Archiv für August 2009

Aufruf der JAPS Jena gegen das „Fest der Völker“ 2009

Am 12. September wollen die Jenaer Nazis und Ihre europäischen Mitstreitenden auf dem Viehmarkt in Pößneck wieder ihr „Fest der Völker“ feiern – alle Jahre wieder. Trotz massiver Proteste, Verbotsversuche und Blockaden in Jena und Altenburg hat diese nazistische Veranstaltung im braunen Herz Deutschlands eine unerträgliche Kontinuität erreicht: Seit 2005 versammeln sich regelmäßig bis zu 1500 Neonazis um beim „Fest“ Rechtsrock und menschenverachtende Reden zu hören. Der geleerten NPD-Kasse und anderen nazistischen Strukturen kommen auf diese Weise jährlich geschätzte 20.000 Euro zugute.

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Von NS-Verherrlichung, angebliche jüdische Weltverschwörung, Heidentum und der Blut-und-Boden Ideologie

Ein Einblick in die lokale NSBM-Szene (dt. „nationalsozialistischer Black Metal“)

Nur „Das größte indoor Black Metal – Festival Deutschlands“?

Am 9. und 10. Oktober 2009 wird in Lichtenstein im „Uni“-Club erneut das „Fireblade Force Festival“ stattfinden .1 „Supported“ wird das Festival von der „P36 Cuba Bar“ und „W.T.C.-Productions“. Bei der „P36 Cuba Bar“ handelt es sich um eine mobile Cocktailbar aus Niedersachsen, die unter anderem auch beim „Thunders over Miriquidi Festival“ 2009 in Elterlein vor Ort war. „W.T.C.-Productions“ hingegen ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Betreiber Sven Zimper ist Mitglied der rechtsradikalen NSBM-Bands „Absurd“ und „Luror“ und vertreibt in seinem Internetshop diverse Tonträger und Textilien rechter Neofolk- und NSBM-Bands wie beispielsweise „Satanic Warmaster“, „Impaled Nazarene“ oder „Fire&Ice“.

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Leipzig: Rechtsoffen trifft rechtsoffen

Im Club Lagerhof nahe des Leipziger Bahnhofes wird im September 2009 wiederum einer politisch zweifelhaften Band eine Bühne gegeben. Präsentiert vom Veranstalter/ Label „equinoxe“ wird dort am 25.9.2009 die Band DER BLUTHARSCH aus Österreich auftreten. Bereits im Frühjahr gab der Club Lagerhof der rechten Hooliganband Kategorie C eine Bühne.
Die mit politisch rechts codierten Songs und nationalsozialistisch aufgeladener Selbstinszenierung bekannt und groß gewordene Band DER BLUTHARSCH hat ihr Image inzwischen verändert. Eine kritische Reflektion der eigenen Vergangenheit fand allerdings nie statt. Es drängt sich vielmehr der Eindruck auf, dass das Projekt bzw. sein Macher aus Angst vor Imageverlust und somit auch aus ökonomischen Gründen eine Wende vollzogen hat.

*Hintergründe

Der Frontmann der Band DER BLUTHARSCH Albin Julius weist seit 2007 die von verschiedenen Experten und Journalisten erhobenen Vorwürfe der Rechtslastigkeit zurück. Nichts desto trotz steht der Protagonist des Musikprojektes weiterhin zu seiner Affinität zu Ästhetik des Nationalsozialismus. „Nein ich bereue nichts […] Das Corporate Design ist natürlich für eine Band sehr wichtig, als Musiker „verkaufst“ du ja nicht nur deine Musik, du verkaufst ein Image.“ meint Albin Julius im Interview mit Nonpop, Oktober 2007. Zu diesem Image gehör(t)en militaristische und im Nationalsozialismus verwendete Symboliken, wie die Sig-Rune (in Doppelform das noch heute verbotene Kennzeichen der SS im Dritten Reich) und das Eiserne Kreuz (das weiterhin Symbol des Militarismus ist und im rechten Milieu als Verdienstorden der Wehrmacht verklärt und genutzt wird).Auch Hakenkreuze dienen in Videos der Band als Stilmittel.

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29.8.09: „Kategorie C“-Konzert in Krölpa bei Pößneck geplant

Am 28./29.8.09 ist im „Waldhaus Zella“ in Krölpa bei Pößneck ein Festival unter dem Motto „Stadionzeit Rock´t“ stattfinden. Neben der bekannten rechten Hooliganband „Kategorie C“ sollen auch noch die Bands „Engel in Zivil“, „Jung und Frei“ und „Die JungZ“ spielen.

