Archiv für Juni 2009

„Deutsch, Stolz, Treue“ (X.x.X.) [Berlin]

D.S.T. be­steht aus Peter Brammann, sei­nen Bru­der Alex­an­der Brammann und den Neo­na­zi Alex­an­der Hogh (beide Gi­tar­re) sowie das Van­da­len Mit­glied Alex­an­der Wil­li­bald Bahls und X.X. . In­ter­es­sant ist auch, dass Bahls eben­falls bei Spree­ge­schwa­der spiel­te.

Seit Anfang 2009 läuft am Berliner Landgericht in Moabit ein Prozess gegen die bekannte Berliner Naziband „Deutsch, Stolz, Treue (D.S.T.)“ aka „X.x.X.“ (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch,_Stolz,_Treue)und die aus dem internationalen Nazinetzwerk „Hammerskins“ stammenden Produzenten Malte Redecker und Steffen Penschow.

Eine Übersicht über den bisherigen Prozessverlauf:

Bereits am 17.März 2009 verurteilte die Berliner Staatsschutzkammer nach fünf Verhandlungstagen zwei Mitglieder von „Deutsch, Stolz, Treue“ wegen Volksverhetzung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu Bewährungsstrafen von 14 sowie 10 Monaten. Ein dritter Angeklagter wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Brüder Peter und Alexander Brammann (Spitzname „Der Neffe“) im Jahr 2002 Mitglieder der Berliner Band waren. Im Tatzeitraum produzierten sie gemeinsam eine CD mit dem Titel „Ave et Victoria“ (Texte und Veröffentlichungen siehe: http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=45510) samt zugehörigem Cover und Booklet. Die CD enthielt Musik mit extrem rechten und antisemitischen Texten, Cover und Booklet des Musikträgers zeigten unter anderem eine Doppelsigrune und Hakenkreuze. Der Sänger von D.S.T., Peter Brammann, war im April 2002 festgenommen worden, ale er einem potentiellen Käufer über 100 CDs überbringen wollte. Bei der Hausdurchsuchung seines Bruders Alexander waren CDs und T-Shirts von D.S.T. Sowie eine Hakekreuzfahne, Aufkleber mit Hakenkreuzen und Bilder von NS-Größen gefunden worden. Nicht an dem Verfahren beteiligt war der Schlagzeuger von D.S.T., Alexander Willibald Bahls, der auch in der Band „Spreegeschwader“ (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Spreegeschwader) spielte und im Mai 2007 wegen eines Raubüberfalls auf einen Szenekonkurrenten zu drei Jahren Haft verurteilt worden war.

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„The Martens Army“ (Sachsen/Leipzig)

Zu „The Martens Army“:

www.myspace.com/martensarmy

„Martens Army“ unter Beteiligung des „Gerbenok“-Sängers Stöbi ist eine relativ neue Combo aus Sachsen (Leipzig) und Sachsen-Anhalt (Weißenfels, Eisenach/Jena). Die Band hat überhaupt keine Berührungsängste zur rechtsoffenen Grauzone bzw. zum Rechtsrocklager, wie u.a. Konzerte mit Bands wie „Haggis“, „Krawallbrüder“, „Flat Sprockets“ bis hin zu offenen Nazibands wie „Headcase“ und „The Pride“ mit denen sie nun eben im Boneheadkonzertort „Skinhouse Menfis“ spielen sollen. Somit eindeutig als „Rechts“ einzukategorisieren.

Bandselbstdarstellung:

„Neue Band um den Gerbenok Sänger Stöbi. 10 x harter deutscher Oi! vom Fach! 7 Demotitel in guter Qualität und 3 x Live beim Oi! the Meeting. Textlich Stilsicher mit Themen wie Skins & Punks, Saufen, Working Class usw. CD-R ist bedruckt + Farb-Cover mit allen Texten, da gibt’s eigentlich nix zu meckern! DIY 2008)“
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„The Pride“ (Belgien)

Zu The Pride: www.myspace.com/theprideofbruges

Es gibt starke Überschneidungen von “The Pride” mit anderen Nazibands: „Headcase räumen freimütig ein, dass sie in verschiedenen Blood & Honour Bands „nebenbei“ spielen bzw. gespielt haben. Zitat:“ […] a new guitar player Eef (Badlands, Offside, the Pride, les Vilains,…) and Sven (KillBabyKill, les Vilains, the Pride,….) on drums […]”
“The Pride” spielten bereits am 10.5.2008 mit „I Don´t Like You“ und „Risomie 22“ im Boneheadtreffpunkt „Skinhouse Menfis“:

Außerdem traten „The Pride“ u.a. mehrmals im rechtsradikalen „Moloko“ (Brügge/Belgien – Nachfolgeladen des „Blood & Honour“-Treffpunktes „De Kastelein“ und auch zusammen mit eindeutigen Nazibands wie „Kill Baby Kill“ auf (Flyer einfügen).

