Der Tod von Rudolf Heß

Via „Antifaschistisches Infoblatt“:

Rückblick: Am 17. August 1987 beging der inhaftierte Nazifunktionär Rudolf Heß im Westberliner Kriegsverbrechergefängnis mit einem Verlängerungskabel Suizid. Heß hatte zuvor schon mindestens zwei vergebliche Selbstmordversuche unternommen. So stürzte er sich 1941 von einem Balkon in Mytchett Place. Im Jahre 1977 versuchte er, sich mit einem Tafelmesser die Pulsadern aufzuschneiden. Alt- und Neonazis begannen sofort Heß zu einer Identifikationsfigur aufzubauen und den Selbstmord in Zweifel zu ziehen. Das Antifaschistische Infoblatt Nr. 2, Dezember 1987 berichtet über die Vorgänge nach Heß seinem Ableben.

„ (…) Der Gefühlssud, der da hochkocht, hat mich in keiner Weise überrascht. Dieses gewaltige Trauer-Mitleid entspricht der inneren Beziehungslosigkeit zum Leid der Nazi-Opfer. Und diese Beziehungslosigkeit wiederum ist charakteristisch für das Verhältnis der bundesdeutschen Gesellschaft, oder doch ihrer Mehrheit, zum NS-Erbe. Viele der Leute, die jetzt um den Spandauer toten in Tränen ausbrechen, haben jahrzehntelang ihre Unfähigkeit zu trauern stramm durchgehalten. Nun plötzlich zeigen sie Gefühle – beim Tod des höchsten Nazi nach Hitler.“ (Ralph Giordano)

Rudolf Heß – Hitler-Stellvertreter, Mitinitiator der Nürnberger Rassengesetze, ist tot. Stellvertretend saß er für all die Schreibtischtäter und Metzgergesellen, die in den Jahren nach 1945 nicht nur ungeschoren blieben, sondern ihr Comeback in Politik, Wirtschaft, Polizei uns Militär feiern konnten. Wäre es nach den bundesdeutschen und West-Berliner Politikern von CDU, FDP, SPD und sogar Teilen der Grünen gegangen wäre, hätte Heß nicht bis zu seinem Ende gesessen. Ein Zeichen der Versöhnung mit der deutschen Vergangenheit – dem größten Massenmord in der Geschichte – wäre gesetzt.

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Siehe auch: Märtyrer, Mythen, Mobilisierung
Der geschichtspolitische Fundamentalismus der extremen Rechten am Beispiel Rudolf Heß.
25 Jahre Mythos »Rudolf Heß«

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Extrem rechter Frauenhass und neonazistische Gewalt

Das „Antifaschistische Infoblatt“ schreibt:

Eine potenziell tödliche Mischung

Die Ergebnisse der ersten europaweiten Studie zu Gewalt gegen Frauen in den EU-Staaten sind eindeutig: Jede dritte Frau hat seit dem Alter von 15 Jahren körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. Zwei Drittel aller Frauen, die Gewalt in einer Partnerschaft erlebt haben, meldeten die schwerwiegendsten Gewaltvorfälle innerhalb der Partnerschaft weder der Polizei noch einer anderen Organisation. Für diese international einmalige Studie hatte die Europäische Grundrechteagentur (FRA) 42.000 Frauen in allen EU-Mitgliedsstaaten zu ihren Erfahrungen befragen lassen.1

Besonders gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden, sind dabei auch Frauen, die freiwillig oder unfreiwillig Kontakt mit Aktivisten der neonazistischen und extrem rechten Bewegung haben. Der Frauenhass, der dieser spezifischen Form von Gewalt zugrunde liegt, ist tief in der Ideologie der Ungleichwertigkeit der extremen Rechten verankert. Diese Gewalt richtet sich sowohl gegen politische Gegnerinnen als auch gegen Lebensgefährtinnen extrem rechter und neonazistischer Aktivisten sowie gegen Zufallsopfer und Sexarbeitende. Besonders auffällig ist hier auch der extreme Widerspruch zwischen der politischen Propaganda der extremen Rechten, in der eine besondere Schutzbedürftigkeit von Frauen und Kindern mehrheitsdeutscher Herkunft vor sexualisierter Gewalt zum Flügel-übergreifenden Konsens gehört: Mit Kampagnen zu Kinderschutz und Kindesmissbrauch versucht die extreme Rechte zudem seit langem, anschlussfähig zur gesellschaftlichen Mitte zu werden. Im Widerspruch dazu steht vielerorts die konkrete Praxis der extrem rechten Aktivisten.
Im Folgenden beleuchtet der Artikel die tödliche Dimension von extrem rechtem Frauenhass (1), untersucht die Strategie der sexualisierten Gewalt gegen politische Gegnerinnen sowie in einem rassistischen Kontext (2) und thematisiert szeneinterne sexualisierte Gewalt (3).

