Der seltsame Tod des Florian H.

Via „taz“:

NSU Der 21-Jährige starb vor einem Jahr in seinem brennenden Auto – kurz vor seiner Befragung als Zeuge in den NSU-Ermittlungen. Selbstmord? Die Eltern zweifeln bis heute

KARLSRUHE taz | Es ist einer der rätselhaftesten Todesfälle im Umfeld des NSU-Terrors. Vor einem Jahr verbrannte Florian Heilig in einem Auto in Stuttgart – am Tag, als er bei der Polizei über Nazistrukturen aussagen sollte. Die Staatsanwaltschaft sieht „keine Hinweise auf Fremdverschulden“. Doch die Eltern glauben nicht an einen Selbstmord.

Florian Heilig aus Eppingen (bei Heilbronn) war 21 Jahre alt, als er starb. Zumindest im Jahr 2011 war er in der rechtsextremen Szene aktiv. Anschließend hatte er Kontakt zum baden-württembergischen Aussteigerprogramm „Big Rex“. Wie sehr er sich wirklich aus der Szene lösen konnte, ist ungeklärt.
Möglicherweise wusste Heilig vom NSU-Terror schon vor dessen Entdeckung. Als er zu den Nazis stieß, machte Heilig gerade eine Ausbildung in Heilbronn – der Stadt, in der vier Jahre zuvor die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen wurde. Im August 2011 brüstete sich Heilig gegenüber Kolleginnen, er wisse, wer Kiesewetter getötet hat. Der Mordfall war damals noch völlig ungeklärt. Erst Monate später, im November 2011, fand man die Tatwaffe im Wohnmobil von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den beiden NSU-Terroristen.

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LE: „Nazis stoßen an Grenzen, die wir ihnen ziehen“

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Interview mit Anita Dudow zur Schließung des NPD-Büros in Leipzig Gute Nacht, O8! Seit Donnerstag ist das NPD-Büro in der Leipziger Odermannstraße 8 dicht. Was für die Öffentlichkeit überraschend kam, stand bei der Partei schon länger fest: Sie kann und will sich den vergeblichen Versuch, ein „Nationales Zentrum“ im Stadtteil Lindenau zu etablieren, nicht mehr leisten.

Als politisch gescheitert galt der Nazitreff schon länger. Er war mehr ein Ort der Spaltung und zu abgeschottet, als dass er Nachwuchs angezogen hätte. Symbolisch für die Abschottung im Viertel stand der demontierte Metallzaun. Dahinter war so genannter NATO-Draht verlegt. Der um schlechte Vergleiche nie verlegene NPD-Kreisverband bezeichnete sein Domizil einmal als „kleines West-Berlin“. Jetzt ist es gefallen.

Aus diesem Anlass sprach Enrico Auerbach für leipzig.antifa.de mit Anita Dudow, früher eine der SprecherInnen der antifaschistischen Kampagne „Fence Off – Weg mit dem Nazi-Zentrum in Leipzig!“ Die Kampagne schrieb sich konsequenten Antifaschismus auf die Fahne und hat mehrfach erfolgreich gegen Veranstaltungen in der Odermannstraße interveniert. Dudow sagt, dass so zum Niedergang der O8 beigetragen wurde.

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Neonazi-Konzert in Hungen

Via „Frankfurter Rundschau“:

Etwa 90 Neonazis aus ganz Hessen kommen zu einem „Liederabend“ nach Villingen, einem Stadtteil von Hungen. Michael Regener, der mehrfach vorbestrafte Sänger der inzwischen aufgelösten Noenazi-Band „Landser“, soll auftreten. Die Polizei nimmt die Personalien der Besucher auf.

Rund 90 Neonazis aus ganz Hessen haben am Montag im Landkreis Gießen eine rechtsradikale Musikveranstaltung besucht. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen der Frankfurter Rundschau bestätigte, fand der nicht öffentlich beworbene „Liederabend“ auf einem Privatgrundstück in Villingen statt, einem Stadtteil von Hungen. Man habe bereits im Vorfeld von der Veranstaltung erfahren und vor Ort Personalien von Besuchern aufgenommen, sagte der Sprecher. Auffälligkeiten oder Anhaltspunkte für Straftaten hätten die Beamten allerdings nicht feststellen können. Gegen Mitternacht sei das Konzert beendet worden.

Wie die FR aus Behördenkreisen erfuhr, ist an dem Abend auch Michael Regener aufgetreten, der mehrfach vorbestrafte Sänger der 2003 als kriminelle Vereinigung eingestuften und inzwischen aufgelösten Neonazi-Band „Landser“. Die Band, deren CDs stets im Ausland gepresst und verborgen nach Deutschland gebracht wurden, verfügte über gute Kontakte zum militanten Neonazi-Netzwerk „Blood and Honour“ und genießt in der rechtsradikalen Szene bis heute Kultstatus. Seit dem Ende von Landser tritt Michael Regener unter dem Pseudonym „Die Lunikoff Verschwörung“ auf.

