Archiv für Oktober 2009

14.11.09 Neonazi-Konzert in Deesbach (Thüringen)

Ein Neonazi-Skinhead-Konzert mit drei einschlägigen Bands wird für November im thüringischen Deesbach angekündigt. Auftreten sollen die Gruppen „Short cropped“ (Belgien), „Kommando Skin“ (D) und „I don’t like you (D). Die 2004 gegründete, aus Turnhout stammende Band „Short cropped“ trat zuletzt am 03. Oktober 2009 im „Skinhouse Hellas“ in Griechenland bei einem sogenannten „ISD Memorial“ (zu Ehren des Frontmannes der Band „Skrewdriver“ und Gründers des seit 2000 in Deutschland verbotenen braunen Netzwerkes „Blood & Honour“, Ian Stuart Donaldson) mit der Gruppe „Str8line“ und einer „Skrewdriver-Tribute-Band“ auf.

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Quelle: fightfascism.wordpress.com

Faustrecht

„Faustrecht“ ist eine Rechtsrockband, die einen Kult um die Arbeiterklasse, um eine Vision eines „antikapitalistischen nationalen Sozialismus“ ganz in der Tradition von Teilen der historischen Nazis zelebrieren.

Titel wie „Die Macht des Kapitals“ verdeutlichen, dass zu den Feindbildern von Faustrecht neben den üblichen rechten Sündenböcken auch „Bonzen und Börsenspekulanten“ gehören. Ihr Bandlogo, ein Zahnrad, diente schon im Nationalsozialismus der „Deutschen Arbeitsfront“ als Logo. (mehr…)

Rechtsrockkonzerte mit „Kategorie C“ am 31.10 und 7.11.09

Am 31.10.09 soll im belgischen Antwerpen ein Rechtsrockkonzert mit „Kategorie C“, „The Pride“ (spielten erst im Jahr 2008 noch mit neonazistischen Bands wie der „Blood & Honour“-Combo „Les Vilains“ oder auch „Kill Baby Kill“) und den „Sassem Bootboys“ stattfinden. Eine Woche später wollen „Kategorie C“ ein Konzert für die rechtsextreme Bekleidungsmarke „Erik & Sons“ in Berlin-Mitte spielen.

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Bundesweiter Repressionsschlag gegen die „Weisse Wölfe Terrorcrew“

Am 28.10.09 gab es bundesweite Razzien bei Mitgliedern der „Weißen Wölfe Terrorcrew“. Scheinbar handelt es sich hierbei um eine Nachfolgeorganisation des rechtsextremen und in Deutschland verboten Zusammenschluss aus dem „Blood & Honour“-Musiknetzwerks bzw. dessen militanten Arm „Combat 18“. U.a. gab es auch bei der Band „Weisse Wölfe“ aus NRW Hausdurchsuchungen – Oire Szene dokumentiert hierzu einen Artikel von Klarmanns Blog:

HSK/KRE: Durchsuchungen bei Neonazis

Arnsberg/Krefeld – Bei der Durchsuchungsaktion der Polizei gegen Mitglieder der „Weisse Wölfe Terrorcrew“ erhielten am Mittwoch auch zwei Neonazis aus Nordrhein-Westfalen „Besuch“ von der Polizei.
Wie die Polizei in Hamburg, die die Ermittlungen leitet, auf Anfrage mitteilte, wurden Objekte in Arnsberg und Krefeld durchsucht. Zufall oder nicht: In Arnsberg-Hüsten wohnt der Sänger und Kopf der Rechtsrockband „Weisse Wölfe“, Stjepan Jus. (mehr…)

Österreichisch-slowenische Faschofreundschaft?

