„Skinhouse Menfis“ wiedereröffnet!

An diesem Wochenende soll der Nazitreffpunkt „Skinhouse Menfis“ wiedereröffnet werden. Um eine weitere Konsolidierung des rechtsextremen „Netzwerk Musik“ – bestehend vorallem aus „Kammerskin“– und „Blood & Honour“-Nachfolgestrukturen zu verhindern, ist es enorm wichtig diese Problematik zu thematisieren. Läden wie das „Skinhouse Menfis“ haben eine überregionale Bedeutung für die deutsche Rechtsrockszene.

Wiedereröffnung des “Skinhouse Menfis”:

Auf den Terminkalenderseiten der Rechtsrockportale von “United Skins”, „OiOiVater“ und “Rockoi” wird seit einiger Zeit für das Wiedereröffnungskonzert des rechtsradikalen “Skinhouse Menfis“ in Thüringen. Am 27.6.09 sollen unter anderem die Rechtsrockbands „The Pride“ und „Headcase“ auftreten. Beide Bands stammen aus Belgien und sind dem Umfeld des ehemaligen Blood & Honour-Ladens „De Kastelein“ – jetzt „Moloko Bar“ – zuzuordnen und haben da beide auch bereits zum Teil mehrmals gespielt. Es wird damit immer deutlicher, dass es sich bei dem Skinhouse Menfis“ um einen ähnlichen Laden wie die „Moloko Bar“ in Brügge bzw. das rechtsextreme „Skinhouse Milano“ in Italien oder auch das „Skinhouse Hellas“ in Griechenland handelt. Solche Läden führen zu einer Verfestigung der Rechtsrockzusammenhänge bzw. des sogenannten rechtsextremen „Netzwerk Musik“. Dahinter stecken zumeist eindeutig rechtsextreme Organisationen wie das „Hammerskin“-Netzwerk oder die Nachfolgestrukturen des in Deutschland seit einigen Jahren verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes. Deshalb ist es enorm wichtig solche Infrastrukturen der Naziszene rechtzeitig aufzudecken und auch entsprechend offensiv zu bekämpfen! Let´s fight white pride!

Hintergrundinfos zum „Skinhouse Menfis“:

Am 16.5.09 spielten bereits die schwedischen Rechtsrocker von „Enharjarna“ (siehe: http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=34080), „Sniffing Glue“ (Schweden) und „Donars Groll“ (Deutschland) im neuen „Skinhouse Menfis“: www.myspace.com/enharjarna

„Skinhouse“ Menfis (Neustadt Orla) – UPDATE: Menfis geschlossen

Unter falscher Flagge

Ein Veranstalter extrem rechter Konzerte führt Thüringer Behörden vor
Im thüringischen Neustadt hat sich die Gaststätte Menfis zu einem Kristallisationspunkt der RechtsRock-Szene entwickelt. Nach außen hin versucht man den Eindruck von unpolitischer Skinhead-Kultur zu erwecken, tatsächlich aber geben sich dort »unpolitisch« rechte und neonazistische Bands und Fans die Klinke in die Hand. Um das subkulturelle Deckmäntelchen zu bewahren und um die Polizei auszutricksen werden neonazistische Bands unter falschem Namen angekündigt. Polizei und Verfassungsschutz scheinen damit überfordert.