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AfD-Politiker unter Nazi-Verdacht

Die „MAZ“ schreibt:

„Böhse Onkelz“ und „Frei.Wild“ positiv bewertet, ebenso die Hooligan-Band „Kategorie C“… über den Musikgeschmack von Axel Brösicke, Stadtverordneter der ‚Alternative für Deutschland‘, lässt sich trefflich streiten. Einen Skandal löste nun aber seine positive Bewertung eines (sehr) patriotischen Rap-Songs aus.

Brandenburg an der Havel. Es droht ein handfester Streit um die politische Einstellung des AfD-Fraktionsvorsitzenden Axel Brösicke. Dieser hat in seinem Youtube-Kanal ein Musikvideo von „A3stus“ mit dem harmlos klingenden Titel „Für unsere Kinder“ als „positiv bewertet“. In dem patriotisch klingenden Rap-Gesang geht es um handfeste Volksverhetzung und rechte Ideologie: „Neuer deutscher Widerstand 2014. Wir gehen auf die Straße, um das System zu stürzen.“ „Für unser deutsches Land ziehen wir heute in den Kampf…“ oder „Befreit Euch von der Lüge schnell, Brüder dieser Welt. Bevor Zion fällt, ihm geht’s nicht um Religion oder Volk. Nein, er kommt über Nacht und will nur euer Gold“, heißt es unter anderem in dem Titel der Berliner Band.

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Thüringen-NPD enttarnt sich

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

08.09.2014 – Der neonazistische Szene-Kultstar „Lunikoff“ greift jetzt in den weichgespülten „Kümmerer“-Wahlkampf der NPD im Freistaat ein.

Szene-Kultstar „Lunikoff“ bei Neonazi-Event im August in Nienhagen; Photo: Otto Belina
Kurz vor der Landtagswahl in Thüringen wirft die NPD ihre bürgerliche Tarnung ab und bekennt sich zur Militanz: Sie wirbt mit einem Werbe-Spot des militanten Szene-Kultstars „Lunikoff“ alias Michael Regener. Der bekam nach eigenen Angaben jüngst einen Platzverweis der Thüringer Polizei, das Konzert wurde verhindert. Jetzt ruft der Musiker provokativ dazu auf: „Wenn ihr wollt, dass man in Thüringen wieder frei singen und vor allem frei sagen kann, was man will, dann macht Euer Kreuz bei der NPD“ – und grölt ein kleines Lied.

Mit diesem umstrittenen Schachzug versucht die NPD um Spitzenkandidat Patrick Wieschke wohl, unsichere Sympathisanten aus dem eigenen Lager an sich zu binden, sie nicht der „Alternative für Deutschland“ zu überlassen. Viele Freie Kräfte wenden sich längst der Partei „Die Rechte“ oder auch der AfD zu.Fast jedes Schulkind hat schon mal von „Landser“ gehört, bei Konzerten wirkt der Name „Lunikoff“ noch als Magnet. Mit dem kurzen, klamaumiken Musik-Video will Michael Regener, wie er sagt, der NPD die Wähler „scharenweise“ zutreiben.

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Oktoberfest-Attentat 1980: Neue Zweifel an der Einzeltäterthese

Via „Süddeutsche Zeitung“:

„Das ist kein Schwätzer“: Der Anwalt von Opfern des Oktoberfest-Attentats präsentiert neue Hinweise, die der sogenannten Einzeltäter-These widersprechen – darunter einen lange vergessenen Zeugen.

34 Jahre nach dem Oktoberfestattentat will Rechtsanwalt Werner Dietrich bei der Generalbundesanwaltschaft und beim Bundesjustizministerium beantragen, die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Es gebe neue Erkenntnisse über Hintermänner, sagt er, und neu aufgetauchte Akten, die offenbar nicht systematisch auf einen Zusammenhang mit dem Anschlag untersucht worden seien.

Erstmals seit Einstellung der Ermittlungen im Jahr 1982 gebe es zudem einen neuen Zeugen, dessen Aussagen über Beobachtungen am Tatort vermuten ließen, dass der rechtsextreme Attentäter Gundolf Köhler eben doch Komplizen hatte – was die Behörden stets bestritten. „Die Fakten müssen zu einer Wiederaufnahme führen“, sagt der von Opfern beauftragte Jurist. „Es ist mit hinreichender Sicherheit wahrscheinlich, dass Köhler nicht alleine gehandelt hat.“

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Rechtsrock-Musiker mischt in Sachsen-AfD mit

Die „Welt“ berichtet:

Ein Mitglied der AfD in Sachsen steht einem Medienbericht zufolge dem rechtsextremistischen Milieu nahe. Der Rechtsrockmusiker Paul M. gehöre dem AfD-Kreisverband Zwickau an, berichtete das MDR-Magazin „Exakt“ vorab aus seiner aktuellen Sendung, die am Mittwochabend ausgestrahlt werden sollte. Ein Kreisvorstandsmitglied der Partei habe dies bestätigt.