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Odins Mörder

Via der „Rechte Rand“:

16.04.2014 – Im US-Bundesstaat Kansas hat der 73-jährige Antisemit und Rassist Franzier Glenn Miller, auch unter dem Nachnamen Cross bekannt, in jüdischen Einrichtungen drei Menschen erschossen.
Die Mordtaten ereigneten sich am Vorabend des Pessachfestes in der Stadt Overland Park, einem Vorort von Kansas City. Der Täter Franzier Glenn Miller (Jg. 1940), zuletzt wohnhaft in Aurora, Bundesstaat Missouri, ist als bekennender Antisemit, Rassist und Odinist bekannt. Auf dem Gelände des jüdischen Gemeindezentrums „Community Center“ erschoss der schwer bewaffnete Miller zunächst den 14-jährigen Reat Griffin und dessen 69-jährigen Großvater William Lewis Corporon, beides Anhänger der christlichen Glaubensgemeinschaft der Methodisten. Danach erschoss Miller in dem eine Meile entfernten jüdischen Seniorenheim „Village Shalom“ die 53-jährige Christin Terry LaManno. Ein 15-jähriger Teenager schwebt noch in Lebensgefahr. Miller, der bei seinem Amoklauf „Heil Hitler“ brüllte, ist seinen Opfern zuvor nie begegnet. Bei seiner Verhaftung machte Miller antisemitische Bemerkungen. Das Federal Bureau of Investigation (FBI) betonte auf einer Pressekonferenz, dass Antisemitismus das Motiv für die Mordaktionen von Miller war.

Miller, auch unter dem Nachnamen Cross bekannt, war ehemals 20 Jahre lang Angehöriger der US-Army. Zwei Jahre war er in Vietnam stationiert. Bei der Eliteeinheit Green Berets trug er zuletzt den Rang eines Sergeants. Am 20. Dezember 1980 gründete Miller die paramilitärische Gang „Carolina Knights of the Ku Klux Klan“ (CKKKK), der er als „Grand Dragon“ vorstand. Kontakte unterhielt Miller in diesen Jahren auch zu dem landesweit bekannten KKK-Führer David Duke. Aus der Kapuzentruppe CKKKK formte Miller am 15. März 1985 die „White Patriot Party“.

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Bombe in der Berner Reithalle: Indizien belasten Seeländer Neonazi

Die „WOZ“ berichtet:

Vor sieben Jahren ging bei der Berner Reitschule ein Sprengsatz hoch, nur durch Glück gab es kein Blutbad. Akten zeigen: Es gibt einen «dringend Tatverdächtigen», aber die Bundesanwaltschaft will das Verfahren gegen den Neonazi einstellen.

Es ist Samstag, der 4. August 2007, spätabends. An einem antifaschistischen Festival in der Grossen Halle des Berner Kulturzentrums Reitschule spielt eine Punkrockband vor etwa 1500 BesucherInnen. Ein Besucher entdeckt beim Mischpult, zehn Meter von der Bühne entfernt, einen nach Benzin riechenden herrenlosen Rucksack. Ein herbeigerufener Sicherheitszuständiger bringt den Rucksack durch einen Notausgang ins Freie, schaut hinein, sieht Flaschen und Kabel, die zu einem grauen Gegenstand führen. Der Mann realisiert, dass er einen Sprengsatz vor sich haben könnte, und bringt sich und andere in Sicherheit. Wenige Minuten später geht die Bombe hoch.

Der Feuerball
Der Wissenschaftliche Dienst der Stadtpolizei Zürich rekonstruiert, was im Innern des Rucksacks passiert sein dürfte: Ein Zeitzünder, der aus einem Reisewecker, einer Batterie und einer «kleinen selbstgefertigten Elektronik» besteht, zündet eine «klassische Rohrbombe», eine mit Pulvern aus Feuerwerkskörpern gefüllte graue Plastikröhre. Die Splitter des detonierten Rohrs reissen drei mit Benzin gefüllte 1,5-Liter-PET-Flaschen auf, was zu einer «schlagartigen Verteilung des Benzins und einer Verwirbelung mit der sauerstoffhaltigen Umgebungsluft» führt. Dieses Gemisch entzündet sich sofort. AugenzeugInnen sprechen von einem Feuerball von drei bis fünf Metern Höhe und mehreren Metern Durchmesser. Nicht auszudenken, was dieser Feuerball inmitten der KonzertbesucherInnen angerichtet hätte.

Das Berner Untersuchungsrichteramt stellt im März 2008 die Ermittlungen ein. Begründung: «Die Täterschaft konnte nicht ermittelt werden.»

