Archiv für Februar 2010

„4. Di­vi­si­on Ost­front“ (Wismar/Mecklenburg-Vorpommern)

Wenn mensch diese Band im In­ter­net sucht stößt man schnell auf die frei­ver­füg­ba­ren Down­loads von ihnen, die mit den Wor­ten: „Dat neus­te Demo der Jungs aus Wis­mar wird den Her­ren Po­lit­kas­per wohl eher nicht ge­fal­len, aber so is dat,Hass schafft Hass!“ be­schrie­ben. Na­tür­lich wol­len Bands mit solch einem Namen pro­vo­zie­ren was das Zeug hält, dass das auch mal nach hin­ten los­ge­hen kann, zeigt der jüngs­te Vor­fall. Denn laut Aus­sa­gen der Band, war der Name und ihr MySpace-​An­zei­ge­bild schuld an der Aus­la­dung.

Wer je­doch ein wenig tie­fer gräbt, der fin­det Lie­der wie „An­ti­fa“, mit Text­zei­len wie: „Ein Baum, ein Strick, ein An­ti­fa­ge­nick“. Und da hört Pro­vo­ka­ti­on auf. Eine alles an­de­re als „un­po­li­ti­sche“ Aus­sa­ge. Sogar Auf­ruf zum Mord an An­ti­fa­schis­ten – Texte wie von wasch­ech­ten Neo-​Na­zi Bands. Ge­rüch­ten­zu­fol­ge spielt die Band die­ses Lied nie­mals live, aus Angst vor Ge­gen­wehr? In­ko­se­quenz? Oder weil Po­li­tik auf ihren Kon­zer­ten nichts ver­lo­ren hat?
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„High So­cie­ty“ (Dresden/Sachsen)

High So­cie­ty spiel­ten im Jahr 2007 ein Kon­zert im „Skin­hou­se Men­fis“, dem ge­neig­ten Leser fällt nach 2 Mi­nu­ten Goog­le die „Hei­mat­sei­te“ die­ses La­dens in die Hände. Schon, dass dort Na­zi­sprech be­nutzt wird, macht stut­zig. Schaut man wei­ter, so fin­det man Bands, die dort be­reits ge­spielt haben: „Ka­te­go­rie C“, „End­stu­fe“, „The Jinx“, „Kill Baby Kill“, „Voll­kon­takt“ – ein­deu­tig rech­te Bands! Da­ne­ben dann auch Bands der so­ge­nann­ten „Grau­zo­ne“, wie: „Kra­wall­brü­der“, „Schus­ter­jungs“, „Prol­li­gans“, „Un­an­tast­bar“ (aus Tirol, die­ses Land ist mir nicht be­kannt!), „Ger­be­nok“, „Bom­becks“ und die frag­wür­di­gen „Hag­gis“ aus Schwe­den, ein who-​is-​who der so­ge­nann­ten „un­po­li­ti­schen“ Skin­head­sze­ne.

Schaut man wei­ter, so ent­deckt man Bil­der von Punks mit „schwarz-​rot-​gol­de­nem“ Iro, Bands die mit „de Kas­tel­ein“-​Shirts (Blood&Ho­nour-​Schup­pen in Bel­gi­en) auf­tre­ten, Mit­glie­der des haus­ei­ge­nen Saal­schut­zes und immer wie­der hin­wei­se auf die nicht­vor­han­de­ne „Po­li­ti­cal Cor­rect­ness“.

Bands sol­chen Läden fre­quen­tie­ren, mit den Ver­hält­nis­sen kon­fron­tiert wer­den und den­noch be­schlie­ßen dort auf­zu­tre­ten (in wel­cher Phase ihrer Schaf­fens­zeit auch immer), sind alles an­de­re als un­po­li­tisch und haben in einem lin­ken Ju­gend­zen­trum nichts zu su­chen!

Quelle

27.2.10: Nazikonzert in Holland

Am 27.2.10 fand in Holland ein Nazikonzert mit 100-150 Teilnehmer_Innen statt. Folgende – ausschließlich deutsche (!) – Nazibands konnten unbehelligt von den Repressionsorganen bzw. von Antifaschist_Innen aufspielen: „Dux et Patria“ (Deutschland), „Exitus“ (Deutschland) , „Devils Project“ (Deutschland) und „Nordglanz“ (Deutschland) (Ersatz für „Non Plus Ultra“ (Deutschland)).