Mitglieder einer österreichischen Rechtsrock-Band veranstalten im Jänner 2010 im slowenischen Domzale ein Konzert mit zahlreichen Neonazi-Bands. Die Wiener Gruppe „Service Crew Vienna“ um Petar Helmer organisiert die Veranstaltung, bei der vor allem Bands aus Deutschland und Österreich auftreten sollen: „Skullcrusher“ (Slowenien), „Service Crew Vienna“ (Österreich), „Donner des Nordens“ (Österreich), „Sturmtrupp“ (Deutschland), „Ohne Worte“ (Deutschland) und „Blitzkrieg“ (Deutschland). Obwohl auch in Österreich in der jüngsten Vergangenheit mehrere einschlägige Konzerte ungestört über die Bühne gehen konnten, nutzt man offenbar die weitreichende behördliche Toleranz des Nachbarlandes, um absolut sicher zu gehen zu können, dass das Konzert nicht verhindert wird. Helmer hat im Internet die Ankündigung des Konzertes übernommen hat, einer seiner Bandkollegen von „Service Crew Vienna“, Kai Kungl, ist nicht nur bei „Service Crew Vienna“ sondern auch bei der Blackmetal-Band „Donner des Nordens“ aktiv.

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24.10.09 Rom (Italien): Nazikonzert mit „Kill Baby Kill“, „Hate for Breakfast“ u.a.

Auch in Italien fand am vergangenen Wochenende mal wieder ein großes Rechtsrock-Konzert statt. Im Nazizentrum „Casa d´Italia Colleverde“ spielte die bekannte belgische Naziband „Kill Baby Kill“, die italienischen Szeneheroen „Hate for Breakfast“, „Sumbu Brothers“ (Verona), „The 4Aces“ (Rom) und „Tip Da Spiaggia“ (Rom).

24.10.09: „Lunikoff“-Konzert im „Club88“ (Neumünster) verboten

Am vergangenen Wochenende hätte anlässlich des 13.Geburtstag des berüchtigten Naziladens „Club88“ in Neumünster ein großes Nazikonzert mit „Lunikoff“ aus Berlin u.a. stattfinden sollen. Laut Naziangaben wurde das Konzert allerdings durch ein Großaufgebot der Polizei verhindert. Als Verbotsgrund wurde scheinbar die „allgemeine Gefahrenabwehr“ genannt. Dennoch konnten zahlreiche Nazis im „Club88“ und/oder in der „Titanic“ feiern.

Die Oire-Szene-Macher_Innen hoffen natürlich weiterhin, dass der „Club88“-Betreiberin Christiane Dolscheid endlich die Konzession entzogen wird. Unfassbar, dass ein solch eindeutig nationalsozialistischer Laden schon so lange existieren kann!

Quelle: http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=162869

600 auf Antifa Demo gegen Club 88
http://de.indymedia.org/2009/09/262296.shtml

31.10.09: Nazikonzert im Grenzgebiet Österreich-Slowakei mit „Faustrecht“, „Feldherren“ u.a.

Am 31.10.09 planen fränkische Neonazis im Grenzgebiet von Österreich zur Slowakei unter dem Motto „Bootparty – When the Skins go marching in“ ein Nazikonzert mit den Rechtsrockbands „Faustrecht“ (Allgäu), „Feldherren“ (München), „12 Golden Years“ und „Last Man Standing“. Aufgrund der angekündigten Bands ist mit mehreren hundert Besucher_Innen zu rechnen. Das Konzert wird vermutlich vom Hammerskin-Netzwerk bzw. dem „Freien Netz Süd“ um den Nazikader Matthias Fischer organisiert.

„Autonome“ Neonazis aus Wuppertal

„Anti-Antifa Wuppertal“ und „Natinale (sic) Sozialisten Wuppertal“ steht auf den „Myspace“-Seiten einer aus jungen Männern bestehenden Neonazigruppe aus Wuppertal. Die Bilder und Grafiken wirken durch ihr Design modern, das Gedankengut der Macher ist jedoch ewiggestrig und braun. Mit Parolen wie „Faschismus ist sexy“, „Good night left side“, „Kreativ gegen Antifa“ und „Nationaler Sozialismus jetzt“ versucht die Gruppe offenbar, neue Mitglieder zu werben. Das Outfit der jungen Rechtsextremisten ist voll und ganz am Stil der „Autonomen Nationalisten“ orientiert – schon seit Jahren sorgen brutale Übergriffe von Anhängern dieser neuen rechtsextremen Agitationsform regelmässig für Aufsehen. Die „autonomen“ Neonazis haben sich vom klassischen „Skinhead“-Outfit mit Springerstiefeln, Glatze und Bomberjacke gelöst: Nun kleidet man sich ähnlich wie Angehörige der autonomen linken Szene: Dunkle Farben, Turnschuhe, Kapuzenpullover. Auch die Aktionsformen, das Design von Plakaten bzw. Flyern usw. wurde von den Linken übernommen, die Neonazis versuchen, sich von parteiförmigen Strukturen zu lösen und unabhängig agierende Aktionsgruppen zu bilden. Auch die „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ passen in dieses Schema, es geht um den (mitunter bewaffneten) Kampf gegen die politischen GegnerInnen (ImmigrantInnen, Linke, Obdachlose, usw.) und die parlamentarische Demokratie im Allgemeinen. Die Inhalte sind somit dieselben geblieben.

