Archiv für November 2009

„Barroom Heroes“ im Interview mit der Plastic Bomb

Da es in diesem Interview auch ausführlich um das Thema „Grauzone“ geht, wollen wir an dieser Stelle auf dieses lesenswerte Interview verweisen:

Also, hier nochmals das Interview mit den BARROOM HEROES. Da wir den Abdruck desselbigen in der nächsten Printausgabe (zusammen mit den dollsten Kommentaren von der Myspaceseite der Band und auch eure schlausten bzw. unschlausten mentalen Ergüssen von unserem Pixelfriedhof hier) ins Auge fassen, wären ein paar zusätzliche Kommentare knorke und erwünscht…

Die Entscheidung der Band BARROOM HEROES ein gemeinsames (nachträglich zusammengelegtes) Benefizkonzert mit den SCHUSTERJUNGS und 51GRAD abzusagen, hat ja im Internet bereits für einiges an Wirbel gesorgt. Im Myspace-Forum (http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=82106628&blogId=499328601 unter dem Link finet ihr auch die Absage selber) der Jungs ging es zu diesem Thema jedenfalls schon reichlich heiß her. Ich persönlich denke, dass solche Entscheidungen erst mal und ganz allein im Ermessen der beteiligten Bands liegen. Ob gerechtfertigt oder nicht ist eine ganz andere Frage.


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Radio FRITZ checkt die rechte Ecke

Vom 30.11 bis 06.12.2009 widmet sich Radio FRITZ rechten Kiezen in Berlin und Brandenburg. „Die RadioFritzen am Morgen“ berichten aus Kiezen und Städten, in denen es eine gewaltbereite rechte Szene gibt. Unter dem Motto „Ein Hirn für Nazis“ schauen sie an den Orten nach, die als rechts gelten, wie etwa dem Weitlingkiez in Lichtenberg. Und auch dort, wo rechte Gewalt stattgefunden hat, werden sie vorbeischauen, also zum Beispiel in Premnitz, wo Anfang November ein Punker von Rechtsextremen zusammengeschlagen und schwer verletzt wurde. Die ein oder andere Location bekommt dabei auch ihr Fett ab. Heute morgen war das zum Besipeil die Rockbar Pankow aka Neffen und Nichten in Berlin Pankow.

Wir sagen danke und verweisen auf die RadioFritzen

Die RadioFritzen am Morgen – „Ein Hirn für Nazis“
Mo.-Fr. 5.00-10.00 Uhr
und am Wochenende von 7.00-10.00 Uhr

Quelle: Radio FRITZ

28.11.09: Grauzonenfestival in Magdeburg u.a. mit „Unantastbar“, „Schusterjungs“ u.a.

Am 28.11.09 findet in Magdeburg mal wieder ein Grauzonenkonzert aus der Reihe „Spirit From The Streets“ (welcher Geist da wohl gemeint ist?) in der Froximun Arena statt. Auf dem u.a. vom Grauzonenlabel „Bandworm Records“ organisiertem Festival unter dem Lable „Oi! For You!“ spielen klare rechtsoffene Grauzonenbands wie „Schusterjungs“ und „Unantastbar“ neben Bands wie „Oxo 86“ und „Berliner Weisse“, welche sich eigentlich immer mal wieder klar gegen Rechts positionieren (bzw. es zumindest – manchmal eben etwas halbherzig – versuchen). Leider ist es aus der Sicht der Oire Szene Redaktion vollkommen inkonsequent sich eines Labels wie „Love Music – Hate Fascism“-Logos auf dem Flyer zu bedienen, dann aber gemeinsam mit rechtsoffenen/patriotischen/reaktionären Bands (was hat dieser CDU-Rock eigentlich mit Skinheads zu tun?) aufzutreten. Auch im Publikum wird es sicher Mal wieder einen Haufen verdeckt oder auch offen auftretende Halbnazis und Nazis geben. Auch Bands wie „Evil Conduct“ machen sich einmal mehr lächerlich, wenn sie unter dem Anspruch „Fuck off Grauzone“ am 15./16.1.2010 im Backstage in München auftreten, dann aber eben gerade zusammen mit dieser Grauzone Konzerte spielen. Alles ganz schön schizophren wie wir finden…

28.11.09 Wuppertal: Sizzla-Auftritt verhindern!

Nachdem Berlin gestern vorgelegt hat: Kommt alle morgen (Samstag) um 19.00 Uhr zum Robert-Daum-Platz um gegen das Sizzla-Konzert, den U-Club und gegen jegliche Homophobie in Deutschland und weltweit zu demonstrieren.

