Aufbauhilfe: Welche Rolle spielten V-Leute für das Entstehen der heutigen Neonazi-Szene?

„NSU-Watch“ bzw. der „Rechte Rand“ schreiben:

Zentrale Akteure der militanten Neonazi-Szene der 1990er Jahre standen im Solde des „Verfassungsschutz“. Selbst das „Bundeskriminalamt“ warnte vor davor. Welche Rolle spielten sie für das Entstehen der heutigen Neonazi-Szene?

Von Jan Dirac
Erschienen in Der Rechte Rand, Ausgabe 150, Schwerpunkt: Nazi-Spitzel, darunter diverse aus dem NSU-Netzwerk.

Etwa 20 Spitzel befanden sich im direkten Umfeld des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU) und gut 30 rund um den „Thüringer Heimatschutz“ (THS), aus dem die Terrorgruppe entstand. Auswertungen der Berichte der Untersuchungsausschüsse, journalistischer Recherchen und geleakter Akten aus dem Behörden weisen das nach. Viele sind mittlerweile namentlich bekannt, von anderen kennt man bisher nur Decknamen. Nicht alle haben wertvolle Informationen geliefert, manche wurden schnell wieder „abgeschaltet“ oder gar nicht erst zur dauerhaften Zusammenarbeit verpflichtet. Doch eines ist nach bald drei Jahren NSU-Aufklärung klar: Die Spitzel waren immer nahe dran am Geschehen und unterstützten teils die abgetauchten Mitglieder der Terrorgruppe im Untergrund. Durch die NSU-Aufklärung lässt sich mittlerweile eine recht genaues Bild der Nazi-Spitzel der 1990er Jahre und ihres Wirkens zeichnen. Sie waren zentrale Akteure der Szene, sie begingen Gewalt- und Straftaten, sie bauten militante Strukturen auf und versorgten die Szene mit Geld aus ihren Spitzel-Honoraren. Vor Strafverfolgung wurden sie offenbar immer wieder geschützt, zum Beispiel durch Warnungen vor Razzien. In einem geheimen Papier der „Abteilung Staatsschutz“ des „Bundeskriminalamtes“ (BKA) wurde das 1997 mehr als deutlich kritisiert (s. DRR Nr. 140). Die Polizei fühlte sich durch den Geheimdienst ausgebremst und begründete detailliert, wie führende Nazi-Kader gefördert und angestachelt wurden. Sie warnte vor einem „Brandstifter-Effekt“ durch die Aktivitäten der Spitzel. Die Verfassungsschutz-Behörden waren durch ihre Quelle zwar oft recht genau über die Szene informiert, doch der praktische Nutzen blieb – im besten Fall – gering. Informationen wurden nicht genutzt, um die Informanten zu schützen.

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Grevesmühlen wird wieder zum Neonazi-Treffpunkt

Der „Nordkurier“ berichtet:

Das als Neonazi-Treff bekannte „Thinghaus“ in Grevesmühlen dürfte am kommenden Sonntag zu einem Sammelpunkt für Rechtsextreme aus dem gesamten Bundesgebiet werden.

Das als Neonazi-Treff bekannte „Thinghaus“ in Grevesmühlen dürfte am kommenden Sonntag zu einem Sammelpunkt für Rechtsextreme aus dem gesamten Bundesgebiet werden. Wie am Mittwoch bekannt wurde, soll im Rahmen eines sogenannten „Tag des offenen Thinghauses“ Nazisänger Michael Regener auftreten. Regener tritt in der Szene unter dem Decknamen „Lunikoff“ auf und besitzt bei vielen Rechtsextremen Heldenstatus. Nach dem Verbot der Neonaziband „Landser“ verbrachte er mehrere Jahre im Gefängnis. Verurteilt wurde er unter anderem wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung.