Paul M. gehörte dem Bericht zufolge unter anderem zur rechtsextremen Band Blitzkrieg. Sein eigenes Label kooperiere eng mit bekannten Neonazi-Musiklabeln und -Versandfirmen.

Frauke Petry, Bundes- und Landessprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), erklärte demnach, die AfD hätte nach der Eintrittswelle neue Mitglieder nur geringfügig überprüfen können. „Wir wollen jetzt aber alle möglichen Mittel ergreifen, um uns mit diesem Noch-Mitglied auseinanderzusetzen“, kündigte Petry demnach an.

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„Reisegruppe Brandt“ offenbart erneut neonazistisches Netzwerk

Das „Bundespresseportal“ schreibt:

(BPP) Vor dem Hintergrund der Berichte der „Welt am Sonntag“ über einer Reise bundesdeutscher Neonazis nach Südafrika, fordern MdL Katharina König und MdB Martina Renner, ehemalige Mitglieder der Landtagsfraktion DIE LINKE im Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss: „Dringend geklärt werden muss, welche Informationen über Aufenthalte und Waffentraining bundesdeutscher Neonazis, darunter auch V-Leute, in Südafrika beim Bundesnachrichtendienst (BND), beim Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und gegebenenfalls ausländischen Geheimdiensten vorlagen und ob diese Informationen, sofern sie auch im Kontext der NSU-Aufklärung Relevanz haben, den Untersuchungsausschüssen vorgelegt wurden.“

Es sei keine Neuigkeit, dass Tino Brandt sich mehrfach in Südafrika aufhielt und dort Schießübungen stattfanden. Diese Informationen habe es bereits seit Anfang der 2000er Jahre bei antifaschistischen Gruppen – auch in Thüringen – gegeben und sie seien von diesen öffentlich und in Publikationen thematisiert worden. König widerspricht ausdrücklich den Aussagen anderer Mitglieder des Thüringer Untersuchungsausschusses, dass die Informationen über die Reise des Tino Brandt nach Südafrika dem Untersuchungsausschuss im Thüringer Landtag nicht vorgelegen hätten. „Ebenso ist die Gewalttätigkeit Brandts durch die Aktenkenntnisse insbesondere aus den Dokumenten der Thüringer Justiz ersichtlich gewesen“, betont König und verweist exemplarisch auf einen Überfall in Gräfenthal, an dem Tino Brandt beteiligt war.

Entscheidender seien jedoch, so König und Renner, die Zusammenstellung der nun in Rede stehenden neonazistischen Reisegruppe um Tino Brandt und deren Verbindungen zum NSU, zum Unterstützerumfeld und zum neonazistischen Netzwerk „Blood & Honour“. Martina Renner dazu: „Organisiert durch das extrem rechte Netzwerk ‚Hilfskomitee Südliches Afrika‘ reisten im Oktober 1999 – wenige Wochen, nachdem Claus Nordbruch, über den die Flucht des untergetauchten Trios nach Südafrika organisiert werden sollte, in Thüringen zu Vortragsveranstaltungen war – 17 Personen nach Südafrika. Neben Tino Brandt nahmen an der Reise weitere bundesweit aktive rechte Kader und Führungspersonen teil, über welche sich erneut die neonazistischen Netzwerke offenbaren und bei denen teilweise von einem Kennverhältnis zu wichtigen Personen aus dem NSU-Unterstützerumfeld ausgegangen werden muss.“

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Schillerndes Rockertrio auf der Anklagebank

Via der „Rechte Rand“:

Wegen einer brutalen Gewalttat müssen sich drei Rechtsextremisten vor dem Landgericht Kiel verantworten – der Prozess ist einstweilen geplatzt und wird neu terminiert.

Nach nur zwei Verhandlungstagen ist der Prozess gegen drei Rocker aus der rechten Szene vor dem Landgericht Kiel geplatzt. Weil neu eingeführte Akten, darunter auch vor wenigen Monaten erfolgte neuerliche Zeugenvernehmungen, erst unmittelbar vor dem Beginn der Verhandlung der Verteidigung zugänglich gemacht wurden, blieb es bei der Anklageverlesung, ehe die 1. Große Strafkammer sich für einen Neustart des Prozesses entschied, für den es noch keinen Termin gibt.