www.smashhomophobia.blogsport.de
http://uclubdichtmachen.blogsport.de/

Neonazi-Veranstaltungen: Rechtsrock hilft bei Mobilisierung

Im dritten Quartal dieses Jahres ist es in Deutschland zu 46 Veranstaltungen von Rechtsextremisten mit überregionaler Teilnehmermobilisierung gekommen, die der Bundesregierung bekannt geworden sind. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (17/47) auf eine Kleine Antwort der Fraktion Die Linke (17/11) weiter hervorgeht, schwankten die bekannt gewordenen Teilnehmerzahlen bei den Veranstaltungen zwischen 20 und 3.900 Personen. Fast 4000 Teilnehmer waren bei dem “Rock für Deutschland” in Thüringen, dies zeigt einmal mehr die überragende Bedeutung von Musik für die Rekrutierung der Neonazis.

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Siehe auch

„Sturmkaiser“ (Italien)

Die italienische Band „Sturmkaiser“ wurde 2003 gegründet, in einem aktuellen Statement bezeichnet sie sich als „War Black Metal“ und leugnet jede politische Orientierung. Dies entspricht jedoch offenbar keineswegs den Tatsachen, man hat zumindest keinerlei Berührungsängste zu offen neonazistischen Musikgruppen und entsprechenden Plattenfirmen:

So wurden mehrere Tonträger der Band bei dem deutschen NS-Blackmetal-Label „Nebelfee Klangwerke“ (in Besitz des Sängers der deutschen Neonazi-Band „Absurd“, Ronald Möbus) veröffentlicht. Auf dem 2004 Jahr erschienenen Tonträger „Mors Tua, Vita Mea“ findet sich ein Lied mit dem eindeutigen Titel „Hail Victory“. Drei Mitglieder der Band „Sturmkaiser“ sind bei der Gruppe „Draugr“ musikalisch aktiv, auch diese Gruppe steht bei einem einschlägigen Label – „Christhunt Productions“ aus Leopoldshöhe/ Nordrhein-Westfalen – unter Vertrag.

Mitte Mai 2009 spielten „Sturmkaiser“ bei einem Konzert in Mailand zusammen mit der französischen NS-Blackmetal-Band „Ad Hominem“, schon im Dezember 2005 trat die Band zusammen mit der deutschen NS-Blackmetal-Gruppe „Absurd“ ebenfalls bei einem Konzert in Mailand auf. Der Kontakt zu dieser Gruppe dürfte weiterhin bestehen, erst am 06. und 07. November 2009 spielten „Sturmkaiser“ bei zwei Konzerten in Thüringen und Tschechien, die von Hendrik Möbus, dem ehemaligen Schlagzeuger von „Absurd“ und Bruder des aktuellen Sängers Ronald Möbus organisiert wurden.


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Wieder Neonazi-Konzert im „Gleis 3″ in Annaberg-Buchholz

„Willkommen im Reich von Gleis 3“ heißt es auf der „Myspace“-Seite des „Eventclubs Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz. Die Begrüssung dürfte durchaus programmatisch sein, so bietet der Veranstaltungsort immer wieder Konzerte von Musikgruppen, die die Herzen von AnhängerInnen längst vergangener Regierungen höher schlagen lassen. Im letzten halben Jahr konnten so mehrere neonazistische Bands im „Gleis 3“ auftreten.

Am 23. Mai dürfte die bekannte deutsche Neonazi-Band „Absurd“ in Annaberg gespielt haben, die Verantwortlichen des „Gleis 3“ leugnen dies bis heute. Rund ein Monat später, am 26. Juni, wurde ein Auftritt der ukranischen Band „Kroda“ offen im Internet angekündigt. Der Auftritt wurde verhindert, nachdem die Band von antifaschistisch gesinnten Menschen bei einem vorhergehenden Konzert in Polen angegriffen wurde. Bei dem Konzert in Annaberg spielten schließlich nur die Gruppen „Sekhmet“ und „Isolfur“. Am 21. August 2009 traten im „Gleis 3“ die Gruppen „Magog“ und „Leichenzug“ auf.

Auch heute Abend sollen wieder einschlägige Bands in Annaberg auftreten. Diesmal sind es laut der Autonomen Antifa Westerzgebirge die Gruppen „Permafrost“, „Assfist“, „Eugenik“ und „Ahnenzorn“, die das braune Publikum begeistern sollen. Die Gruppen „Permafrost“ und „Eugenik“ haben sich bereits in der Vergangenheit als eindeutig mit dem Nationalsozialismus sympathisierend positioniert.


