„Combat 18″: Maulhelden oder rechte Terroristen?

Quelle: Panorama

Der Verdacht erhärtete sich, als am 24. September 2017 zwölf Rechtsextremisten von der Anti-Terror-Einheit GSG9 am Grenzübergang im bayerischen Schirnding gestoppt wurden. Die Gruppe wollte aus Tschechien zurück nach Deutschland. In einem Auto finden die Polizisten Munition – in einer Sporttasche und einem Toastbrotbeutel zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Insgesamt sind es 26 Patronen, teils auch für Sturmgewehre geeignet. Der Fahrer des Kleinbusses ist Tobias V. Er gibt noch vor Ort zu, dass die Munition im Toastbrotbeutel von ihm ist. Die Tasche kann Stanley R. zugeordnet werden.

Waffentraining in Tschechien

Die Kontrolle an der Grenze war kein Zufall. Die Bundespolizei hatte einen Tipp vom Verfassungsschutz bekommen. Denn die zwölf Deutschen gehören mutmaßlich alle zur Neonazi-Gruppe „Combat 18 Deutschland“. Sie kamen von einem Waffentraining im tschechischen Cheb zurück, wie die „Süddeutsche Zeitung“ und NDR berichteten. Die Sicherheitsbehörden beobachten dieses Netzwerk sehr aufmerksam, halten es für potentiell gefährlich. Sogar bei einer Lagebesprechung im Bundeskanzleramt war das Aufgreifen dieser Gruppe Thema. Panorama und STRG_F haben den Schießstand, auf dem die Neonazis ihr Training laut Bayerischem Verfassungsschutz abgehalten haben sollen, besucht und stießen dort auf Nazi-Devotionalien. Eine Büste von Adolf Hitler und Symbolik der Waffen-SS wird dort zur Schau gestellt.

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Lauter Rechtsrock: Polizei löst rechte Feier auf

Quelle: Volksstimme

In Magdeburg wurde eine Feier mit lauter rechter Musik aufgelöst. Die Anwesenden leisteten Widerstand.

In Magdeburg hat die Polizei gegen erheblichen Widerstand eine Feier mit Dutzenden mutmaßlichen Anhängern der rechten Szene aufgelöst. Bei der mehr als fünfstündigen Aktion seien in der Nacht zum Sonntag die Personalien von 31 Anwesenden festgestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Zeugen hatten die Beamten gegen Mitternacht gerufen, weil in dem Kiosk nahe des Neustädter Bahnhofs rechte Musik abgespielt wurde.

Die ersten Beamten wurden von Feiernden behindert, so dass sie Unterstützung anforderten. Mit der Verstärkung wurde das Lokal geräumt. Dabei gab es laut Polizei teils aktiven Widerstand und „Sieg Heil“-Rufe. Technik und Tonträger wurden sichergestellt.

Quelle

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„Voice of Anger“-Konzert in Süddeutschland

Quelle: Blick nach Rechts

17.07.2018 – Am Samstag feierten bis zu 200 Neonazis mit Bands aus dem Umfeld von „Blood&Honour“ und den „Hammerskins“. Nachdem die bayerische Polizei die Veranstaltung verhinderte, wichen die Rechten einfach über die nahe Landesgrenze nach Baden-Württemberg aus.

Die Neonazi-Kameradschaft „Voice of Anger“ führte am vergangenen Samstag ein konspirativ organisiertes Konzert in Süddeutschland durch. Das Portal „Allgäu rechtsaußen“ veröffentlichte am Dienstag ein Flugblatt, aus dem hervorgeht, dass wohl die Band „Mistreat“, „Kommando Skin“, „Proissische Herzbuben“ und „Kotten“ auf der Bühne standen. Bis dato war unbekannt, wen „Voice of Anger“ zur Veranstaltung eingeladen hatte, die Polizei sprach lediglich von „vier Bands“.

Trotz aller Konspirativität erfuhren bayerische Behörden von den Konzertplänen für den 14. Juli und erließen kurzfristig ein Verbot. Die Polizei verhinderte den Aufbau eines Festzeltes bei Memmingen im Unterallgäu. Dennoch konnte das Konzert stattfinden. Die bis zu 200 aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland angreisten Neonazis wichen einfach in den benachbarten Landkreis Ravensburg jenseits der bayerischen Grenze aus, wo sie in Stockbauren bei Aichstetten ungestört feiern konnten. Die Polizei postierte sich in der Umgebung und kontrollierte die Anreise.