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Von veganen Nazis und anderen Unappetitlichkeiten

„Support the Movement“ steht in großen Lettern auf dem Ankündigungsflyer für ein Neonazi-Konzert, das im Oktober in „Mitteldeutschland“ stattfinden soll. Welche Bewegung hier gemeint ist, ist offensichtlich: Es geht um die Neonazi-Bewegung in Deutschland.

Wie in vielen anderen Subkulturen auch, versuchen braune AktivistInnen auch in der Hardcore-Szene Fuß zu fassen. Es existieren bereits zahlreiche Bands, die durch die Gestaltung ihrer Bandlogos, Konzertflyer, Band-Tshirts usw. und durch ihr Aussehen nicht oder kaum von anderen, nicht-rechtsextremen Gruppen dieses Genres zu unterscheiden sind. Lediglich bei der Lektüre der Liedtexte stößt mensch auf braunes Gedankengut. Es sind häufig junge Männer um die 20, die versuchen, mit ihrer Musik einschlägige Inhalte zu vermitteln und lokale Neonazi-Szenen zu unterstützen.

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„PC-Records“ (Chemnitz, Sachsen)

Das Geschäft „PC-Records“ wurde 2000 von Hendrik Lasch gegründet. Zur Firma gehören heute das Label, ein Laden und der Versandhandel. Um 2004 übernahm der ehemalige Angestellte Yves Rahmel die Geschäfte. Rahmel war in der Szene als langjähriger Herausgeber des Fanzines „Panzerbär“ bekannt.

Mit rund 80 Veröffentlichungen seit 2000, die ausnahmslos dem Rechtsrock zuzuordnen sind, ist PC-Records eines der aktivsten Label Deutschlands. Eine größere Anzahl der zumeist von deutschen Bands eingespielten CDs wurde indiziert. Im Juli 2007 wurden mehr als 500 Exemplare einer von Rahmel produzierte Schulhof-CD mit dem Titel „60 Minuten Musik gegen 60 Jahre Umerziehung“ der „Kameradschaft Hof“ beschlagnahmt. PC-Records fiel in der Vergangenheit mehrfach dadurch auf, dass es politische Aktionen wie das „Fest der Völker“, die extrem rechte Schülerzeitung „Invers“ oder die erste aus dem Spektrum der „Freien Kameradschaften“ kommende Schulhof-CD „Anpassung ist Feigheit“ sponserte.

Quelle: netz-gegen-nazis.de

Die bisherigen Plattenveröffentlichungen von „PC-Records“ finden sich hier in der Übersicht – darunter zahlreiche Nazibands aus Berlin und Brandenburg:

www.pc-records.com/index1.html

verwandte Artikel:

„PC-Records“ in Chemnitz gerockt

„Opos Records“

Opos Records ist nicht nur ein einfaches Platten-Label. Neben dem Vertrieb von extrem rechten Bands, verkaufen „Opos Record“ T-Shirts mit der Aufschriften „Blitzkrieg“ und „Sommer-Sonne-Nationaler Sozialismus“. Aufschriften, die zweifellos Assoziationen mit dem Nationalsozialismus wecken sollen. Auch der Rest des Mailorders bietet alles, was das extrem rechte Herz begehrt.