Erst am vergangenen Wochenende konnte „Kategorie C“ ungestört vor 400 Nazis und rechten Hools in Kaiserslautern aufspielen. Laut einem Indymediabericht soll der NPD-Kader Sascha Wagner der Veranstalter gewesen sein.

22.8.09: Nazikonzert in Belgien mit „Libertin“, „Kommando Skin“, „Radikahl“, „Rotte Charlotte“ und „Stahlgewitter“

Am Samstag den 22.8.09 fand in Belgien das klandestin organisierte Vorfeldkonzert für den für den 5.September in Dortmund von Nazis geplanten sogenannten „Antikriegstag“ statt. Laut Angaben der Nazis sollen 600-700 Kamerad_Innen auf diesem Konzert gewesen sein. Es spielten die Nazibands „Libertin“, „Kommando Skin“, „Radikahl“, „Rotte Charlotte“ und „Stahlgewitter“.

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Fast 50 Neonazi-Konzerte in drei Monaten

NPD-Blog-Info berichtet, dass von April bis Juni 2009 50 Nazikonzerte in Deutschland stattgefunden haben. Diese Zahlen sind aber mit Sicherheit noch zu niedrig angesetzt, da es wie immer auch viele Konzerte in Übungsräumen gibt, bei Privatfeiern oder so klandestin organisiert, dass weder staatliche Organe noch antifaschistische Strukturen etwas davon mitbekommen. Die aktuellen Zahlen belegen aber auf jeden Fall wie wichtig die gesamte Rechtsrockszene zur Rekrutierung von Jugendlichen und auch aus geschäftlichen Gründen weiterhin ist:

„Von April bis einschließlich Juni 2009 haben in Deutschland rund 35 rechtsextremistische Nazi-Konzerte und 10 Liederabende stattgefunden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (16/13896) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/13845) zu ”Musikveranstaltungen der extremen Rechten im zweiten Quartal 2009“ hervor.
Danach wurden die Nazi-Konzerte von insgesamt etwa 3.400 Personen besucht und die Liederabende von insgesamt rund 600 Personen. 8 Konzerte wurden den Angaben zufolge in den drei Monaten von der Polizei aufgelöst und 5 Konzerte im Vorfeld verboten beziehungsweise ”durch präventive Maßnahmen der Sicherheitsbehörden verhindert“.“

Quelle: NPD-Blog

Wieder Neo-Nazi-Konzert im „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz

Update 22.08.2009: Das Neonazi-Konzert mit den Gruppen „Totenburg”, „Magog” und „Leichenzug” konnte ungestört stattfinden, obwohl die lokalen Behörden und der Verfassungsschutz rechtzeitig informiert wurden.

Wieder einmal soll heute abend im Club „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz ein Konzert mit mehreren NS-Blackmetal-Bands über die Bühne gehen. Im Juni 2009 sollte im von Björn Eichhorn und Stev Lippold betriebenen Lokal die ukrainische Neonazi-Band „Kroda“ mit Unterstützung der Gruppe „Isolfur“ und ebenfalls neonazistischen Band „Sekhmet“ auftreten. Der Auftritt von „Kroda“ wurde jedoch verhindert, nachdem die Instrumente der Band bei einem Konzert in Polen von lokalen AntifaschistInnen zerstört worden waren. Als Ersatz wurde kurzfristig die Neonazi-Band „Totenburg“ angekündigt, diese schaffte es dann aber nicht mehr rechtzeitig, das „Comeback“ vorzubereiten.

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Nazikonzert am 22.8.09 in Sachsen mit „Kinderimmerterroristen“, „Mortuary“, „Haftbefehl“ und „12 Golden Years“

Die Naziseite www.sachsen-event.de.vu bewirbt für das kommende Wochenende ein Rechtsrockkonzert in Sachsen. Auf dem Konzert und der anschließenden „Release Party“ sollen die Bands „Kinderzimmerterroristen“, „Mortuary“, „Haftbefehl“ und „12 Golden Years“ aufspielen.