Siehe auch: So radikal war das Skinhead-Konzert bei Aichstetten
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Feierlaune mit rechtem Streetpunk

Quelle: Blick nach Rechts

17.07.2018 – Am Freitag und Samstag dieser Woche findet an nicht genauer bezeichnetem Ort ein „Oi!-Punk“-Festival mit acht Bands statt.

Die rechte Streetpunk-Szene gibt sich am 20. und 21. Juli beim Festival „Oi! The new (old) breed“ ein Stelldichein. Es ist bereits die dritte Auflage der Festivalreihe, deren Treffen im vergangenen Jahr nach Veranstalterangaben in Leipzig stattfand. Diesmal ist keinerlei Ortsbezeichnung genannt.

Für diese „Oi!-Punk“-Zusammenkunft am 20. und 21. Juli gilt: All die Bands sind keine ausgewiesenen Rechtsrock-Vorzeigebands, doch sie lehnen es auch nicht ab, wenn RAC-Vertreter („Rock Against Communism“) beteiligt sind. Das international zusammengestellte Meeting wurde bereits langfristig vorbereitet. Schon Ende des Vorjahres tauchten erste Terminhinweise und Band-Ankündigungen auf. Von den ursprünglich annoncierten Combos mussten „Queensbury Rules“ aus Großbritannien allerdings wieder absagen, da man sich nach internen Unstimmigkeiten zunächst auf unbestimmte Zeit aufgelöst habe, wie die Musiker mitteilten. Mit „Pressure 28“ ist allerdings eine weitere britische Band mit von der Partie, die nach eigener Bekundung in diesem Jahr lediglich vier Live-Auftritte vorgesehen hat. Einer davon fand am 16. Juni in der Tschechischen Republik statt. Dort auch genau wie beim vorgesehenen zweitägigen Festival „Oi! The new (old) breed“ mit auf der Bühne: „Shameless“ aus Frankreich.
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„Combat 18″ Reunion

Quelle: Exif Recherche

Im Jahr 2012 gründete sich die Neonaziorganisation «Combat 18» („Kampfgruppe Adolf Hitler“) Deutschland. «Combat 18» (C18) Deutschland ist die „autorisierte“ deutsche Division eines internationalen Netzwerks von C18-Gruppen, die sich als eine weltweite Bruderschaft verstehen und organisatorisch und sozial eng verbunden sind. Regionale Schwerpunkte in Deutschland bilden der Raum Dortmund, Ostholstein, Thüringen und Nordhessen. Von ca. 50 Personen lässt sich eine Mitgliedschaft in «Combat 18» Deutschland belegen. Dutzende weitere Neonazis tauchen regelmäßig in Personenzusammenhängen von «Combat 18» Deutschland auf und/oder beziehen sich auf die Organisation, doch bei ihnen fehlen Nachweise für eine Mitgliedschaft.

«Combat 18» Deutschland hat eine feste Organisationsstruktur. Ein Richtlinien-Papier, das im Stil einer Vereinssatzung gehalten wird, legt diverse „Bruderpflichten“, monatliche Treffen und Beitrittszahlungen, Aufnahme- und Ausschlusskriterien und sogar eine Kleiderordnung fest. Die Gründung von «Combat 18» auf internationaler Ebene im Jahr 2012 geschah unter dem Motto „Reunion 28“ – Wiedervereinigung. Mittlerweile gibt es in ca. 25 Staaten Divisionen. Tatsächlich ist «Combat 18» Deutschland die Weiterführung einer Struktur, die seit den 1990er Jahren existiert. Diese Struktur erlebte Flauten und Hoch-Zeiten, Umbrüche und personelle Fluktuation, wie es in vielen politischen Zusammenhängen passiert. Die „Reunion“ im Jahr 2012 ist je nach Sichtweise eine Reorganisierung, Wiederbelebung, Neustrukturierung und Neugründung.

