur Islamkritik-Debatte: Warum man Bernd Eichingers Film über den Rapper Bushido, „Zeiten ändern Dich“, gesehen haben sollte.

Der Streit um die Islamkritik scheint einigermaßen verhärtet. Während die einen im Islam das Böse schlechthin erblicken und aus einer vermeintlichen Minderheitenposition heraus – rhetorisch – mit der Axt hantieren, beharren die anderen (die sich in der Zeit, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, aber auch im Feuilleton der SZ zu Wort gemeldet haben) darauf, dass man die Spielregeln der liberalen Gesellschaft gerade in diesem Konflikt nicht einfach aufgeben dürfe. So weit, so aussichtslos.

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Siehe auch: Ein bisschen krass muss sein
Bushido wird schwul
Der Hass stand ihm besser

NPD darf Schulhof-CD weiter an Jugendliche verteilen

Die NPD darf ihre Schulhof-CDs mit Rechtsrock weiter auf Schulhöfen und in Jugendclubs verbreiten. Wie das “Neue Deutschland” schreibt, scheiterte am 04. Februar 2010 vor der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn ein Indizierungsantrag des Landeskriminalamtes Niedersachsen. Nach Angaben der Leiterin der Bundesprüfstelle, Elke Monsen-Engberding, war dies die erste Entscheidung der Bundesprüfstelle über eine Musik-CD der NPD. Die Begründung für die Entscheidung läge erst nächste Woche vor, heißt es aus der Bundesprüfstelle. Die NPD verteilt seit 2004 kostenlos CDs mit Liedern, in denen subtil verpackt Elemente der NS-Ideologie wie die Volksgemeinschaftstheorie verbreitet werden. Über die ideologisch aufgeladene Musik kommen viele Jugendliche erstmalig in Kontakt mit der rechten Szene.

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Schulhof-CD der NPD soll auf den Index gesetzt werden

Bundesprüfstelle entscheidet über Jugendgefährdung
Heute entscheidet die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn über eine Indizierung der Schulhof-CD der NPD.

Nach Angaben von Elke Monsen-Engberding entscheidet ihre Behörde heute erstmalig über eine Musik-CD der NPD. Den Antrag an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hatte das Landeskriminalamt Niedersachsen gestellt. Sollte diesem stattgegeben werden, ist die CD zwar nicht verboten, sie darf aber nicht mehr dort verteilt werden, wo Jugendliche Zugang haben, etwa auf Schulhöfen und in Jugendklubs.

Schulhof-CDs mit rechtsradikaler Musik gibt es seit 2004, ursprünglich als Werbeaktion rechter Kameradschaften. Mit dem kostenlosen Verteilen wollten sie neue Anhänger rekrutieren. Rechtsrock gilt als »Einstiegsdroge« in die rechte Szene.

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Dunkelfeld – Recherchen in extrem rechten Lebenswelten rund um Rhein-Main

Die Oire Szene Redaktion empfiehlt folgende Neuerscheinung zum Thema extrem rechte Lebenswelten. Wir werden uns in den kommenden Tagen vor allem nochmal inhaltlich den Artikeln „Familienbande(n) – Netzwerke und Freundeskreise der White Power-Rock-Musik“ und „Aufstieg in die höhere Liga – Extrem Rechte zwischen Rockerclub und Rotlichtmilieu“ widmen. Ansonsten holt euch die lesenswerte Broschüre:

Reportagen · Analysen · Gegenstrategien

Die Publikation Dunkelfeld. Recherchen in extrem rechten Lebenswelten rund um Rhein-Main bietet auf 144 Seiten eine exemplarische Bestandsaufnahme der extremen Rechten in den Regionen in und um Frankfurt am Main bis nach Mittelhessen und das angrenzende Rheinland-Pfalz. Herausgegeben wird die Broschüre vom Berliner Verein argumente. netzwerk antirassistischer bildung e.V., dem Bildungswerk Anna Seghers e.V. aus Wiesbaden und dem Antifaschistischen Infobüro Rhein-Main.

In den Regionen rund um das Rhein-Main-Gebiet lässt sich schon seit Jahren eine Verfestigung extrem rechter Strukturen beobachten. In manchen Gegenden ist eine rechte Alltagskultur für Jugendliche fester Bestandteil des örtlichen Lebens. Der Einstieg in das rechte Umfeld und die Ausprägung rechter Weltbilder verläuft oft nach einem ähnlichen Muster. Ziel der Publikation ist es, beispielhaft verschiedene Erscheinungsformen der extremen Rechten darzustellen und zu analysieren. Dazu unternehmen die AutorInnen zum Beispiel eine Reise von Wiesbaden nach Limburg, die durch die Orte und Dörfer im »Hinterland« führt und anhand einer ganzen Region die Etablierung einer rechten Alltagskultur beschreibt.

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