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26.11.09 Berlin: Homophobes-Mord-Konzert verhindern!

Smash Homophobia 2

Der jamaikanische Dancehall-„Künstler“ Sizzla tourt derzeit durch Europa. In seinen Texten ruft er offen zum Mord an Homosexuellen und Trans-Menschen auf. Obwohl dessen Einstellungen und Aussagen weitläufig bekannt sind hat ihn das Kesselhaus in Berlin-Prenzlauer Berg für den. 26. November einen Auftritt gebucht.

Demonstration:
26. November 2009, 18.30 Uhr, S-Bhf. Schönhauser Allee

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Indymedia-Artikel

21.11.09: Nazikonzert bei Tostedt

Im niedersächsischen Dorf Königsmoor (Landkreis Harburg) fand am gestrigen Abend ein RechtsRock-Konzert statt. Rund 150 Nazis feierten den Geburtstag des Bekannten Naziaktivisten Stefan Silar und das vierjährige Jubiläum seines Ladens „Streetwear Tostedt“.

Die Konzertbesucher trafen sich zunächst im benachbarten Tostedt, um von dort nach Königsmoor zu fahren. Das Konzert fand auf einem Gelände am Rand des Ortes statt. Königsmoor liegt an der K 23, der Kreisstraße nach Schneverdingen. Am Konzertort standen Nazis in Warnwesten und mit Fackeln an der Straße, um die anreisenden Konzertbesucher auf das Gelände zu lotsen. Zunächst wurden alle Fahrzeuge auf der Hofauffahrt gestoppt und die Insassen in Augenschein genommen. Auf dem hinteren Teil des Geländes befand sich ein Parkplatz und dort wurde ein Lagerfeuer entzündet. Das Konzert fand in einem der Gebäude statt.

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14.11.09: Nazikonzert mit „Preussenstolz“, „Bloodline“ und „White Society“

Am 14.11.09 fand in Ostdeutschland in einem Naziszeneladen ein konspirativ organisiertes Konzert mit „White Society“, „Preussenstolz“ (Potsdam) und „Bloodline“ (Sachsen-Anhalt) statt.

Laut einem Konzertbericht aus einem einschlägigen Naziforum sollen sich die Kameraden im Laufe des Abends gegenseitig massiv die Fresses poliert haben – die Oire Szene Redaktion wunder sich einmal mehr, dass daran ein Haufen „Oi“-Skins“ beteiligt gewesen sein soll. Sind solche eindeutigen Naziveranstaltungen für euch also auch noch „unpolitisch“?

Nun betraten Preussenstolz die Bühne, sie heizten richtig den Saal ein. So das das Tanzbein geschwungen worden ist. Sie spielten einige neue Lieder, die mir sehr gefielen Leider gab es Sachschäden und Rangeleien beim tanzen. Die Stimmung bei den Besuchern war bis dahin immer noch gut. Als letztes trat Bloodline auf. Aber jetzt gab es Probleme untereinander, durch starken Alkohol verzerr ist es fast zur Schlägerei gekommen. Es war eine Schande dies anzusehen, wie sich Kameraden untereinander aufstacheln und sich gegenseitig, die Peffipullen aus den Händen rissen. Da haben mir echt die Worte gefehlt. Es wurde geschupst das die Boxen fast umgeflogen sind. Bierflaschen gingen zu Bruch und ein Kamerad wurde auf die Bühne geschupst. Leider kam diese Anstachelung von sogenannten Oi! Skins bin mir aber nicht sicher ob es solche waren. Die sich wie Schweine benommen haben… Sowas hatte ich noch nicht erlebt gehabt. Aus Sicherheitsgründen haben wir schon früher die Heimreise angetreten. Trotz dieser Sachen waren die Auftritte sehr gut.

Nazikonzert am 14.11.09 mit „Legion of Thor“, „Deutsch, Stolz, Treue“, „Sturmwehr“ u.a.

Am 14.11.09 fand in Mecklenburg-Vorpommern ein konspirativ organisiertes Nazikonzert mit den Bands „Wiege des Schicksals“, „Sturmwehr“ (Gelsenkirchen/NRW) und den beiden bekannten Berliner Nazikapellen „Legion of Thor“ und „Deutsch, Stolz, Treue“ aka „X.x.X.“ statt. Laut Naziangaben sollen 350-400 Nazis vor Ort gewesen sein. Die Polizei schritt erst bei der letzten Band – „Deutsch, Stolz, Treue“ ein.