Das »Skinhouse« Menfis Das Menfis in Neustadt an der Orla, einer 9.000-Einwohner-Stadt 20 Kilometer südöstlich von Jena, bietet eine Kneipe mit Bar und Tresenraum sowie einen Veranstaltungssaal für circa 300 Personen. Das Menfis existiert schon einige Jahren als Veranstaltungsort für Punk- und Oi-Konzerte, in dem sich die Auftritte rechter und »eher unpolitischer« Bands lange Zeit die Waage hielten. Dies änderte sich im Sommer 2005: »Ab 14. Juli 2005 übernimmt 0I0I-VATER das MENFIS!« heißt es auf der Menfis-Website.
Mit der Übernahme durch »0i0i-Vater« Andreas Bicker, genannt »Bigge«, wurde der Takt rechter und extrem rechter Konzerte deutlich erhöht. Nun spielten auch Kategorie C (Bremen), Get Out (Belgien), The Jinx (Schweden) oder am 19. November 2005 die finnische Band Mistreat. Diese positioniert sich mit einem CD-Cover kämpfender SS-Männer sowie Liedern wie »Born to be white« oder »Fourth Reich« eindeutig neonazistisch. Solche Lieder präsentierten sie Konzertberichten zufolge auch bei ihrem Auftritt im Menfis: »Das ganze Konzert über wurde vom Publikum lautstark >We‘re readyKraft für DeutschlandBack with a bang< zu schmettern. Eine absolut fantastische Stimmung im Saal. Am Schluß gab's dann noch mal ein böses Freikorps Lied bei dem ich die meisten Leute sah und auch welche die sich wahrlich bemühen mussten die Sonne NICHT zu grüßen. Leider mußte die Band ohne Namen danach die Bühne verlassen, da's wohl doch zu böse war.«

Der Auftritt von Mistreat wurde öffentlich thematisiert, der SPD-Abgeordnete Gentzel stellte sogar eine Kleine Anfrage im Thüringer Landtag. Auch wenn aus der Antwort auf diese hervorgeht, dass der VS in Thüringen dieses Konzert nicht als rechtsextrem einschätzte, beschloss man im Menfis offensichtlich, in Zukunft etwas »geschickter« vorzugehen.

Versteckspiel

Die Bands »Skinheads come back -Alldeutsch voran«, Bootboys Jena und Roimkommando kündigten Flyer für den 19. August 2006 im Menfis an. Vor allem der Name der ersten Band ließ aufhorchen, denn eine Band dieses Namens war bislang unbekannt und nun sollte sie als Headliner spielen? In der Szene jedoch konnte man sich zusammenreimen, wer da spielen würde: »Alldeutsch voran« ist der Titel der 2005 erschienenen CD der Baden-Württemberger Neonaziband Kommando Skin, welche auch mit drei Liedern auf dem letztes Jahr erschienenem Sampler »The Skinheads come back« vertreten ist. Zu Konzertbeginn machten schon mal die »Fans« der Bootboys Jena Stimmung: »SS - SA -Die Bootboys sind da« schallten die Rufe aus dem Publikum. Die Bootboys Jena coverten nachfolgend vor allem Lieder bekannter Neonazibands. Auch Roimkommando entpuppte sich als Coverband; bevor sie »Schwarze Division« von Stahlgewitter spielten, forderten sie das Publikum auf »die Hände unten zu lassen«. Als Hauptband spielte tatsächlich Kommando Skin vor den circa 80 Besuchern. Die geringe Besucherzahl schien dem Umstand geschuldet, dass viele die chiffrierte Bandankündigung doch nicht verstanden. Für ein Konzert am Wochenende darauf fuhr man deshalb zweigleisig. Das Menfis kündigte öffentlich und im Internet die Bands »You better think twice« und »Verfolgt und Gejagt« an, in der Neonaziszene kursierten identisch gestaltete Flyer mit den echten Bandnamen: Faustrecht aus Bayern und Donnerhall aus Salzgitter.

Auch hier waren die angeblichen Bandnamen zuvor veröffentlichte Lied-Titel. Eintrittskarten zu diesem Konzert waren nur im Vorverkauf zu erwerben. Man wollte keine ungebetenen Gäste.

»Way of Life«, Spaßkultur und Politik

Wer meint, das Menfis sei eine lokale Randerscheinung im Thüringer Hinterland, verkennt die Ansprüche, die der Laden für sich selbst formuliert. Mit der Selbstbenennung als »Skinhouse« stellt sich das Menfis in einer Reihe mit gleichnamigen Kneipen in Italien und Griechenland, die sich jeweils bemühen, unter dem Label von Skinhead-Subkultur eine Schnittstelle zwischen spaßorientiertem »Way of Life« und neonazistischer Organisierung zu etablieren.

