Re-Import von Rechtsrock

Via der „Rechte Rand“:

31.07.2014 – Zehn Tage vor der zweiten Auflage des Rechtsrock-Open Airs „In.Bewegung“ muss der Thüringer NPD-Funktionär Patrick Weber auf den bisherigen Standort in Sachsen-Anhalt verzichten. Nach der behördlichen Absage soll das Hassmusik-Spektakel am 9. August von Berga ins thüringische Sondershausen umziehen.

Mit rund 900 Besuchern war das Rechtsrock-Open Air „In.Bewegung“ im vergangenen Jahr die am besten besuchte Veranstaltung ihrer Art unter der Regie eines Thüringer Neonazis. Zusätzlich zu den drei Freiluftspektakeln für Neonazis im Freistaat hatte der NPD-Multifunktionär Patrick Weber das Open-Air in Berga kurz hinter der Grenze zu Sachsen-Anhalt im Kyffhäuserkreis auf die Beine gestellt. Erwartet werden bis 1000 Neonazis.

Zwar sollte das Konzert ursprünglich in Sondershausen stattfinden, doch auch der Umzug in das Gewerbegebiet des 1800 Einwohner zählenden Berga schmälerte Webers Organisationserfolg nicht, er gehört zu den umtriebigsten und geschäftstüchtigsten Neonazis in Thüringen. Neben den Geschäften seines Germania-Versandes und Musikproduktionen ist der 1983 geborene gelernte Maler und Lackierer Mitglied im NPD-Landesvorstand, Kreisvorsitzender im Kyffhäuserkreis und sitzt seit 2009 sowohl im Kreistag im Kyffhäuserkreis als auch im Stadtrat seines Heimatortes Sondershausen.

Dass Weber bei seinen Konzerten flexibel agiert, zeigte er 2011 bei dem von ihm organisierten „Thüringentags der nationalen Jugend“. Trotz einer kurzfristigen Absage des Neonazi-Events in Nordhausen gelang es dem Unternehmer schnell, die Open Air-Veranstaltung an den Stadtrand des 20 Kilometer entfernten Sondershausen zu verlegen, wo rund 800 Neonazis ungestört feiern konnten. Dieses Jahr allerdings sagte der Multifunktionär den für Mitte Juni geplanten „Thüringentag“ kurzerhand ab und kündigte die Veranstaltung stattdessen in einem beheizbaren Zelt für den 1. November an.

„Kundgebung mit Live-Musik“ in Hildburghausen

Für das Neonazi-Event bei einer Schachtanlage in seinem Heimatort Sondershausen kündigt Weber nach einigen Absagen sechs Bands und fünf Redner an. Für die Begleitmusik zu Mord und Totschlag sorgen der Liedermacher „Resistentia“ aus Süddeutschland, die 2002 gegründete Band „Act of Violence“ aus dem Raum Ulm, die sächsische Formation „Heiliges Reich“ und „Die Lunikoff-Verschwörung“ als Headliner. Als Gewinner des mit dem bayrischen Neonazi Patrick Schröder von „FSN TV“ organisierten „Nachwuchs-Wettbewerbs“ ergänzen die Gruppen „Sachsenblut“ und „Feindbild Deutsch“ das Programm. Um vor den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg noch einmal für ihre Partei zu trommeln, sprechen die NPD-Funktionäre Olaf Rose, Sebastian Schmidtke und Weber selbst. Außerdem sind Patrick Schröder und der Hildesheimer Dieter Riefling als Redner aufgeführt.

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22-Jähriger verbreitete rechtsradikale Liedtexte

„Recherche Nordhessen“ schreibt:

Jesberg / Fritzlar (lokalo24) – Nach dem Prozess gegen einen 78-Jährigen, der ausländische Jugendliche auf übelste Weise beschimpfte und bedrohte, musste sich das Amtsgericht in Fritzlar in dieser Woche zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mit einem Fall von „Volksverhetzung“ befassen.

Diesmal auf der Anklagebank der 22-jährige Nils J. aus Jesberg. Der junge Mann aus der rechten Szene hatte vor zwei Jahren zum Rassenhass aufstachelnde Liedtexte der seit 2003 verbotenen Neo-Nazi-Band „Landser“ ins Internet gestellt, um sie auch für andere verfügbar zu machen. Die Ausflüchte des Angeklagten, er habe lediglich die Gitarrengriffe öffentlich machen wollen, nahm ihm das Gericht nicht ab. Zumal bei einer Durchsuchung seiner Wohnung diverse rechtsradikale Schriften sichergestellt wurden.