Berlin 26.11.09: Aufruf zum Homosexuellen-Mord

Der jamaikanische Dancehall-„Künstler“ Sizzla tourt derzeit durch Europa. In seinen Texten ruft er offen zum Mord an Homosexuellen und Trans-Menschen auf. Obwohl dessen Einstellungen und Aussagen weitläufig bekannt sind hat ihn das Kesselhaus in Berlin-Prenzlauer Berg für einen Auftritt gebucht. Und das nicht das erste Mal. Stand er hier doch bereits 2007 schon ein Mal auf der Bühne.

Wie auch in München und in Gütersloh regt sich nun Protest gegen den Auftritt in Berlin. Das Initiativen-Netzwerk „Smash Homophobia“, das bereits im letzten Jahr nach einem trans/homophoben Übergriff in Kreuzberg zu einer Demo mobilisierte, wird sich auch in diesem Fall derlei menschenverachtendem Verhalten aktiv entgegenstellen. Bei einem Nichtverhalten zu Gunsten Sizzlas seitens der Kulturbrauerei zieht „Smash Homophobia“ eine Demonstration gegen das Konzert in Betracht.

An dieser Stelle dokumentieren wir die Pressemitteilung zum Sizzla-Konzert, die wichtige Informationen bezüglich Sizzlas homophober Einstellung liefert.

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„2 Minutes Warning“ (D)

„2 Minutes Warning“: Die vier Männer aus Magdeburg, die die Band bilden, bezeichnen ihren Musikstil als „Beatdown beeinflusster Hardcore“ Im Februar 2009 veröffentlichten sie ihr Album „When their statues fell“ beim einschlägig bekannten label „ Until the end records“. Rechtliche Bedenken bei VerkäuferInnen, ZwischenhändlerInnen und KonsumentInnen versuchten sie mit dem Verweis auf eine der bekanntesten Neonazi-Anwältinnen der Szene zu zerstreuen: „Gutachten wurde von Rechtsanwältin Pahl erstellt“. Im Mai 2008 waren „2 Minutes Warning“ bereits Teil des international von Nazis euphorisch gefeierten Samplers „Hardcore Until The End“.

Quelle: AIDA-Archiv

„Painful Awakening“ (D)

„Painful Awakening“: Die Band aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) tritt spätestens seit dem Jahr 2007 mehr oder weniger öffentlich in Erscheinung und spielte zuletzt am 7. November 2009 beim „Winterfest der nationalen Bewegung Sachsen Anhalt“ neben den Gruppen „Radikahl“, „Hateful“, „Fight Tonight“ und „Burning Hate“. Als Redner der neonazistischen Veranstaltung war übrigens der „Freie Netz Süd“-Kader Matthias Fischer (Fürth) aktiv. 2009 spielte „Painful Awakening“ gleich bei mehreren Neonazikonzerten, u. a. am 9. August 2009 im Brand-Erbisdorfer Stadtteil Gränitz bei Freiberg ein Konzert vor 120 Neonazis mit “Thrima” (Norddeutschland), “Guilty the Pain” (Löbau), und “Diary of a Dying Nation” (Altenburg). Internationale Bedeutung gewann „Painful Awakening“ beim „Day of Honour“ in Budapest, eines Aktionswochenendes zu Ehren von Wehrmacht und Waffen-SS, das von dem in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk organisiert wird. Viele „Freie Netz-Süd“- Aktivisten, darunter Norman Bordin, Matthias Fischer und Karl-Heinz Statzberger, waren zu der NS-apologetischen Veranstaltung nach Ungarn gereist. Neben „Painful Awakening“ stand beim traditionellen anschließenden Neonazi-Konzert in Budapest auch die nordbayerische Rechtsrockband „White Rebel Boys“ um den “Freie Netz- Süd“-Aktivist Tony Gentsch (Toepen) auf der Bühne.