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„Ansgar Aryan“-Model outet sich als NSU-Sympathisant

Via „Endstation Rechts“:

Vor dem Landgericht München müssen sich derzeit Beate Zschäpe und vier ihrer Mitverschwörer verantworten. Zwei weitere mutmaßliche NSU-Terroristen – Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos – entzogen sich einer rechtsstaatlichen Verhandlung durch Selbstmord. Ausgerechnet das BKA-Fahndungsfoto eines der beiden Mörder verwendet ein Thüringer Neonazi als Facebook-Profilbild. R. gilt als Weggefährte des bayerischen Neonazi-„Hipsters“ Patrick Schröder, für dessen Modelabel „Ansgar Aryan“ er als Model posiert.

Ihm stoße besonders sauer auf, dass „sich die Partei [die NPD, Anm. der Red.] sofort von Ralf Wohlleben distanziert“ habe, obwohl der frühere thüringische NPD-Vize als unschuldig gelte. Die Untersuchungshaft des Spitzenkaders sei ohnehin ein „schlechtes Argument für die Öffentlichkeit“. Gleichzeitig dürften weitere Gewalttäter im Amt bleiben, obwohl diese Ermittlungen verschwiegen hätten.

Mit diesem Facebook-Kommentar schaltete sich Marcus R. [so sein Facebook-Name] in die Facebook-Diskussion um die Zukunft von Patrick Wieschke ein. Gegen den (Noch)-Chef der NPD im Freistaat werden in diesen Tagen Rücktrittsforderungen der Basis laut. Einige seiner bisherigen Anhänger werfen dem 33-jährigen Neonazi, der u. a. wegen Anstiftung zu einer Sprengstoffexplosion vorbestraft ist, vor, die Wahlniederlage Mitte September mitverschuldet zu haben. Unmittelbar vor dem Urnengang hatte ein linkes Rechercheportal Ermittlungsakten über die dunkle Vergangenheit des einstigen NPD-Bundesvorstandsmitgliedes veröffentlicht.

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Nazirichter Maik B. vor der Kamera

Der „Störungsmelder“ bzw. „Spiegel Online“ berichten:

Mehrfach haben wir über den Sänger der Naziband “Hassgesang” und seine Karriere als Richter in Bayern berichtet. Die Kollegen von Spiegel TV haben ihn jetzt besucht. Sehenswerte Reportage. Hier geht es zum Video.

Quelle
Siehe auch: So sah der Neonazi-Richter unter der Robe aus

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Rechte Sportmarke „Label 23″ eröffnet Shop in Pankow

„Antifa-berlin.info“ schreibt:

Im Windschatten von „Thor Steinar“ haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Marken gegründet, versuchen ein ähnliches rechtes subkulturelles Klientel abzuschöpfen. Neben „Erik & Sons“ und „Hermannsland“ ist das vor allem das „Label 23″, das sich vor allem an eine Fitness- und Kampfsportklientel richtet und dabei keine Trennschärfe zu Neonazis besitzt.

Nun hat in der Mühlenstraße 66 ein Laden dieser Marke eröffnet. Bei der Eröffnung war unter anderem der Kampfsportler Mario Schulz anwesend, der gern mit Hitler-Shirts durch Mallorca reist.

Ausführliche Informationen zu Label 23 gibt es in einem Artikel des Antifaschistischen InfoBlatts

Quelle

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23.10.2014 Heilbronn: Grauzone – Weder Nazi noch unpolitisch

Immerhin: „Gegen Nazis“ sind viele, die sich in Subkulturen oder in der Populärkultur bewegen: Frei.wild-Fans auf der Fußball-Fanmeile oder auch Oi-Anhänger_innen, die die Politik sowieso ablehnen. Doch jenseits der White-Power-Rockmusik etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie „Nazis“ genauso wenig zutrifft wie das Label „unpolitisch“. Sie sind irgendwo dazwischen, in der Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in “alternative” Szenen und bedeutet einen zunehmenden Raumverlust für emanzipatorische Ideen.