Darüber hinaus fanden die Beamten von Staatsschutz und Bundeskriminalamt im vergangenen Jahr in den Privaträumen des ehemaligen Sportschützen, der bereits zuvor wegen Diebstahls, illegalen Waffenbesitzes und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgefallen war, eine Handgranate und – unter einer Hakenkreuzfahne – eine kleine Marihuana-Plantage.

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„Blood&Honour“-Event

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

30.07.2014 – Bei einem für Ende Oktober angekündigten Rechtsrock-Konzert in Slowenien soll auch die Bremer Band „Kategorie C“ mitmischen.

Eine Organisation, die sich „Crew 28 Slovenia“ nennt, kündigt für den 25. Oktober ein Rechtsrock-Konzert an. Mit von der Partie sind dabei „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ aus Bremen, dazu „Pitbullfarm“ aus Schweden sowie „Brutal Attack“ aus Großbritannien. Das Datum fällt genau in die Zeit, als sich vor 13 Jahren eine „Blood&Honour“-Sektion in Slowenien gegründet hatte. Die Ziffern „28“ seitens der Veranstalter und die Bewerbung des Termins auf Internetseiten des neonazistischen Musiknetzwerkes, das in Deutschland seit 2000 verboten ist, sprechen eigentlich eine deutliche Sprache, wo das internationale Konzert einzuordnen ist.

Ende Oktober 2011 lief ein Neonazi-Konzert in Slowenien noch offen unter dem Banner von „Blood&Honour“ – mit dabei übrigens die 1980 aus der Taufe gehobenen „Brutal Attack“ aus London um Bandleader Ken McLellan. Die 2011 von PC Records (Chemnitz) auf den Markt gebrachte DVD „live in Germany“ wurde noch im selben Jahr von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Aber auch die nordrhein-westfälischen Rechtsrock-Vertreter „Rotte Charlotte“ und „Division Germania“, letzteres eigentlich ein Solo-Projekt von Andreas Koroschetz, wirkten vor drei Jahren mit. Anfang November 2012 hatte der slowenische B&H-Ableger ebenfalls die bayerische Band „Sturmtrupp“, die es bereits seit 1987 gibt, eingeladen. In den Jahren 2008 und 2009 waren die Musiker von der 2004 gegründeten bayerischen Gruppe „Feldherren“ zu B&H-Konzerten nach Slowenien geladen.

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Anti-fascists call for boycott of neo-Nazi linked vegan cake shop

Anti-fascists in London are calling for an active boycott of a vegan cake shop in Camden which they claim has links to a violent gang of Italian neo-Nazis.

Cupcake fascism is a term made up by smug middle-class liberals to define what they see as contemporary fascism emerging from twee things and post-imperial British nationalism, essentially a longing for a return to a past which never existed. It reached its apex with the hashtagged, superficial erasure of social problems by cunts with brooms that was #riotcleanup. Nobody using the term seemed to think there really was a link between cupcakes and actual fascism.

But there’s a vegan cupcake shop in Camden which opened in August last year called Cakes’N’Treats, which anti-fascists in London are calling to be boycotted for links with a gang of violent Italian neo-Nazis. They don‘t want anybody (vegan or not) to spend money in there until they are happy links with the gang are broken. The gang are responsible for violent attacks in their native Italy and now stalking the streets of North London, causing trouble. London Anti-Fascists told us they are calling for an “active boycott of Cakes’N’Treats, until we are assured that the links between [owner] Kim K and the neo-Nazis are broken.”

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Braunes Musikevent in Polen

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

29.07.2014 – Polen (Stettin) – Mehrere Musik-Acts aus verschiedenen Ländern sollen am 16. August in Westpolen bei einem Rechtsrock-Festival die Bühne betreten.
Mit dabei sind die Band „Carpe Diem“ aus Stuttgart sowie das gemeinsam betriebene „Projekt IC1“, bei dem auch noch der Sänger der britischen Rechtsrock-Ikonen von „Razor’s Edge“ (Birmingham) zu dem deutschen Trio hinzustößt. Außerdem angekündigt sind die polnische Rechtsrock-Band „Obled“ sowie aus Ungarn „Indulat“. (hf)

Quelle

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„Greifvogel Wear“ – Rechte Bekleidungsmarke aus Dresden

Via „Indymedia Linksunten“:

Bei „Greifvogel Wear“ handelt es sich um eine neue „nationale“ Modemarke, die bereits International beworben wird. Betreiber ist der einschlägige Nazi und Hooligan Sebastian Raack aus Dresden.