Das Waffenarsenal
Eineinhalb Jahre nach dem Anschlag, im Dezember 2009, stellt K. S., ein damals 21-jähriger Mann aus dem Berner Seeland, bei der Kantonspolizei ein Gesuch für einen Waffenerwerbsschein. Die zuständigen Polizisten machen ihre Arbeit gewissenhaft und bitten den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) um eine Einschätzung zu K. S. Der Nachrichtendienst schreibt: «K. S. bewegt sich seit 2006 im Umfeld von gewalttätigen Personen und rechtsextremen Gruppierungen.» 2008 sei er wegen rassistischer Textpassagen im Internetforum des Neonazinetzwerks Blood and Honour angezeigt worden, es bestehe eine Anklage wegen Körperverletzung und Tätlichkeiten, begangen zusammen mit einem «rechtsextremen Kollegen». Als die Kantonspolizei dann auch noch herausfindet, dass K. S. Anfang 2009 einen Militärkarabiner gekauft hat, lehnt sie das Gesuch von K. S. ab und beantragt stattdessen eine Hausdurchsuchung.

Am 30. März 2010 ist es so weit: Das Waffenarsenal, das die PolizistInnen bei K. S., finden, ist beeindruckend: zwei Langgewehre, vier Karabiner, eine Kalaschnikow AK-47, ein Sturmgewehr 57, eine Pump-Action, vier Pistolen, zwei Schreckschusspistolen, zwei Elektroschockgeräte, ein Schlagring, ein Teleskopschlagstock sowie Magazine, Munition und Zubehör aller Art (inklusive Schalldämpfer und Ziellaser).

In einer Kiste findet die Polizei zudem «diverse pyrotechnische Sprengkörper» und «drei Wecker», in einem Tresor einen «Behälter, angeschrieben mit Ammoniumnitrat» und «diverses elektronisches Zubehör». Ein handschriftlich geschriebenes Rezept zur Herstellung des Plastiksprengstoffs Semtex beschlagnahmen die PolizistInnen ebenfalls.

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The Baboon Show – Feel Like Winning

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Wie nahe stand toter V-Mann dem NSU?

„Zeit-Online“ berichtet:

Selbst wenn der rechtsextreme V-Mann Corelli Geheimnisse über die Zwickauer Terrorzelle kannte, kann er sie nicht mehr preisgeben: Der enttarnte Spitzel Thomas R. starb Ende März. Fraglich ist weiter, wie eng seine Verbindungenzum NSU waren. R. sei “nur ein Spitzel von vielen” gewesen, “der NSU regelrecht umstellt von Informanten”, heißt es in einem Bericht von Spiegel Online. Demnach war Corelli eine von drei Quellen auf der Gehaltsliste des Bundesverfassungsschutzes, die der Gruppe nahestanden.

Der aus Halle an der Saale stammende R. “spielte eine bis heute nicht vollständig aufgeklärte Rolle im nahen Umfeld des NSU”, sagte Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) der Berliner Zeitung. Er wäre “im NSU-Prozess ein zentraler Zeuge gewesen für die Frage, welche Kenntnis der Verfassungsschutz von der Existenz rechtsterroristischer Strukturen in Deutschland hatte”. Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist hingegen der Ansicht, der V-Mann habe mit dem NSU nichts zu tun gehabt.

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Siehe auch: 106. Tag im NSU-Prozess – Die Bombenbastler des NSU
Ein Ex-Skinhead-Girl mit Erinnerungslücken

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NSU: In Uniformen zum Rechtsrock-Konzert

Via „tz“:

München – Eine Zeugin hat im NSU-Prozess am Mittwoch beschrieben, wie sie das Trio beim Besuch eines Rechtsrock-Konzerts sah: Böhnhardt und Mundlos hätten braune Uniformen getragen.

Eine Zeugin hat im Münchner NSU-Prozess das Trio aus Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt als „verschworene Gemeinschaft“ bezeichnet. Diesen Eindruck habe sie von den drei mutmaßlichen Terroristen schon vor deren Untertauchen gehabt. Es sei eine Gemeinschaft gewesen, „aus der nichts nach draußen gedrungen ist“.

Die Zeugin ist die frühere Freundin des mutmaßlichen NSU-Unterstützers André K. Vor Gericht beschrieb sie am Mittwoch einen Abend vor einem Club in Jena, in dem immer wieder Bands aus der rechten Szene auftraten.

Böhnhardt und Mundlos seien über eine Anhöhe auf den Club zugegangen und hätten braune Uniformen getragen. „Das war außergewöhnlich“, sagte die Zeugin. „Es war ein schräges Bild – zwei Typen, die aussehen wie aus einem Kriegsfilm.“ Dass Zschäpe zu den beiden gehörte, „das war bekannt“.