Großes Vorbild für das Menfis scheint die Kneipe »De Kastelein« im belgischen Brügge zu sein, die seit 1998 als wichtigster Treffpunkt der rechten Skinhead- und Oi-Szene im Benelux-Be-reich gilt. Dort spielen einerseits internationale RechtsRock-Größen wie Endstufe (Bremen), Avalon (England), Legittima Offesa (Italien) oder auch der Ian Stuart-Weggefährte Stigger (England). Der überwiegende Teil der Konzerte wird jedoch von Bands gespielt, welche sich nach außen »unpolitisch« generieren, deren" Nähe zur rechten Szene jedoch unverkennbar ist - sei es durch das Covern von Liedern extrem rechter Bands oder weil sie immer wieder zusammen mit neonazistischen Bands auftreten. Zwischen dem »De Kastelein« und dem Menfis scheint es mehr als eine ideelle Verbundenheit zu geben: Seit Sommer 2006 wirbt das Menfis auf seinen Flyern und im Internet für das »De Kastelein«. Betrachtet man die Liste der Bands die im »De Kastelein« spielten, so fällt auf, das eine ganze Reihe davon ebenfalls im Menfis auftraten -deutsche RechtsRock-Bands wie Brachial (Niedersachsen), Bombecks (Thüringen), Schusterjungs, The Backstreet Firm (Niedersachsen) sowie die niederländischen Bands Get Out und After the Fire.

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

Im Frühjahr hatte das AIB in einem RechtsRock-Jahresrückblick (AIB # 71) darauf hingewiesen, dass im Bundesland Thüringen die meisten neonazistischen Konzerte aufgelöst wurden. Da sich dieser Trend auch im Jahr 2006 fortsetzte, mußte sich die Thüringer Szene etwas einfallen lassen. Obwohl das bloße Umdeklarieren neonazistischer Konzerte zu angeblich unpolitischen Events und das damit verbundene Versteckspiel um Bandnamen nicht allzu pfiffig und zudem leicht durchschaubar ist, war es bislang erfolgreich. Bei den Konzerten mit Kommando Skin und Faustrecht, die ohne Wenn und Aber als lupenreine Neonazikonzerte zu werten sind, war weder Polizei vor Ort, noch tauchen diese in den monatlichen Berichten des thüringischen Verfassungsschutzes auf.

UPDATE - 01.06.08:

Nach einem Bericht der Ostthüringer Zeitung ist das Menfis inzwischen geschlossen. Dem Betreiber Andreas Bicker war im Zuge des Insolvenzverfahrens gegen den Vermieter des Gebäudes der Vertrag gekündigt worden.

Quelle: http://jena.antifa.net/cms/Nazis/Recherche/locations/190-qskinhouseq-menfis-neustadt-orla

Weitere Artikel zum "Skinhouse Menfis":

Menfis unter Beobachtung
www.turnitdown.de/704.html

In Neustadt Schlag gegen Rechts-Rock-Szene
www.turnitdown.de/823.html

Zu Headcase: www.myspace.com/headcasebruges

Siehe: Erneut rechtes Konzert in Osnabrück http://oireszene.wordpress.com/2009/06/08/erneut-rechtes-konzert-in-osnabruck/

Zitat:

„Headcase aus Belgien sind die „Hausband“ der europaweit bekannten Blood & Honour Kneipe Moloko-Bar (früher „De Kastelein“) in Brügge. Bei einer Razzia im „De Kastelein“ wurde u.a. eindeutiges Nazipropaganda Material gefunden . Blood & Honour ist ein in Deutschland seit 2000 verbotenes Skinhead-Netzwerk, das weltweit Rechtsrockkonzerte und den Vertrieb neonazistischer Musik organisiert und somit finanziert .„Headcase“ beteiligten sich am Sampler „reclaim the game“ mit eindeutig rechten- und Nazi-Bands. Dort sind einschlägig bekannte Rechtsrock/Nazibands wie: „T.M.F.“(Tattooed Motherfucker), „Battle Scarred“, „Unit Lost“, „Les Vilains“, „Foienoord“, „Bierroiber“, „Headcase“ und “Iron Fist“ vertreten. Die CD wird außerdem ausschließlich im rechten Milieu, u.a. „dim-records“ und „germaniaversand“, beworben. Beide Versände sind bekannt für verstecktes und offenes rechtes Musikmaterial .

