„Die Feldherren“ (München)

Die „Feldherren“ aus München haben 2009 ihr Debütalbum in Eigenproduktion veröffentlich. Das Album heißt „München“ und umfasst 14 Titel. Die Platte ist auf „Oldschool Records“, dem hauseigenen Label der bekannten Rechtsrock Band „Faustrecht“ aus dem Allgäu erschienen.
Der Sänger Aris Delestathes von den „Feldherren“ war zudem früher bei der neonazistischen Band „Freibeuter“ aktiv. Die internationale Vernetzung der Feldherren“ schlug sich sich in der Vergangenheit bereits auf Konzerten des international aktiven und in Deutschland verbotenen Musiknetzwerkes „Blood & Honour“ nieder. Zu einem Rechtsrockkonzert von »Blood & Honour -Slovenia« wurden dabei neben der englischen Rechtsrockband »Section 88« auch ungarische und slowenische Neonazigruppen angekündigt. Zum Programm der neonazistischen Konzertveranstaltung gehörte auch der Auftritt der bayrischen Rechtsrockband „Feldherren“ sowie einer weiteren „German RAC-Band“.

Im Jahre 2006 sorgten die „Feldherren“ in München kurze Zeit für Schlagzeilen:

„Ein Teil der Münchner Naziskinheads trifft sich regelmäßig im Hochbunker an der Lautenschlägerstraße in Allach. Dabei handelt es sich nach Angaben des bayerischen Verfassungsschutzes um etwa zwei Dutzend Angehörige der Szene. „Bei Partys kommen auch mehr Leute“, sagt Verfassungsschützer Robert Bihler.

Wie berichtet, hatten sich Anwohner Hilfe suchend an den Bezirksausschuss Allach-Obermenzing gewandt und sich über die Naziskinheads in szenetypischen Outfits am Hochbunker beschwert. Inzwischen beschäftigt sich sogar die Stadt mit dem Thema, nachdem die Grünenfraktion eine Anfrage an OB Christian Ude (SPD) gerichtet und um eine Stellungsnahme gebeten hat. Nach Informationen von Grünenfraktionschef Siegfried Benker haben Naziskinheads aus dem Hochbunker heraus sogar Bürger gefilmt, die sich für das Treiben im neuen Treffpunkt der Rechten interessiert haben.

Eine Anwohnerin hatte in einem vertraulichen Schreiben an den Bezirksausschuss angegeben, der Hochbunker diene Rechtsrockern als Proberaum. Dies bestätigte der Verfassungsschutz auf Anfrage. Die zum rechten Spektrum zählende Münchner Band „Feldherren“ übe dort regelmäßig und veranstalte auch Partys mit Life-Musik.

Nach Angaben der Polizei teilen sich die „Feldherren“ einen Übungsraum mit zwei Punkerbands. „Da hat es bisher noch keine Probleme gegeben“, erklärt Sprecher Andreas Ruch. „Die Räume werden einvernehmlich genutzt.“ Das Thema erledige sich aber ohnehin bald von selbst, da der Vermieter allen Bands zum 1. Mai „wegen einer Nutzungsänderung“ gekündigt habe, erklärt Ruch.

Der Bezirksausschuss wird sich dennoch des Themas annehmen. In öffentlicher Sitzung will sich das Gremium am kommenden Dienstag näher informieren und deshalb einen Vertreter der Polizei hören. Grünenchef Benker reicht das nicht. Er will die Angelegenheit von der Stadt geklärt wissen. Vor allem, wie man in Zukunft mit derartigen Problemen umgehen will. Denn auch wenn sich die Naziskinheads ab 1. Mai nicht mehr im Hochbunker treffen können, verlagere sich die Problematik doch nur an einen anderen Ort.