Der Name OPOS bedeutet „One People – One Struggle“. Ins deutsche übersetzt ergibt das „ein Volk – ein Kampf“.
Als Plattenlabel vertreiben Opos Records bekannte Bands der extrem Rechten Hatecore-Szene, wie zum Beispiel: „Racial Purity“, „Brainwash“, „Kreuzfeuer“, „Hope for the Weak“ und „Moshpit„.

Letztere traten bereits bei verschiedenen NPD-Events und Verantsaltungen der Freien Kräfte auf.
Auf der Myspace-Seite wird im Musikplayer ausschließlich Musik des Genres RAC & Roll gespielt.
RAC (Rock Against Communism) ist bis heute ein beliebter Bezugspunkt neonazistischer und rechtsextremer Bands und wird vom Verfassungsschutz als „Rockmusik mit rechtsextremistischen Texten“ identifiziert.

Index

Unter der Rubrik „Index“ sind ab heute alle Bands aufgelistet, die ihr auf diesen Blog finden könnt.

Oire Szene blog wieder online!

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen sehr sympathischen Blogbeitrag von Diffidati Records. Vielen Dank und solidarische Grüße:

Kürzlich wurde der Oire Szene Blog von Wordpress runtergenommen. Grund? Keine Ahnung. Evtl. etwas viel Nazi-Symbolik für die amerikanischen Betreiber von Wordpress… Die Seite zog nun mittlerweile um und ist hier vorzufinden.

Nach der Löschung von Wordpress werden zig Leute gejubelt haben, aber so schnell geht es dann doch nicht Von unpolitischer Seite wird ganz gerne behauptet, dass die Seite mit Lügen, Verleumdungen, haltlosen Behauptungen, Diffamierungen um sich schleudert. Vielleicht ist das ganze aber auch nur eine verdammt ehrliche und knallharte Aufzeichnung und Recherche von existierenden Fakten, vllt. zu ehrlich für so manchen… Es soll bei dem Oire Szene Blog auch sicherlich nicht darum gehen jeden der in dieser mittlerweile leider wahnwitzigen Verflechtung ans Bein zu pissen oder ihn zu diffamieren. Viel mehr geht es darum die sog. schwarzen Schafe oder kurz gesagt die Bands/Veranstalter/Läden die wirklich braune Kacke am Stiefel haben zu outen und aus der „Szene“ (by the way: ich hasse das Wort Szene…) herauszukriegen. Mal abgesehen davon, dass es für mich nicht verständlich ist wie mensch sich als „unpolitisch“ ausgeben kann (was ist das???) sollten diese Leute, die sich das auf die Fahnen schreiben zumindest rechtsoffene/rechte Bands/Veranstalter/Läden von sich fern halten. Jeder der halbwegs bis Drei zählen kann, dürfte auch kapieren dass in Subkulturen wie Punk, Skinheads, Hardcore etc. rechtes Gedankengut in welcher Ausprägung auch immer rein gar nichts zu suchen haben. (mehr…)

24.10.09 Magdeburg: Rechtsoffenes Konzert mit „Elbroiber“ u.a.

Am 24.10.09 soll in Magdeburg mal wieder ein Konzert rund um die lokale, weit rechtsoffene Band „Elbroiber“ stattfinden. Neben den „Elbroibern“ sollen noch „Jung & Frei“ (Salzgitter), „Notlöhsung“ (Wernigerode) und „Balcony Baterds“ (Magdeburg) spielen. Das Konzert soll im „Keith Livepub“ stattfinden (www.keith-livepub.de). Die Bands lassen eindeutig ein Publikum zwischen rechtsoffener Grauzone und Rechtsrockszene erwarten: (mehr…)

