Franky Flame im Conne Island

Bereits im vergangenen November gab es einen Versuch einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Conne Island und ihrer Konzertpolitik (siehe Indymedia) – leider wurde auf die ausführliche Kritik des Oi the Greyzone-Blogs nicht wirklich eingegangen und das aus unserer Sicht zurecht kritisierte Konzert fand letztendlich statt.

Wer geglaubt hatte, dass die MacherInnen des Conne Island aus dieser Diskussion gelernt hätten, sieht sich leider getäuscht: Am 13.6.09 soll nun im Conne Island erneut ein rechtsoffenes Konzert – dieses Mal mit Franky Flame aus England u.a. stattfinden.

Bei Frankie Flame handelt es sich um ein Solprojekt des Sängers von „Superyob“. Er hat schon mindesten drei Konzerte im europaweit bekannten ehemaligen „Blood & Honour“ Vorzeigeladen „De Kastelein“ gegeben. Im Moloko, dem Laden, der als Nachfolgeprojekt des De Kastelein gilt, ist Franke Flame auch ein gern gesehener Gast. Sein letzter Auftritt dort fand erst am 20.03.2009 mit „Code 1“ (als herausragendes Ereignis gefeiert) statt. Hinzu kommt ein Sologig auf einer Hochzeit aus dem „Blood & Honour“- Umfeld. Weitere Auftritte fanden im weit rechtsoffenen bis rechtsradikalen Szeneladen „Skinhouse Menfis“ der „Oi Oi Vater“-Crew („Skinheads Thüringen“) statt. Bei diesen Auftritten trägt er gerne Shirts der rechten Band „Bakerz Dozen“. Seine Band „Superyob“ zählt ebenfalls mit zum grauzonigsten, was die Szene zurzeit zu bieten hat. Auch mit ihr spielte Franky Flame bereits mehrmals im „Moloko“.

Auch im Internet treibt sich Franky Flame gerne rum. So macht er auf seiner Myspace-Seite Werbung für Konzerte der offen rechten Band „The Pride“ im „De Kastelein“-Nachfolgeladen „Moloko“ (ebenfalls in Belgien/Brügge). Hier spielen demnächst die Naziband „Kill Baby Kill“ auf. Auch dafür macht Franky mit entsprechenden Flyern auf Myspace ordentlich Werbung.

Die Myspacefreundeslisten von „Superyob“ und „Franky Flame“ sprechen ebenfalls Bände: Hier finden sich unter anderem „The Scum“ welche erst vor Kurzem bei einem Nazigig abgefeiert wurden und „Headcase“ (spielten auch bereits mehrmals im Blood & Honour Laden „De Kastelein“).

Die Zusammenarbeit mit „Ascalon“, „Randale Records“, Interviews für das rechte „Skin“-Zine „Stolz & Stil“, die Idee von Franky Flame eine Bürgerwehr zu gründen, um sich vor MigrantInnen zu schützen usw, sind weitere Belege für Franky Flames rechtslastigkeit

Aber da das einigen immer noch nicht genug ist, kommen hier noch einige Auschnitte aus Interviews mit Franky Flame

Interview mit dem De Kastelein, dass lange auf der De Kastelein Website zu lesen war (mittlerweile offline):

„[…]WHAT THING IN YOUR COUNTRY MAKES YOU REALLY ANGRY?
[…]The social, political, cultural and economic problems caused directly by huge numbers of „economic migrants“ coming to the UK. Now, of course there are some very real and deserving cases cases of trauma and hardship, and there are genuine refugees;- but its common knowledge that our open door policy has been systematically and hugely abused, for years and years! Successive governments have just dodged the real issue, while the taxpayers have to pay the bill. So, the civilizational differences in our so called ’society’ deepen and become more bitter and entrenched. The race riots in Yorkshire last summer are just the symptoms of a much wider basic problem that no politician in the UK has so far had the vision or the courage to confront. Also, there is only limited space in the cities
of our small islands, and we have’nt got a bottomless pit of money for social welfare………….
we can’t accommodate the whole world and all his relatives.
Britain is coming apart, but this government and their fucking ’spin doctors’ – (liars!) try to pretend that it ain’t. Then, they act all surprised when the people seek their own justice and fight back! […]

A WORD ABOUT DE KASTELEIN
We can’t wait to come back and visit again! You are a TRUE CREW and De Kastelein is a rare thing, a skin pub run for skins by skins! Long may you reign!
Good luck to everyone and hope to see you all soon! […]„
Quelle: http://www.kastelein.be/interviewsuperyob.htm

Interviewausschnitt aus dem Grauzonenzine „Der Trinker“ (Das Zitat stammt von Crazyunited, die das Fanzine „Der Trinker 3″ besprochen haben):

DER TRINKER # 3
(greif80@web.de)
„So gibt Franky Flame als Probleme seines Landes gleich an erster Stelle „Massive Einwanderung, Asylbetrüger und illegale Einwanderung“ an, was ich, auch ohne genauer über die Situation in England Bescheid zu wissen, ziemlich seltsam finde, und BATTLE SCARRED erzählen, wie verdammt geil doch Bands wie SKREWDRIVER wären.“

Interview mit dem „Punk Reunited Zine“:
http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=170735605&blogId=477957037

Alles in allem denken wir, dass die hier dargelegten Infos und Hintergründe zur Person Franky Flame und „Superyob“ absolut ausreichen sollten, das geplante Konzert am kommenden Wochenende im Conne Island abzusagen! Außerdem wäre es schön, wenn sich das Conne Island auch endlich mal klar gegen die rechtsoffene Grauzone positionieren würde! Auf welcher Seite steht Ihr nun eigentlich und warum wischt Ihr jede berechtigte Kritik einfach zur Seite? Macht endlich Schluss mit diesen Grauzonenkonzerten!

Ein paar antirassistische Skinheads

Quellen:

Franky Flame: www.myspace.com/fieryfrank

„Moloko-Bar“: www.myspace.com/molokobruges

„Superyob“: www.myspace.com/superyoblondonuk

“Ecke” (CI-Konzertveranstalter): www.myspace.com/teenageripper

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