Dass „Headcase“ mit eindeutigen Nazi-Bands kein Problem haben ist nicht verwunderlich, schließlich spielen bzw. spielten Bandmitglieder von „Headcase“ bei „Kill Baby, Kill!“ und „Les Vilains“ mit. „Les Vilains“ Bassist Dieter Samoy ist bekennendes Blood & Honour Mitglied und wurde nach einem rassistischen Überfall vorübergehend inhaftiert .
„Headcase“ räumen freimütig ein, dass sie in verschiedenen Blood & Honour Bands „nebenbei“ spielen bzw. gespielt haben. Zitat:“ […] a new guitar player Eef (“Badlands”, “Offside”, “The Pride”, “les Vilains”,…) and Sven (“KillBabyKill”, “les Vilains”, “The Pride”,….) on drums […]

Die Verwicklungen der Bandmitglieder von „Headcase“ mit radikalen Nazistrukturen und deren Bands sollte also für jede/n, außer anscheinend für Carlo Korte, erkennbar sein. Selbst „Springtoifel“, eine der Bands die auf dem Konzert am 11. Juli 2009 in Osnabrück mit „Headcase“ zusammen auftreten soll, diskutieren inzwischen mit dem Veranstalter Carlo Korte aufgrund der Blood & Honour-Verstrickungen von „Headcase“.“

„Headcase“ wurden übrigens laut einer Mitteilung des Veranstalters des „40 Years Of Subculture“-Konzertes am 11.7.09 in Osnabrück - Carlo Korte aka TWISC (www.myspace.com/twisc) mittlerweile vom Festival gekickt. Die Erklärung liest sich allerdings verdammt unglaubwürdig, wenn u.a. das Berliner „Punk & Disorderley“-Festival als „links“ dargestellt und der Veranstalter nunmehr davon ausgeht, dass „mit Sicherheit (…) kein rechtsgerichtetes Publikum da sein“ wird. Konnte Mensch ja bereits beim vorherigen Konzert mit „Indecendent Exposure“ sehen…:

"Stellungnahme zum Konzert am 11.07.09 in der Halle Gartlage in Osnabrück
Bei der Veranstaltung 40 Years Of Subcultur handelt es sich um ein Konzert von Skinhead Bands, eine Randgruppe, die leicht mit der rechten Szene verwechselt werden kann. Es handelt sich bei diesen Bands aber um politisch korrekte Bands, die in keiner Beziehung zu irgendwelchen faschistischen Gruppen stehen. Die Band Headcase aus Belgien ist nicht mehr dabei, damit die Lage entspannt wird. Dafür spielt jetzt die Band HardxTimes aus Frankreich, die keinerlei Kontakt zur rechten Szene hat.

Die Band The 4 Skins hat im letzten Jahr noch auf dem bekannten Punk & Disorderly Festival in Berlin gespielt, eher ein Festival der linken, denn der rechten Szene. Und die Band Springtoifel spielt in diesem Jahr auf dem ForceAttack Festival in Rostock, ebenfalls ein Punk-Festival der linken Szene. Diese Festivals würden bestimmt keine Fascho Bands einladen. Die Anschuldigungen von verschiedenen Organisationen wie Antifa und Bündnis für korrekte Musik-Kultur sind unwahr und durch nichts zu belegen.

Die Veranstaltung am 11.07. wird ruhig und ohne Zwischenfälle verlaufen. Es werden mit Sicherheit keine Nazibands auftreten und es wird kein rechtsgerichtetes Publikum da sein.

Ich, Carlo Korte, veranstalte seit ca. 30 Jahren Konzerte in Osnabrück und Umgebung und habe bei Konzerten von vielen Randgruppen wie Punks und Heavy Metal Fans immer für ruhige und störungsfreie Veranstaltungen gesorgt. Für Security und Ordner ist natürlich gesorgt.