«Combat 18» Deutschland versteht sich als das „originale“ «Combat 18» und hat das Selbstverständnis, der harte Kern und der bewaffnete Arm von «Blood & Honour» (B&H) zu sein – einer Organisation, die in Deutschland im 2000 verboten wurde. Die Gruppen des «Combat 18»-Netzwerkes nennen sich „B&H/C18“ und nutzen die Grußformeln „C18/28“ und „318/28“. 318 steht für C18, die 28 für BH, «Blood & Honour». Die Selbstsicherheit, mit der «Combat 18» Deutschland auftritt, ist nicht nur mit Naivität und den typisch neonazistischen Allmachtsphantasien zu erklären. Einzelne Führungspersonen sind erfahrene Leute, die die Grundregeln konspirativen Handelns durchaus kennen. Und doch agieren sie so, als ob ihnen nichts passieren könne. Warum?

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Siehe auch: „Combat 18“-Reunion aufgedeckt

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Verbotenes Neonazi-Konzert im Allgäu?

Quelle: Allgäu rechtaußen

Am Wochenende könnte das Allgäu erneut Schauplatz eines Neonazikonzertes werden – trotz Verbot und polizeilicher Auflösungsdrohung.

Die Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg hat am Freitag »alle nichtangezeigten Musikveranstaltungen unter dem Motto ›Angry, Live and Loud 2‹ und etwaige Ersatzveranstaltungen verboten«, heißt es in einer heute öffentlich gewordenen Sicherheitsverfügung.

Unter dem Motto Angry, Live and Loud reisten Anfang Oktober vergangenen Jahres über 250 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland zu einem Konzert im nahen Landkreis Ravensburg. Das Event sollte geheim bleiben, wurde aber am Vortag durch Allgäu ⇏ rechtsaußen öffentlich gemacht. Wenig später deckte unsere Recherche auf: Das Gehöft im Bereich Talacker gehört einem Anhänger der extrem rechten Skinheadkameradschaft Voice of Anger.

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Konspiratives „Oi for Saxony“

Quelle: Rechter Rand

13.07.2018 – Am 11. August soll ein so genanntes „Oi!“-Sommerkonzert in Sachsen stattfinden, dem Innenministerium ist der genaue Veranstaltungsort noch immer unbekannt.

Seit Monaten wird im Internet ein so genanntes „Oi!“-Sommerkonzert im Freistaat angekündigt, ebenso lange tappen die Behörden im Dunkeln. Das sächsische Innenministerium bestätigte vor wenigen Tagen, dass der genaue Ort des Events noch immer unbekannt ist. Außer den „in den sozialen Netzwerken verfügbaren Informationen, liegen uns derzeit keine Informationen vor“, schreibt der stellvertretende Behördensprecher auf Anfrage.

Demnach soll ein so genanntes „Oi!“-Konzert unter dem Motto „Oi for Saxony“ am 11. August 2018 irgendwo in Sachsen stattfinden. (bnr.de berichtete) Als Headliner des Abends sollten die „Prolligans“ neben „Bombecks“, „Angry Bootboys“, „Combat BC“, „Skinfront“, „Crophead“ und „Kotten“ auf der Bühne stehen. Der Auftritt der „Angry Bootboys“ wurde zwischenzeitlich wieder abgesagt, allerdings heißt es aus Veranstalterkreisen, es werde als Überraschung den Auftritt einer ungenannten Band geben.

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Rechtsrockkonzert in Mattstedt: Gemeinde appelliert an Landkreis und Freistaat für ein Verbot

Quelle: Thüringer Allgemeine

Die Gemeinde fordert die Behörden vom Landkreis Weimarer Land und des Freistaates Thüringen in einem Offenem Brief auf, ein geplantes rechtes Konzert zu verbieten.

Mattstedt. In einem Offenen Brief haben sich Mattstedt und die Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße an die Behörden vom Landkreis Weimarer Land und des Freistaates Thüringen gewandt. Wir veröffentlichen nachfolgend den kompletten Brief:

„Für eine friedliches und weltoffenes Mattstedt – gegen Extremismus“

Sehr geehrte Frau Landrätin Schmidt-Rose, sehr geehrter Herr Präsident Roßner, sehr geehrter Herr Minister Maier, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Ramelow,

vor wenigen Wochen konnte die Ortschaft Mattstedt nach gut 2 Jahren intensiver Vorbereitung die 800-jährige urkundliche Ersterwähnung unseres Dorfes mit seinen Einwohnern, Freunden und vielen Gästen feiern.