Selbstverständnis und Slogans einer „Bewegung“
Anfang Juli ist eine Internetseite namens xxx.greifvogel-wear.de online gegangen. Auf dieser Seite werden Bekleidungsstücke die äußerlich den rechten Bekleidungsmarken Thor Steinar, Eric and Sons und Label 23 ähneln, angeboten.
Schaut man sich den Online-Shop und die Produkte genauer an erkennt man unschwer, dass es sich um eine neue Marke handelt die auf dasselbe Käuferklientel abzielt wie die oben genannten.

Kampf, Stärke, Heldentum und Zugehörigkeit zu einem Volk werden durch die Bekleidungsstücke verherrlicht. Auf den ersten Blick könnte es sich um eine normale Marke handeln die sich auf Trainingsbekleidung im Kampf- und Kraftsportbereich spezialiesiert hat.
Schaut man sich die auf die T-Shirts und Pullover aufgedruckten Slogans genauer an, wird man jedoch stutzig.

Eins der markentesten Shirts ist sicherlich das mit dem Helm des Spartaners, dazu der Slogan „Spartan Discipline“–“How glorious fall the valliant,sword in hand, in front of the battle for their native land“. Dabei handelt es sich um ein Zitat des griechischen Dichters Tyrtaios. Dieses Zitat kommt nicht von ungefähr, da seit dem Film 300 sich europäische Rechte immer wieder auf diesen und die griechische Mythologie beziehen.
Ein weiteres Shirt bestätigt dies. Auf der Vorderseite ist dieses mit dem Logo, einem Greifvogel, und dem Spruch „Warrior Caste“ bedruckt und auf der Rückseite mit „Aristocratic Order Europae“ dazu das mathematische Ungleich Zeichen. Ein aristokratische Ordnung besagt, dass eine kleine auserwählte Gruppe eine andere größere Gruppe beherrst.

Das Ungleich Zeichen wiederum soll den Träger zu jemanden Machen der sich von den „Anderen“ unterscheidet und ihnen nicht gleicht. An einer anderen Stelle sprechen die Macher und Unterstützer von „Greifvogel Wear“ davon, dass sie Nonkonforme sind, also nicht konform mit der Gesellschaft sind. Also ungleich sind. Dasselbe Logo findet sich auch auf einem weiteren Logo von „Greifvogel Wear“. Diesmal auf der Stirn eines Totenkopfes, welches von dem Spruch „Strengh against the modern World“ umgeben ist.
Ein weiteres Logo was regelmäßig auftaucht ist eine Brechstange die mit einem Baseballschläger gekreuzt wird. Dies erinnert Stark an eine Triskele oder gar das Hakenkreuz. Auf einem Webbanner werden die „Weisheiten“ von „Greifvogel Wear“ mit dem Spruch „Greifvogel is a movement“ beendet.

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[Saarbrücken] Nazi-Kneipe zieht um aufs Piratenschiff

Via „Antifa Saar“:

Jacqueline „Jacky“ Süßdorf, NPD-Sympathisantin und Betreiberin der Nazi-Kneipe „CityTrain“ am Saarbrücker Hauptbahnhof, will zum 1. September 2014 das Gastroschiff „Piraterie“ unterhalb des Staatstheaters in Saarbrücken übernehmen. Damit würde in zentraler Innenstadtlage ein weiterer Treffpunkt für Neonazis, rechte Hooligans und rechtsoffenes Rockermillieu entstehen. Das Angebot für die patriotische Kundschaft soll, wie schon im „CityTrain“, von billigem Bier über Striptease-Shows bis hin zu Rechtsrockparties reichen.

Jacqueline Süßdorf betreibt seit mehreren Jahren die Kneipe „CityTrain“ am Saarbrücker Hauptbahnhof. Rund um die Uhr geöffnet, zeichnet sich der „CityTrain“ neben billigem Alkohol und rustikal-deutschem Ambiente seit geraumer Zeit vor allem dadurch aus, der lokalen Naziszene als Treffpunkt und Partylocation zu dienen. War die Kneipe schon immer stark von Menschen in „Hells Angels Supporter“-T-Shirts und rechten Fußballfans frequentiert, so sind mittlerweile auch die Szenegrößen der saarländischen Neonazis gern gesehene Gäste bei Frau Süßdorf – nicht verwunderlich, denn die Betreiberin gibt sich große Mühe, ihrem „patriotischen“ Publikum den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen; sei es durch Schnaps, viel nackte Haut oder ihre „Deutsch-RoKKK(!)-Parties“, bei denen der Mob zu Böhse Onkelz und Konsorten textsicher mitgröhlen darf und wo der DJ im Wehrmachts-T-Shirt auftritt.