„Blood & Honour“-Konzert am 15.8.09 in England

Am 15.8.09 gedachte „Blood & Honour UK“ zum mittlerweile 11.Mal mit einem Gedenkkonzert – dieses Jahr spielten die Nazibands „Blackout“, „March or Die“ und „White Law“ – an den Todestag von Andrew ‘Stinko’ Lewis. Dieser war im Alter von 28 Jahren am 18.8.1998 an einem Krebsleiden verstorben. Er war der Bassist der bekannten Nazicombo „Celtic Warrior“, spielte aber auch für „English Rose“, „Brutal Attack“ und sein erst und kurz vor seinem Tod reformierte Band „Blackout“.

„Veneto Summerfest“ am 18.7.09 in Norditalien

Am 18.7.09 fand das mittlerweile in Nazikreisen wohl legendäre „Veneto Summerfest“, organisiert von den „Veneto Fronte Skinheads“, in Norditalien statt. Auch dieses mal traten wieder verschiedene internationale Nazibands auf: „Sanguinis Effusione“ (Italien), „Gesta Bellica“ (Italien), „Hais & Fiers“ (Frankreich), „Malnatt“ (Italien), „Noie Werte“ (Deutschland), „Hate For Breakfast“ (Italien“), „Sturmwehr“ (Deutschland) und „Vlajka“ (Tschechien).

Nazifestival am 31.7./1.8.09 in Italien

Auch in Italien fand am 31.7./1.8.09 erneut ein größeres Nazifestival mit folgenden Bands statt: „Hate For Breakfast“, „Nativi“, „DDT“, „Legittima Offessa“, „Clan 88″, „Guardia Di Ferro“ und „The Wheerlers Trio“.

NSHC Konzert am 15.8.09 mit in Ostdeutschland „Civil Disorder“, „Painful Life“, „Diary Of Dying Nation“, „Burning Hate“ und „Eternal Bleeding“

Am Samstag den 15.8.09 spielten in Ostdeutschland (laut Naziangaben in „Mitteldeutschland“) die Nazibands „Civil Disorder“, „Painful Life“, „Diary Of Dying Nation“, „Burning Hate“ und „Eternal Bleeding“. Das Konzert konnte scheinbar ohne Gegenaktivitäten von Team Green bzw. antifaschistischen Kräften stattfinden.

Es ist anzunehmen, dass der Naziaufmarsch am 17. August 2009 (Rudolf Heß Todestag) in Altenburg (Thüringen) zu welchem regionale Neonazis aus dem Spektrum des so genannten parteifreien „Freien Netz Altenburg“ und der örtliche NPD-Kreisverband aufgerufen hatte, aus dem selben Spektrum durchgeführt wurde. Dies belegt auch der Bericht von „Recherche Ost“:

Auffällig war, dass die Demonstration fast vollständig dominiert war von subkulturell und aktionistisch geprägten jungen Neonazis. Ein Großteil der TeilnehmerInnen zählte rein äußerlich zu AnhängerInnen der „NSHC“- der national socialist hardcore-Szene und trug dies mit enstprechenden T-Shirts, Tattoos und Piercings nach Außen. Das verwundert nicht, nimmt die Region um Altenburg doch schon seit Jahren eine Vorreiterrolle in diesem subkulturellem Spektrum ein. Mit den Bands „Eternal Bleeding“, Moshpit“ und „Brainwash“ stammen gleich mehrere der derzeit beliebtesten neonazistischen RechtsRock-Bands dieses Genres von hier. So, wie die Neonazis keine Berührungsangst zu Hardcore, als eine ursprünglich als „links“ codierte kulturelle Bewegung, haben, verwendeten sie auch eine Vielzahl von als „links“ wahrgenommenen Parolen. Auf T-Shirts war zu lesen „Kapitalismus tötet“ und gegen die Polizei wurde gerufen: „BRD-du Bullenstaat. Wir haben dich zum Kotzen satt.“

Quelle

Nazikonzerte am 17. Und 25.7.09 in Mecklenburg-Vorpommern

An den vergangenen beiden Wochenenden konnten in Mecklenburg-Vorpommern gleich zwei Nazikonzerte ungestört über die Bühne gehen:

Am 18.7.09 spielten „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ in Pommer (Demmin) ungestört ein Ersatzkonzert für das zuletzt in Rostock von antifaschistischer Seite verhinderte Konzert. Es sollen ca. 200 Nazis und rechte Hooligans vor Ort gewesen sein. Die Polizei schritt nicht ein. Die geringe Besucherzahl lag sicherlich an der klandestinen Organisierung inklusive eines Schleusungspunktes.

