„Mummy´s Darlings“ aus München

Auch in der beschaulichen bayerischen Landeshauptstadt München gibt es einige Grauzonen-Ois – wenn es sich auch, im Vergleich zu vielen anderen Gegenden der Republik um eine überschaubare Szene handelt. Mit „Mummy´s Darling“ wollen wir euch an dieser Stelle eine der umtriebigsten bayerischen Oi-Bands vorstellen. Zunächst einmal die Selbstdarstellung der Band:

„2005 entschieden wir 4 uns, nachdem wir schon einige Zeit zusammen Musik gemacht hatten, die Band Mummy’s Darlings zu gründen. In den ersten Songs der neuen Kombo stellte sich schnell heraus, dass man einen eigenen Stil gefunden hatte – ganz nah an den Wurzeln der Skinhead-Kultur, ehrlich und trotzig. Wir experimentieren noch ein wenig mit Off-Beats und treibenden Bassläufen und festigten schnell den Stil, den wir auch heute auf die Bühne bringen.

Durch befreundete Bands, mit denen man sich des öfteren die Bühne teilte, wurden Christian und Sunny von „Sunny Bastards“ auf die uns aufmerksam und sie nahmen uns unter ihre Fittiche.

Bald darauf machten wir uns dann auch schon auf die Reise nach Duisburg und spielten dort unser Debut-Album ein. „Mummy’s Darlings aus dem Bayernland haben sich dem klassischen Skinhead-Sound verschrieben (…) Smoothiger Skinhead-Rock für Tanzbein und Seele, ganz nah an den Roots der Bewegung (…)..“ – so beschreibt uns unser Label.

Das war der Startschuss für eine ganze Menge Spass, es folgten Konzerte mit Stomper 98, Evil Conduct, Lion Shield, Superyob und Franky Flame, den Towerblocks, Angelic Upstarts, den Lokalmatadoren, den Ruckers, den Eastside Boys, Berliner Weisse, den Broilers, den Krawallbrüdern, Toxpack, Verlorenen Jungs, Volxsturm, Combat 77, Scrapy und solange die Leute Spass an unserer Musik haben werden es noch viel mehr werden.“

Hier fällt dem/der geneigten Leser_in bereits folgendes auf:

Neben einigen korrekten Bands, wie den Angelic Upstarts oder Scrapy, haben sich Mamas Schatzis auch mit Bands (teilweise mehrfach – eine dicke Connection besteht u.a. zu „Stomper 98“), die keiner Diskussion bedürfen, die Bühne geteilt: „Stomper 98“, „Krawallbrüder“, „Unantastbar“, „Condemned 84“, „On File“, „The Aids“, „The Corps“, „Lammkotze“ und vor allem „Franky Flame“ und „Superyob“ – die überhaupt keine Berührungsängste zur rechtsextremen Szene haben (siehe u.a. die Konzerte im rechtsextremen „De Kastelein“ oder dem „Skinhouse Menfis“).

Hintergrundinfos zu „Franky Flame“ und „Superyob“:

http://oireszene.wordpress.com/?s=franky+flame

Diese Konzertpolitik zeigt u.a. eindeutig, dass „Mummy´s Darlings“ keinerlei Berührungsängste mit der extremen Rechten haben. Auch ihr antikommunistisches Banner „Neither red nor racist“, welches sie auf Ihrer Homepage platziert haben, spricht dafür, dass die Band eher ein Problem mit linken (explizit auch antifaschistischen), als mit rechten Inhalten hat.

Am 16.4.2008 gelang es „Mummys Darling´s“ sogar in München im „Neuland“ ein Konzert mit den weit rechtsoffenen „Superyob“ und „Franky Flame“ zu spielen. Vor dem Hintergrund zu den Konzertauftritten u.a. in den rechtsextremen und „Blood & Honour“ nahestehenden Läden wie dem „Skinhouse Menfis“ und dem „De Kastelein“schon fast verwunderlich, dass die örtlichen antifaschistischen Strukturen nichts gegen dieses Konzert unternahmen (wir vermuten hier mal Unwissenheit).

Bei Betrachtung der Myspaceseite von „Mummy´s Darlings“, lassen sich u.a. folgende rechtsoffene bis rechtsextreme Bands unter den Top-Freunden finden:

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Die Oi-Band „Indecent Exposure“, welche gerne mal im „Moloko“, ehemals „De Kastelein“ spielen und sich die Bühne auch gerne mit der Nazi-Band „Short Cropped“ teilen.
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Die „Bootboys Hildesheim“, die sich vor allem durch das Veranstalten von rechtsoffenen Konzerten hervortun, wo auch gerne Nazi-Tatoos öffentlich gezeigt werden
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Rechtsoffene bis rechtsradikale Bands wie „Stomper 98“, „Unantastbar“, „The Corps“, „Indecent Exposure“, „Bakers Dozen“, „Bombecks“, Iron Fist“, „Code 1“, „On File“, „Retaliator“, “Rampage“, „Superyob“ u.a.
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Es finden sich verschiedene rechtsoffene bis rechtsextreme Skinportale und Fanzines wie „The Mighty Zwergpirate“, „United Skins“, „MF-Zine“ u.a.
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Auch waschechte Nazis lassen sich in der Myspacefreundesliste finden: www.myspace.com/darksuntattoo, www.myspace.com/tattoobiker66 u.a.

Sonst ist es interessant, das sich die Band wohl sehr gut mit dem Macher des „Conquerer“ Fanzines versteht, welches wiederum Platten des rechten „Bords de Seine“ Labels abfeiert.

Weiter sind „Mummy´s Darlings“ sehr dicke mit den „Krawallbrüdern“, die wohl an dieser Stelle keiner weiteren Diskussion bedürfen.

Persönliches Fazit: Ich finde die Band nach näherer Betrachtung einfach zum Kotzen. Musikalisch sind sie übrigens auch unterste Schublade, Stumpf Oi der schlechteren Sorte. Mit Grölgesang, da lacht doch das Herz eines jeden Grauzonenskinheads, denn da gehören „Mummy´s Darlings“ definitiv hin – sie haben ja sogar keinerlei Bedenken, mit Nazis auf der Bühne zu stehen , so dass der Begriff Grauzone schon fast zu nett scheint. Ansichtssache.

Für Herbst 2009 plant „Randale Records“ zur Veröffentlichung des 2.Albums („For The Bootboy´s Soul“) von „Mummy´s Darlings“ eine Tour zusammen mit der rechtsoffenen schwedischen Band „The Cliches“ (www.myspace.com/officialcliches). Diese spielten u.a. bereits Konzerte mit „Superyob“.

Quellen: www.munichzine.com/html/mummysdarlings.html

www.myspace.com/mummysdarlings

www.myspace.com/munichzine

www.munichzine.com

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