Jacqueline Süßdorf hat sich in den vergangenen Monaten immer stärker ganz offen der NPD zugewandt. Fiel sie bereits 2013 dadurch auf, dass sie als Elternsprecherin an der Schule ihres Sohnes gegen ausländische Schüler, die sie als „rumänische Ratte“ beschimpfte, hetzte und offen damit drohte, ein paar Schläger vorbei zu schicken, so engagierte sie sich 2014 im Kommunalwahlkampf für die NPD und warb bei Infotischen für die Wahl von Peter Marx in den Saarbrücker Stadtrat. Werbeflyer für die NPD und den „CityTrain“ wurden zusammen in zahlreiche Briefkästen in Saarbrücken eingeworfen. Anfang Dezember 2013 trat sie gemeinsam mit Marx und Christian Hehl auf dem Landesparteitag der NPD Saar auf und nahm Anfang diesen Jahres an den sogenannten „Politischen Gesprächskreisen“ der NPD teil. Süßdorf engagierte sich ebenfalls in der mehr schlecht als recht getarnten NPD-“Bürgerinitiative“ „Burbacher Initiative gegen Straßenprostitution“, die am Rande der Sitzung des Saarbrücker Stadtrats am 13. Mai 2014 zur rassistischen Mobilmachung gegen nicht-deutsche Sexarbeiterinnen aufmarschierte. In den sozialen Netzwerken posiert Süßdorf nicht nur Arm in Arm mit den Größen der hiesigen Naziszene, sondern „schmückt“ sich auch mit Werbematerialien und Aufklebern der NPD – die sich auch sonst überall im „CityTrain“ finden. Da verwundert es auch nicht, dass der „CityTrain“ nach so mancher NPD-Veranstaltung noch zum ausgiebigen Feiern genutzt wird. Im Frühjahr diente der „CityTrain“ außerdem als Schleusungspunkt für die gemeinsame Anfahrt zu einer Aschermittwochs-Veranstaltung der NPD in Köllerbach.

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So­li­da­ri­tät mit Blog­sport!

Nazis und Ras­sist*innen den Ste­cker zie­hen

Der be­kann­te Blog­be­trei­ber Blog­sport sieht sich mit einer Klage kon­fron­tiert.
Kevin Hauer, der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der kul­tu­ra­lis­ti­schen/ ras­sis­ti­schen Par­tei “Pro NRW” klagt gegen Blog­sport, da an­geb­lich Bil­der von ihm auf dem Host ver­öf­fent­licht wor­den sei, auf denen er den rech­ten Arm er­ho­ben hat sowie mit Bur­schen­schafts­kap­pe und einem Hit­ler-​Por­trait po­siert (1). Hauer, der für die Par­tei als Rats­herr in Gel­sen­kir­chen aktiv ist, for­dert vom Pro­vi­der Scha­dens­er­satz-​ unter dem Deck­man­tel des Rech­tes am ei­ge­nen Bild. (mehr…)

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Dubiose Bande

Der „Rechte Rand“ berichtet:

29.07.2014 – Im NSU-Prozess sagen Zeuginnen über einen Angriff von Beate Zschäpe und einer Kameradin aus dem Jahr 1996 aus. Verworren bleibt die Rolle der mutmaßlichen Helferin, deren Vater in Chemnitz observiert wurde.

Beate Zschäpe ist keine harmlose „Nazi-Braut“, wie sie von den Boulevard-Medien immer noch bezeichnet wird. Wie gefährlich die Hauptangeklagte im NSU-Verfahren bereits vor dem Gang in den Untergrund 1998 gewesen sein könnte, ist am morgigen Mittwoch Thema im Oberlandesgericht München. Zwei Zeuginnen aus Jena werden zu einem gewaltsamen Angriff aus dem Jahr 1996 befragt, an dem nur Frauen beteiligt waren. In ihren polizeilichen Vernehmungen belasteten die beiden die Angeklagte schwer. Demnach soll Zschäpe die Frauen gemeinsam mit dem damaligen Skingirl Jana A. von der Straßenbahn-Endhaltestelle in Winzerla aus verfolgt und die zierliche Maria H. brutal zu Boden gebracht haben. Das alternativ gekleidete Mädchen im langen Rock brach sich dabei den Fuß. Jana A. habe Schmiere gestanden.