An der Vorbereitung/ Durchführung haben sich viele Mattstedter Bürger beteiligt und wir haben auch zahlreiche Unterstützung von Verwaltungen und regionalen Unternehmen erfahren dürfen. Es war schön, mit anzusehen, wie Bürger miteinander ins Gespräch und in ein gemeinsames ehrenamtliches Tätigwerden gekommen sind.

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Schlag gegen rechtsnationalistische Rocker

Quelle: Blick nach Rechts

10.07.2018 – Die militante türkisch-nationalistische Rockergruppe „Osmanen Germania“ wurde am Dienstag verboten.

Mit ihren bundesweit 1500 bis 2500 Mitgliedern gehören die „Osmanen Germania“ zu den gefährlichsten, schnell wachsenden Rockergruppen Deutschlands. Von ihrer Mitgliederstruktur her türkisch-nationalistisch geprägt gelten sie als enge Gefolgsleute Erdogans und verbinden milieuspezifische Kriminalität mit gezielter, sehr rechter Einschüchterungspolitik. Im März dieses Jahres gab es bereits in zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg einen schweren Schlag der Sicherheitsbehörden gegen die Gruppierung. Nun hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die „Osmanen“ verboten.

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Rechtsrock in Kloster Veßra

Quelle: Blick nach Rechts

05.07.2018 – Kloster Veßra – Am 13. Juli soll in Südthüringen ein konspiratives Konzert mit „Gigi & die Braunen Stadtmusikanten“ sowie „TreueOrden“ stattfinden.

Die Masche, ein Rechtsrock-Konzert als politische Versammlung zu veranstalten, ist mittlerweile zur gängigen Praxis geworden. Gerade in Thüringen, neuerdings aber auch in Sachsen, reizen Neonazis diese Möglichkeit, ihre braunen Klänge unter behördlicher Obhut und ohne Geheimniskrämerei zu verbreiten, geradezu provokativ aus. In diesem Sommer stehen diesbezüglich wieder mehrere größere Events an. Aber auch kleinere Konzertformate mit immerhin noch niedrigen dreistelligen Besucherzahlen bieten in Thüringen für die rechte Szene aus deren Sicht so genannte „erlebnisorientierte“ Momente.

Eines davon wird für den 13. Juli in Kloster Veßra (Landkreis Hildburghausen) angekündigt. Vermutlich wieder im Gasthaus „Goldener Löwe“ des Neonazis Tommy Frenck sollen dann an dem Freitag „Gigi & Die Braunen Stadtmusikanten“ um Sänger Daniel Giese aus Meppen sowie die ursprünglich im Raum Gotha ins Leben gerufene Deutsch-Schweizer Combo „TreueOrden“ auftreten, bei der der Thüringer Thomas Wagner wie bei etlichen anderen Bandprojekten am Schlagzeug sitzt. Giese, der insbesondere auch mit seinem Musikprojekt „Stahlgewitter“ Kultcharakter unter Neonazis genießt, taucht mit seinen Aktivitäten gerade erst wieder im aktuellen niedersächsischen Verfassungsschutzbericht auf. (hf)

Quelle

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Musikalische Hetze in Mittelthüringen

Quelle: Blick nach Rechts

03.07.2018 – Mit der dritten Auflage der Rechtsrock-Reihe „Rock gegen Überfremdung“ steht Thüringen Ende August ein weiteres rechtsextremes Konzert unter freiem Himmel bevor. Dieses Mal soll es in der Mitte des Freistaats stattfinden.

Erst Anfang Juni waren etwa 2200 Neonazis aus ganz Deutschland und Europa nach Südthüringen gekommen, um auf einer Wiese am Rand der 2800-Einwohner-Stadt Themar ein zweitägiges Rechtsrock-Festival zu verfolgen. (bnr.de berichtete) Nun haben Neonazis aus dem Umfeld der Bruderschaft „Turonen“ für Ende August ein weiteres braunes Musik-Spektakel angemeldet. Stattfinden soll es im 500-Seelen-Dorf Mattstedt im Nordosten des Landkreises Weimarer Land. Der Ort liegt in der Mitte des Freistaates und ist verkehrsgünstig gelegen. Nach ersten Gesprächen zwischen dem Innenministerium und dem Landkreis kündigte Thüringens Innenminister Georg Maier an, das Rechtsrock-Open Air in einer Sitzung des Kabinetts der Landesregierung anzusprechen, um dort über einen Umgang damit zu beraten.