„Feine Sahne Fischfilet“ – R.I.P. Ivan

FOR THE ETERNAL MEMORY OF IVAN KHUTORSKOY!
live in CK13, 04.01.2010. Novi Sad

Der Traum von Toleranz

Die Oire Szene Redaktion dokumentiert den Artikel zu Eberswalde (Brandenburg), da auf dem Privatgrundstück des DVU-Kreisvorsitzenden Klaus Mann in den vergangenen Jahren zahlreiche Nazikonzerte stattfinden konnten:

Rund um Eberswalde hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Neonaziszene etabliert. Die meisten Menschen dort kümmert das kaum. Florian Görner und Sebastian Walter haben deshalb ein Jugendbündnis gegründet. Ihre Arbeit zeigt inzwischen erste Erfolge

Sebastian Walter ist zuversichtlich: „Eine zarte multikulturelle Gesellschaft entsteht in Eberswalde“, ist der 19-Jährige überzeugt. Dazu gehören der türkische Dönerladen, diverse vietnamesische Imbisse und der Afrikanische Kulturverein Palanca. In der brandenburgischen Stadt rund 60 Kilometer nordöstlich von Berlin gibt es aber auch Hinweise auf eine ganz andere Kultur: Da ist etwa ein Laden, der die bei Neonazis beliebte Marke „Thor Steinar“ vertreibt, und jenes Grundstück in Finowfurt, das dem DVU-Kreisvorsitzenden gehört und einem Schild zufolge „Deutsches Reichsgebiet“ ist.

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Erneut rechte Konzerte im „Klex“ in Greifswald (MVP)

Da stand das ehemals linke Jugendzentrum „Klex“ erst vor Kurzem im Blicklicht der Medien , da dort neben den diversen rechten und rechtsoffenen Grauzonenkonzerten von „Bombecks“ bis „Gerbenok“ mittlerweile sogar waschechte NS-Bands ungestört aufspielen können – so geschehen im Dezember 2009 mit den Bands „Tätervolk“ und „Wiege des Schicksal“ – und nun finden dort erneut rechtsoffene bis rechte Konzerte der „Bootbooys Greifswald“bzw. des Konzertveranstalters „Cotze Skinheadrock“ statt. Wessen Geistes Kind dieser Veranstalter ist, zeigt ein Bild, welches er auf seiner Myspaceseite unter den privaten Bildern hochgeladen hat:

Am 26.2.10 sollen dort unter dem Motto „Oi! The Punkrockparty“ „Double Knock Out“ aus Schweden (spielten erst am 22,/23.1.10 mit der rechtsradikalen italienischen Band „Brutti I Ignoranti“ – welche wiederum demnächst im belgischen „Blood & Honour“-Laden „Moloko Bar“ spielen), „High Society“ (spielten z.B. am 24.3.2007 im Nazischuppen „Skinhouse Menfis“ in Thüringen zusammen mit der rechtsradikalen spanischen Band „Glory Boys“ und „Discharger“ aus Holland). Zudem sind noch „Strike The Balance“ aus Greifswald und die „4. Division Ostfront“ aus Wismar angekündigt. Ein also mal wieder astrein „unpolitisches“ Konzert, welches dreister Weise auch noch unter dem Motto „No politics, just fun!“ angekündigt wird.
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„Kahlkopf“ (Deutschland)

Da am 6.3.2010 „Kahlkopf“ – eine der dienstältesten deutschen Rechtsrockgruppen – auf dem „Never Surrender“ Konzert von „Combat 18″ auftreten soll, verweisen wir an dieser Stelle auf den Wikipedia-Artikel. „Kahlkopf“ haben sich scheinbar mit altem Sänger und neuen Gastmusikern reformiert:

„Kahlkopf“ wurde 1981 in Hessen gegründet.

Bandgeschichte

Nachdem die Gruppe zwei Demos eingespielt hatte, erhielt sie einen Plattenvertrag bei der Kölner Plattenfirma „Rock-O-Rama“.

Das dort erschienene Debütalbum Der Metzger hatte seinerzeit einen gewissen Kultstatus in der Neonaziszene, da es bis dahin nur wenige bekennende Szenebands gab, die LPs veröffentlichten, und weil die Band damals Konzerte mit bekannten Bands wie den „Böhsen Onkelz“ und „Vortex“ gab, die sich aber bald von Combos wie Kahlkopf distanzieren sollten. Der Metzger, sowie ein Demo der Band wurde indiziert. 1993 wechselt die Band zu „Metal Enterprises“.