Die Veranstaltung wird den folgenden Fragen nachgehen: Wo beginnt die Grauzone, wo hört sie auf? Wieso erlebt sie heute Dynamik? Und was sind eigentliche „rechte Lebenswelten”? Entsprechende Strömungen in Punk und Oi sind ebenso Thema wie die Popkultur von Böhse Onkelz und Frei.wild. Zum Einen wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie eng manch „unpolitische“ Künstler_innen aus der Grauzone mit extrem rechten Milieus verwoben sind. Zum Anderen gibt es unappetitliche Einblicke in reaktionäre Männerwelten, spießbürgerliche Rebellionsfantasien und in Wertebilder, die auf Ballermann-Partys und in Bildzeitungs-Leserbriefen wahrlich besser aufgehoben wären als in links codierten Szenen.
Referent: Michael Weiss, Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.
Donnerstag, 23. Oktober 2014 | Soziales Zentrum Käthe | Wollhausstr.49 Heilbronn

Eine Veranstaltung von:
Offenes Antifaschistisches Treffen Heilbronn (OAT) & Organisierte Linke Heilbronn (OL)
Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Quelle und Flyer

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Die Spur des Geldes

Der „Freitag“ berichtet ausführlich über den V-Mann „Tarif“:

NSU Ein abgetauchter V-Mann bringt den Verfassungsschutz in Bedrängnis: Warum bekam er einen so hohen Agentenlohn?

Wer in die Wälder der schwedischen Provinz Värmland aufbricht, um dort eine der schillerndsten Figuren der früheren Thüringer Neonaziszene zu seinen Kontakten zum NSU-Trio zu befragen, kommt zu spät. Michael Doleisch von Dolsperg hat seinen Ökohof Snaret – auf Deutsch Gestrüpp – verkauft. Einen Tischlereibetrieb hat er jetzt aufgemacht, an einem anderen Ort in Schweden. Er will dort ein neues Leben beginnen, wieder einmal. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, wohl schon bald wird ihn das Oberlandesgericht in München als Zeugen im NSU-Prozess laden. Und auch ein neuer NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags, der immer wahrscheinlicher wird, dürfte sich für den langhaarigen, bärtigen Mann interessieren. Denn von Dolsperg, der in den 90er Jahren Michael See hieß und der führende Neonazi in Nordthüringen war, gehörte als V-Mann „Tarif“ zu den Topquellen des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) im Umfeld des NSU-Trios.

Erst Anfang Oktober vergangenen Jahres, nach dem Ende des NSU-Untersuchungsausschusses, war von Dolsperg als ehemaliger V-Mann enttarnt worden. Der wegen versuchten Totschlags vorbestrafte Neonazi hatte demnach unter dem Decknamen „Tarif“ von 1995 bis mindestens 2001 mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz kooperiert. Faktisch unter den Augen des Inlandgeheimdiensts publizierte er zudem jahrelang die rassistische Nazipostille Sonnenbanner. Ein Exemplar dieses Blatts wurde auch in der 1998 ausgehobenen Bombenwerkstatt des NSU-Trios in Jena gefunden. In Artikeln des Sonnenbanner wird unter anderem das – vom NSU später umgesetzte – Konzept autonomer Kämpferzellen propagiert, die im Untergrund das demokratische System bekämpfen.

In einem von von Dolsperg verfassten Text mit dem Titel Das Ende oder Neuanfang heißt es etwa: „Daher haben wir den Weg gewählt, der am schwierigsten, am unbequemsten und am steinigsten ist: den Untergrund, die autonomen Zellenstrukturen (…) Wir wollen die BRD nicht reformieren – wir wollen sie abschaffen.“

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Sie waren nicht allein

Via „taz“:

HELFER Im aktuellen ARD-Radiofeature „Nazi-Netzwerk NSU“ hinterfragen und bezweifeln die Autoren Ralf Homann und Thies Marsen die Einzeltrio-Theorie zum Nationalsozialistischen Untergrund
VON ANDREAS SPEIT
Wie fanden sie ihre Opfer? Wer machte ihre Anschlagsziele aus? Wie wurde die Bekenntnis-DVD verschickt? Im NSU-Verfahren vor dem Oberlandesgericht München sind nach mehr als 150 Verhandlungstagen noch viele Fragen offen. Und nun kommen die Journalisten Ralf Homann und Thies Marsen und stellen noch eine Frage, auf die die Bundesanwaltschaft doch eigentlich schon längst eine Antwort parat hatte: Bildeten nur Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe diese Terrorgruppe?
Seitdem der Nationalsozialistische Untergrund am 4. November 2011 zufällig aufflog, geht die Bundesanwaltschaft davon aus, dass die drei allein 10 Morde, 2 Bombenanschläge und 14 Banküberfälle verübt hätten. Mit dem Tod von Mundlos und Böhnhardt habe sich die terroristische Vereinigung aufgelöst. In ihrem einstündigen ARD-Radiofeature bringen Homann und Marsen, Reporter des Bayrischen Rundfunks, die Einzeltrio-Theorie jedoch mehr als ins Wanken.
Viele Stimmen aus Deutschland und Großbritannien äußern sich in dem Feature zu möglichen Vernetzungen der Szene. „Dass einzelne Kontaktpersonen des Trios oder auch einzelne Unterstützer oder Helfer in solchen anderen rechtsextremistischen Netzwerken eingebunden waren, ist möglich“, sagt Bundesanwalt Herbert Diemer. Der Vertreter der Anklage im NSU-Prozess betont aber, „eine Vernetzung des NSU in andere rechtsextremistische Netzwerke oder Gruppierungen, sei es ,Blood and Honour‘ oder andere, hat nicht stattgefunden.“

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K: „Hooligans gegen Salafisten“ kündigen Kundgebung mit über 1.000 Teilnehmenden an

„NRW rechtsaußen“ schreibt:

KÖLN – Die Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) mobilisiert für Sonntag, den 26. Oktober, zu einer Kundgebung auf der Kölner Domplatte, zu der über 1.000 Personen erwartet werden. Auf der zugehörigen Facebook-Seite haben bereits um die 5.000 User_innen ihr Kommen angekündigt. Die Gruppe, die sich zuerst über Facebook vernetzt hatte, mittlerweile aber eigene Organisationsstrukturen herausgebildet hat, wurde bei Facebook bereits 24.000 mal mit „gefällt mir“ bewertet. Der Zuspruch für die „Hooligans gegen Salafisten“ ist gerade vor dem Hintergrund des barbarischen Krieges des IS in Syrien und im Irak stark. Bei vielen Sympathisant_innen vermischt sich aber die Ablehnung des Salafismus und des IS mit pauschalisierenden Abgrenzungen gegen „den Islam“ und mit zuwanderungsfeindlichen Positionen sowie einem starken Nationalismus. An den bisher stattgefundenen “Treffen” in Köln, Essen und Dortmund nahmen vorwiegend rechte Fußballfans und Hooligans sowie organisierte Neonazis und andere Akteure aus der extremen Rechten teil.

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Enge NSU-Kontakte in den Südwesten?

Die „Tagesschau“ berichtet:

Das NSU-Trio hat nach Erkenntnissen der Polizei enge Kontakte nach Baden-Württemberg gepflegt, wo die Polizistin Michèle Kiesewetter ermordet wurde.

Eine Beamtin des dortigen Landeskriminalamtes (LKA) sagte im NSU-Prozess in München, mehrere Zeugen, teils aus der rechten Szene, hätten von zahlreichen Treffen in Ludwigsburg berichtet. Dort sei die Hauptangeklagte Beate Zschäpe mindestens zwei Mal gemeinsam mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gewesen, die sich vor ihrer Festnahme erschossen hatten. Mindestens acht weitere Male sei Zschäpe nur mit Mundlos aufgetaucht.

Kiesewetter wurde 2007 im nur wenige Kilometer von Ludwigsburg entfernten Heilbronn ermordet – laut Anklage vom NSU. Die Bundesanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die NSU-Mitglieder sie nur zufällig als Opfer auswählten. Die Nebenkläger vermuten aber, die Tat könne mit Verbindungen der Szene nach Baden-Württemberg zu tun haben.