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Rechtsrock mit dem III. Weg

Quelle: Blick nach Rechts

04.07.2018 – Am Samstag soll im thüringischen Kirchheim eine Veranstaltung mit brauner Musik und Rednern stattfinden.

Die neonazistische Splitterpartei „Der III. Weg“ begibt sich unter die Veranstalter einer Eventcharakter-Angebotspalette. Dazu offeriert man am 7. Juli im thüringischen Kirchheim („Erfurter Kreuz“) unter dem Motto „Jugend im Sturm“ den bekannten Mix aus Rechtsrock, Action, Geselligkeit und Indoktrination. Erwartet werden laut Anmeldung lediglich 300 Besucher. Der Veranstaltungsort ist den Organisatoren wohlbekannt, fanden doch bisher alle Bundesparteitage des „III. Wegs“ dort statt.

Beworben werden für Samstag Kampfsport, Armdrücken, Aktions- und Infostände, Reden, Rechtsrock und braune Balladen sowie eine Podiumsdiskussion mit den beteiligten Musikern über die Rolle von Rechtsrock. Dazu stellen die Veranstalter die Frage „Subkultur oder Propagandawaffe?“ Dieser Diskurs startete im Nachgang zur großen Rechtsrock-Veranstaltung „Rock gegen Überfremdung“ im Vorjahr im thüringischen Themar. Seitens des „Der III. Wegs“ kritisierte man mit elitärer Attitüde das Neonazi-Spektakel, zu dem mehr als 6000 Besucher kamen, als vorrangig kommerzielle Interessen verfolgendes Saufgelage unter nationalem Anstrich.

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Illustrer Gast bei „Freigeist e.V.“

Quelle: Blick nach Rechts

28.06.2018 – Schwarzenberg – Rechter Verein lädt für Samstag zu einem „Freigeistigen Sommerabend“ ins Erzgebirge ein.

Musikalischer Part mit Frank Rennicke und dem „Hauer“; (Screenshot)
Am 30 Juni soll mitten in der 19 000 Einwohner zählenden Erzgebirgsgemeinde Schwarzenberg gefeiert werden. Eingeladen wird von einem Verein, an dessen Spitze mit Stefan Hartung ein NPD-Funktionär steht. Bemerkenswert an dem als „Sommerabend“ deklarierten Fest mit Familiencharakter (Hüpfburg für Kinder) des 2016 gegründeten Vereins „Freigeist e.V.“ ist dabei die Teilnahme des regional bekannten Stimmungsmusikers „Der Hauer“, der sonst andere Gesellschaften bespaßt.

Die „Bild-Zeitung“ titelte vor wenigen Tagen „Für Geld spielt er auch bei Rechten“, denn auf Nachfrage bezeichnete er das Gastspiel als einen Job wie jeden anderen. Den musikalischen Part des über vierstündigen Treffens teilt sich André Groß, so der eigentliche Name der Künstlerfigur „Der Hauer“, mit dem braunen Barden Frank Rennicke, der bereits im Vorjahr einer Einladung von Freigeist e.V. nachkam.

Auf der Rednerliste steht am Samstag neben Hartung mit Mario Löffler ein weiterer NPD-Kader, der für die Partei Gemeinde- und Kreisratsmitglied ist. Außerdem soll auch der parteilose Karsten Teubner sprechen, der für die AfD ein Kreisratsmandat wahrnimmt. Rechtsextremisten und Rechtspopulisten gemeinsam auf einer Bühne – in Schwarzenberg beim so genannten „Freigeistigen Sommerabend“ dank Freigeist e.V. überhaupt kein Problem. (hf)

Quelle

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Neonazis feiern Sonnenwende in Jamel