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Familiäre Terrorzelle

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27.3.-12.4.2014: Grau- und Braunzonenkonzerte weltweit

An dieser Stelle gibt es mal wieder unsere Übersicht bzw. Zusammenfassung über uns bekannt gewordene Konzerte aus der Grau- und Braunzone zwischen dem 27.3. und 12.4.2014:

Grauzone:

- 27.3.-26.4.2014: „Krawallbrüder Schmerzfrei-Tour 2014“:

27.3.2014: „Matrix“/Bochum
28.3.2014: „Quasimodo“/Pirmasens
29.3.2014: „Alte Posteischule“/Erfurt zusammen mit „Goitsche Front“ und „Wolfsblut“
3.4.2014: „Mau-Club“/Rostock
4.4.2014: „Hellraiser“/Leipzig
5.4.2014: „Südbahnhof“/Chemnitz
10.4.2014: „Rosenhof“/Osnabrück
11.4.2014: „Posthalle“/Würzburg
12.4.2014: „Essigfabrik“/Köln

- 28.3.-12.4.2014: „9mm“ auf „Dauerfeuer frei“ Tour 2014

- 28.3.2014: „Rock´n´Roll Warehouse“/Hamburg: Grauzonenkonzert mit „Lost Boyz Army“, „Cotzraiz“, „Violent Instinct“ und „The Headache“.

- 29.3.2014: “Jägerklause”/Berlin: “2.Berlin Contra Bash” mit den Grauzonencombos “Droogiez”, “On The Job” und “Bishops Green”.

- 29.3.2014: “JUZ Holz”/Niesky: “Oi! Im Holz 3“ mit „Sachsenjungs“, „Grumpy Old Men“ und „Restrisiko“.

- 29.3.2014: „AJK“/Bad Kreuznach: Konzert u.a. mit der Grauzonenband „The Suicide Kings“.

- 29.3.2014: „The Dome“/London (England): „The Skinheads Invasion of London II“. Grauzonen- bis RAC-Konzert mit den Bands “The Templars”, “Last Resort”, “Shameless” und “Saints & Sinners”.

- 4.4.2014: „Cashbar“/Vaduz (Frankreich): Konzert mit der Grauzonenband „Thekenproleten“

- 4.4.2014: Neukirchen (Hessen): Grauzonenkonzert mit den „Egoi!sten“.

- 4.4.2014: Brückenkopf-Torgau: Grauzonenkonzert mit „Lost Boyz Army“ und „Schlimme Brüder“.

- 5.4.2014“The Harvey Dog“ (England): Grauzonenkonzert mit den Bands „Argy Bargy“, „Gimp Fist“ und „The Uppercuts“.

- 5.4.2014: „Diskothek Mine“/Lengede: Grauzonenkonzert mit den „Egoi!sten“.

- 5.4.2014: „Tonhalle“/Marne: Grauzonenkonzert mit den „Kneipenterroristen“, „Berserker“ und „Exzess“.

- 5.4.2014: „7er Club“/Mannheim: Grauzonen- bis Rechtsrockkonzert mit den „Böhsen Bengelz“ und „Limited Booze Boys“.

- 5.4.2014: Grauzonenkonzert mit „Hämatom“, „BRDigung“ u.a.

- 5.4.2014: Russland: „Mangy Little Mut Fest“ mit Grauzonen- bis RAC-Bands – u.a. mit „Evil Conduct“, „Shaved Heads“, „Jenny Woo“, „Neusky Stompers“.

- 5.4.2014: “Talentschuppen”/Pfefferbach: Grauzonenkonzert mit “Heilige Bruehder”.

- 5.4.2014: Bremerhaven: Konzert mit den Grauzonenbands „Loi!chtfeuer!, „Trommelfoier“ u.a.

- 5.4.2014: Schweiz: Konzert mit der Grauzonenband „Thekenproleten“

- 11.4.2014: „Irish House“/Kaiserslautern: Konzert mit der Grauzonenband „Thekenproleten“

- 11.4.2014: „Club Machwira“/Eisenhüttenstadt: Grauzonenkonzert mit „Jenny Woo“.

- 11.-20.4.2014: Tour der Grauzonenband „Secret Army“ u.a. in Deutschland (genaue Orte siehe Flyer)

- 11.4.2014: „Musiccenter“/Trockau-Pegnitz: Grauzonenkonzert mit „Stainless Steel“, „F.U.C.K.“, „Asphalt“, „Killerton“.

- 11.-13.4.2014: „Astra“/Berlin: „Punk & Disorderly-Festival“ mit diversen Grauzonenbands wie „Stomper 98“, „OHL“, „The Crack“, „Booze & Glory“, „Lions Law“.