Auf der Anklagebank fanden sich Anfang der Woche der frühere schleswig-holsteinische NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert (41), der immer wieder im Umfeld des inzwischen geschlossenen Neonazi-Treffpunktes „Club 88“ in Neumünster aufgefallene Alexander Hardt (34) sowie Nils H. (32) wieder. Das Trio, das zum Tatzeitpunkt den im Mai 2009 in der Stadt gegründeten „Bandidos“ beziehungsweise dem Unterstützerclub „Contras“ der Rockergruppierung angehörte, soll laut Anklageschrift im Dezember 2009 in der Neumünsteraner Kneipe „Titanic“ – einem Anlaufpunkt unter anderem für NPDler und andere Neonazis – für einen brutalen Überfall auf einen Dartspieler aus Kiel verantwortlich sein. Dieser arbeitete in einem Etablissement, das den mit den „Bandidos“ verfeindeten „Hells Angels“ zugerechnet wird, und trug am Tatabend sichtbar einen Gürtel mit der Aufschrift „support 81“, womit er seine Sympathie zur Rockergruppe der „Hells Angels“ aufzeigte.

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Thüringen: Rechtsrockszene mit langer Tradition – ein Überblick

„Thüringen rechtsaussen“ berichtet:

Bei der Band “Brutale Haie” aus Erfurt handelt es sich um eine der ersten extrem rechten Bands, die sich noch 1988 auf dem Boden der DDR gründeten. Trotz deutlicher musikalischer Schwächen erlangte die Band auf Grund ihres DDR-Hintergrundes einen gewissen Kultstatus in der Bundesdeutschen Neonaziszene. Dass die Band “Brutale Haie” bis zur Auflösung Mitte-Ende der 1990er Jahre Personell deckungsgleich mit der Band “Trabireiter” war, die sich 1994 in Erfurt gründete und bis zu ihrer Auflösung auch in vermeintlich “linken” Läden spielen konnte, ist dabei ein Thema für sich. Aber die Brutalen Haie waren nur der Beginn: Seit dem Ende der DDR entstanden in Thüringen weit mehr als 120 Rechtsrock-Bands und Liedermacher_innen, von denen derzeit noch rund 20 aktiv sind.

Das Blood & Honour Netzwerk, mit seiner 1994 gegründeten “Division Deutschland” spielte bei dieser Entwicklung keine unbedeutende Rolle, zumal im Jahr 1997 die Jugendorganisation “White Youth” in Gera gegründet wurde. Bis heute zählt Gera zu den aktivsten Regionen in Sachen Rechtsrock und das von Gordon Richter (NPD Gera und ehem. Kameradschaft Gera) initiierte “Rock für Deutschland” wird auch im Jahr 2014 von internationalen Blood & Honourseiten beworben. Auch die ebenfalls 2014 von Patrick Weber (NPD Kyffhäuserkreis und betreiber des “Germaniaversandes” sowie des “Agressive Rock” Labels) angemeldeten Festivals “In Bewegung” (Sangershausen) sowie “Thüringentag der nationalen Jugend” (Sömmerda) werden von Blood & Honour beworben. Ähnliches lässt sich im Landkreis Gotha Beobachten. dort ist es die Band S.K.D. Sonderkommando Dirlewanger und ihr Umfeld, die Blood & Honour zuzuordnen sind. Noch in den Jahren 2006 und 2008 war S.K.D. auf CD-Veröffentlichungen der bereits seit September 2000 verbotenen “Division Deutschland” vertreten. Und in Fretterode im Eichsfeld lebt Thorsten Heise, der für die NPD im Kreistag sitzt, hinter dem WB-Versand steht und seit 2011 den sogenannten “Eichsfeldtag” in Leinefelde organisiert. Heise hat bereits vor mehreren Jahren begonnen Rechtsrockkonzerte zu organisieren und dabei auch Blood & Honour und Combat 18 Urgesteine wie etwa die englische Band No Remorse eingeladen.

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US-Gewaltverbrechersyndikat

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

05.09.2014 – Zahlreiche Mitglieder der kriminellen Neonazi-Gang „Aryan Brotherhood of Texas“ müssen sich vor Gericht verantworten – vielen der Angeklagten drohen lange Gefängnisstrafen.
Drei Dutzend Mitglieder des gewalttätigen neonazistischen Gewaltverbrechersyndikats „Aryan Brotherhood of Texas“ (ABT), die der verschwörerischen Erpressung angeklagt sind, haben sich nach und nach schuldig bekannt. Als letzter unter den Angeklagten bekannte sich im August der 32-jährige ABT-„Kapitän“ Rusty Eugene Herzog aus Dallas, Texas schuldig. Die Urteile sollen im Oktober gesprochen werden.

In den Reihen der paramilitärischen Neonazi-Knasttruppe „Aryan Brotherhood of Texas“ tummeln sich rund 2000 Mitglieder innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern. ABT ist eine der größten und gewalttätigsten weißen rassistischen Vereinigungen in den USA.