Quelle: Blick nach Rechts

26.06.2018 – Als privates Brauchtumsfeuer angezeigt zelebrierte sich die rechtsextreme „Dorfgemeinschaft Jamel“ anlässlich der Sommersonnenwende. Die Verpachtung der Dorfmitte an einen Angehörigen der rechten „Dorfgemeinschaft“ zwang die Ordnungsbehörden zum Improvisieren.
Wie die Jahre zuvor, lud die „Dorfgemeinschaft Jamel“ wieder zu ihrer Sommersonnenwende in das kleine Dorf der Gemeinde Gägelow ein. Der Ablauf war, wie in der Vergangenheit auch, sehr durchstrukturiert. Nachmittags begann das Fest mit Kinderbespaßung. Eine Hüpfburg und Strohballen waren auf dem Platz in der Dorfmitte aufgebaut. Eltern und Kinder konnten mit einer Pferdekutsche durch die umliegende Landschaft fahren oder sich beim Schubkarrenrennen beweisen. Einige der Neonazi-Eltern unterhielten sich derweil an den aufgebauten Stehtischen und nahmen die ersten Biere zu sich. Neben der Polizei, die umfangreiche Kontrollen durchführte, war auch das Ordnungsamt des Landkreises Nordwestmecklenburg anwesend.

In diesem Jahr wurde die Veranstaltung als Brauchtumsfeuer von einer Privatperson bei den Ordnungsbehörden angezeigt. Inwieweit die Veranstaltung noch als „privat“ angesehen werden kann, bei einer Anzahl von rund 200 Teilnehmern und einem geschmückten Dorf, bleibt natürlich fraglich. Das Ordnungsamt begutachtete die Veranstaltung und achtete auf mögliche Verstöße. Den Höhepunkt des Tages stellte das Entzünden des Feuers dar. Ein unangemeldeter Fackelmarsch quer durch das halbe Dorf, ähnlich wie in den vergangenen Jahren, konnte aber unterbunden werden. Der Aufzug musste auf das Privatgrundstück Sven Krügers ausweichen.

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„Nationale Bewegung“: Die Nicht-Aufklärung einer rechten Anschlagsserie

Quelle: Antifainfoblatt

Eine Gruppierung namens „Nationale Bewegung“ verübte in den Jahren 2000 und 2001 in Potsdam und Umgebung eine Reihe von Anschlägen und Propagandaaktionen, die nie aufgeklärt wurden.

Gastbeitrag von „NSU Watch Brandenburg“
Nachdem die „Nationale Bewegung“ in der Nacht vom 7. auf den 8. Januar 2001 einen Brandanschlag auf die Trauerhalle des jüdischen Friedhofs in Potsdam verübte, übernahm die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen. Trotz vieler Hinweise, trotz vieler Indizien, trotz vieler Verdächtiger, trotz einer Sonderermittlungsgruppe „Soko NaBe“ und trotz V-Leuten, die in der Neonaziszene der Region platziert waren, wurden dieser Anschlag und weitere Taten nie aufgeklärt. Dass auf Behördenseite einiges schief lief, ist offenkundig. Im Brandenburger Landtag arbeitet seit 2016 ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss, der NSU-Verbindungen im Bundes­land, aber auch andere Episoden des rechten Terrors in Brandenburg wie die Taten der „Nationalen Bewegung“ aufklären soll.

Die Verdächtigen und eine fragwürdige Ermittlungspraxis

Ein Blick zurück: Am 30. Januar 2001 überreichte der Brandenburger Verfassungsschutz der Polizei ein Behördenzeugnis. Unter Berufung auf den zu dieser Zeit noch nicht aufgeflogenen V-Mann Christian K. wird darin behauptet, der Neonazi Marcel K. hätte mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ den Anschlag auf die Trauerhalle verübt. Doch die nun auf Marcel K. ausgeweiteten Ermittlungen der Soko „NaBe“ bringen keine Beweise für dessen Täterschaft hervor.