- 12.4.2014: „Sportlerheim Döbbrick“: Grauzonenkonzert mit „Enorm“, „Ohrentod“ u.a.

- 12.4.2014: „Talentschuppen“/Pfeffelbach: Konzert mit der Grauzonencombo „Kärbholz“.

- 12.4.2014: „Livestage“/Innsbruck (Österreich): Konzert mit der Grauzonenband „Thekenproleten“

Braunzone:

- 29.3.2014: Ort unbekannt: “Werwolf Fest” mit den NS-Bands “Der Stürmer”, “Frangar”, “Urjuna” und “Old Blood”.

- 29.3.2014: Ort unbekannt: „Rock´n´Roll friends night II – United we are strong“ mit den NS-Bands „Stormfront“, „Bootboys Social Club“, „Fehér Törvény” u.a.

- 29.3.2014: Südtirol/Italien: “Heroes In The Snow”: Nazikonzert mit “Battle Dogs”, “Linea Ostile”, “Nessuna Resa” und “Kategorie C”.

- 5.4.2014: “Mitteldeutschland”: “Blood & Honour UK” bewirbt ein NS-Konzert mit den Bands “Confident of Victory“ zu deren 15.Geburtstag plus „support“.

- 5.4.2014: „Westeuropa“: „Blood & Honour UK“ bewirbt ein „Support the movement“-Konzert mit den NS-Bands „Nahkampf“, „Sturmwehr“, „Words of Anger“ und „Agharta“.

- 12.4.2014: Québec: „Québec Stomper“ präsentierten die RAC-Bands „Légitime Violence“ und „Darkside“.

- 12.4.2014: Frankreich: „Blood & Honour“ präsentierte das „Oi! The Tattoo Fest Vol.2“ mit den NS-Bands „Obled“, „Vérszerzödés“, „Bordelboys“, „The Kriminals“ und „a famous italian rockabilly band“.

- 12.4.2014: Ungarn: Die “Arrabona NS Crew” organisierte ein NS-Festival mit den Bands “Oidoxie”, “Worst Nightmare”, “Védöosztag“ und „2 Überraschungsbands“.

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Wasted Youth – Strike Back

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NSU: V-Mann „Corelli“ gestorben

Er galt als einer der wichtigsten Spitzel des Verfassungsschutzes, war Mitbegründer des „Nationalen Widerstands“ Halle, hatte gute Kontakte zur „Blood & Honour“-Szene in Sachsen und sehr wahrscheinlich auch zum NSU: Thomas R., besser bekannt unter dem Decknamen „Corelli“. Unter diesem Namen lieferte R. seit 1990 Informationen an den Verfassungsschutz. Dieser bestritt aber sämtliche Kontakte R.’s zum NSU, jedoch tauchte dessen Name auf der Jenaer „Garagenliste“ auf. Nach seiner Enttarnung tauchte Thomas R. unter. Nun verstarb er nahe Bielefeld – laut Polizei an einer nicht erkannten Diabetes-Erkrankung (mz-web.de).

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Wie eng sind Rocker und Nazis verbunden?

Die „BZ“ berichtet:

Kontakte zwischen Rockern und Neonazis: Eine Polizei-Aktion lieferte dazu laut Senator Henkel weitere Belege.

Zwischen Berliner Rockern und Rechtsextremisten gibt es vereinzelt persönliche Kontakte. Das teilte Innensenator Frank Henkel auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber mit.

Der Sicherheitspolitiker hatte wissen wollen, welche Erkenntnisse die Ermittler aus einer Polizeiaktion im Club „Dark7side” in Oberschöneweide gewonnen haben. Dort verkehren Mitglieder und Unterstützer der Rockergruppierung Gremium MC. Rund 200 Polizisten hatten am 1. Februar ein Konzert einer rechten Band in dem Club in der Wilhelminenhofstraße verhindert.

Die Beamten überprüften seinerzeit 88 Anwesende. Von ihnen wurden 17 der rechtsextremistischen Szene zugerechnet – es lagen staatsschutzrelevante Erkenntnisse zu ihnen vor, wie aus der Antwort Henkels hervorgeht. Auch der NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke erschien den Angaben zufolge seinerzeit im Club, allerdings erst nach 20.30 Uhr, als der Polizeiführer die Veranstaltung bereits für beendet erklärt hatte.

