Archiv für September 2009

Kategorie C

Die Band wird der Neonaziszene zugeschrieben. Völkische Statements, so zum Beispiel die Zwischenspiele auf der CD Fußballfest ’98. Hier heißt es unter anderem „Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Führer vorn, Vorwärts die Oi traben, lustig schmettert das MG“. Die Band selber sieht sich als Fußball-Rockgruppe und nicht als Politband; laut eigener Aussage richte sich ihre Musik an „erlebnisorientierte Menschen“. Dies macht sie mit dem Lied-Refrain „Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik“ deutlich. Die Nachfolgeband VollKontaCt ging noch weiter und distanzierte sich von Unterstellungen, der politisch rechten Szene anzugehören. Dies zeigte sie zum Beispiel in ihrem Lied Kotz dich aus, in dem sie sich selbst als betont unpolitisch bezeichneten.

Der Sänger Hannes Ostendorf ist der Bruder des NPD- und Blood and Honour-Aktivisten Henrik Ostendorf und war 1991 an einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Bremen beteiligt.

Mitglieder von KC spielten vorher unter anderem bei den Rechtsrock-Bands Nahkampf und Boots Brothers. Auch nach Einschätzung des niedersächsischen Verfassungsschutzes ist „ein Teil der Musiker […] dem rechtsextremem Spektrum zugetan“.

1999 beteiligten sich Kategorie C mit einem Lied an dem Sampler Die Deutschen kommen II, auf dem unter anderem auch die Rechtsrock-Bands Landser, Stahlgewitter, Kraftschlag und HKL vertreten sind. Am 31. März 2001 trat die Band auf einer Party zum 20. Geburtstag der Dortmunder Neonazi-Hooligantruppe Borussenfront um Siegfried Borchardt auf. Des Weiteren erschien 2004 die CD Bootboys Bremen des Bandprojekts Adrenalin, an dem sowohl Bandmitglieder von Kategorie C als auch von Endstufe beteiligt waren.

Auf dem im Juli 2006 „wegen Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten sowie Gewaltdarstellungen“ eingezogenen extrem rechten „Fußballsampler“ mit dem Titel Zu Gast bei uns war die Band mit dem Stück Deutschland dein Trikot vertreten, in dem es heißt: „Deutschland dein Trikot / Das ist schwarz und weiß / Doch leider auch die Farbe deiner Spieler / In München, Rom und Bern, da gab’s noch echte Deutsche / solche Jungs und diese Siege hätten wir jetzt gerne wieder!“ und „Deutschland ist der Schlachtruf / Für Deutschland stehen wir alle ein / Doch Deutschland ist nicht die BRD / Deutschland ist der Schlachtruf“. Im Oktober 2006 trat Ostendorf unter anderem mit Annett Müller, Michael Müller und Agitator auf der von Eckart Bräuniger (NPD) angemeldeten Solidaritäts-Demo mit Konzert für den inhaftierten Landser-Sänger Michael „Lunikoff“ Regener vor dem Gefängnis in Berlin-Tegel auf.

weiter

Lesenswert ist auch dieser Artikel „Fußball verbindet“ auf der Homepage des Antifaschistischen Infoblatts.

Quelle: Wikipedia

Keine Bühne für den Aufruf zum Mord!

Nein zu Sexismus und Homophobie – das Konzert von Elephant Man verhindern!

Am 25.September soll im Rheingold Club in Düsseldorf ein Konzert mit dem Sänger Elephant Man stattfinden. Elephant Man ruft in seinen Texten zum Mord an Homosexuellen auf. Der Rheingold Club wirbt beispielsweise damit, dass Elephant Man das Lied „Log On“ spielen wird, in dem es heißt:

„Genieße unseren Tanz und verbrenne einen Schwulen.
Tritt auf ihm rum wie auf alten Kleidern.
Genieße unseren Tanz und zertrete einen Schwulen.“

Das Bündnis „Keine Bühne für den Aufruf zum Mord!“ ruft zu Protesten vor dem Veranstaltungsort auf.
Kommt zur Kundgebung am

Freitag, den 25. September, um 21 Uhr
vor den Rheingold Club, neben dem Düsseldorfer HBF,
Konrad-Adenauer-Platz.

http://keinebuehne.wordpress.com/

Konzert des homophoben Sängers „Elephant man“

Die Oire-Szene-Redaktion wird in Zukunft auch regelmäßig über homophobe, sexistische oder andersweitig diskriminierende Artists aus der Reggae-/Ragga-/Dancehallszene berichten. Im folgenden dokumentieren wir einen Text von der Antifa KOK Düsseldorf:

Konzert des homophoben Sängers „Elephant man“ in Düsseldorf verhindern!