„Legion Of Thor“ aus Berlin

„Legion Of Thor“ wurde 1997 in Berlin von ehemaligen Mitgliedern von „Thorshammer“ aus Wilsdruff/Brandenburg und „Crossed Hammers“ (Symbol der Hammerskins) aus dem Berliner Umland gegründet (andere Bandmitglieder spielten früher u.a. bei den Nazibands „Alte Kameraden“, „K.D.F.“ und „Sturm 5“). Die Band steht sowohl „Blood & Honour“ (inklusive dem bewaffneten Arm „Combat 18“) als auch deren Konkurrenzorganisation im Rechtsrockgeschäft „Hammerskins“ (Bandmitglied Hagen war sogar laut Eigenaussage selbst Mitglied der „Hammerskins“) nahe. Als musikalische Vorbilder geben „Legion of Thor“ bekannte Rechtsrockbands wie „Mistreat“, „Legion 88“, „Skrewdriver/Ian Stuart“, „Commando Pernod“, „Endstufe“, „Blue Eyed Devils“, „Nordic Thunder“ oder „Bound for Glory“ an.
Bisher veröffentlichte die Band fünf CDs und spielte häufig auf Rechtsrockkonzerten. Die CD „The 4th Crusade“ bei „V7 Records“ wurde am 30.10.2004 u.a. wegen Aufruf zum Rassenhass indiziert. Folgende Textzeilen waren dafür ausschlaggebend:

Deutsche Kultur ist nicht mehr vorhanden, Parasiten machen sich hier breit. Nur noch Dönerstände und Mafiabanden, Berlin wo ist Deine Herrlichkeit? (…)
Ganze Stadtbezirke voll von fremden Kulturen, Schutzgelderpressung liegt im Trend der Zeit.
Dealer, Mörder, Erpresser und Huren, Verdammt Berlin, das geht zu weit!

Refrain:

„Deine Stunde schlägt, Berlin wach auf! Nimm dieses Schicksal nicht länger in Kauf! Reichshauptstadt, du stehst für´s ganze Land! Und hast die Zukunft selbst in der Hand!

(„Legion of Thor“: The 4th Crusade. CD 2004)
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„Kommando Freisler“ vor Gericht

Laut einem Zeitungsbericht vom 22.10.09 stehen Mitglieder und Helfer der Neonazi-Musikband «Kommando Freisler» ab Anfang kommenden Monats vor dem Amtsgericht Herzberg am Harz wegen Volksverhetzung verantworten. Den Männern werde die Produktion der CD «Geheime Reichssache» mit volksverhetzenden Inhalten (diese absolut menschenverachtenden Texte der Platte sind hier zu finden – es stellt sich einmal mehr die Frage, wieso hier erst 6 Jahre nach Erscheinen des Albums verhandelt wird – nach 5 Jahren ist der Vorwurf der Volksverhetzung verjährt…!) vorgeworfen, sagte eine Justizsprecherin am Donnerstag. Einer der drei Angeklagten werde von dem rechtsextremistischen Anwalt Jürgen Rieger vertreten. Der Name «Kommando Freisler» bezieht sich auf Roland Freisler, den Präsidenten des berüchtigten «Volksgerichtshofes» des NS-Regimes, der für Tausende von Todesurteilen verantwortlich war.
Hintergrundinfos zu „Kommando Freisler“

„Kommando Freisler“ ist eine Rechtsrock-Band aus dem Raum Kassel, die durch ihre offen den Nationalsozialismus und den Holocaust verherrlichende Texte auffiel und Gegenstand mehrerer Ermittlungsverfahren war.

Der Name bezieht sich auf Roland Freisler, den Präsidenten des „Volksgerichtshofs“, des höchsten Gerichts des nationalsozialistischen deutschen Staates für politische Strafsachen. Freisler war als Richter verantwortlich für tausende Todesurteile in den von ihm geführten Verhandlungen der letzten drei Jahre des NS-Regimes. Im Jahr 2003 wurde die mittlerweile indizierte CD „Geheime Reichssache“ erstmals produziert und seit dem Frühjahr 2004 in der neonazistischen Szene verbreitet. Das Booklet zeigt ein Porträt von Freisler mit einer Darstellung der Justitia sowie im Hintergrund einen Ausriss aus einem Todesurteil Freislers und einen erhängten NS-Gegner, der durch angebrachte Schilder noch über den Tod hinaus diffamiert wird. Als Intro der CD dient das Todesurteil Freislers für den Priester Herman Behrle.

Weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommando_Freisler

„Old Glory“

„Old Glory“ sind mal wieder das beste Beispiel, wie „unpolitisch“ die Überzeugen vieler Grauzonen Oi-Bands in Wirklichkeit tatsächlich sind. Diese rechte Band spielt gerne Klassiker von Bands wie „4 Skins“ bis „Adicts“ nach, hat aber andererseits – wie erst am 12.9.09 bewiesen – überhaupt keine Probleme damit mit Ultra-Nazibands wie „Faustrecht“ auf einer Bühne zu stehen.