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Neonazi-Liederabend in Karlsruhe

Via „Endstation Rechts“:

Offenbar getarnt als „Geburtstagsfeier“ ging in einer Karlsruher Sportsbar am vergangenen Samstag ein Konzert mit Liedermachern der extrem rechten Szene über die Bühne. Die Kneipe gilt als Treffpunkt von Neonazis und Hooligans; der Staatsschutz hat sie nach eigenen Angaben seit einiger Zeit im Visier.

Ja, man habe das Geschehen im Auge gehabt, bestätigte ein Polizeisprecher einer lokalen Nachrichtenseite. Rund 30 Personen seien vor Ort gewesen, Ausschreitungen habe es keine gegeben. Einen Grund zur Entwarnung wollte er indes nicht geben: „Wir werden das weiter im Blick behalten. Auch wenn die Veranstaltung friedlich verlief, könnte sich darüber hinaus eine gefährliche Entwicklung ergeben.“

Die Rede ist von einem Liederabend der Neonazi-Szene, der am vergangenen Samstag in einer als Hooligan-Treffpunkt bekannten Kneipe in Karlsruhe stattgefunden hat. Offenbar, um dem Treffen einen unverfänglicheren Charakter zu verleihen, sei die Veranstaltung als Geburtstagsfeier getarnt gewesen. Nicht der erste Vorfall – mindestens ein weiterer Musikevent soll in der in der Innenstadt gelegenen Lokalität in der Vergangenheit geplant gewesen sein, berichten Beobachter.

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Antifaschistische Aufklärung

Das „Neue Deutschland“ schreibt:

Das Magazin »Der rechte Rand« begeht sein 25-jähriges Bestehen mit einer extradicken Sonderausgabe

Die größte Fachzeitschrift zur extremen Rechten hat bei aller Expertise den Kontakt zur antifaschistischen Bewegung nie verloren. Die Artikel sind bestens recherchiert und gut geschrieben.

Wie bei so vielen Projekten wäre das regelmäßige Erscheinen des Magazins »Der rechte Rand« in den letzten 25 Jahren ohne eine Vielzahl unbezahlter Arbeitsstunden nicht möglich gewesen. Neben dem »Antifaschistischen Infoblatt« ist die alle zwei Monate erscheinende Publikation die größte und renommierteste bundesweit herausgegebene Fachzeitschrift zur extremen Rechten in und außerhalb der Bundesrepublik. Ob rechte Parteien oder Kameradschaften, Internetportale oder Zeitschriften, Rechtsrockbands oder scheinbar honorige Tagungen – die gesamte Bandbreite des braunen Spektrums findet sich in den Heften wieder. Dabei wollen die fundierten Recherchen des Blattes den Blick der Leser auch auf vernachlässigte und ausgeblendete Aspekte des Themas lenken. Eine Besonderheit ist zudem, dass Rechtsextremisten oft mit Namen und ihren Organisationen konkret benannt und Verbindungen in rechten Netzwerken detailliert beleuchtet werden. Bei aller Expertise hat man den Kontakt zur antifaschistischen Bewegung nie verloren. Außer Fachjournalisten und Wissenschaftlern sind es vor allem Aktivisten, die für die nunmehr 150 Ausgaben Neonaziaufmärsche beobachteten, von braunen Szeneveranstaltungen berichteten und rechtsextreme Publikationen ausgewertet haben.

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Das Braune Haus in Jena ist Geschichte!