Wie unserer angefügten Pressemitteilung zu entnehmen ist, soll am 25.September 2009 der homophobe Sänger „Elephant man“ im Düsseldorfer „Rheingold“ auftreten. Wir werden es nicht zulassen, dass menschenverachtende, sexistische und gewaltverherrlichende Texte ungestört verbreitet werden können. Daher rufen wir entschieden dazu auf, das angesetzte Konzert zu verhindern und sich klar gegen Homophobie, Sexismus und Gewaltverherrlichung zu positionieren.
Antifa KOK Düsseldorf und Neuss

Am 25.September 2009 soll der Musiker „Elephant man“ im Düsseldorfer „Rheingold“ neben dem Hauptbahnhof ein Konzert geben. In seinen Texten ruft „Elephant Man“ offen zum Mord an schwulen und lesbischen Menschen auf – wie den beiden folgenden, beispielhaften Texten entnommen werden kann.

Zitat aus dem Lied „A Nuh Fi Wi Fault“:

„Queers must be killed!
Please mark we word
Please mark my words
Gimme tha tec-nine
Give me the Tec-9
Shoot dem like bird“

Zitat aus dem Lied „We Nuh Like Gay“:

„Queers must be killed! Take them by surprise
Get a shot inna yu head, inna mi big gun collide.“

Bereits im Jahr 2008 gab es verschiedene Initiativen, die erreicht haben, dass alle Konzerte des homophoben Sängers in Deutschland von seiner Musikagentur „revelation concerts“ abgesagt wurden. Sowohl Schwulen- und Lesbenverbände als auch der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen Volker Beck setzten sich erfolgreich für ein Auftrittverbot ein.
Am 29.August 2008 hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland die CD „Log on“ von „Elephant Man“ wegen ihrer schwulenfeindlichen Mordaufrufe indiziert.

Wir kritisieren, dass es hier in Düsseldorf derartigen Sängern ermöglicht wird, mit ihren menschverachtenden und zu Mord aufrufenden Texten aufzutreten. Wir fordern den Veranstalter „Rheinische Kultur GmbH“, der das Rheingold in Düsseldorf betreibt, zu einer Absage des Konzerts am 25.September 2009 und zu einer klaren inhaltlichen Distanzierung von homophoben, sexistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten auf.

Antifa KOK Düsseldorf und Neuss
www.antifa-kok.de

Quelle

NS-Blackmetal-Festival in Lichtentein/Sachsen

Am 9. und 10. Oktober soll wieder einmal das „grösste Indoor-Blackmetal-Festival Deutschlands“ in Lichtenstein/Westsachsen stattfinden. Das Line-up ist wie die letzten beiden Jahre sehr fragwürdig und scheinbar sind die Behörden auch diesmal wieder auf dem rechten Auge blind.
(recherchiert von der Autonomen Antifa Westerzgebirge)

Lichtenstein in Sachsen: Aufmarschgebiet brauner „Schwarzmetaller“?

Am 09. und 10. Oktober soll im Club „Uni“ (betrieben von Dieter Friedl) in Lichtenstein (Sachsen) wieder das sogenannte „Fireblade Force“-Blackmetal-Festival über die Bühne gehen. Auch heuer werden – wie es mittlerweile schon Tradition ist – die Wünsche der Neonazis unter den BesucherInnen befriedigt. Während 2007 die rechten Gruppen „Nachtfalke“, „Corpus Christii“ und „Morrigan“ auftreten konnten, folgten ihnen 2008 – offenbar bestärkt durch das wohlgefällige Verhalten der lokalen Behörden im Vorjahr – noch radikalere Vertreter der rechtsextremen Blackmetal-Szene: Nun spielten offen neonazistische Bands wie „Satanic Warmaster“, „Silva Nigra“, „Annihilation 666“ und „Vargsang“ auf. Der Club „Uni“ in Lichtenstein ist mittlerweile zu einem beliebten alljährlichen Treffpunkt von Neonazi-Glatzen, „abhitlernden“ Blackmetallern und sonstigen braunen Dumpfbacken geworden, die neben „unpolitischen“ Gästen bei diesen Konzerten anzutreffen sind. Die Neonazi-Band, die in diesem Jahr auftreten soll, wird – so wie im letzten Jahr „Satanic Warmaster“ und „Nachtfalke“ – lediglich als „Special Guest“ und ohne namentliche Nennung der Gruppe auf der Homepage des Konzertveranstalters „Mephistopheles Concerts“ angekündigt. Die Vermeidung der namentlichen Nennung soll dazu dienen, Probleme mit KritikerInnen zu verhindern. Es handelt sich beim „Special Guest“ in diesem Jahr – wie in einschlägigen Internetforen nachzulesen ist – um das neonazistische Soloprojekt „Leichenzug“. Das Projekt covert auf einem Tonträger zahlreiche Lieder der bekannten deutschen Neonazi-Band „Absurd“ und steht auch bei einem Label, das von einem Mitglied von „Absurd“ betrieben wird („Nebelfee Klangwerke“), unter Vertrag. Das einzige Mitglied von „Leichenzug“ spielt auch bei der Gruppe „Halgadom“ – ebenfalls eine einschlägige Gruppe, deren Frontmann der Neonazi Frank Krämer ist.
(mehr…)

12.9.09: Internationales Neonazitreffen in Deutschland – Fest der Völker 2009

Das internationale Nazitreffen „Fest der Völker“ findet dieses Jahr am 12. September in Pößneck statt. Das „Fest der Völker“ ist Vernetzungsort für mehrere tausend Neonazis. Ziel ist eine „Europa der Vaterländer“ – Ethnopluralismus in Reinform. Auch 2009 zeigen sich viele Größen der europäische Blood & Honour Szene.