Die Texte der Band behandelten Gewaltfantasien, Trinklieder, Horror-Themen und Ausländerhass. Die Musik war eine Mischung aus einfach gespieltem Heavy Metal, Rechtsrock und Oi!, der recht untypisch für die Rechtsrock-Szene war. Auf der CD III gab es beispielsweise eine Widmung an den verstorbenen AC/DC-Sänger Bon Scott.

Nach drei regulären Studioalben erschienen noch diverse Tonträger unter dem Namen „Kahlkopf“, die nicht von der ursprünglichen Besetzung eingespielt wurden, sondern von dem „Stahlgewitter“-Sänger Gigi mit Studiomusikern eingesungen wurden. Dies geschah, weil Ingo Nowotny von der Firma „Metal Enterprises“ die Rechte an dem Gruppennamen besaß und den bekannten Namen daher weiter nutzte. Nunmehr erweiterte sich das textliche Spektrum um antisemitische Hetze. Außerdem wurde mit „Wir haben noch einen Koffer in Berlin“ ein Album unter dem Namen „Kahlkopf“ veröffentlicht, welches Liedgut und Schlager aus den 1930er Jahren versammelt. U. a. wurde sich hier bei den Comedian Harmonists, Zarah Leander und Theo Mackeben bedient. Auch von der Giese-Besetzung wurden zwei Tonträger (Pogo im Parlament und Im Namen des Herrn) indiziert.

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This is Ska!

Rammstein-Konzert: Weißrussland bangt um seine Staatsordnung

Der „Spiegel“ berichtet folgendes – es gibt auch falsche Gründe ein Konzert zu verhindern – aber von einem autoritären und repressiven System wie in Weissrussland ist leider momentan nichts anderes zu erwarten. Wobei sich die Oire Szene Redaktion auch keineswegs zum Fürsprecher von „Rammstein“ machen möchte – die Kritikpunkte an dieser Band sind ja allseits bekannt:

Für drastische Texte und provokante Shows ist die Rockband Rammstein bekannt. Nun hat ein vom weißrussischen Präsidenten Lukaschenko unterstützter Rat für Sittlichkeit das Verbot eines Rammstein-Konzerts in Minsk gefordert: Die Band würde die weißrussische Staatsordnung gefährden.

Minsk – „Eine Erlaubnis für ein Rammstein-Konzert ist ein Fehler, der uns viel kosten kann.“ So äußerte sich der Gesellschaftliche Rat für Sittlichkeit Weißrusslands zu den Plänen, der Ost-Berliner Band, am 7. März in der weißrussischen Hauptstadt Minsk aufzutreten. Die Rammstein-Lieder seien Propaganda für „Gewalt, Masochismus, Homosexualität und andere Abartigkeiten“, erklärte der von Präsident Alexander Lukaschenko unterstützte Sittlichkeitsrat: Die Musiker würden „die weißrussische Staatsordnung zerstören“.

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„Combat 18″ supported by Verfassungsschutz?

„Combat 18″ – der bewaffnete und terroristische Arm des in Deutschland verbotenen Neonazimusiknetzwerkes „Blood & Honour“ – plant für den 6.3.2010 mal wieder ein großes Nazikonzert – vermutlich wie so oft in Belgien (dort ist „Blood & Honour nicht verboten und von Westdeutschland aus schnell zu erreichen). Es werden folgende Nazibands angekündigt: „Blue Eyed Devils“ (USA), „Sturmwehr“ (D), „P.W.A.“ (Spanien), „Kahlkopf“ (D), „Indiziert“ (Schweiz) und „Cynic“ (D). Das Konzert wird unter dem Motto „No Surrender“ bereits seit einiger Zeit in zahlreichen Naziforen beworben und hat bereits im Vorfeld für großen Streit gesorgt. Neben dem Vorwurf der reinen Gelmacherei vermuten einige Kamerad_Innen hinter den Konzertveranstaltern u.a. den Neonazi Carsten Köppe, welcher in der Vergangenheit wie andere Kameraden aus dem Dortmunder Naziumfeld bereits für bis mit staatlichen Organen (zusammen-)gearbeitet haben soll. Diese Diskussionen gehen bereits bis hin zu offiziellen Boykottaufrufen des „No Surrenders“-Konzertes…
Auf jeden Fall ist es immer wieder erstaunlich mit welchen Leuten der Verfassungschutz zusammenarbeitet. So wurden in der Vergangenheit neben Teilen der NPD bereits zahlreiche Kameradschaften mit Hilfe des VS aufgebaut. Inwieweit es für möglich zu halten ist, dass es sogar eine Beteiligung des VS am Aufbau von terroristischen Nazistrukturen wie „Combat 18″ gibt, soll jede(r) für sich selbst entscheiden…