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Siehe auch: Gute Kontakte
Bandido als Sicherheitschef: NPD-Landesvize Erlaubnis entzogen

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25.4.2014 La Casa/Berlin: Infoveranstaltung: „Oi! – Alles unpolitisch, oder was?“

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion:

Der Begriff „Grauzone“ geht seit einigen Jahren durch die Oi!- und Punkszene und führt langsam aber sicher auch in Antifa-Szenen zu hitzigen Diskussionen. Während die Parole „Gegen Nazis“ von vielen nach wie vor groß geschrieben wird, gilt auch das Label „unpolitisch“ als beliebt und anschlussfähig in der Szene. In dieser Veranstaltung möchten wir darüber sprechen, was unter dieser „Grauzone“ verstanden wird und wieso sie einen derart großen Anschluss erfährt. Außerdem möchten wir auf die Erfolge vermeintlich unpolitischer Bands eingehen und dem damit verbundenen Verlust emanzipatorischer Ideen.

Veranstalter_innen:
North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)

Personen, die in der Vergangenheit durch anti-antifaschistische (Verbal-)Ausbrüche aufgefallen sind, werden der Veranstaltung verwiesen!

25.04.2014 | 18:00 Uhr | La Casa (Wurzener Straße 6)

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Drinking and Siegheiling…

Nachtrag zum „Punk & Disorderly“ via „Indymedia Linksunten“:

Auf der Bühne bei The Business und zwar nicht alte Aufnahmen, die zwischen 1933-45 im De Kastelein mitgeschnitten wurden, sondern in Engelland am 11.04.2011: http://www.youtube.com/watch?v=jhecmEjcvHQ

Von rechts torkelt noch Oi-The-Calorenee-Superyob-Vollhaubitze vor die Linse (ab 01:37) bevor es mit unpolitischen Hitlergrüßen (ab 01:49) weitergeht und die Band seelenruhig weiterspielt, da sie damit kein Problem hat.
Die Nazis sind eigentlich nicht so das Riesenproblem (da man diesen Feind schnell ausmachen kann), sie sind so braun und scheisse wie immer und fühlen sich steifgesoffen in dieser Shithead-Unity-Ringelpiez-mit-Anfassen-Kuschel-Oi-The-Armloichter-Athmosphäre sichtlich wohl wie ein stinkender Fisch im trüben Oi-The-Abwasserkanal. Das größere Problem sind hingegen die angeblich unpolitischen Dachpfannen vor und auf der Bühne, die 1/2 und 3/4-Nazis gewähren lassen, obwohl sie doch angeblich Nazis genauso hassen wie die „verfickten Roten“. Das Geschehen vor und auf der Bühne spricht für sich, von daher passt so eine Band wie Business ganz gut auf’s P(roud) & D(umbhead) Festival, da sie die gleiche Kategorie Fussball ist Fussball und Politik ist Politik wie Stümperstufe, Booze & Glory, OHL, The Crack, etc. repräsentieren. Was Mensi und die Upstarts da reitet, wo sie doch vor 1-2 Jahren öffentlichkeitswirksam wegen der Verstrickungen von Infa Riot ins rechte Lager ihre Teilnahme am P&D abgesagt haben, bleibt ihr Geheimnis (we‘re red, red, red till dead…i‘m working class and i‘m proud…anti-nazi is what i am…trällerzwitscherflöt…). Unterm Strich bleibt, dass zu 97,7 % wo OI drauf steht, prinzipiell angebrointes Unity-Froindschaftsgelumpe drin ist.

Love Music – Hate Oidiotism!

Quelle

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Pascow – Merkel-Jugend

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Rechtsrock-Event in Neuauflage

Via der „Blick nach Rechts“:

Für den 28. Juni ist wieder eine so genannte „Skinhead-Party“ an bisher unbekanntem Ort angekündigt – in den Jahren zuvor hat das braune Spektakel in Nienhagen in Sachsen-Anhalt stattgefunden.

Skinhead-Party ist das Schlüsselwort für ein sich erneut ankündigendes Rechtsrock-Großereignis. Ähnlich wie im Vorjahr (bnr.de berichtete) startete Anfang April wieder die international angelegte Werbung für eine geplante dritte Auflage des Musikevents gleichen Namens am 28. Juni. Es wird kein genauer Ort dafür genannt, doch in den beiden Jahren zuvor fand die Veranstaltung jeweils im sachsen-anhaltinischen Nienhagen, dem Ortsteil von Schwanebeck im Vorharz, statt.

Im Vorjahr sahen sich 380 Einheimische knapp 1500 rechtsgesinnten Besuchern, die aus ganz Europa anreisten, und mehreren Hundertschaften Polizei gegenüber. Ein weiteres Jahr zurück waren gar 1700 Besucher zu dem Meeting gepilgert, das von Oliver Malina organisiert wurde. Dieser versuchte gar nicht erst zu verschleiern, dass ein Organisationskreis namens „Honour & Pride“ für das Spektakel verantwortlich ist. Die angeheuerten Security-Mitarbeiter trugen jedenfalls alle T-Shirts mit just dem Namenszug, das nicht zufällig an die Bewegung „Blood&Honour“, die in Deutschland 2000 verboten wurde, erinnert.