Die ABT-Truppe „startete ihre mörderische und rassistische Ideologie“ innerhalb der texanischen Gefängnisse. Ihre „verbrecherische Gewalt verbreitete sich auch außerhalb der Gefängnismauern wie ein Virus“, sagte die stellvertretende Generalstaatsanwältin Leslie R. Caldwell von der Kriminalabteilung des US-Justizministeriums. Das Justizministerium beschuldigt die ABT-Mitglieder, in und außerhalb der texanischen Gefängnisse mehrere Morde, Raubüberfälle, Brandstiftung, Entführung und Drogenhandel verübt beziehungsweise getätigt zu haben.

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Brauner Wandermusiker in der Alpenrepublik

Via der „Rechte Rand“:

03.09.2014 – Der aktuelle Verfassungsschutzbericht aus Österreich widmet sich ausführlich dem deutschen Neonazi Philipp Tschentscher alias Liedermacher „Reichstrunkenbold“. Ein weiterer Schwerpunkt des Berichtes ist die „Identitäre Bewegung“.

574 rechtsextreme, fremdenfeindliche, rassistische, islamfeindliche, antisemitische und sonstige Tathandlungen (2012: 519) hat das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) im Jahr 2013 erfasst. Die Aufklärungsquote lag bei 54,1 Prozent, so der aktuelle Verfassungsschutzbericht. Das rechtsextreme Spektrum setzt sich aus Parteien, Vereinen und Freundeskreisen, jugendlicher Subkultur, neonazistischen Kameradschaften und Einzelaktivisten zusammen.

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Rechtsoffene und offen rechte Konzerte im August 2014

An dieser Stelle gibt es eine grobe Übersicht von Konzerten aus dem rechtsoffenen bzw offen rechten (aber nicht neonazistischen) Musikbereich im August 2014:

31.7.-10.8.2014: „MAD Tourbooking“ präsentiert die rechtsoffenen „Old Firm Casuals“ auf Tour:

31.7.2014: Morauska Tebola/Fest Pod Rarol (Tschechien)
1.8.2014: „SO36“/Berlin
2.8.2014: „Alter Stattbahnhof“/Schweinfurt
3.8.2014: „Carroponte“/Italien
4.8.2014: „Sedel“/Luzern (Schweiz)
5.8.2014: „Club Vaudeville“/Lindau
6.8.2014: Tolmin (Slowakei): „Punk Rock Holidays 2014“
7.8.2014: “Backstage”/München
8.8.2014: Ieper/”Ieper-Fest” (Belgien)
9.8.2014: „Endless Summer“/Torgau-Entenfang
10.8.2014: „Rebellion Fest“/Blackpool

1.8.2014: „JAZ Rostock“: Fecewalker-Konzert mit „Bishops Green“, „Ruhestöhrunk“ und „Klaustrophobie“.

1.8.2014: „From Hell“/Erfurt: Stark rechtslastiges Konzert mit den „Schusterjungs“, „Oiforce“ und den „Bullenschubsern“.

1./2.8.2014: „Volksplatz“/Borna: „Borna Open Air“ mit „Berserker“, „Saitenfeuer“, „Grober Knüppel“ u.a.

1./2.8.2014: „Metternich-Arena“/Windeck-Rosbach: „Kärbholz“ u.a.

8.8.2014: Halbinsel Pouch/Motorboot-WM Bitterfelde: Rechtsoffenes Konzert mit „Goitzsche Front“, „Glorreiche Halunken“, „Saitenfeuer“ u.a.

8.-10.8.2014: Torgau Entenfang: „Endless Summer 2014“ mit rechtsoffenen und offen rechten Bands – u.a.: „Perkele“, „Discipline“, „Bierpatrioten“, „Volxsturm“, „On The Job“, „Saints & Sinners“ und den „Halbstarken Jungs“.

7.-10.8.2014: „Rebellion Festival“ in Blackpool/England: Wie schon die vergangenen Jahren ein absolut krudes Lineup von politisch links stehenden (z.B. den „Subhumans“ und „Total Chaos“) bis hin zu offen rechts stehenden Band. Auf der rechtsoffenen bzw. rechten Seite u.a. mit den Bands „The Last Resort“, „Infa Riot“, „Old Firm Casuals“, „Evil Conduct“, „Argy Bargy“, „Bishops Green“, „The Gonads“, „Gimp Fist“, „Resistance 77“ (eindeutig RAC) und „The Agitators“ (ebenfalls RAC).

15.8.2014: „Forellenstube“/Schramberg: Das rechtsoffene Label „Randale Records“ präsentierte „Bishops Green“.

15.8.2014: „Black Gold Festival“/Essen: U.a. mit einem Auftritt der RAC-Freunde von “Evil Conduct”.

16.8.2014: Frauenprießnitz: „Riebnitz Festival 2014“ u.a. mit „Glorreiche Halunken“ und den „Halbschraegen Jungs“.

16.8.2014: Sint-Amandsberg/Belgien: Stark rechtsoffenes Konzert mit „Lion´s Law“, „Grade 2“ und „Midnight Tattoo“.