Quelle: AIDA-Archiv

„Before the War“ (Slowakei)

„Before the War“: Die slowakische Death-Metal-Band tritt seit mindestens 2004 regelmäßig bei Neonazikonzerten in Deutschland auf, z. B. am 20.3.2009 im sächsischen Geheege. Am 20.6.2009 war „Before the War“ bei einem großen Konzert der Neonazi-Organisation „Hammerskin Nation“ (HSN) in Südbelgien angekündigt. Beim „European Hammerfest“ sollte „Before the War“ u.a. mit der von der NPD-Schulhof-CD bekannten württembergischen Band „Carpe Diem“, der Bands „Stahlgewitter“, „H8 Machine“ und „Bully Boys“ auftreten. Beim „Nationalen Frankentag 2008“ in Weissenohe, den die heute als „Freies Netz Süd“ auftretenden AktivistInnen veranstalteten, war „Before the War“ neben den Neonazibands „Gegenschlag“ und „Agitator“ aus Hessen sowie „Vinland Warriors“ aus Kanada eingeladen. Die letztgenannten Neonaziband agierte in der Vergangenheit als Kontaktadresse des kanadischen Ablegers des Neonazinetzwerkes „Blood and Honour“.

Quelle: AIDA-Archiv

Neonazikonzert am 21.11.09 in Amberg geplant!

Neonazis aus dem Umfeld des „Freien Netz Süd“ bewerben seit einigen Tagen ein Konzert am kommenden Samstag in Amberg. Auf dem Programm stehen neonazistische Bands aus dem In- und Ausland.

„Underground Breakdown 2“ in Amberg

Es ist eher selten, dass Neonazis für ein konspiratives Konzert in der Bundesrepublik mit einem farbigen Flyer werben. Für den kommenden Samstag, 21. November 2009 ist genau dies jedoch der Fall. Die veranstaltenden Neonazis müssen sich offensichtlich vollkommen sicher sein, dass ihr Konzert den Behörden entweder nicht bekannt werden dürfte oder von der Polizei wohl nicht aufgelöst werden soll. Die Macher des sogenannten „Underground Breakdown 2“-Festivals haben lediglich den Veranstaltungsort geheim zu halten versucht. Nach Informationen der antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München (a.i.d.a.) ist das Konzert definitiv in Amberg geplant. Die Kreisstadt in der Oberpfalz hat bis heute einen “guten Ruf” in der rechten Szene: Amberg war Sitz der “Sektion Bayern” des internationalen Neonazi-Skinhead-Netzwerkes “Blood and Honour”, das in Deutschland im September 2000 verboten wurde.

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Moskau: Mord an Redskin und Nazikonzert mit über 1000 Besucher_Innen

Am 16.11.09 wurde in Moskau/Russland erneut ein Redskin von Nazis ermordet. Welch wichtige Rolle auch in Russland die rechtsextreme Musik als Background für solche brutalen Nazimorde spielt, hat erst Anfang November ein Konzert vor über 1000 Besucher_Innen der berüchtigten „Blood & Honour“-Combo „Kolovrat“ (übersetzt: Hakenkreuz) bestätigt:

Der eigentliche Skandal, auch wenn er in der Öffentlichkeit nicht als solcher wahrgenommen wurde, spielte sich indes im Stadtzentrum unweit des Kremls ab. Der ultrarechten Organisation »Russkij Obraz« (Russische Gestalt) gelang es, nicht nur eine Genehmigung für eine Kundgebung zu erwirken, sondern auch für ein Konzert der bekannten Neonaziband Kolovrat. Vor über 1 000 Anhängern gaben die Musiker in Moskau ihr erstes öffentlich angekündigtes Konzert seit zehn Jahren. Zu ihrem Repertoire gehört die Huldigung an den Mythos eines gemeinsamen Kampfes der »Reichswehr und Slawen gegen die Freimaurerpest«. In anderen russischen Städten marschierten ebenfalls Rechtsextreme auf. In Wladiwostok allerdings verboten die Behörden jegliche Naziaufmärsche.

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Oire Szene jetzt auch auf Myspace!

Oire Szene ist jetzt auch auf Myspace vertreten. Wir rufen alle Bands, Labels, Konzertveranstalter u.a. dazu auf, ein klares Zeichen gegen die sich verstärkende Verankerung der rechten und rechtsoffenen Szene im Bereich der Oi!- und Streetpunk-Musik zu setzen. Wenn Ihr Oire Szene inhaltlich unterstützen wollt, addet unser Profil!

