Greifswald: Neonazi-Konzert im Jugendhaus „klex“

Wie die Oire Szene Redaktion in der Vergangenheit ja schon öfters berichtet hatte, fanden und finden im Greifswalder Jugendhaus „Klex“ immer wieder Konzerte mit Bands aus dem Grauzonenbereich statt (Siehe hier und hier). Scheinbar hat der Staatschutz sich diesen Veranstaltungsort nun mal genauer angesehen und prompt am 27.12.2009 ein richtiges Nazikonzert festgestellt. Wir fragen uns ernsthaft, wie verlogen dieser „unpolitische“ Grauzonenbereich eigentlich noch sein kann? Uns vorwerfen, dass wir Veranstaltungen im „Klex“ fälschlicherweise als Grauzone bezeichnen würden und dann hintenrum harte Nazikonzerte organisieren? Das zeigt einmal mehr, dass der Grenzbereich von Grau- zu Braunzone fließend ist.

Hier der Zeitungsbericht:

Eine private Party entpuppte sich jetzt als Veranstaltung, bei der zwei rechtsextreme Bands aus Vorpommern ihren fremdenfeindlichen Parolen freien Lauf lassen konnten. Ein langjähriger Bekannter des Jugendclubs hatte den Saal dafür angemietet.

Greifswald Die Enttäuschung sitzt bei Yvonne Görs tief. Noch immer kann die Geschäftsführerin des Stadtjugendrings kaum glauben, was am 27. Dezember im „klex“ passiert sein soll. „Die Veranstaltungsinitiative ProTon hatte den Raum für eine private Party an jemanden vermietet, der seit Jahren bekannt ist“, sagt Görs. Eine übliche Angelegenheit, die zum Konzept jenes Vereins gehöre. „Was wir weder wussten noch ahnten ist, dass jener Mieter zu dieser geschlossenen Veranstaltung zwei rechtsextreme Bands einlud“, erzählt die Geschäftsführerin fassungslos. Nach OZ-Informationen soll es sich um zwei Gruppen aus den NPD-Hochburgen Bargischow und Ueckermünde handeln.

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