Am 25.7.09 spielten auf einem „Liederabend“ der rechtsextremen Szene die Ultra-Antisemiten-Band „Arische Jugend“ und mehrere Liedermacher – „Christian“, „Martin“, „Teya“, „Freigeist“ und „Katrin von den Teuderunen“ und das Balladentrio „Mythos Pommern“ auf. Laut einem bekannten Naziforum waren etwa 60 Kamerad_Innen anwesend. Es soll weder Proteste von antifaschistischer Seite noch Stress mit der Polizei gegeben haben. Aufgrund der extremen antisemitischen, menschenverachtenden und offen zum Mord an Juden aufrufenden Texten des Balladenduos „Arische Jugend“ aus Norddeutschland, stellt sich uns allerdings einmal mehr die Frage, warum solche Terroristen (eine andere Bezeichnung wäre verharmlosend) überhaupt auf irgendeiner Bühne auftreten können. Das zeigt einmal mehr, das VS und Staatsschutz scheinbar keine Ahnung davon haben, was auf der Ebene des rechtsextremen Musiknetzwerkes momentan so alles passiert.

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Harter Schlag gegen die Neonazi-Musikszene

Durch einen Zufall ist der Polizei in Waiblingen bei Stuttgart am 4. August 2009 ein Schlag gegen den bundesweiten Handel mit rechtsextremer Musik gelungen. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung stießen die Beamten in einem Keller auf einige tausend CDs mit mutmaßlichem Rechtsrock, Aktenordnern und Belegen. Dem 34-jährigen Mieter des Kellers, Sascha Deuerling, erwarten jetzt Verfahren wegen Volksverhetzung und Propagandadelikten. Doch der Neonazi und ehemalige Betreiber einer rechtsextremen Auktionsplattform im Internet ist bereits vor knapp einem halben Jahr untergetaucht.

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1.8.09: Nazikonzerte in Baden-Württemberg und Sachsen

Auch am vergangenen Wochenende fanden in Sachsen und Baden-Württemberg erneut zwei klandestin organisierte Nazikonzerte statt:

Am 1.August 2009 sollten im Norden Baden-Württembergs die Nazibands „Störmanöver“, „Devils Projekt“, „Aufbruch“ und „Kurzschluss“ vor laut Naziangaben ca. 60-70 Kamerad_Innen spielen. Dieses Konzert wurde jedoch frühzeitig durch die Polizei aufgelöst.

Dafür konnte in Niesky (Sachsen – siehe Gästebucheintrag bei „Kommando Skin“) ebenfalls am 1.August scheinbar ungestört ein großes Nazikonzert mit den Bands „Brutal Attack“ (UK/Blood & Honour), „Kommando Skin“ (Stuttgart, Blood & Honour), „Cynik“ (Potsdam) und „Ortel“ (Tschechien) stattfinden.

Das Konzert wurde im Vorfeld vom bekannten Nazi-Versand „Odins Eye“ von Steffen Bösener (Köthen) über seinen Email-Verteiler beworben. Niesky bzw. Mücka war seit der Wiedervereinigung immer wieder Anlaufpunkt für große Nazikonzerte – teilweise mit mehren 1000 Teilnehmer_Innen. Scheinbar finden in der Gegend nach wie vor große Nazikonzerte statt (u.a. 2007 mit „Endstufe“, „Kommando Skin“ und „Les Villains“). Es wäre Aufgabe der örtlichen Antifastrukturen das Thema wal wieder auf die politische Agenda zu bringen.

Weitere Infos zu Niesky, der Nazidiskothek „Wodan“ und der Kameradschaft „Schlesiesche Jungs“ gibt es hier:
http://venceremos.antifa.net/regional/niesky/antiodal.html

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Zwei rechte Lager, die sich nur zögerlich die Hand reichen

Die Beziehung zwischen der neonazistischen und der rechten Black Metal-Szene ist eine schwierige, doch wird von beiden Seiten schon seit längerem versucht, den Schulterschluss herzustellen. Eine deutliche Gemeinsamkeit ist ein in sich rassistischer Artglaube. Letzter Teil der Serie Blackmetal.

