31.7.09: Rechtsoffenes Konzert in Glatten/Freudenstadt mit „Frei.Wild“ u.a.

Heute Abend findet im Rahmen der „Glattener Sportwochen“ ein Glatten bei Freudenstadt in BaWü ein Konzert statt, zu dem sehr viele Nazis erscheinen dürften und auch teilweise schon mit mehreren PKW, teilweise auch aus dem Ausland, auf dem Weg dorthin gesichtet wurden.

Heute abend spielen in Glatten bei der „Wilden Rocknacht“ drei Bands, die rechtsoffenes Publikum und Naziskins geradezu anziehen.

Zum einen handelt es sich um die „unpolitische“ Oi-Band Frei.Wild, die letztes Jahr vom Oi-Label Asphalt Records gekickt wurden, da sie der rechten Südtiroler Partei „Die Freiheitlichen“ ein Konzert geben wollten, der der Sänger Philipp Burger bis November 2008 angehörte. Die Motivation von Philipp Burger, bei den „Freiheitlichen“ Mitglied zu werden ist laut ihm: „Es kann nicht sein, dass fast jedes Wochenende gewalttätige Übergriffe ausländischer Gangs auf einheimische Jugendliche begangen werden.“

Frei.Wild zeichnet sich neben ihrem Südtirol-Patriotismus durch Ihre Texte gegen „Extremismus beider Seiten“ aus, bei Konzerten sind trotz Zeilen wie „Rot und Braun, keinem darfst du trau’n.“ immer wieder Nazis aufgefallen. Während andere Oi-Bands konsequent das Konzert abbrechen und mithelfen, dass entsprechende Personen mindestens vor die Tür gesetzt werden, hat Frei.Wild mit den Kameraden kein Problem.

Eine weitere Band ist Stainless Steel, eine über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Böhse Onkelz-Coverband. Man mag über die Onkelz denken, was man will, bestimmte Liedtexte wurden von Ihnen nun mal verfasst und bis heute sind nazi-freie Onkelz-Parties oder Coverband-Konzerte eine Seltenheit. Auch wegen dieser Band dürften einige Faschos anreisen.
Die dritte Band heute Abend ist „rufmord“ aus Düren/NRW, auch eine sog. „unpolitische“ Deutschrock-Band, deren Songs auch gerne von Kameraden aus NRW gehört wird.

Um mal aus dem United Skins-Forum einen Erlebnisbericht des letzten Jahres zur „Wilden Rocknacht“ zu zitieren: „Von Freiburg aus ging es dann via Schwarzwald durch etliche kleine Käffer bis hin zu jenem Kaff in dem das Konzert statt finden sollte. Nämllich Glatten, im örtlichen Edeka deckten wir uns dann noch mit 2 Kästen Bier ein weil man ja über 12 Stunden Aufenthalt hat! Eine Familie grüsste uns vor dem Supermarkt nett zu und irgendwie kam das so rüber wie „Hach endlich, die Jugend schließt sich Kameradschaften an und verjagt die Zigeuner aus den Städten“…

Klingt doch nett, oder?! Also nichts wie hin und den Nasen so richtig den Abend versauen!

Weg mit den Faschos und „unpolitischen“ Rechten aus der Skinhead- und Oi-Punk-Szene!

Stay rude, stay rebel!

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/07/257296.shtml

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