19.8.2014: Wien (Österreich): Konzert u.a. mit der rechtsoffenen Band „Bishops Green“.

21.8.2014: Barcelona (Spanien): „Beach Beer Chaos 2014“ mit diversen rechtsoffenen bis hin zu offenen Rechtsrockkapellen u.a. mit „The Templars“, „Agent Bulldog“, „The Crack“, „Booze & Glory“, „Lion´s Law“ und „The Warriors“.

22.8.2014: „Biergarten Liederkranz“/Ulm: Konzert mit den rechtsoffenen Bands „Bishops Green“ und „Scharmützel“.

23.8.2014: „SO36“/Berlin: „Core Tex Fest 2014“ u.a. mit der rechtsoffenen Band „Bishops Green“.

23.8.2014: Alsfeld/Stadthalle: „Laut & Ehrlich Rocknacht“ mit „Kärbholz“, „Serum 114“, „Unantastbar“, „BRDigung“, „Pöbel & Gesocks“ und „Foiernacht“.

28.-30.8.2014: „Flugplatz Niedergörsdorf“: „Spirit Festival 2014“ mit diversen rechtsoffenen Bands – u.a.: „Krawallbrüder“, „7er Jungs“, „Discipline“, „Evil Conduct“, „Perkele“, „Booze & Glory“ und „On The Job“.

29.-31.8.2014: USA: „TNT – Laborday Weekend 2014“ mit verschiedenen rechtsoffenen bis rechten Bands – z.B.: „Patriot“, „The Templars“, „Stars & Stripes“, „Bishops Green“ und „Lion´s Law“.

30.8.2014: „Mässingshornet“/Malmö (Schweden): Rechtsoffenes Konzert u.a. mit „High Society“ aus Dresden.

30.8.2014: „Hela Gelände“/Wittlich: Rechtsoffenes Deutschrockkonzert mit den „Krawallbrüdern“, „Delirium“, „Explizit“ u.a.

30.8.2014: „Traube“/Sindolfingen: Konzert mit der rechtsoffenen Band „Lammkotze“.

30.8.2014: Nauendorf bei Gotha: Konzert mit „Thekenprominenz“.

30.8.2014: „Burg Wertheim“: „United Festival 3“ mit rechtsoffenen Deutschrockbands wie „Unantastbar“ und „Berserker“.

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Broschüre: Das Netzwerk der Berliner Black-Metal Nazis

Aufgrund der wirklich sehr guten Recherche bewerben wir die neu erschienene Broschüre über das Berliner NSBM-Netzwerk an dieser Stelle ein zweites Mal – unbedingt lesen!:

Unbemerkt von einer breiteren antifaschistischen Öffentlichkeit hat sich mitten in Berlin ein Netzwerk von Anhängern des sog. „Nationalsozialistischen Black Metal“ (NSBM) eingerichtet, dass aufgrund internationaler Kontakte ein florierendes Geschäft mit entsprechenden Tonträgern, Merchandise und Fanzines etabliert hat, sowie mit der europaweiten Organisierung von Konzerten wichtige Funktionen innerhalb dieser neonazistischen Subkultur übernimmt. Im Vordergrund steht offenkundig nicht lediglich die Profitmaximierung, sondern auch die politische Agitation innerhalb dieser Musikszene und die Unterstützung anderer Neonaziorganisationen außerhalb des Black Metal. Dass es Teile dieses Personenkreises nicht nur bei der Propaganda belassen, zeigen die Verbindungen zu anderen Neonazigruppen und einzelne Bestrebungen hin zu rechtsterroristischen Aktionen. Diese Broschüre soll die Akteure benennen, das Netzwerk ausleuchten und Antifas die Möglichkeit geben zu intervenieren.

via antifa berlin: Broschüre: Das Netzwerk der Berliner Black-Metal Nazis

download (PDF)

Siehe auch: [Berlin] Das Netzwerk der Berliner Black-Metal Nazis

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Mit Schlagstöcken und Sturmhauben: Neonazis stürmen besetztes Haus

Der „Blick.ch“ berichtet:

BERN – Am Samstagabend tauchte in Oberbottigen plötzlich eine Gruppe Rechtsradikale auf und stürmte ein besetztes Haus.

Samstagabend in Bern, 21.30 Uhr: Maskierte Angreifer stürmen gewaltsam das besetzte Haus an Matzenriedstrasse 94. «Es ging alles sehr schnell», sagt ein Bewohner dem «Bund».
Die Gruppe Männer sei mit Schlagstöcken bewaffnet und mit Sturmhauben maskiert gewesen. «Sie rannten ins Haus, schlugen auf Einzelne von uns ein und warfen Mobiliar aus dem Fenster», so der Bewohner weiter.
Wollten Neonazis Besetzer vertreiben?
Die Bewohner sind erst am Donnerstag in das Gebäude in Oberbottigen, im westlichsten Stadtteil Berns, eingezogen, das Gebäude gehöre einer Erbengemeinschaft. Doch der Verkauf an die Stadt stehe kurz bevor. Ziel der Angreifer war es wohl, die neuen Bewohner zu vertreiben, mutmasst einer von ihnen.
Die Männer gehören offenbar der rechtsradikalen Szene an. Einer von ihnen hatte einen Pullover mit der Aufschrift «Combat 18» an – das steht für «Kampftruppe Adolf Hitler».