Auf ihrer Myspaceseite sind „Old Glory“ mit zahlreichen Bands befreundet, welche auch vornehmlich von der rechtsoffenen Grauzone gehört werden: „Indecent Exposure“, „Combat 84“, „Rampage“, „Pressure 28“, „Anti Clock Wise“, „I Don´t Like You“, u.a.

Diese Band zeigt wunderbar auf, dass der Übergang zwischen rechtsoffener Grauzone und dem harten Nazilager mehr als fliessend ist.

www.old-glory.de.vu/

www.myspace.com/oldglory77

„Sturmwehr“

Bei „Sturmwehr“ handelt es sich um die 1993/94 gegründete, dreiköpfige Rechtsrockband aus Gelsenkirchen (NRW) u.a. mit den beiden Bandgründern Jens Brucherseifer und Rony Krämer. Die Band ist eine der ältesten und bekanntesten Gruppen der deutschen Rechtsrock-Szene. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands aus dieser Szene ist die Spielweise sowie die Produktion der CDs relativ professionell. Die politische Ausrichtung tendiert zwischen nationalistisch und nationalsozialistisch. Stärkster Ausdruck neonazistischer Gesinnung ist das Band-Projekt „Sturm 18″ – die Zahl 18 steht dabei als Abkürzung für Adolf Hitler – aus dem Jahre 2002, welches laut des Fanzine „Panzerbär“ unter anderem Jens Brucherseifer zuzuschreiben ist. „Sturm 18″ ruft mit Texten „Wir werden Terroristen sein, […] wir räumen hier auf, wir räuchern sie aus, macht der Rattenbande den Garaus“ offen zum Mord auf. Paradoxerweise bezeichnet sich „Sturmwehr“ in ihren Liedern als nationalistisch und distanziert sich eher vom Nazi-Image, trägt aber als „Sturm 18″ eine deutlich neonazistische Gesinnung zur Schau. (mehr…)

„Blue Max“

Die Band „Blue Max“ wurde Ende 2002 im Raum Aglasterhausen/Schwarzach gegründet. Seither hat die Bonehead-Combo drei CDs mit Liedern wie „Frontsoldat“, „Germania“ oder „Befreites Land“ gefüllt. Auf der im August 2009 erschienenen „Schulhof-CD 2009“, mit der die NPD Propaganda unter Jugendlichen machen will, ist „Blue Max“ mit dem Stück „Totale Überwachung“ vertreten.
In den vergangenen Jahren spielte die rechte Band zahlreiche Konzerte in der BRD, aber auch in Frankreich, Spanien, Ungarn oder der Schweiz und steigerte somit ihren Bekanntheitsgrad in der Rechtsrock-Szene. Ein Beispiel hierfür ist der „Musikalische Abend“, den NPD und „Freie Kräfte“ im März 2009 im Kreis Görlitz (Sachsen) organisiert hatten. Unter dem Motto „Nationaler Sozialismus, jetzt!“ spielte auf der Veranstaltung auch „Blue Max“ vor rund 900 Nazis.
Aus ihrer Gesinnung machen die vier Bandmitglieder sowieso keinen Hehl. Der Sänger Tim Wirth war Teilnehmer an mehreren Nazi-Aufmärschen der letzten Jahre, so z.B. auf mindestens einem der „Rudolf-Heß-Gedenkmärsche“ im bayerischen Wunsiedel. „Blue Max“-Bassist Andreas Janko nennt in einem Interview die NPD „die einzigste wählbare Partei“ und findet, dass „jeder vaterlandstreue Mensch die NPD unterstützen“ solle.

Übrigens: Der Sänger von „Blue Max“ sang auch schon für die Nazicombo „Strafbataillon“, als Auhilfe, das Album „Das Volk in schwarz“ ein, außerdem wirkte er bei „Kategorie 18“ mit. Der Sänger und Schlagzeuger waren auch noch bei den „Oi-Rebellen“ tätig