Die „JG-Stadtmitte“ berichtet erfreuliches:

Heute haben Neonazis wohl die letzten Überbleibsel aus dem “Braunen Haus” in der Jenaischen Str. 25 in Jena geräumt. Damit scheint es so, als wäre das ehemalig überregional agierende NPD-Schulungszentrum, Treffpunkt und Rückzugsraum für Neonazis und ihre Kameradschaften nun final geschlossen und von den Neonazis selber aufgegeben. Bereits seit dem 26.August 2009 war das Gebäude bauaufsichtlich gesperrt und nur noch für Reparatur oder Renovierungsmaßnahmen zugänglich. Auch die umliegenden Anwohner meldeten, dass es nur noch selten zu Veranstaltungen oder Treffen im Garten käme. Den letzten medialen Wirbel machte das “Braune Haus” im Juni 2012, als es wegen VERDACHT DER VORBEREITUNG VON “STAATSGEFÄHRDENDEN GEWALTTATEN” VON DER POLIZEI DURCHSUCHT WURDE.

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Neonazi-Razzia: Probleme für „Hatefront“ und „Nordglanz“?

Via „Stoppt die Rechten“:

Am Donnerstag, 16. 10., wurden in einer konzertierten Aktion von österreichischen und deutschen Verfassungsschützern Hausdurchsuchungen und Festnahmen bei mutmaßlichen Betreibern des Neonazi-Forums „Nationale Revolution“ durchgeführt. Bei den Neonazis herrscht dazu einstweilen das große Schweigen. Möglicherweise steckt Verrat und Intrige hinter dem Schlag gegen das Forum.

Im deutschen„altermedia“–Forum findet sich bislang noch kein Eintrag zu dem Schlag der Exekutive gegen die Neonazi-Kameraden. Stattdessen die weltbewegende Nachricht, dass sich die „Schriftleitung“ des Odin-Versandes eine Grippe eingefangen hat und für einige Tage ausfallen wird. Brav posten die braunen Recken Tipps zur Gesundung – zum Ableben der „Nationalen Revolution“ schweigen sie sich aber aus.
Die „Nationale Revolution“ (NR) war ein 2007 gegründetes Diskussionsforum mit Schwerpunkt Nazi-Musik, das erst nach der Abschaltung von Thiazi im Jahr 2012 eine gewisse Bedeutung erlangte. Während jedoch bei Thiazi zu dessen besten Zeiten 30.000 Personen als UserInnen unterwegs waren, konnte NR nie an diese Zahlen auch nur annähernd herankommen.

Wie auch bei Thiazi, war im NR-Forum die Nazi-Musik und deren Bewerbung der wohl wichtigste (Geschäfts-)Zweig. Und möglicherweise waren Konflikte um den durchaus profitträchtigen Bereich von Rechtsrock-Konzerten ausschlaggebend für das Ende von NR.

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Who-is-Who der Trümmertruppe: NPD-Büroeröffnung in Berlin

Der „Störungsmelder“ schreibt:

Der EU-Parlamentarier Udo Voigt eröffnete am Samstag in kleiner Runde ein „Bürgerbüro“ in der NPD-Zentrale in Berlin-Köpenick. Unter den Gästen befanden sich neben Parteiprominenz auch militante Neonazis und zwei ehemalige Stasi-Spitzel.

Als Zeichen, dass „der kämpferische Geist in der NPD ungebrochen ist“, verklärt Udo Voigt die Eröffnung seines „Bürgerbüros“ am Samstag in Berlin-Köpenick. Dabei ist es lediglich ein Versuch, der klammen und kriselnden NPD – gebeutelt von internen Streitereien, knappen Kassen und einem drohenden Verbotsverfahren – finanziell unter die Arme zu greifen, wenn er als Mitglied des EU-Parlaments sein Büro in der Bundeszentrale anmietet. So kann der fraktionslose Einzelabgeordnete problemlos ihm zustehende Leistungen an die Neonazipartei weiterreichen – und seine Position als geschasster Bundevorsitzender in der Trümmertruppe weiter auszubauen.

Im Vorfeld der Eröffnung wurde die Zentrale in der Seelenbinderstraße 42 „in einem freiwilligen Arbeitseinsatz“ extra hergerichtet, wie Voigt berichtet. Aus Angst vor der Antifa sei sogar eine Nachtwache organisiert worden: „Damit ihre Arbeit nicht vor der Eröffnung von linken Chaoten zunichte gemacht werden konnte, haben sie dann die ganze Nacht Wache gestanden“, schreibt Voigt.