Auch Plattenveröffentlichungen der Band lassen „The Pride“ eindeutig dem rechtsextremen Lager zuordnen – u.a. auf „Walzwerk Records“:

Banddiskographie und andere Infos zu „The Pride“ finden sich im Naziforum Thiazi: http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=105106

Zu guter letzt zeigt die Myspaceliste die Rechtslastigkeit dieser Band eindeutig auf – eine Auswahl Ihrer Freunde:

„Headcase“, „Les Vilains“, „Short Cropped“, „Moloko Bar“, „Dark Sun Tattoo“, „Skinhouse Menfis“, „Spy Kids“, „Bootboys Hildesheim“, „Dim Records“, „Jens Brandy“ (Sänger von „Endstufe“), „Molokids“, „Rampage“, „Skinhouse Milano“, „Filopatria“, „Kill Baby Kill“, „TWISC“, „Superyob“, „Franky Flame“ u.v.m.

„Headcase“ (Belgien)

Zu Headcase: www.myspace.com/headcasebruges

Siehe: Erneut rechtes Konzert in Osnabrück http://oireszene.wordpress.com/2009/06/08/erneut-rechtes-konzert-in-osnabruck/

Zitat:

„Headcase aus Belgien sind die „Hausband“ der europaweit bekannten Blood & Honour Kneipe Moloko-Bar (früher „De Kastelein“) in Brügge. Bei einer Razzia im „De Kastelein“ wurde u.a. eindeutiges Nazipropaganda Material gefunden . Blood & Honour ist ein in Deutschland seit 2000 verbotenes Skinhead-Netzwerk, das weltweit Rechtsrockkonzerte und den Vertrieb neonazistischer Musik organisiert und somit finanziert .„Headcase“ beteiligten sich am Sampler „reclaim the game“ mit eindeutig rechten- und Nazi-Bands. Dort sind einschlägig bekannte Rechtsrock/Nazibands wie: „T.M.F.“(Tattooed Motherfucker), „Battle Scarred“, „Unit Lost“, „Les Vilains“, „Foienoord“, „Bierroiber“, „Headcase“ und “Iron Fist“ vertreten. Die CD wird außerdem ausschließlich im rechten Milieu, u.a. „dim-records“ und „germaniaversand“, beworben. Beide Versände sind bekannt für verstecktes und offenes rechtes Musikmaterial .

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„Skinhouse Menfis“ wiedereröffnet!

An diesem Wochenende soll der Nazitreffpunkt „Skinhouse Menfis“ wiedereröffnet werden. Um eine weitere Konsolidierung des rechtsextremen „Netzwerk Musik“ – bestehend vorallem aus „Kammerskin“– und „Blood & Honour“-Nachfolgestrukturen zu verhindern, ist es enorm wichtig diese Problematik zu thematisieren. Läden wie das „Skinhouse Menfis“ haben eine überregionale Bedeutung für die deutsche Rechtsrockszene.

Wiedereröffnung des “Skinhouse Menfis”:

Auf den Terminkalenderseiten der Rechtsrockportale von “United Skins”, „OiOiVater“ und “Rockoi” wird seit einiger Zeit für das Wiedereröffnungskonzert des rechtsradikalen “Skinhouse Menfis“ in Thüringen. Am 27.6.09 sollen unter anderem die Rechtsrockbands „The Pride“ und „Headcase“ auftreten. Beide Bands stammen aus Belgien und sind dem Umfeld des ehemaligen Blood & Honour-Ladens „De Kastelein“ – jetzt „Moloko Bar“ – zuzuordnen und haben da beide auch bereits zum Teil mehrmals gespielt. Es wird damit immer deutlicher, dass es sich bei dem Skinhouse Menfis“ um einen ähnlichen Laden wie die „Moloko Bar“ in Brügge bzw. das rechtsextreme „Skinhouse Milano“ in Italien oder auch das „Skinhouse Hellas“ in Griechenland handelt. Solche Läden führen zu einer Verfestigung der Rechtsrockzusammenhänge bzw. des sogenannten rechtsextremen „Netzwerk Musik“. Dahinter stecken zumeist eindeutig rechtsextreme Organisationen wie das „Hammerskin“-Netzwerk oder die Nachfolgestrukturen des in Deutschland seit einigen Jahren verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes. Deshalb ist es enorm wichtig solche Infrastrukturen der Naziszene rechtzeitig aufzudecken und auch entsprechend offensiv zu bekämpfen! Let´s fight white pride!
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Berlin: Nazidiscos dichtmachen! In Friedrichshain, Teltow und anderswo…!

Diskotheken, wie das „Jeton“ in Berlin – Friedrichshain oder der „Music Park“ in Teltow, gelten als Anlaufpunkte von Mitgliedern des (neo)nazistischen Milieus – vor allem auch aus dem „Musiknetzwerk“ bzw. dem Hooligan- und Rockermilieu – über die Grenzen der jeweiligen Regionen aus.