Das zweite unverletzte Opfer gab an, so viel Angst vor Beate Zschäpe gehabt zu haben, dass es nicht helfen konnte. Die habe sich sogar noch rittlings auf ihr am Boden liegendes Opfer gesetzt. So lauten die Anschuldigungen aus dem September 1996, die beiden jungen Frauen erstatteten zeitnah Anzeige. Allerdings wurden die Unterlagen vernichtet und liegen nicht mehr vor. Eine der Betroffenen, eine Medizinstudentin, nahm bei der erneuten Vernehmung durch das Bundeskriminalamt (BKA) wohl an, Zschäpe könnte Maria verwechselt haben. Denn die war ein „liebes Mädchen“, eher zurückhaltend. Sie selbst war damals Punkerin, und Zschäpe sei ihr als „beeindruckende Persönlichkeit“ aus der radikalen rechten Szene in Jena schon ein Begriff gewesen. Sie haben deren Treffpunkte gemieden. Von Zschäpe hieß es damals, dass sie ein Messer trage und auch Männern gegenüber aggressiv werden könne, so die Zeugin.

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„Marina, wie blöd bist Du eigentlich?“

Die „Jungle World“ schreibt:

Die Facebook-Seiten einiger Deutschrapper verbreiten eine brisante Mischung aus Pop, Promotion und antiisraelischer Propaganda.

Seit Tagen ergeht Massiv sich auf Facebook in Hasstiraden gegen Israel, aber manchem Fan reicht das noch immer nicht. »Du Hund, was du bist«, schreibt ein erboster Facebook-User dem deutschen Rapper mit palästinensischem Migrationshintergrund ins virtuelle Stammbuch, »teil mal lieber was von dein Lande, du Jude, was du bist«, schimpft er, weil Massiv seit gefühlten zehn Postings nichts mehr über Gaza, sondern nur über sein neues Album geschrieben hat. Dabei gelingt es Massiv geschickt, Pop, Promotion und Propaganda zu verbinden. Seit Beginn der israelischen Mi­litäroperation verbreitet Wasim Taha, wie der Rapper mit bürgerlichem Namen heißt, seine Sicht auf den Konflikt. »Gaza ist das dicht besiedelte Gebiet der Welt, jede Bombe fällt auf unschuldige Zivilisten und wird immer wieder billig gerechtfertigt, dass es eine gezielte Terroristen-Tötung sei. Diese drei verschwundenen Kinder auf Israels Seite sind selbst Soldaten gewesen und haben sich selbst immer mit gefangenen palästinensischen Jugendlichen fotografieren lassen in dreckigen Posen!!!!«

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Graswurzelarbeit und Flüchtlingshetze

Via der „Rechte Rand“:

25.07.2014 – In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten NPD und die Freien Nationalisten eng zusammen – die NPD sorgt mit mehreren Immobilien für die Infrastruktur der Szene.

Das einende Thema von Neonazis mit und ohne Parteianbindung in Mecklenburg-Vorpommern war im Vorjahr die Hetze und Stimmungsmache gegen Asylsuchende. Das betonte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bei Vorstellung des aktuellen Verfassungsschutzberichtes für Mecklenburg-Vorpommern. Die Attacken mündeten nicht zuletzt in sieben Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Unter anderem wurde in Güstrow ein Feuerwerkskörper ins Kellergeschoss eines bewohnten Asylbewerberheimes geworfen. Aber auch Demonstrationen, Kundgebungen, Parlamentsanträge, Hetzreden und andere Formen von Beleidigungen summierten sich im Jahr der Bundestagswahl. Die NPD gab sogar offiziell einen so genannten „Leitfaden zum Umgang mit Asylanten in der Nachbarschaft“ heraus.

Insgesamt können dem Bericht zufolge in Mecklenburg-Vorpommern 1400 Anhänger dem rechten Spektrum zugerechnet werden, ein plus von 30. Knapp die Hälfte davon gilt aus Behördensicht als gewaltbereit. Insbesondere die neonazistischen Aktivisten ohne Parteibuch sind zahlenmäßig von 400 auf 450 angewachsen, während die NPD Potenzial einbüßte – von 400 auf nunmehr 360 Parteigänger schrumpfte. Alarmierend ist entgegen dem Bundestrend der Anstieg rechtsgerichteter Straftaten von 721 auf 771. Gewachsen ist die registrierte Zahl an fremdenfeindlichen (von 39 auf 55) und antisemitischen (von 18 auf 30) Delikten. Im Berichtszeitraum wurden ebenso 18 Fälle von Sachbeschädigungen an Büros demokratischer Parteien bekannt, deren Täterschaft in der rechten Szene zu suchen sein dürfte.

Die braune Musikszene samt anhängendem Versandhandel bleibt ein reges Aktionsfeld. Es gab 18 Musikveranstaltungen, darunter 13 Konzerte, ein Liederabend sowie vier Mischveranstaltungen von Parteien mit einem Mix aus Propagandareden und Musik. Drei Auftritte wurden von den Behörden verhindert. Allein jeweils fünf Konzerte fanden in den kleinen Orten Salchow (rechtes Wohnprojekt) und Viereck (altes Stallgebäude) statt. Die Kameradschaftsszene befindet sich augenscheinlich wieder im Vormarsch. Einige Gruppierungen suggerieren über ihre Internetpräsenz allerdings eine größere Stärke, als real vorhanden. Rund 25 regionale Zusammenschlüsse lassen sich auch personell verifizieren.