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Berliner Polizei verhindert Konzert von Nazirapper

Der „Störungsmelder“ schreibt:

In der Nacht zu Sonntag löste die Polizei in Berlin-Mitte ein Treffen von rund 30 Rechtsextremen auf, die ein Konzert planten. Unter den Teilnehmern befand sich auch Nazirapper Patrick „Villain051“ Killat, der vor allem durch rassistische Hetze gegen Geflüchtete in Hellersdorf Bekanntheit erlangte.

Nach Polizeiangaben war Fahndern gegen 21 Uhr in der Oranienburger Straße in Mitte eine Gruppe bekannter Rechtsextremer aufgefallen, unter denen sich „Mitglieder einer rechtsgerichteten Band befanden, die dort einen Club betraten.“ Bei der Band handelt es sich um das rechte Duo „A3stus“ um den Musiker Patrick Killat, der sich selbst „Villain051“ nennt. Killat macht seit Jahren rechte Musik, zeitweilig im Duett mit der Rechtsrapperin Mia Herm alias „DeeEx“. Bekanntheit erlangte er jedoch nicht durch seine dilettantische Rapmusik, sondern erst Anfang des Jahres im Rahmen der rassistischen Mobilisierung gegen eine Asylunterkunft in Hellersdorf, als er mit „Kameraden“ vor der Einrichtung ein Musikvideo aufnahm und ein Sicherheitsdienstmitarbeiter rassistisch beleidigt wurde.

Neben Killat befanden sich in der Gruppe am Wochenende auch Brandenburger Rechtsextreme aus dem Umfeld der Kameradschaft „Barnimer Freundschaft“, wie Marcel Zech, NPD-Kreistagsabgeordneter in Barnim, der bereits beim Videodreh in Hellersdorf dabei war. Offensichtlich war das Release-Konzert für das gerade erschienene Album von „A3stus“, das unter dem Titel „Wehret den Anfängen“ kürzlich erschienen war, geplant.

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Rechtsrock-Konzert fällt aus – Auch Neonazis hören lieber Alphaville

„Endstation Rechts“ berichtet:

Mit gleich drei Aktionen wartete die rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Wochenende auf. In Jamel sollte es ein Neonazi-Konzert als Reaktion auf das „Jamel rockt den Förster“ geben, doch daraus wurde nichts. Auch eine Demonstration und ein Kinderfest wurden durch Gegenproteste begleitet.

Bereits zum achten Mal jährt sich nun das Rockfestival in der kleinen Gemeinde Jamel bei Wismar. Doch in diesem Jahr konnten die Veranstalter um das Ehepaar Lohmeyer eine weit über die Landesgrenze hinaus bekannte Band gewinnen. Die vor allem in den 80er Jahren durch Hits wie „Big in Japan“ oder „Forever Young“ bekannt gewordene Gruppe Alphaville lockte am Samstagabend rund 500 Besucher nach Jamel. Darunter befand sich auch etliche Prominenz. So stattete Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider, die zudem Schirmherrin des „Jamel rockt den Förster“ ist, der Veranstaltung einen Besuch ab. Auch Vize-Präsidentin Silke Gajek sowie weitere Landtagsabgeordnete ließen sich auf dem Gelände der Lohmeyers blicken.

Insgesamt spielten auf dem Festival, das bereits Freitag eröffnet wurde, acht Bands. Auf etlichen Infotischen und Ständen konnten sich die Besucher über die rechtsextreme Szene informieren – gleich mehrere Anhänger sind in Jamel wohnhaft. Nachdem einige Szenekader wie der Abrissunternehmer Sven Krüger bereits in den vergangenen Jahren durch Gegenveranstaltungen zu provozieren versuchten, sollte diesmal mit einem eigenen Rechtsrock-Konzert dagegengehalten werden. Bis zu 150 Teilnehmer sollten daran teilnehmen, letztendlich wurde daraus nur ein Lagerfeuer mit rund 25 Neonazis. Womöglich wollten Krüger & Co. – wenn auch aus der Entfernung – ebenfalls Alphaville lauschen. Laut Polizei, die mit rund 80 Kräften vor Ort war, verlief der Abend ruhig, es kam zu keinen Vorfällen.