Insbesondere im Umfeld des „Jetons“ – in Berlin Friedrichshain – kommt es dabei immer wieder zu brutalen Überfällen durch an – oder abreisenden (Neo)nazigäste aus ganz Berlin-Brandenburg, die so nicht mehr hinzunehmen sind!
Wir solidarisieren uns mit dem Opfer des jüngsten Gewaltaktes und fordern zu Vermeidung weiterer Übergriffe die endgültige

Schließung von „Jeton“, „Music Park“ und ähnlichen Lokalitäten!
Siempre Antifascista! Naziläden dichtmachen!

Wer nicht hüpft, der ist (k)ein Jude

Die „Jungle World“ berichtet:

Zischgeräusche wie von ausströmendem Gas aus den Fanblocks, Hooligans mit Davidstern und die Angst vor der Signalwirkung: Das Judentum als Projektionsfläche im niederländischen Fußball.

Drohend schallt es aus Dutzenden Kehlen in die Nacht: »Jodenbestuur!« – »Judenvorstand!« Gegenstände fliegen in Richtung des Clubhauses von Feyenoord Rotterdam. Der Mob schüttelt die Fäuste. Noch mehr Flaschen und Bierdosen werden geworfen, dann prescht die Einsatzpolizei auf Pferden vor und zerstreut die Menge.

Solche Szenen sind kein Einzelfall. Sie gehören vielmehr zur finsteren Folklore rund um das Stadion De Kuip, wenn Feyenoord Rotterdam mal wieder ein Heimmatch verloren hat. Nicht, dass in der Clubleitung tatsächlich Juden säßen. Doch. Es ist das letzte, was bleibt, wenn sonst alles zerfällt, so wie in dieser just zu Ende gegangenen Saison, in der der Traditionsclub in der Nähe der Abstiegszone fest hing. Die alten Zeiten beschwört man dann, die vergangenen Erfolge, und die Feindschaft mit den »Juden«, dem verhassten Erzrivalen Ajax aus Amsterdam. Auch wenn dieser gar nicht auf dem Feld steht, sondern, wie bei dem besagten Spiel im Dezember, der angehende Meister Alkmaar AZ.

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„Kein Zweifel, dass ihr eine Nazi-Band seid“

Ungewöhnliche Post erhielt die Band Feine Sahne Fischfilet nachdem sie auf ihrem Weblog einen Aufruf zur Teilnahme an der antifaschistischen Demonstration veröffentlichte. Am 30. Mai soll in Rostock gegen den Auftritt der Nazi Hool Band Kategorie C und rechten Lifestyle in Mecklenburg Vorpommern demonstriert werden. Die in verschiedensten Fussballfanszenen beliebten Feine Sahne Fischfilet hatten dazu sehr klar Stellung bezogen:

“…Uns wird schlecht und wir stecken im Sekundentakt den Finger in den Hals, wenn wir sehen, wieviele Menschen zu dieser verkackten Naziband abgehen und meinen, dass ihr Handeln achso ,,unpolitisch“ wäre… fangt an zu überlegen und denkt weiter als von der Wand bis zur Tapete…”

Wie Mitglieder der Band diesem Blog berichteten, erhielten Feine Sahne Fischfilet kurz darauf eine Nachricht über ihren Myspace Account. In dieser Mail meldete sich sehr zum Erstaunen der Bandmitglieder ein “Rainer von KC”. Dabei handelt es sich mutmaßlich um Rainer Friedrichs, Gitarrist bei Kategorie C. Der Inhalt der Mail wird im Folgenden dokumentiert:
ich bin der rainer von kc, wenn ihr schon gegen uns am hetzen seid frag ich mich nur wieso ihr euch nicht vorher ein persönliches bild von uns gemacht habt.woher nehmt ihr euer wissen über mich und meine band. wie kann das sein das menschen über mich und meine band urteilen ohne uns zu kennen sondern nur das nach reden was andere sagen und schreiben.ist das nicht ein verhalten was es früher schon mal gegeben hat und das ihr doch so verachtet.

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Reaktionen aus der Grauzone

Nach dem Blog Pipowitcz.wordpress.com und der Erweiterung auf oire.szene.wordpress.com gab es einige Reaktionen aus der Grauzone. Unter anderem die Gründung einer Band und das hastige bedrucken von T-Shirts:

Grauzone (Band)

Band aus dem Umfeld von Stärkste Minderheit, die sich nach der Kritik an Stärkste
Minderheit gegründet hat.

Auf ihrer Seite heißt es:

Wir grübelten schon eine weile über einen möglichen Bandnamen doch das wurde uns ziemlich schnell abgenommen das es zur Gründungszeit einen größeren Tumult um die Schreiber einer Internetseite gab die alles und jeden als sogenannte Grauzone in eine Schublade drückte.

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