Von Nora Winter & Martin Hünemann

Geschichte wiederholt sich…

Majestätische Musik erklingt. Die Kamera schlängelt sich durch die Ruinen der Akropolis, ein Athlet wirft in Zeitlupe einen Speer, eine Gruppe Frauen tanzt in synchroner Einheit. Die Mitglieder der nationalen Mannschaften kämpfen, um die stärkste Nation herauszufinden. Leni Riefenstahl drehte „Olympia – Fest der Völker“ 1938. Die NPD Jena nutzt den Namen für ein internationales Nazitreffen:

Seit 2005 treffen sich Neonazis zum „Fest der Völker“ in Thüringen. Als Redner und Bands stehen Neonazis aus ganz Europa auf der Bühne. Oft sind sie Teil des internationalen Blood & Honour Netzwerkes, das trotz Verbots in einzelnen Ländern weiter aktiv ist.

(mehr…)

Vorwürfe nach rechtem Konzert am 29.8.09 mit „Thrima“ u.a. in Löcknitz

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Artikel aus dem „Nordkurier“ zu einem Nazikonzert, welches am vergangenen Wochenende im vorpommerischen Löcknitz stattfand:

Löcknitz (nk). Ein Konzert von Bands aus dem rechten Spektrum am Wochenende in Löcknitz hat im Nachinein eine Debatte über mögliche Versäumnisse der Polizei ausgelöst. Nach Informationen unserer Zeitung hatten sich mehr als 200 Rechtsradikale oder Sympathisanten aus Vorpommern auf einem ehemaligen Schrottplatz versammelt – auf Einladung des ortsansässigen NPD-Funktionärs Dirk Bahlmann, wie die Polizei bestätigte. Bei der Veranstaltung sollen vier Bands aus dem rechten Spektrum aufgetreten sein, darunter auch die einschlägig bekannte Nieparser Band Thrima.

(mehr…)

29.8.09 Budapest (Ungarn): Nazifestival „Sons Of Europe“

Erneut fand in Ungarn am 29.8.09 mit dem „Sons Of Europe“ ein Nazifestival von europaweiter Bedeutung statt. Das Festival konnte ungestört von Polizei und Antifaschist_Innen über die Bühne gehen. Es spielten neben den deutschen Bands „Moshpit“ und „Faustrecht“ u.a. „ULtima Frontiera“ (Italien), „Archivum“ (Ungarn), „Vendetta“ (Ungarn), „Guarda De Honra“ (Portugal), „Unit 28″ (England), „Fehér Törvény“ (Ungarn), „Voice of Justice“ (Ungarn), „Sergio“ (Liedermacher) und „Stevie“ (England).

„Der W“ versucht einen Sprung über den Schatten

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Artikel aus der „Freien Presse“ (Dresden/Sachsen) – da soll sich mal jeder seinen eigenen Teil dazu denken:

Der ehemalige Böhse-Onkelz-Bassist Stephan Weidner stellt sich in Dresden seiner Vergangenheit – und den mächtigen Rock-Dänen Volbeat

Dresden. Während am Sonntag die NPD bei der sächsischen Landtagswahl rund die Hälfte ihrer Wähler verlor und dennoch erstmals den Wiedereinzug in den Landtag schaffte, musste Stephan Weidner, ehemaliger Bassist der Böhsen Onkelz, mit seinem Soloprojekt „Der W“ sein ursprünglich in der Jungen Garde geplantes Dresden-Konzert in den wesentlich kleineren Schlachthof verlegen.

Gibt es da etwa einen Zusammenhang? Vielen gilt Weidner nach wie vor als schillernde Persönlichkeit des Rechtsrock – war er doch Sprachrohr seiner so umstrittenen wie erfolgreichen Ex-Band. Aus dieser Perspektive kann man die Konzertverkleinerung begrüßen und gleichzeitig besorgt darüber sein, dass „Der W“ es immer noch mühelos schafft, die volle Halle zum Toben zu bringen – zumal sich im Publikum durchaus ein paar wenige Fans mit einschlägigen Hassparolen-Shirts befanden. Keine Frage: Im Onkelz-Dunstkreis fühlen sich etliche Leute wohl, die nicht von der Bühne herab mit „Nazis-raus“-Parolen behelligt werden wollen. Aber was sagt das generell aus? Wenig. Wenn sich für ein hiesiges Grönemeyer-Konzert die Fans aus der durchschnittlichen Mitte der sächsischen Bevölkerung rekrutieren, sind dort schon allein statistisch mehr NPD-Wähler versammelt als bei Weidner, der durchaus auch viele Farin-Urlaub-Anhänger vor die Bühne lockt.

Weiter