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NAZI-KLEIDUNGSMARKE „ANSGAR ARYAN“ ERÖFFNET GESCHÄFT IN ERFURT

Via „Erfurt nazifrei!“:

Am kommenden Montag, den 1. September 2014, soll in Erfurt ein weiterer Laden für Nazi-Bekleidung eröffnen. Die Marke „Ansgar Aryan“ kündigt in den Räumen der Neonazikneipe Kammwegklause, Tungerstraße 1, ein eigenes Ladengeschäft an. Die „antifaschistische koordination erfurt“ [ake] fordert den Vermieter Manfred Stein erneut auf, den Mietvertrag umgehend zu kündigen. Auch die Stadt ist aufgefordert alle rechtlichen Schritte zu prüfen.

Die Sprecherin der „antifaschisitischen Koordination erfurt“ [ake], Ulli Klein, erklärt dazu: „Wer sich die Motive der Marke anschaut, erkennt schnell, dass es sich hierbei um extrem rechte Hass-Kleidung von und für Neonazis handelt. Mit der Eröffnung steht ein weiterer Schritt zur Verfestigung der Neonaziszene in Erfurt bevor.

Die Marke „Ansgar Aryan“ wurde 2008 im thüringischen Oberhof gegründet. Ihr Gründer Daniel Kilian ist mehrfach wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, dem Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und dem Verstoß gegen das Waffengesetz vorbestraft. 2012 kam es zu einer Hausdurchsuchung seiner Wohn- und Geschäftsräume. Dabei wurden u.a. 178 Jacken mit verfassungsfeindlichen Symbolen und diverse Datenträger beschlagnahmt.

Inzwischen gehört „Ansgar Aryan“ dem bayrischen Neonazi-Aktivisten Patrick Schröder und ist in der Oberpfälzer Gemeinde Mantel beheimatet. Schröder gehört zu den umtriebigsten Nazi-Akteuren in Deutschland. Neben seinem braunen Versandhandel tritt er auch als Veranstalter und Redner bei Nazifestivals auf. Inzwischen versucht er sich als „hipper“ Verführer für junge Menschen. Über seine Modemarke aber auch Videochannels versucht er, insbesondere jungen Menschen eine neonazistische Erlebniswelt zu eröffnen und somit den ersten Schritt in die Neonaziszene zu erleichtern.

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ZAHLTE DER STAAT FÜR AFRIKA-TRIP VON V-MANN BRANDT?

Die „Welt“ schreibt:

Tino Brandt, V-Mann des Verfassungsschutzes, war tief in die internationale Neonazi-Szene verstrickt. Das belegen bisher unbekannte Fotos von der Reise einer rechtsextremen Gruppe nach Südafrika.

Der junge Mann auf dem Bild reckt ein Gewehr in den Himmel, trägt eine Sonnenbrille und ist von Männern umgeben, die meist eine Glatze haben und ebenfalls Waffen präsentieren. Wehrsport in der Wüste. Aufgenommen wurde das Bild 1999 in Südafrika, und der Sonnenbrillenträger ganz links auf dem Foto ist ein alter Bekannter von Polizei und Geheimdiensten: Tino Brandt, Gründer der NSU-Vorläuferorganisation Thüringer Heimatschutz (THS) und bis zum Mai 2001 V-Mann des thüringischen Verfassungsschutzes. Zurzeit sitzt er in Untersuchungshaft, weil er mit Kinderpornos gehandelt haben soll.

Die Bilder belegen, dass Brandt mit Waffen umgehen konnte und dass er Verbindungen in die internationale Neonazi-Szene pflegte. Und sie werfen die Frage auf, was die Sicherheitsbehörden von den militanten Eskapaden ihres V-Manns wussten. Möglich ist, dass Brandt das teure Flugticket aus der Staatskasse bezahlt wurde, um an Informationen über die Szene am Kap zu kommen.

Der Nebenklage-Anwalt im Verfahren gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe, Alexander Hoffmann, ist überzeugt, dass Brandt die Szene in Richtung bewaffneter Kampf radikalisierte. Und zwar „im Auftrag und mit Geld des Verfassungsschutzes“, so Hoffmann gegenüber der „Welt am Sonntag“.

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Berlin: Polizei verhindert Rechtsrock-Konzert in Mitte

Die „BZ“ berichtet:

der Oranienburger Straße sollte am Samstagabend ein Rechtsrock-Konzert stattfinden. Die Polizei griff ein, ließ den Club schließen.

Samstag, 21 Uhr, in Mitte: Auf der Oranienburger Straße tummeln sich zwischen türkischen Restaurants und Pizzerien viele Touristen aus dem Ausland, hiesiges Party-Volk – und Rechtsradikale!

Den Polizeifahndern fallen allerdings die Neo-Nazis auf. Darunter sind auch bekannte Mitglieder einer rechtsgerichteten Band. Die Männer wollten in der Oranienburger Straße die Räumlichkeiten des früheren Central Club Berlin betreten.

Weiter: http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/polizei-verhindert-rechtsrock-konzert-in-mitte

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