Neugründung der Band „Prollingans“

Leider scheinen die alten Teile der Band „Prolligans“ aus ihren Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt zu haben. Nach der Trennung eines Teils der Band (spielen nun unter dem Namen „Forbidden Kings“ und sind eine mittlerweile absolut klasse Band, welche sich auch klar antifaschistisch positionieren) aufgrund u.a. bandinterner Diskussionen um den Umgang mit der rechtsoffenen Grauzone, hat sich die Band um den Begründer „Pudolf“ im Mai 2009 neu gebildet. Nun sind sie wieder auf dem Grauzonenlabel „Krawallbrüder Records“, spielen am 1.8.09 in Reutlingen zusammen mit der Grauzonenkapelle „Lammkotze“ im „Alten Rappen“ und haben für September bereits eine kleine Tour mit der stark rechtsoffenen Band „Iron Fist“ (siehe auch: http://oireszene.wordpress.com/2009/07/17/17-18-7-09-rechte-konzerte-in-berlin-und-thuringen/) geplant.

Hier die Selbstdarstellung der „Prolligans“:

„Es ist nun schon eine Weile her, genauer gesagt war es im Sommer 2004, als sich die Prolligans aus einer simplen Idee heraus dazu berufen fühlten, die Welt um schöne Melodien zu bereichern. Bei guter Musik und kühlen Getränken saßen Pudolf, Raffi und ein Freund der Jungs Namens „Wurster Frank“ beisammen und überlegten ob man nicht etwas neues starten wolle und so kam Eines zum Anderen. Nun wurden die ersten Lieder in Angriff genommen, Max fürs Schlagzeug verpflichtet und der frisch angemietete Proberaum aufgerüstet. Da die Band aber noch nicht vollständig besetzt war, wurden einige Wochen später Dave und Poldi mit ins Boot geholt, die dann die vorhandenen kleinen Lücken schlossen. Der Antrieb für alle war der Spaß an der Musik, die pure Freude am hemmungslosen Herumproleten und das unendliche Vergnügen an der gnadenlosen Selbstinszenierung!
Schon nach einigem Proben war uns allen klar, dass es das ist, worauf die Menschheit schon lange wartete, wovon Götter träumten und wir sangen diese unsere Lieder mit Stolz erfüllter Brust. Naja, nicht nur Stolz sondern auch jede Menge Bier, Schnaps, Wein und allerlei Fressalien füllten unsere Brust, aber das tut hier natürlich nichts zur Sache.
Mit einiger Bravour und reichlich eigenem Support brachten wir am 01.04.2005 unseren ersten Gig glanzvoll über die Bühne. Es folgten zahlreiche weitere Konzerte unter anderem mit den Jungs von Perkele, Pöbel und Gesocks, Trabireiter, Troopers, Get Out, Krawallbrüder und vielen mehr…
Im Jahr 2006 kam es dann zum großen aber wohl auch längst überfälligen Krach zwischen den Fronten Pudolf/Dave und dem kläglichen Rest der Combo. Interne unterschiedliche Auffassungen und Streitereien haben es Nahe liegen lassen, dass es das Beste war, fortan getrennte Wege zu gehen und so wurde die Band 2006 vorerst aufgelöst!

Unser auf 999 limitierter und handnummerierter Silberling mit dem Namen „Allzeit bereit“ war bereits 2007 ausverkauft! Unser Label KB-Records veröffentlichte darauf im Jahr 2008 die Cd neu. Die Zweitauflage gibt es 1000 mal und ist für Leute die die Erstauflage verpasst haben, genau das richtige!

Im Jahr 2009 war es dann endlich wieder soweit! Pudolf, der einstige Gründer der Band hatte sich ein Herz gefasst und die Prolligans ins Leben zurückgerufen! Mit 4 anderen Mannen wurde die Band im Mai 2009 neu gegründet und große Ziele angepeilt. Im selben Jahr werden nun erst einmal kräftig Konzerte gespielt, außerdem soll das 2. Album direkt nachgelegt werden! Die Liedgutschmiede arbeitet jedenfalls mit Hochdruck auf den neuen Langspieler hin, der wieder bei KB-Records erscheinen wird… Mehr zu gegebener Zeit!“

Ein Blick auf die Myspacefreundesliste zeigt, dass die „Prolligans“ nach wie vor stark in der rechtsoffenen Grauzone verankert sind – befreundet u.a. mit: „Krawallbrüder“, „Flat Sprockets“, „Foidal“, „Iron Fist“, „Skinheads Thüringen“ (aka „Oi Oi Vater“ = Betreiber des rechtsradikalen „Skinhouse Menfis“), „Razorblade“, „The Veros“, „Riot Company“, „Unantastbar“, „Stahlwerk-Skinzine“, „The Corps“, „Indecentent Exposure“, Gerbenok“, „KC-Supporter“, „Grauzone“ u.v.a.

Selbst eindeutige rechte Vollpfosten wie dieser Duisburger Thor Steinar-Liebhaber befinden sich in der Freundesliste: www.myspace.com/meidericher

Quelle: www.myspace.com/prolligansband

Glaubwürdigkeit im Umgang mit Rechtsradikalen u.a. rechtsoffenen Zeitgenossen sieht anders aus. Ein ehemaliges Bandmitglied der „Prolligans“ – hat es im Zusammenhang mit dem Konzert der „Prolligans“ im rechtsradikalen „Skinhouse Menfis“ in Thüringen vorgemacht:

„Hallo zusammen. Mein Name ist X. und ich ergreife in diesem Zusammenhang das Wort, um die Sache mit dem Konzert im Skinhouse Menfis unserer Vorgänger Band Prolligans von unserer Seite zu schildern. Allem voran möchte ich betonen, dass mir diesen Vorfall darzustellen, ein wichtiges Anliegen ist, da die Forbidden Kings keine Band sind und auch nicht sein wollen, die auch nur den geringsten Opportunismus unterstützen oder betreiben oder Zweifel über ihre Position im Kampf gegen Nazis aufkommen lassen wollen. Von Anfang an wurde mit dieser Band eine klare Antifaschistische und Antirassistische Stellung bezogen, die nicht nur wie ein Banner vor sich her getragen wurde, sondern die sich im Geiste der Mitglieder gerade in der Zusammenarbeit der Band mit Konzertveranstaltern und anderen antifaschistischen Bands aus dem In- und Ausland widerspiegelt. (…) Nichts desto trotz müssen wir uns an diesem Punkt der Geschichte unsere Blauäugigkeit von damals zum Vorwurf machen lassen, da sich damals keiner von uns über das Ausmaß der Bedeutung im Klaren war, in einem solchen Laden zu spielen. Ebenso war es uns nicht bewusst, was genau das für ein Laden denn nun sein sollte, in dem wir damals spielten. Wir dachten unsere klare Einstellung gegen rechts und unsere Texte gegen Nazis würden uns schon davor schützen, jemals von zwielichtigen Veranstaltern gebucht zu werden. Weit gefehlt! Allerdings blieb dieser Auftritt auch nicht ohne Folgen. Die darauf folgenden Diskussionen innerhalb der Band über Konzerte in solchen Veranstaltungsorten und die damit verbundene Toleranz solchen Grauzonen und rechten Rändern gegenüber waren letzten Endes auch mit ein Grund, dass sich die Band im Oktober des selben Jahres noch auflöste. Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht in die Angelegenheit bringen und versichern, dass die Band, so wie sie heute existiert, den Fehler in solchen Läden zu spielen kein zweites mal machen würde.“

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