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grim104 (ZM) – Ich Töte Anders Breivik

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Nazi-Konzert in Scheinfeld abgesagt

„nordbayern.de“ schreibt:

Gemeinde bleibt Veranstaltung der Rechtsextremen vorerst erspart

SCHEINFELD – Zuletzt waren sie Ende Mai nach Scheinfeld im Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gekommen, nun drohten sie am Samstag zurückzukehren: die Neonazis. Ein Veranstalter aus der rechten Szene hatte ein Konzert angekündigt, nun aber kurzfristig einen Rückzieher gemacht. Die Gemeinde atmet auf – zumindest vorerst.

Sie zeigten den Hitlergruß und Hakenkreuze und gingen auf die Polizisten mit Eisenstangen los: Für Dutzende Neonazis hatte der NPD-Bayerntag in Scheinfeld ein Nachspiel. Doch auch die Stadt selbst vergaß diese Versammlung Rechtsradikaler nicht so schnell. Was blieb, war die Angst, die Chaoten könnten zurückkehren.

Rund 400 Rechtsextreme waren Ende Mai nach Scheinfeld gekommen, um sich in einer etwas in die Jahre gekommenen Diskothek am Ortsrand zu versammeln. Zum Abschluss spielten sie Ausschnitte aus dem Paulchen-Panther-Lied: „Wir kommen wieder, keine Frage“. Mit dieser Melodie aus „Der rosarote Panther“ hatte auch der NSU sein Bekennervideo unterlegt.

Niemand in Scheinfeld wollte das Lied allerdings wörtlich nehmen. Und doch sollte es so kommen. Am Freitag, 18. Juli, meldete ein Veranstalter aus der rechten Szene eine geschlossene Veranstaltung bei der Stadt an. Für Samstag, 2. August, war wieder ein Konzert in der Diskothek geplant, wie das Landratsamt mitteilte.

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Palituchtragende Nazis in Che-Guevara-Shirts mit Jutebeuteln voll linksdrehendem Joghurt

Via „Jungle World“:

Der »Nipster« geistert durch die Presse. Können Nazis hip sein?

Die Geschichte beginnt mit einer Fotografie vom 18. Januar dieses Jahres in Magdeburg. Abgebildet ist ein lässig an die Wand gelehnter bärtiger Mann, der in den folgenden Wochen internationale Bekanntheit erlangen sollte. Eigentlich wollte der Urheber des Bildes den Teilnehmer eines Naziaufmarsches demaskieren, doch der dabei zufällig mit abgelichtete Jutebeutel schlug weit über Antifakreise hinaus Wellen.

Bei Facebook und Twitter war man sich noch am selben Abend einig: Man hatte es mit einer bis dahin unbeschriebenen Spezies zu tun, einer Kreuzung zwischen Nazi und Hipster. Der »Nipster« war geboren. Als Beleg dafür wurde in erster Linie der selbstironische Unterton des ulkigen Aufdruckes seiner Tasche herangezogen. In handgeschriebenen Lettern war dort zu lesen: »Bitte nicht schubsen, ich habe einen Joghurt im Beutel.« Der Spruch »Bitte nicht schubsen, ich habe einen Joghurt im Rucksack« stammt aus der Feder des Künstlerduos Katz und Goldt, das für die Titanic und Intro arbeitet. Nun könnte man in Betracht ziehen, dass durchaus auch Nazis über den infantilen Humor der Urheber lachen könnten. Da aber die abgebildete Person auch Bart, geweitete Ohrlöcher und rote Converse-Allstars trägt, schien die Beweislage gesichert.

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Kein Nazirap in Eberswalde

„Inforiot“ berichtet:

INFORIOT Ein für den 16. August in Ebers­walde geplan­tes Kon­zert der Neonazi-Rapper „A3STUS“ kann offen­bar doch nicht statt­fin­den. Die Betreiber_innen des Clubs „Omega“ in Ebers­walde haben die Ver­an­stal­tung am Don­ners­tag abge­sagt. Man habe keine Kennt­nis über den neo­na­zis­ti­schen Hin­ter­grund der Musi­ker gehabt, hieß es. Erst vor weni­gen Tagen hat­ten die Rap­per von „A3STUS“ den Live-Aufritt angekündigt.