Osnabrück, 16.06.09

Carlo Korte"

Die bisherigen Veröffentlichungen von Headcase u.a. auf Rechtsrocklabeln wie dem französischen „Bords de Seine“ belegen ebenso wie Ihre Hymne „De Kastelein - The Skinhead Pub“ auf den ehemaligen „Blood & Honour“-Laden „De Kastelein“ im belgischen Brügge Ihre extreme Rechtslastigkeit:

Banddiskographie und die entsprechenden Veröffentlichungen von "Headcase" sind im Naziforum Thiazi einzusehen: http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=34174

Zu The Pride: www.myspace.com/theprideofbruges

Es gibt starke Überschneidungen von “The Pride” mit anderen Nazibands: „Headcase räumen freimütig ein, dass sie in verschiedenen Blood & Honour Bands „nebenbei“ spielen bzw. gespielt haben. Zitat:“ […] a new guitar player Eef (Badlands, Offside, the Pride, les Vilains,…) and Sven (KillBabyKill, les Vilains, the Pride,….) on drums […]”
“The Pride” spielten bereits am 10.5.2008 mit „I Don´t Like You“ und „Risomie 22“ im Boneheadtreffpunkt „Skinhouse Menfis“:

Außerdem traten „The Pride“ u.a. mehrmals im rechtsradikalen „Moloko“ (Brügge/Belgien – Nachfolgeladen des „Blood & Honour“-Treffpunktes „De Kastelein“ und auch zusammen mit eindeutigen Nazibands wie „Kill Baby Kill“ auf (Flyer einfügen).

Auch Plattenveröffentlichungen der Band lassen „The Pride“ eindeutig dem rechtsextremen Lager zuordnen – u.a. auf „Walzwerk Records“:

Banddiskographie und andere Infos zu "The Pride" finden sich im Naziforum Thiazi: http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=105106

Zu guter letzt zeigt die Myspaceliste die Rechtslastigkeit dieser Band eindeutig auf – eine Auswahl Ihrer Freunde:

„Headcase“, „Les Vilains“, „Short Cropped“, „Moloko Bar“, „Dark Sun Tattoo“, „Skinhouse Menfis“, „Spy Kids“, „Bootboys Hildesheim“, „Dim Records“, „Jens Brandy“ (Sänger von „Endstufe“), „Molokids“, „Rampage“, „Skinhouse Milano“, „Filopatria“, „Kill Baby Kill“, „TWISC“, „Superyob“, „Franky Flame“ u.v.m.

Zu "The Martens Army":

www.myspace.com/martensarmy

„Martens Army“ unter Beteiligung des „Gerbenok“-Sängers Stöbi ist eine relativ neue Combo aus Sachsen (Leipzig) und Sachsen-Anhalt (Weißenfels, Eisenach/Jena). Die Band hat überhaupt keine Berührungsängste zur rechtsoffenen Grauzone bzw. zum Rechtsrocklager, wie u.a. Konzerte mit Bands wie „Haggis“, „Krawallbrüder“, „Flat Sprockets“ bis hin zu offenen Nazibands wie „Headcase“ und „The Pride“ mit denen sie nun eben im Boneheadkonzertort „Skinhouse Menfis“ spielen sollen. Somit eindeutig als „Rechts“ einzukategorisieren.

Bandselbstdarstellung:

„Neue Band um den Gerbenok Sänger Stöbi. 10 x harter deutscher Oi! vom Fach! 7 Demotitel in guter Qualität und 3 x Live beim Oi! the Meeting. Textlich Stilsicher mit Themen wie Skins & Punks, Saufen, Working Class usw. CD-R ist bedruckt + Farb-Cover mit allen Texten, da gibt's eigentlich nix zu meckern! DIY 2008)“

Quelle: „Bandworm Records“

Interview mit „Stöbi“ im rechtsradikalen „Meinungsfreiheit-Zine“:

„Stöbi, Du erzähltest ja, dass Du derzeit noch bei Krawallbrüder als Schlagzeuger aushilfst und nebenher noch `ne zweite Band namens Martens Army hast. Auch liest man immer wieder Berichte von Dir in Fanzines. Man sieht und liest aber auch, dass Ihr ständig live irgendwo zu sehen seid. Wie bekommt Ihr, insbesondere Du, das alles gedeichselt? Bleibt da noch Zeit für Freunde und Familie?