Quelle: Münchner Merkur vom 07.04.2006

Ein weiteres Beispiel für die Verstrickung der „Feldherren“ in das internationale Nazimusiknetzwerk ist ein Konzert Ende 2006 in Österreich zusammen mit der den „Hammerskins“ nahestehenden Band „Braune Brüder“:

„Die bayerischen Nazibands „Braune Brüder“ (Hof/Wunsiedel) und „Feldherren“ (München) traten am Samstag, 9. Dezember 2006, bei einem konspirativen Neonazi-Konzert in Oberösterreich auf. Vor den ca. 150 (fast ausschließlich aus der BRD angereisten) ZuhörerInnen in einem Saal der Disco „M1″ in Antiesenhofen (in der Nähe von Ried) kam es zu massiven Verstößen gegen das in Österreich geltende NS-Wiederbetätigungsverbot. Die Bands (neben den bayerischen Bands auch die Schweizer „Indiziert“) hetzten, Hitlergrüße wurden gezeigt, das Publikum sang „Blut muss fliessen knüppelhageldick, und wir scheissen auf die Freiheit dieser Judenrepublik“.

Die neonazistische Band „Braune Brüder“ um Tony Gentsch ist die seit August 2005 bestehende „Hausband“ der oberfränkischen Kameradschaften aus dem „Kameradschaftsbund Hochoberfranken“. Auf ihrer 2006 beim Nazilabel „PC-Records“ veröffentlichten CD „Land ohne Freiheit“ werden „Wunsiedel“, „Rudolf Heß“ und „Deutsche Landser“ besungen.
Die neonazistische Band „Feldherren“ um Aris Delestathes aus München sorgte seit ihrer Gründung 2004 schon mehrfach für Schlagzeilen: Ein Auftritt bei einem neonazistischen Konzert in Gamsen bei Brig (Schweiz) im September 2005 wurde im Schweizer Fernsehen dokumentiert und führte tagelang zu Debatten im Schweizer Parlament.Ein Mitglied der „Feldherren“ forderte der Dokumentation zufolge das Publikum damals zu „Sieg Heil“-Rufen auf. Konzertveranstalter war damals die Schweizer Sektion des in Deutschland seit 2000 verbotenen internationalen Nazi-Netzwerkes „Blood & Honour“. Nach Medienberichten und wiederholter Neonazi-Randale verloren die „Feldherren“ Ende April 2006 ihren Proberaum im Allacher Hochbunker.

Das vom ORF jetzt dokumentierte Neonazikonzert vom 9. Dezember 2006 hätte ursprünglich in Niederbayern stattfinden sollen, nach a.i.d.a.-Informationen gab es einen Schleusungspunkt am Deggendorfer Eisstadion. Besonders pikant an dem stundenlang von der Polizei ungestört verlaufenen Konzert ist, dass die Österreichische Exekutive in den Medien (u. a. „Oberösterreichische Nachrichten“) behauptet hatte, das Konzert unterbunden zu haben.“

Quelle: www.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&task=view&id=615&Itemid=1

„Mit einem Rechtsrockkonzert wollten sich die Band „Feldherren“ und andere Gruppen offenbar am 30. April 2006 aus dem zum 1. Mai 2006 gekündigten Übungsraum im Allacher Hochbunker an der Lautenschlägerstraße verabschieden.

Doch nachdem auch rechtsextreme Parolen gerufen wurden, stürmten 70 Polizisten nach etwa einer Stunde die Örtlichkeit und beendeten den Spuk mit einer Razzia. Alle etwa 90 anwesenden Personen wurden kontrolliert und stammen laut Polizeiangaben samt und sonders aus der rechtsextremen Szene. Verschiedene Gegenstände wie Musik CDs, Pefferspray,Teleskopschlagstock etc. wurden beschlagnahmt und werden nun zum Teil strafrechtlich überprüft.“

Quelle: http://wahlen.aida-archiv.de/index.php?option=com_content&task=view&id=457&Itemid=1148

Bisherige Veröffentlichungen der „Feldherren“:

Erstveröffentlichungen

2009 – Same – Oldschool Records – CD

Sampler Beiträge

Bavaria Sturm Vol.1 (04. 88 Jahre, 05. Wir sind da, 06. Gott des Donners)

Weitere Quellen:

Dezember 2006 – Neonazistisches Konzert in Ried/Innkreis: www.infoladen-wels.at/print/aktuelles/mehr.php?no=39

Rechtsrock und taube Ohren: www.sueddeutsche.de/politik/618/401400/text/3/

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