Das Duo — der Ber­li­ner Rap­per „Villian051“ und der Ber­nauer „R.A.W.“ — tre­ten seit Anfang 2014 gemein­sam auf, und beka­men durch ein pro­vo­zie­ren­des Video vor der Flücht­lings­un­ter­kunft in Marzahn-Hellersdorf über­re­gio­nale Auf­merk­sam­keit. In dem Video tre­ten die Musi­ker mit Unter­stüt­zung von Neo­na­zis der „Bar­ni­mer Freund­schaft“ auf. Erst ver­gan­gene Woche waren „A3STUS“ und Bar­ni­mer Neo­na­zis in Bran­den­burg unter­wegs, um mit Holz­kreu­zen an „Opfer von Aus­län­der­ge­walt“ zu erinnern.

Ob sie nun nach einem Ersatz­ort suchen, ist bis­her nicht bekannt. Im nahe­lie­gen­den Finow­furt wur­den in der Ver­gan­gen­heit mehr­fahr Kon­zerte durch anti­fa­schis­ti­schen Druck ver­hin­dert.

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Radical Hype – Marianengraben

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Verborgene NSU-Kontakte

Via der „Rechte Rand“:

Wie nah waren sich NSU-Netzwerk und „Hammerskins“ wirklich? Im Münchener Prozess weigert sich ein wichtiger Zeuge, über die Verbindungen zur geheimen Bruderschaft auszusagen.

Thomas Gerlach bestreitet nicht, Mitglied zu sein, aber ansonsten möchte er „zu dem Thema Hammerskins gar nichts sagen“. Ende Juli wird der bundesweit bekannte Neonazi zum dritten Mal vor das Oberlandesgericht geladen. Aus diversen Gründen ist der Thüringer „Hammerskin“ Thomas Gerlach für das NSU-Verfahren in München interessant: Er war mit der Helferin und engagierten Neonazistin Mandy S. befreundet, baute die Kameradschaftsszene in Zwickau mit auf, als sich das Kerntrio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe dort versteckte, kannte das enge Umfeld des NSU-Angeklagten Eminger und organisierte gemeinsam mit dem mutmaßlichen Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben mehrere einschlägige Veranstaltungen.

Der quirlige, sprachbegabte Neonazi Gerlach kennt die autoritären Strukturen seiner Szene bestens. Einen Tag vor seiner Aussage am 10. Juli soll er den Chef der „Hammerskin Nation“-Division in Ludwigshafen, Malte Redeker, getroffen haben. Bis zwei Wochen vor dem Gerichtstermin war der als cholerisch geltende Jenaer Neonazi André Kapke sein Arbeitgeber auf dem Bau. Im Saal mauerte der 35-jährige Monteur aus Schmölln, er erzählte nur das Nötigste. Oben auf den Rängen saßen die einflussreichen Kameraden Maik Eminger aus Brandenburg und Enrico Marx aus Sachsen-Anhalt.

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DAS DOPPELLEBEN DER KATJA BÜTOW (KAHLA): MENSCHENFEIND STATT MENSCHENFREUND

Via „Informationen zur Neonazi-Szene in Khala“:

Diakonien sind der soziale Dienst der evangelischen Kirchen, sie arbeiten für und mit Menschen aller Altersgruppen, unabhängig von Geschlecht, Religion, Hautfarbe oder Herkunft. Einer der Schwerpunkte ist auch die Arbeit mit sozial Benachteiligten und mit pflegebedürftigen Menschen. Dass man gerade dort mit Neonazis in Berührung kommen könnte würde man wahrscheinlich eher für unmöglich halten. In Kahla ist das anders, dort konnte eine besonders aktive Aktivistin der rechten Szene zur stellvertretenden Pflegedienstleiterin in der Sozialstation aufsteigen. Tagsüber spielt sie die Helferin, am Abend und am Wochenende mutiert sie zum extrem rechten Menschenfeind.

Am 7. Dezember 2013 löste die Polizei in Eisenach ein nicht angemeldetes Neonazi-Konzert auf, bei dem u.a. auch der bekannte Szeneliedermacher Frank Rennicke auftrat. Angekündigt war zuvor auch der Auftritt eines früheren Waffen-SS Kämpfers. Unter den 140 rechten Besuchern soll sich auch Katja Bütow befunden haben, zumindest kündigte sie ihre Teilnahme im Vorfeld im Internet an. Bütow besucht seit einigen Jahren Neonazi-Treffen, Konzerte und Demonstrationen in Thüringen. So nahm sie nach eigenen Angaben beispielsweise beim Neonazi-Openair “Rock für Deutschland” am 6. Juli 2013 in Gera teil und bei einem Neonaziaufmarsch im Februar 2013 in Gera. Im sozialen Netzwerk Facebook verbreitet sie unter dem Pseudonym “Kaethe von der Rolle” mehrfach Propaganda der extrem rechten NPD. Auch ihre öffentliche Musikauswahl (darunter KZT, Blitzkrieg, Stahlgewitter, Frontalkraft und Legion of Thor) spricht Bände, nämlich die einschlägiger Rechtsrock-Gruppen.