Stöbi: Wie die anderen das machen, kann ich dir nicht sagen und gefragt hab ich sie auch nicht, weil sie privat und arbeitstechnisch stark eingebunden sind.(...) Die Martens Army Probe läuft meist während der Woche ab, die Gerbenokprobe alle 2 Wochen am Freitag, was auch der Grund ist, dass wir so lang mit dem neuen Album brauchen obwohl schon alle Songs fertig sind.

Wie das aber mit KB weitergehen soll, is' noch unklar, da ihr Schlagzeuger scheinbar 'nen Arbeitsunfall hatte und noch nicht weiß, wann er wieder fit ist. Für diese Zeit stehe ich aber meinen Kollegen voll und ganz zur Verfügung und werde sie in der Zeit unterstützen wo ich nur kann.

Und so viele Konzerte haben wir mit Gerbenok nun auch nicht, dass es überhand nimmt. Verhasste Bands werden nunmal von den Veranstaltern nicht so gern herangeholt, demnach bleibt mehr Zeit für Probe und Suff.“

Und:

„In den letzten Jahren scheint gerade in der Skinheadszene die PC-Schiene immer weiter an Einfluß zu gewinnen und einige Leute scheinen hier ihren Einfluß zu nutzen, um zu bestimmen, was PC ist und was nicht. Wie seht Ihr das?

Stöbi: Du spielst doch nicht etwa auf Herrn Willi W. An, oder sein überDIMensionales Gegengewicht? Aber du hast recht, ich seh das genauso. Ich glaube die Szene braucht im großen und ganzen irgendwelche Führer. Sie will ja ach sooooo unpolitisch sein und ist noch viel politisierter als ein NSDAP-Anhänger unter Hitlers Führung.

Es ist aber nicht nur das. Das Internet wird zunehmend feindlicher gegen die ganze Bewegung. Jeder Furz muss sich einmischen und wenn er den PC ausmacht, spielen die kleinen anonymen Wichser mit den Barbiepuppen ihrer Schwestern.

Aber was will man machen? Am Ende könnten die ganzen Hetzereien den Leuten doch egal sein, aber auch sie, die eigentlich Plan davon haben, um was es geht, lassen sich mit in die Scheiße reinziehen.

Ich möchte mich aber hier nicht weiter aufregen. Sonst macht mein Herz nicht mehr lange mit.“

Quelle: www.mf-zine.de/gerbenok.htm

Neben der Überschneidung von „Martens Army“ mit der Grauzonenband „Gerbenok“ und dem rechtsoffenen „Krawallbrüder Records“, zeigt auch die Freundesliste der Band eindeutig, wie weit rechts sich diese Band aus dem Fenster lehnt (mal ganz abgesehen von so eindeutigen Konzerten wie im „Skinhouse Menfis“):

„Short Cropped“, „Bakers Dozen“, „Indecendent Exposure“, „Stars & Stripes“, „Iron Fist“, „Unantastbar“, „The Pride“, „Bootboys Hildesheim“, „Headcase“, „Rampage“, „Bombecks“, „Punx Not Red Germany“, „TWISC“, „Prolligans“, „Skinhouse Menfis“, „Grauzone“, „KC-Supporter“, „Stahlwerk Zine“, „Spreerebellen“ u.v.m.

Fazit: Insgesamt dürfte klar geworden sein, dass es sich beim "Skinhouse Menfis" und den am Samstag auftretenden Bands um eine eindeutig rechtsextreme Angelegenheit handelt. Es wäre wichtig in Thüringen eine antifaschistische Kampagne gegen diesen Laden und auch andere Rechtsrockstrukturen zu starten!

Es geht darum die sich verstärkende Instrumentalisierung von Jugend(sub)kulturen durch die extreme Rechte zu stoppen - egal ob Skinhead-, Punk-, Hardcore-, Darkwave-, Metal- oder auch andere Subkulturen!

Fuck the RAC! Kick out stupidity out of the scene! "Skinhouse Menfis" dichtmachen!

Quelle