Hier noch mal kurz zum warum und wieso von Oire Szene:

Warum sollte eigentlich jemand einen Blog wie oireszene.blogsport.de ins Leben rufen? Und warum sollte man sich dann auch noch bei Myspace rumtreiben? Haben wir nichts besseres zu tun? Die Antwort ist ganz einfach: Wir haben keine Lust mehr, dass die Skinheadszene zu einem Tummelbecken für Mensch die entweder selbst Nazis sind oder zumindest kein Problem habe sich mit diesen abzugeben, verkommt. Gemeinsam geht es uns darum, die aktuelle Entwicklung in der “deutschen” Skinheadlandschaft nachzuzeichnen. Im Gegensatz zu den 90ern, wo es noch ordentlich auf die Fresse gab, wenn Paul mit Adolf ein Bier trank, passiert es heute leider immer wieder, dass sich vermeintlich unpolitische Skinheads mit offenen Nazis abgeben. Immer mehr scheint die Skinheadsubkultur in die Grauzone abzurutschen. Die zahlreichen Szenebands spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Deshalb nehmen wir uns Bands vor, die sich in der sogenannten Grauzone aufhalten, fleißig Songs gegen “extremistische Ideologien” schreiben um dann doch wieder nur gegen die Antifa zu hetzen, Skrewdriversongs covern und die Onkelz hochjubeln. So mancher Stern am Oi-Himmel hat schon sein Fett weg bekommen und so mancher Fan musste entrüstet sagen “Das stimmt doch alles nicht ihr Linksfaschisten”. Im Gegensatz zu anderen Verlautbarungen hegen wir nicht den Anspruch die Wahrheit gepachtet zu haben. Wir geben lediglich einige Infos, die wir über die Bands eingeholt haben wieder. Diese beziehen sich auf eigene Erfahrungen, längeren Diskussionen, Recherche und dem ein oder anderen missglückten Plattenkauf und Konzertbesuch. Was ihr mit diesen Infos macht und ob ihr sie für bare Münze haltet, ist euch überlassen. Überprüft selbst, macht eure eigenen Erfahrungen und bildet euch selbst eine Meinung.

www.myspace.com/oireszene

Hetztiraden und Bombenpläne

Heute hat in Berlin der Prozess gegen die BetreiberInnen des neonazistischen „European Brotherhood Radias“ begonnen. Das Radio stand dem „Blood & Honour“-Musiknetzwerk bzw. dem bewaffneten Arm „Combat 18″ nahe:

Am Montag stehen Neonazis als Betreiber eines Internetradios vor Gericht. Ein Strafverfahren, das die üblichen Fälle rechtsextremer Volksverhetzung noch übertrifft – eine Angeklagte arbeitete dem Verfassungsschutz zu.

Die Moderatoren des Internetradios nannten sich auf ihrer Homepage „K.Nackentod“ oder „N.S.D.A.P.“ und kannten auch sonst keine Hemmungen. Es wurde „Heil Hitler“ gerufen, „Sieg Heil“ und „Zion verrecke“. Passend zu den Parolen erschallte die Musik von Bands wie „Landser“, „Zillertaler Türkenjäger“, „Arische Wut“ und „Kommando Freisler“ – mit Texten, bei denen der Holperreim „Adolf Hitler, Führer der Nation, Adolf Hitler, des Volkes größter Sohn“ eher das untere Ende der Skala brauner Hassausbrüche markiert. Andere Zeilen sind so ekelhaft, dass sich wörtliche Zitate verbieten. Da wurde der Holocaust geleugnet oder sogar gefeiert und ein Atomschlag auf Israel gefordert. Selbst erfahrene Sicherheitsexperten sprechen von unfassbarer Verrohung.

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KAL-Krawallbrüder bei den Krawallbrüdern

Übach-Palenberg. Neonazis rund um die Neonazi-Schlägerbande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) haben das Konzert der Band „Krawallbrüder“ in der „Rockfabrik“ in Übach-Palenberg dazu genutzt, sich in Szene zu setzen und Punks zu provozieren, um mit diesen eine Prügelei anzuzetteln. Die Band selbst gibt sich unpolitisch und wird der Streetpunk- bzw. Oi!-Szene zugerechnet. Allerdings fielen in der Vergangenheit einzelne Fans der Band durch rechtslastige Parolen auf.

Die Band kommt aus dem Saarland und ist in der unpolitischen Skinhead-, Hardcore- und Punkszene aktiv. Die „Krawallbrüder“ haben auch schon gemeinsam Konzerte und Festivals mit explizit antifaschistischen Bands gespielt. Antifaschisten kritisierten dennoch wiederholt, die Musikgruppe bewege sich in einer „Grauzone“, da eben auch rechtslastige Hooligans und Skinheads sowie gelegentlich auch Neonazis zu ihrer Gefolgschaft zählen.

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