Stärkste Minderheit

Geil endlich noch ne Schrammel Oi-Band aus der Gosse. Und diesmal mit nem ganz neuem Konzept. Auf ihrer ersten Platte stottern sie gegen die böse Antifa und „Komunisterei“ (???), fasseln was von Oi Punks und Oi Skins unitet und wettern gegen linke Ideologien. Das ist wirklich was ganz neues! Darauf hat die Welt gewartet, das hat noch gefehlt! „Oi Oi Oi mit Spaß dabei“, Dabei grenzen sie sich natürlich „strikt gegen politischen Fanatismus ab und verurteilen sowohl Links- als auch Rechtsextremisten.“ Sie singen dabei was sie denken,“ohne Rücksicht und ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen.“ Die Inhalte sollen „sozial- und szenekritisch, dennoch äußerst kultbewusst“ sein. Nun gut dazu kann ich nicht viel sagen. Ich habe einfach nicht verstanden, was die so grunzen. Vielleicht haben die armen einfach zuviel gesoffen und geraucht beim malochen und Klischee erfüllen. Das kommt in den besten Familien vor. Jedenfalls sollten sie vor der nächsten Platte mal nachdenken über was sie eigentlich singen. Wer andauert im linken Hausprojekt Archiv in Potsdam spielt, sollte lieber nicht so gegen linke Ideologien und Kumunisterei, was auch immer das sein mag, hetzen. Musikalisch sind Sie Pfui und auch nicht nett anzusehen. Als eine Person, die ihre Infos natürlich nur aus dem Netz hat, kommt man auch nicht an Myspace vorbei. Schaut man sich die Seite der Jungs mal genauer an, kann von unpolitisch eigentlich nicht mehr die Rede sein. Unter musikalische Einflüsse finden sich zum Beispiel Condemned 84 und Ultimo Asalto zusammen. Bands, die nicht gerade für ihre politische Neutralität stehen. Wenn man sich die Freunde von SM auf Myspace etwas genauer anschaut, stößt man sofort auf harte Nazis – u.a. ein Myspacegästebucheintrag von folgender Person: www.myspace.com/lostprincess1488 1488 steht ihr wohl eher nicht für eine Postleitzahl. Der Gästebucheintrag wurde Mitlerweile gelöscht. In der Freundesliste bedindet sich die Prinzessin aber immer noch. Nun schleichen sich in einer Myspace Freundesliste schnell mal ungebetene Gäste ein. Aber wer so oft Fuck Politics von sich gibt, wie die Kameraden von SM, sollte doch bitte auch zu seinem Wort stehen. Oder siegt dann doch die Einheit, der Stolz und der Zusammenhalt mit Nazis?

Übrigens macht die Band einmal wöchentlich einen „Stammtisch“ in der linken Punkkneipe „Wilde 13“ in Berlin-Friedrichshain (Gabriele-Max-Str. nähe Boxhagener Platz) – dort gab es bereits Ärger mit den anderen Stammgästen, welche sich wohl auch bereits beim Betreiber über diese Gruppe beschwerten.

Konzerte gaben Sie auch im Nichten und Neffen im Prenzlauer Berg. Eine Kneipe, in der sich auch die Rechte Kundschaft gerne Mal zum stell dich ein trifft.

Abschließend kann gesagt werden, das SM eine Grauzonenband ist, die sich zwar unpolitisch gebärdet, dann aber die gleiche Schiene fährt, wie Bombecks, Gerbenok, Schusterjungs, Gumbles etc und mit diesen auch Konzerte macht.

Eigntlich genug Gründe, sich nicht mit diesen Zeitgenossen abzugeben und auf den viel gepriesenen Zusammenhalt nichts zu geben.

Bisherige Konzerte:

24.01.2009 Berlin – U5 mit: Nicht der Rede wert, Stahlkappenverbot, Alltagsdasein
27.12.2008 Berlin – Neffen und Nichten mit: Maul Halten
20.09.2008 Potsdam – Archiv mit: Starts, Reisegruppe Morgentau, The Bataks, The Paradox
19.09.2008 Berlin – Neffen und Nichten mit: Enorm
30.08.2008 Schmachtenhagen – Gasthof Niegisch mit: Gerbenok, Bombecks, Klartext
19.04.2008 Zernsdorf – Jugendclub Zernsdorf mit Tempes, Parabox, 4 x Lumpen, Zugriff, Los Escabars
07.12.2007 Neubrandenburg – Zebra mit: Fightball, Maul Halten, Gumbles
17.11.2007 Berlin – Amnesie mit: Gewohnheitstrinker
05.05.2007 Potsdam – Archiv mit: Rawheads, Schusterjungs

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