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Mandy S. im NSU-Prozess: Fräulein Harmlos

„Spiegel-Online“ schreibt:

In der Szene hieß sie „White-Power-Mandy“, Beate Zschäpe nutzte jahrelang ihre Identität für das Leben im Untergrund. Im NSU-Prozess spielt die Friseurin ihre Rolle herunter: Sie sei eigentlich nicht politisch gewesen.

Einmal schrieb Mandy S. einen Aufsatz, der „Landser“ druckte ihn ab. Es muss ein ziemlich unbeholfener Beitrag gewesen sein, sie sei nicht sehr wortgewandt, sagt die gelernte Friseurin aus Sachsen am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München. Eine besonders widerwärtige Passage des Textes will S. deswegen irgendwo abgeschrieben haben: „Der nationale Widerstand soll in unserer Nation alle umfassen, die reinen Blutes sind.“

„Was war damit gemeint?“, fragt die Rechtsanwältin Edith Lunnebach, die Opfer des Kölner Bombenanschlags von 2001 in dem Prozess gegen den „Nationalsozialistischen Untergrund“ vertritt. Eine Mandantin, im Geschäft der Familie durch den Sprengsatz schwer verletzt, leidet noch immer unter den Folgen der fremdenfeindlichen Attacke.
„Was haben Sie sich bei dem Satz gedacht?“, fragt also Lunnebach.

„Klingt gut“, sagt Mandy S., 38, und zuckt mit den Schultern.

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Jung, geschäftstüchtig, Neonazi

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Durch die erheblichen Veränderungen in der extremen Rechten Anfang der 2000er hat sich auch ein neuer Markt für eine geschäftstüchtige junge Generation von Neonazis etabliert. Mit Daniel Weigl und Patrick Schröder sind gleich zwei Aktivisten aus Bayern dabei, die an einer Modernisierung der Szene gearbeitet haben oder immer noch arbeiten.

Fast dreißig Jahre ist es her, als sich rund um den „Rock against Communism“, also den heute bekannten Rechtsrock, eine eigene extrem rechte Subkultur entwickelte. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich mit der Subkultur ein riesiger extrem rechter Szenemarkt entwickelt, der für die extreme Rechte produziert und von der Szene lebt. Mittlerweile existieren Zahlreiche Neonazi-Eigenmarken, Szenebands und Versände, die ihr meist subkulturelles Publikum mit allem versorgen, was das braune Herz begehrt. Waren es in den 1990er Jahren noch Glücksritter wie Thorsten Lemmer, haben sich Schritt für Schritt immer mehr Führungsfiguren der Szene mit einem eigenen Versand oder einer Kleidungsmarke selbstständig gemacht. So entwickelte sich neben Alt-Führungskadern wie Thorsten Heise mit seinem WB-Versand eine junge Generation, die heute durch den professionalisierten Handel die Szene versorgt oder in Grauzonenbereiche vorgestoßen ist.

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Kroatische Rechtsrock-Band „Thompson“ will in Essen auftreten

Via „NRW rechtsaußen“:

ESSEN – Die ultrarechte kroatische Band „Thompson“ soll am 3. Mai 2014 in der Essener Eissporthalle auftreten. Der Veranstalter rechnet mit bis zu 1.800 Gästen. Darauf weist die „Antifa Essen Z“ in einer Pressemitteilung hin und fordert eine Absage des Konzertes. Die Versuche des Hallenbetreibers, den Mietvertrag aufzukündigen, blieben bislang erfolglos.
Faschistische Symbolik und Kriegsverherrlichung

Hunderte Anhänger von „Thompson“ werden sich in Essen-Frohnhausen einfinden, falls der Auftritt der fünfköpfigen Formation um den Sänger Marko Perkovic wie angekündigt stattfinden kann. Die Band ist europaweit für ihre nationalistischen und kriegsverherrlichenden Texte bekannt. Sie bedient sich bei ihren Auftritten faschistischer Symbolik und verherrlicht die kroatische Ustascha-Bewegung, die während der Zeit des Zweiten Weltkriegs eng mit der deutschen Besatzungsmacht zusammenarbeitete und an der Ermordung hunderttausender Serben, Juden und Roma beteiligt war. Aufgrund ihrer politischen Ausrichtung wurde der Band 2009 die Einreise in die Schweiz verboten. Auch in den Niederlanden, Kanada und Italien mussten Auftritte von „Thompson” abgesagt werden, nachdem antifaschistische Initiativen auf den politischen Hintergrund der Band aufmerksam gemacht hatten.

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MADs Punk – Festival ist nicht disorderly!