Mit Bezug auf das Heidentum werden auf beiden Seiten Werte wie Stolz, Treue und Kampfesmut hochgehalten und die Vorfahren glorifiziert, die diese Attribute angeblich noch unverwässert lebten. Dabei schwingt, beabsichtigt oder nicht, zwangsläufig ein Blutglaube und die Gefahr der Schwächung durch Vermischung mit. Und: Beiden Szenen ist gemein, dass sie nach dem Ersatz des schwachen Christengottes durch die starken, germanischen Götter streben. Musikalisch sind die Berührungspunkte rar, doch gab es ab etwa der Mitte der 1990er Jahre eine Handvoll Bands, die vom Metal beeinflussten Rechtsrock spielten: Racial Holy War aus Kanada zum Beispiel oder Bound For Glory und Before God aus den USA. Bei den beiden Letztgenannten war auch bereits das für die heutige Black Metal-Szene typische Phänomen zu beobachten, dass die Besetzungen großteils identisch waren. In Deutschland waren Saccara wohl die ersten, die metalähnliche Songs mit rechtsextremen Inhalten kreuzten, allerdings musikalisch so irrelevant, dass Bandkopf Daniel Giese eher mit seiner Rechtsrock-Band Stahlgewitter assoziiert wird.

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„Hendrik Möbus“ im Interview mit „Syndikat-Z“

Auf der Naziseite „Syndikat-Z“ gibt es seit Kurzem ein Interview mit dem überzeugten Nazi und ehemaligen Schlagzeuger der Band „Absurd“ „Hendrik Möbus“ – interessant ist vor allem, dass dieser trotz langjähriger Haftstrafen politisch und organisatorisch (Veranstalten von Konzerten bzw. veröffentlichen von Platten) sehr aktiv ist. Wir wollen euch an dieser Stelle seine Meinung zu rechtsextremer Musik und den entsprechenden Subkulturen nicht vorenthalten:

„Syndikat Z: Im Bereich nationalistischer Musik tat sich in den letzten Jahren ja einiges. Es gibt kaum ein Genre was nicht von uns „besetzt“ wird. Punk, Ska, Hardcore, Black Metal, Electro, Neo Folk, Sprechgesang und und und… Eine positive Entwicklung?

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Rechtsrockkonzerte und Aufmärsche im Rahmen des alljährlichen Heß-Gedenkens

In den kommenden Tagen bzw. den bevorstehenden Wochenenden stehen wieder zahlreiche Aktivitäten der Neonaziszene rund um den 22. Todestag des Nazikriegsverbrechers Rudolf Heß bevor. Da der geplante Aufmarsch an das Rudolf Heß Grab in Wunsiedel mit der Entscheidung vom 29. Juli 2009 durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München (welcher die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Bayreuth und des Landratsamts Wunsiedel bestätigte) auch in diesem Jahr verboten ist, mobilisieren Teile der rechtsextremen Szene zum 15. August 2009 zu einem europaweiten Aufmarsch nach Ungarn.
Aktivisten verschiedenster neonazistischer Kameradschaftskreise, wie z. B. Norman Bordin (Ottobrunn), fahren deshalb dieses Jahr zum zentralen Heß-Marsch in Budapest. Der dortige Veranstalter „NS-Front Hungaria“ bildet laut der Zeitschrift „Blick nach rechts“ (BNR) „das Dach der Neonazi-Organisationen „Blood&Honour Hungaria“, „Pax Hungarica“, „Veres Kard − Blutiges Schwert“ und „Hungaria Skins“. Nach der europaweiten Demonstration soll noch ein Rechtsrockkonzert mit den Bands „Tar Had“, „Kitörés“, „Vérzérzödes“ und zwei weiteren europäischen Bands stattfinden. Von Bayern und auch von anderen Bundesländern aus planen Neonazis Busfahrten zur Demonstration. Es ist durchaus mit einer höheren Teilnehmer_Innenzahl im vierstelligen Bereich zu rechnen. Bekanntermaßen hat die rechtsextreme Szene ja gerade im ehemaligen Ostblock seit einiger Zeit enormen Auftrieb – in Ungarn noch mal verstärkt durch den aktuellen Wahlerfolg der Rechtsextremen bei den letzten Europawahlen (näheres dazu unter www.siempreantifascista.tk). Übrigens organisieren ungarische Antifaschist_Innen europaweite Gegenproteste gegen den geplanten Hessaufmarsch in Budapest: www.myspace.com/resistancehungary Auch in Deutschland ist es natürlich möglich die Anreise der Nazis nach Budapest schon im Vorfeld erfolgreich zu verhindern – siehe u.a.: www.art-nb.de/?p=248

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