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Kundgebung am 31.10. in Plänterwald: Nazimusik den Saft abdrehen – Das Berliner NS Black-Metal Netzwerk zerschlagen

Via „Antifa-Berlin.Info“:

Kundgebung am 31.10.2014 – 17 Uhr – bei Möbus Naziversand (unweit Bushaltestelle Köpenicker Landstraße/Dammweg [Linien 166, 167] auf dem Mittelstreifen – S-Bhf. Plänterwald)

Anfang November jährt sich zum dritten Mal die Selbstenttarnung des Terrornetzwerkes „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), das 13 Jahre lang ungehindert von staatlichen Institutionen mindestens zehn Morde begehen konnte und durch Bombenanschläge zahlreiche Menschen verletzte. Im Zuge der Aufdeckungen wurde deutlich, dass während der Ermittlungen ein rassistisches Motiv und Neonazis als Täter konsequent ausgeblendet wurden und stattdessen die Opfer und ihre Angehörigen durch die staatlichen Institutionen auf rassistischer Weise einer Kriminalisierung ausgesetzt waren. Die Taten waren möglich, obwohl mehrere „Sicherheitsbehörden“ im direkten Umfeld bezahlte Spitzel hatten, da der NSU keineswegs eine isolierte Zelle aus drei Personen, sondern ein mit der militanten Neonaziszene in Thüringen und Sachsen eng verwobenes Netzwerk war. Der dritte Jahrestag ist für uns Anlass, auf einen Neonazi aufmerksam zu machen, der aus demselben Thüringer Dunstkreis entstammt, damals in den selben Kreisen aktiv war und bis heute in der Szene – mittlerweile in Berlin – wichtige Funktionen übernimmt: Hendrik Möbus.

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[Ö] NSBM Konzert in der Steiermark behindert

„indymedia Linksunten“ berichtet:

Vergangenen Samstag, den 18. Oktober 2014 sollte im steirischen Gleisdorf im Kulturkeller ein Auftritt der griechischen Black Metal Band ACHERONTAS u.a. über die Bühne gehen. Weil ACHERONTAS dem neonazistischen Spektrum alles andere als fern ist, wurde versucht die Veranstaltung nach Möglichkeiten zu behindern. Dies gelang zwar nicht zur Gänze, die Intervention hat den VeranstalterInnen aber erheblichen Stress und Kosten verursacht.

Unter dem Titel ‚De praestigiis mortis‘ (siehe Bild Flyer) sollte ein Konzert der griechischen Black Metal Band ACHERONTAS, der italienischen DEATHROW u.a. stattfinden. Sowohl ACHERONTAS als auch DEATHROW sind am rechten Rand der Black Metal Szene anzusiedeln.

ACHERONTAS

Die Band wurde 1997 unter dem Namen STUTTHOF gegründet, der dem Namen eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers entliehen war.

2006 begründete die Band die Wahl des Namens antisemitisch und menschenverachtend:

„Q: First of all could you explain the meaning of the band name? What does it mean exactly, I found some connection with the Second World War on the net?

A: You are right! It was the playground for the jews.. We are not a NS band and we are not dealing with politics in my band! We chose this name for the simple reason: no sympathy at all for these sub humans.“ (http://franang.sts.free.fr/e-zine/interviews/Stuttholf/stutthof.htm)

Am Ende des Interviews empfiehlt der Musiker den LeserInnen noch die griechische, offen neonazistische Band DER STÜRMER aus dem Umfeld der neofaschistischen Goldenen Morgenröte.