Mit der „Nationalen Bewegung“ brachte die Polizei insgesamt 55 Neonazis in Verbindung. Dazu gehörten der Potsdamer Rechtsrockmusiker Uwe „Uwocaust“ Menzel, der „Landser“- und „Proissenheads“ Musiker Christian Wenndorf, der Proissenheads-Musiker Ilja Schartow sowie die „Blood & Honour“-Funktionäre Stefan Rietz und Dirk Horn. Die genannten Musiker sind schon zuvor durch Militanz in Erscheinung getreten. Ilja Schartow etwa versandte 1998 eine Morddrohung an einen linken Potsdamer Aktivisten. Bei Menzel wurden im Sommer 2000 im Zuge einer Hausdurchsuchung Waffen sichergestellt, die ihm der Verfassungsschutzspitzel „Piatto“, Carsten Szczepanski, vermittelt hatte.

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Feiern mit der NPD

Quelle: Blick nach Rechts

12.06.2018 – Riesa – Sachsens NPD will in den Räumlichkeiten des DS-Verlags in Riesa am Samstag wieder ihr Sommerfest durchführen.

Die Sachsen-NPD lädt zum Sommerfest ein; (Screenshot)
Die NPD in Sachsen lädt zu einem Sommerfest ein. Dies soll am 16. Juni auf dem Gelände des Deutsche Stimme-Verlages in Riesa stattfinden. Reden von Parteifunktionären, Angebote fürs leibliche Wohl, Kinder-Bespaßung und -Beschäftigung sowie rechtsextreme Musik – was die NPD da für Samstag bewirbt, ist ein bekannter Aktions-Mix.

Als Redner angekündigt sind der Bundesvorsitzende der Nationaldemokraten Frank Franz, der von der NPD als designierter Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2019 vorgesehene Peter Schreiber und der sächsische Landesvorsitzende Jens Baur. Für den musikalisch rechten Ton soll „FreilichFrei“ sorgen, der Künstlername von Maik Krüger. Dieser trat zuletzt am 11. Mai an gleicher Stelle beim Europakongress der Jungen Nationalisten auf, dem Parteinachwuchs der NPD. (hf)

Quelle

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Konzerte, Knarren, Kriminelle – RechtsRock in Thüringen

Quelle: Antifainfoblatt

Viele Beobachter waren überrascht, als der Richter im „Ballstädt-Prozess“ vor dem Landgericht Erfurt gegen 15 Angeklagte Urteile sprach, die teils deutlich über den Forderungen der Staatsanwaltschaft lagen. Dazu führten auch die „erheblichen strafrechtlichen Vorbelastungen“ und „das hohe Maß an krimineller Energie“, die das Gericht bei den meisten Angeklagten ausmachte.

Mitglieder von RechtsRock-Bands können ein hohes Maß an krimineller Energie aufweisen. Das zeigt eine Antwort der Thüringer Landesregierung aus dem Jahr 2013 zur Thüringer Band „Sonderkommando Dirlewanger“ (SKD) um den Neonazi Thomas Wagner. Ihre ehemaligen und aktiven Mitglieder wurden zwischen 1991 und Ende Januar 2010 in 34 Fällen verurteilt. Neben den einschlägigen Strafen gehörten zu den Delikten u.a. Raub in mehreren Fällen, Verstöße gegen das Waffengesetz, besonders schwerer Fall des Diebstahls und gefährliche Körperverletzungen.

Aus der RechtsRock-Band, die sich nach dem Kommandeur einer Sondereinheit der Waffen-SS benannte, die in großem Ausmaß an Verbrechen gegen die Menschheit beteiligt war, und aus ihrem Umfeld stammen die Täter des Neonazi-Überfalls auf eine Feier in Ballstädt, bei der im Februar 2014 zehn Menschen zum Teil schwer verletzt wurden.1 Die Täter zogen vom „Gelben Haus“ in Ballstädt los, das zwei Neonazis 2014 gekauft hatten.

Ein hohes Ausmaß an krimineller Energie kann auch den Mitgliedern der Bruderschaft „Turonen“ attestiert werden, die seit 2015 verstärkt öffentlich auftritt und sich ebenfalls um die Neonazi-­Immobilie in Ballstädt gruppiert. Mindestens fünf Angeklagte im „Ballstädt-Verfahren“2 gehören zu dem Netzwerk, das RechtsRock-Konzerte organisiert und als Einlass- und Sicherheitsdienst bei Neonazi-­Veranstaltungen auftritt. Die Liste der Straftaten, die Mitgliedern der „Turonen“ zugeordnet werden, umfasst knapp 20 verschiedene Delikte, darunter „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“, „besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs“, „gefährliche Körperverletzung“ sowie „Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Spreng­stoff­gesetz“. Dazu kommen immer wieder Drogenfunde bei Hausdurchsuchungen.

