30.12.09 Berlin: Rechtsoffene Band „Riot Company“ im „Lido“

Am heutigen 30.12.2009 soll in der Berliner Location „Lido“ ein Konzert mit der rechtsoffenen Grauzonenband „Riot Company“ mitten in Kreuzberg stattfinden. Erst im November 2009 konnte die ebenfalls aus Hildesheim stammende Grauzonenband „Combat 77“ ein Konzert in der „Kulturfabrik Moabit“ durchführen.

„Riot Company“ haben in den vergangenen Jahren zusammen mit allen namhaften Grauzonenbands auf der Bühne gestanden: „Gerbenok“, „Krawallbrüder“, „Templars“, „Schusterjungs“, „Haircut“, „Stomper 98“, „Trabireiter“ usw.

Noch viel schlimmer ist allerdings, dass die Band scheinbar null Berührungsängste zur Rechtsrockszene hat. So spielte die Band u.a. mit „Headcase“ aus Belgien (Kontakte zu „Blood & Honour“). Darüber hinaus sind „Riot Company“ ganz dicke mit der englischen Oi!-Band „Scum“ verbandelt – sie tourten in den vergangenen Jahren mindestens zweimal gemeinsam und veröffentlichten sogar eine gemeinsame Split-EP „Riot Company“/“Scum“ („DSS Records“, 2003) – welche ebenfalls mal ganz gerne auf „Blood & Honour“-Gigs abfeiert: www.antifa.org.uk/nucleus3.32/nucleus332/index.php?itemid=22

„Riot Company“ spielten zudem erst am 21.6.2008 zusammen mit „Combat 77“ und „Dolly D“ in der für rechtsradikale Konzertveranstaltungen bekannten Location „Schwedenschanze Desesbach“ in Thüringen:

Nicht zu vergessen das Konzert am 1.5.2004 mit weit rechtsoffenen Bands wie den „Spy Kids“, der „Backstreet Firm“ und „Brachial“:

Zu guter letzt war auch noch „Nudel“ (ebenfalls ex-Mitglied bei „Stomper 98“) einige Jahre Bandmitglied bei „Riot Company“. Dieser „Nudel“ spielt seit einiger Zeit bei einer der zur Zeit bekanntesten europäischen White Power-Bands: „Kill Baby Kill“.

An dieser Stelle ersparen wir uns die übliche Myspace-Recherche, weisen nur noch darauf hin, dass es aus unserer Sicht einmal mehr nicht nachvollziebar ist, wie sich so eine Band das „Love music – hate fascism“-Banner auf die eigene Homepage setzten kann. Heuchlerisch und verlogen ohne Ende. Eine Band wie „Berliner Weisse“, welche sich in der Vergangenheit auch immer wieder den Kampf gegen Nazis auf ihre Flagge geschrieben hat, sollte mal darüber nachdenken, warum sie mit solchen fragwürdigen Bands ein gemeinsames Konzert spielt…

Quellen: www.riotcompany.com/
www.myspace.com/riotcompany

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