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Bayreuther plante Flucht des NSU

Via „Nordbayerischer Kurier“:

“Bayreuth. Dass die Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth Neonazis ein Zuhause gibt, ist jetzt bestätigt. Nach Kurier-Informationen lebte mit Mario B. eine der zentralen Figuren des rechtsradikalen Thüringer Heimatschutzes ab 1997 jahrelang im Verbindungshaus der Burschenschaft. Damit gibt es auch eine Verbindung nach Bayreuth zum NSU-Terror. … Der Rechtsextremist Mario B. war zwischen 1997 und 2009 immer wieder im Verbindungshaus der Thessalia gemeldet. “

Weiter bei Nordbayerische Kurier.
Siehe auch: NSU-Verbindung: Neonazi-Kader wohnte jahrelang in Bayreuther Burschenhaus

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Internationale rechte Klänge in Schottland

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

17.10.2014 – Großbritannien (Bathgate) – In der schottischen Grafschaft West Lothian sollen am 1. November zum wiederholten Mal rechtsgerichtete Hooligan- und Skinrockklänge zu sehen und hören sein.
Schon seit Anfang März wird die internationale Konzertveranstaltung bereits beworben, anfangs noch konkret für die 15 000-Einwohner-Stadt Bathgate in besagter Grafschaft, inzwischen nur noch lokalisiert als West Lothian. Das Verwirrspiel mit der Örtlichkeit ist nicht neu und wurde mit einem internationalen Konzertwochenende Mitte Juni bereits einmal betrieben, als unter insgesamt zwölf Bands auch die Bremer Rechtsrocker von „Endstufe“ aufspielten.

Diesmal werden „Kategorie C – Hungrige Wölfe“, ebenfalls aus Bremen, propagiert. Dazu sollen erstmals in Europa „Offensive Weapon“ aus den USA auftreten. Ferner beworben werden „Stato Asociale“ (Italien) sowie die drei britischen Bands „Hooligan UK“, „Code 1“ und „Skinfull Coventry“. Letztere wollen am Wochenende zuvor auch beim „Noise of Germany“-Konzert in Ostdeutschland auftreten. (bnr.de berichtete) Nach Informationen des Vereins Miteinander e.V. soll der Event am 25. Oktober in Halle/Saale stattfinden.

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NSU-Prozess: Der schweigsame „Hammerskin“

„Spiegel-Online“ schreibt:

„Brüder schweigen …bis in den Tod“: Dieser Spruch auf dem Pullover eines Angeklagten sorgte für Unruhe beim NSU-Prozess. Ein Mitglied der Neonazi-Organisation „Hammerskins“ wollte als Zeuge dann auch nicht über seine Gesinnungsgenossen reden.

München – Die Anhörung des Zeugen gestaltete sich äußerst zäh: Das Oberlandesgericht München hat sich im NSU-Prozess vergeblich bemüht, ein mutmaßliches Mitglied der konspirativen „Hammerskins“ zu Aussagen über die Neonazi-Organisation zu bewegen. Nach einer langen, teils hitzigen Debatte zwischen den Prozessparteien verzichtete das OLG auf Fragen zu diesem Thema. Für Aufsehen sorgte ein Spruch auf dem Kapuzenpullover des Angeklagten André E.: „Brüder schweigen“ – und darunter in kleineren Lettern – „…bis in den Tod“.

Nebenkläger Yavuz Narin beantragte, das Kleidungsstück zu inspizieren. E. habe damit möglicherweise den Zeugen beeinflussen wollen. Zudem sei der Spruch einer neonazistischen Terrororganisation in den USA entlehnt, „auf die sich die ‚Hammerskins‘ geradezu religiös berufen“, sagte Narin. Auch die Bundesanwaltschaft sah die Gefahr der Zeugenbeeinflussung und wertete das Symbol zudem als „Statement“ des Angeklagten, der damit seine rechtsextreme Gesinnung zur Schau stelle. Die Verhandlung wurde unterbrochen und der Angeklagte E. mit seinem Kleidungsstück fotografiert.
Die „Hammerskins“ sind eine militante Organisation amerikanischer Neonazis. Sie sind auch in mehreren europäischen Staaten einschließlich Deutschland organisiert.

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Siehe auch: NSU-Prozess: Rechte Brüder schweigen
151. Tag im NSU-Prozess: Eine Lektion für den Skinhead
Braune Omertá

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