Via „Indymedia Linksunten“:

Punk soll schöner werden, das ist die Taktik von MAD Tourbooking, die jährlich das Punk & Disorderly – Festival veranstalten. Wo früher noch Rebell drauf stand, ist heute Männer-Stammtisch drin. An allen Ecken im Kiez sieht man nun die Szene-Pubs, an denen sich schon lange keine*r mehr stört. Die Szene-Läden schlagen Umsätze – zwischen dem 10-Euro-Nietenarmband und der hochwertigen Krawallbrüder-Platte findet man auch Musik mit rechten Ideologiefragmenten, die Stammtischparolen aus der bürgerlichen Mitte widerspiegeln. Ähnlich wie MAD Tourbooking zeigen sie, wie mit Punk und Oi Geld verdient werden kann.

„Unpolitisch sein heißt: Politisch sein, ohne es zu merken.“ – Luxemburg
Neben offensichtlich erkennbarem Nazirock, erschließt auch eine vermeintlich unpolitische Szene zunehmend Raum in der Gesellschaft. Erlebnisräume jenseits politischer Diskussionen werden geboten, antifaschistische Wertekonzepte unkenntlich und der Konsens „Feiern“ beginnt an Stellenwert zu gewinnen. Eine wirkliche Abgrenzung zu rechtsoffenen Strömungen braucht man nicht, schließlich schleicht sich der Gründungsmythos einer rein antirassistischen Punk- und Skinhead-Szene, die unabhängig der Gesellschaft existieren würde, in die Köpfe und gibt somit den Persilschein.

Währenddessen beobachten wir in der Gesellschaft genau das, was auch hier passiert: Sexismus, Nationalismus, Rassismus und Homophobie gibt es überall. Und da man sich keiner Schuld bewusst ist, gelten all diese -ismen als natürlich gegeben.

“Natürlich sind Frauen schwächer als Männer. Patriotismus ist doch gar nicht politisch. Das traditionelle Familienbild muss gewahrt werden. Ich bin ja kein Rassist, aber…“

Kommt es dann doch mal zu einem Skandal in Form eines Übergriffs, so wird dieser individualisiert, nicht etwa als strukturelles Problem wahrgenommen. In dieser vermeintlich politikfreien Konstruktion kann es keinen Rechtsruck geben. Was nicht sein darf, darf eben nicht sein! All dies vermittelt uns ein reaktionäres Verständnis dessen, was Politik eigentlich ist. Man entzieht sich zunehmend der Verantwortung und Mitgestaltung der Gesellschaft und beschränkt Politik lediglich auf Parteien und Parlamente.

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Tourtipp: Des Rues de Fischfilet – Crystal-Pfeffi, Ostdeutschland

Und noch ein Tipp:

4 Mal Tiefster Osten! 4 Mal genau der richtige Ort! Zusammen mit den Kaput Krauts gehen wir auf ,,De Rues de Fischfilet- Crystal-Pfeffi,Ostdeutschland“ -Provinztour!
4.4 Cottbus
5.4 Pasewalk
11.4 Quedlinburg
12.4 Rosswein!

Wir sehen uns an deiner Bushaltestelle

Deutschland ist und bleibt Scheiße.
Besonders Scheiße ist es dort, wo die NPD an den 5% kratzt und bei den U18 Wahlen teilweise, bis zu 11,5 % erreicht werden. Wo Crystal, Pfeffi und Bushaltestelle die einzigen Attraktionen versprechen und Fortschritt allenfalls beim erreichen des nächsten CandyCrush-Levels zu verzeichnen ist, willkommen in der ostdeutschen Provinz! . Feine Sahne Fischfilet und Kaput Krauts möchten die Tristesse Dunkeldeutschlands für einen Tag vergessen machen und gehen deswegen dorthin, wo es weh tut. Nach den Konzerten ist natürlich nicht Schluss: mit Pop und Techno vom Feinsten machen wir die Nacht zum Tag. Auch mit dabei und zum 5. Geburtstag viel Glück die Straßen aus Zucker, die euch vor/während und nach dem Konzert genauer zeigen, wie das mit diesem Deutschland ist und warum die bestehenden Verhältnisse kotzescheiß sind! Wir freuen uns auf eine steile Sause in Cottbus , Pasewalk, Quedlinburg und Roßwein
Eiin Accessoire das ihr aber auf keinen zu Hause lassen solltet ist: RESPEKT.
Wir haben kein Bock auf dummes rumgemackere, homophobe oder sexistische kackscheiße.
Druschba Antifa

Feine Sahne Fischfilet

Kaput Krauts

Lord James

Aftershow:

bikibiki (Just the best Partymusic)

Elektroloox (Techno/House/electro)

http://strassenauszucker.blogsport.de/

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