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Ebenfalls sehr lesenswert:
BURG 19 – DAS NEUE NS-HAUSPROJEKT IN KAHLA
NEONAZIS-SZENE KAHLA – EINE BESTANDSAUFNAHME
“IMPERIUM” DES RECHTSTERRORISTEN KARL-HEINZ HOFFMANN
ZELTEN, SCHIESSEN, HITLERGRUSS – THÜRINGER HEIMATSCHUTZ, NPD UND „HATEBROTHERS KAHL

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Schluss mit dem Freien Netz Süd

„Netz gegen Nazis“ berichtet:

Das bayerische Innenministerium hat heute das „Freie Netz Süd“ (FNS) verboten. Dazu wird ein Hof in Oberprex bei Hof durchsucht, der für bundesweite Nazi-Treffen bekannt war und Sitz des rechtsextremen „Final Resistance“-Versandes der Neonazis Tony Gentsch und Matthias Fischer. Ein Verbot wird seit 2012 gefordert, bereits 2013 kam es zu großangelegten Durchsuchungsaktionen gegen mutmaßliche Mitglieder des Neonazi-Netzwerks, dem das Innenministerium nun „aggressiv-kämpferische verfassungsfeindliche Bestrebungen“ vorwirft. Das „Freie Netz Süd“ sei eine Nachfolgeorganisation der 2004 verbotenenen „Fränkischen Aktionsfront (FAF)“. Der Hof in Oberprex wurde beschlagnahmt, ebenso Gegenstände des „Final Resistance“-Versandes.

Was ist das „Freie Netz Süd“ (FNS)?

Ein überregionales Neonazi-Netzwerk mit möglichst wenig festen Strukturen in Bayern (Schwerpunkt Franken), die ursprünglich aus NPD-kritischen Neonazis und Kameradschaften zusammensetze. Führende Aktivisten kommen ursprünglich aus der NPD oder JN und haben teilweise schon „Karrieren“ bei der verbotenen „Fränkischen Aktionsfront“ gemacht. Es galt jahrelang als wichtigste neonazistische Organisationsstruktur in Bayern und fungierte als eine Art Dachverband der „Freien Kameradschaften“. Das „Freie Netz Süd“ bot mit Aktionen und einer täglich aktualisierten Homepage einen hohen Mobilisierungs- und Vernetzungsgrad, der für Kampagnen, Demonstrationen und etwa die Teilnahme an Faschingsumzügen zur Aufmerksamkeitsgewinnung genutzt wurde. Innovativ auch die Themenwahlen: Neben rassistischer Hetze gegen Flüchtlinge agitierten die FNS-Mitglieder auch gegen Zeitarbeit (Kapitalismuskritik) oder Tierquälerei in Zirkussen (Wildtiere raus aus deutschen Zirkussen?). Auch Anti-Antifa-Arbeit und Konzerte gehörten zu Aktionsschwerpunkten des FNS.

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Oi-Punk-Festival mit Rechtsrock

Der „Böick nach Rechts“ schreibt:

22.07.2014 – Schweden (Nyköping) – Das seit vielen Jahren angebotene „Kuggnäsfestival“ in Nyköping, bei dem sich auch immer wieder Rechtsrock im Programm findet, will nicht auf deutsche Beteiligung verzichten.
Das zeigt sich auch dieses Jahr vom 31. Juli bis 2. August. Es handelt sich dabei um ein Event, auf dem Oi-Punk, Metal und Wiking-Rock zu hören sind. Doch auch rassistischen, nationalistischen und blutrünstigen wie gewaltaffinen Tönen werden vom Veranstalter Platz geboten. 2010 und 2012 stand zum Beispiel die vom Verfassungsschutz Bremen beobachtete rechtsgerichtete Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ auf der Bühne.

In diesem Jahr wird die Gruppe „Selbststeller“ aus dem sächsischen Riesa beworben, die es seit 2000 gibt und die Verfassungsschützer als Neonazi-Band einordnen. Beobachter sagen ihr Verbindungen zum international agierenden, in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk nach. Ihr jüngstes Album ist beim Rechtsrock-Label PC-Records in Chemnitz erschienen.

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