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Metal-Klänge rechter Couleur

Quelle: Blick nach Rechts

In der angesagten Party-Location „Reithalle“ in Dresden soll es am 30. Juni wieder einmal einen umstrittenen Konzertabend geben.

Häufig gescholten, neurechten Neofolk-Bands eine Bühne zu bieten, wird für den letzten Juni-Tag ein aus der rechten Ecke stammender Metal-Sound propagiert. Angesagt haben sich dafür die Bands „Acherontas“ (Griechenland) und „Inferno“ (Tschechien). Außerdem sollen „In Slaughter Natives“ (Schweden/Deutschland) auftreten.

„Inferno“ veröffentlicht beim deutschen NSBM-Label World Terror Committee (WTC) mit Sitz in Tangerhütte und ist im Stil auch bekannt für einen kompromisslosen Paganismus und Satanismus. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder gemeinsame Projekte und Releases mit anderen NSBM-Bands. 2007 wurde eine Konzertveranstaltung der Combo zusammen mit anderen NSBM-Gruppen in Thüringen von der Polizei aufgelöst.

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2.200 Neonazis feiern fast ungestört in Themar

Quelle: Störungsmelder

Die Tage der nationalen Bewegung in der Rechtsrockzentrum Themar sollten eine Politveranstaltung der NPD sein. 2.200 Neonazis kamen aber vor allem, um Spaß zu haben – der Gegenprotest blieb klein.

Themar, eine Landstadt mit 3.000 Einwohnern in Südthüringen, ist seit dem Rechtsrockkonzert mit 6.000 Besuchern im vergangenen Jahr bundesweit bekannt. Eine Wiese im Besitz eines Neonazis dient als Veranstaltungsfläche, auf der Neonazis seit Monaten ungestört Konzerte und Aktionen abhalten können.

An diesem Wochenende war es wieder so weit: Die NPD veranstaltete das zweitätige Musikfestival Tage der nationalen Bewegung. Nach Polizeiangaben kamen am Freitagabend rund 900 und am Samstag 2.200 Teilnehmer. Nach dem Schild-und-Schwert-Festival im sächsischen Ostritz war es die zweite Musikgroßveranstaltung unter NPD-Regie innerhalb weniger Wochen in Ostdeutschland.

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Rechts angehauchter Neofolk

Quelle: Blick nach Rechts

In Leipzig soll am 23. Juni wieder das eintägige Event „Fire & Sun“ stattfinden. Beliebt ist die Veranstaltung besonders bei neurechter Klientel.

Das „Fire & Sun“-Festival dürfte wieder Anhänger der Neuen Rechten anziehen; (Screenshot)
Den 23. Juni haben vermutlich wieder zahlreiche Aktivisten und Anhänger der Neuen Rechten in ihrem Terminkalender notiert. Vor dem Hintergrund, dass offenbar viele Rechtsintellektuelle, oder die sich dafür halten, auf ihre Art eine Vorliebe zum Neofolk, Darkwave und Industrial pflegen, dürfte wie in den Jahren zuvor das eintägige Event „Fire & Sun“ in Leipzig einmal mehr zur Pilgerstätte für neurechte Klientel werden.

2016 hatte es beispielsweise den neurechten Verleger und Vordenker Götz Kubitschek und seine Frau Ellen Kositza zu diesem eintägigen Festival gezogen. Sie nahmen dafür eine etwa einstündige Fahrt bis nach Leipzig in Kauf. Andere legen eine weitaus größere Anreise zurück, um im Schlosspark von Knauthain dabei zu sein. Das Meeting der rechts angehauchten Darkfolk- und Darkambient-Anhänger hat inzwischen eine überregionale Anziehungskraft und wird dementsprechend bereits viele Monate vorher beworben und mit einem Ticketvorverkauf ausgestattet. Als Veranstalter tritt die „Equinoxe Organization“ aus Leipzig auf, die sich seit Jahren als unpolitisch bezeichnet – ein Rechtfertigungsschema, das auch vielfach in der „Oi!“-Punk-Szene nur allzu bekannt ist.

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