Zu Carsten Köppe:

„Ein weiterer Mitorganisator der ISD-“Gedenkkonzerte“ ist der ebenfalls im Raum Dortmund ansässige Carsten Köppe, der früher Anführer der „Kameradschaft Dortmund/Witten“ war und als Hintermann des Dortmunder Neonazi-Ladengeschäfts „Donnerschlag“ (zuvor: „Buy or Die“) gilt. Köppe ist unter anderem wegen Körperverletzung und Volksverhetzung vorbestraft.“ Quelle und mehr Infos hier

27.2.10: „Blood & Honour“– und „Hammerskin“-Konzerte in Europa und den USA

Für das kommende Wochenende sind mal wieder mehrere Konzerte der neonazistischen Musiknetzwerke „Blood & Honour“ und der „Hammerskins“ in verschiedenen europäischen Staaten und den USA angekündigt:

27.2.10 Kiew (Ukraine): Von „Blood & Honour“ angekündigtes Nazikonzert unter dem Motto „Germanic-Slavonic Brootherhood Fest“ mit den Bands „Sokyra Peruna“ (Ukraine), „9 Val“ (Russland) und „2 Top NSHC Guests“ – wahrscheinlich aus Deutschland. Außerdem sind „special propagandists from russian plan“ angesagt.

27.2.10 „Isola Di Tortuga“ in Oreste (Italien): Es sollen die neofaschistischen Bands „Porci da Guerra“ (Italien) und „The 4 Aces“ (Italien auftreten.

27.2.10: Madrid (Spanien): Die „Blood & Honour“-Band „Battalion de Castigo“ und weitere Gäste sollen ein Konzert spielen.

Für den 28.2.10 ist ebenfalls in Madrid eine neofaschistische Sport-Veranstaltung angekündigt: „Turn Back Or Fight 2″ mit „Deportes de Contacto“, „Boxeo“, „Valetudo“ und „Jeet Kune Do“.

27.2.10: Lansing in Michigan (USA): Die „Northern Hammerskins“ präsentieren ein Neonazikonzert mit den Bands „Rebelle Hell“ und „Total War“.

27.2.10: „The Snooty Fox“ in Wakefield (UK): Rechtsrockkonzert mit „Pressure 28″ (UK), „Skinfull“ (UK) und „Break Out“ (UK)

Bericht vom „Oi! It´s Frühschoppen“ am 20.2.10 in Wolfsburg

An dieser Stelle dokumentiert die Oire Szene Redaktion einen Bericht unserer niedersächsischen Korrespondent_Innen:


Am Samstag den 20.02.2010 fand in Wolfsburg das mittlerweile zweite „Skinhead“-Treffen unter dem Motto vom „Oi! It´s Frühschoppen“ statt. Organisiert wurde das Treffen vom selbsternannten „Skinhead Revolt Deutschland“-Zusammenschluss. Entsprechend des Mottos des Treffens „Oi! It`s Frühshoppen“ begann der „Spaß“ bereits um 11 Uhr. Es waren dieses mal zwischen 45 und 60 „Skinheads“ (wir schreiben hier nicht Boneheads oder Naziskins, da ein Großteil der anwesenden eher traditionell bzw. „smart“ gekleidet war) anwesend und wie auf dem Flyer (dort ist ein bekanntes Plattencover abgebildet, welches den britischen Neonazi Nicola Vincenzio „Nicky“ Crane zeigt, der für seine gewalttätigen Aktionen und sein Engagement in der rechtsextremistischen Partei British Movement berüchtigt war. Zur Zeit der Veröffentlichung des Albums verbüßte er eine mehrjährige Haftstrafe wegen Planung und Durchführung eines Überfalls auf schwarze Jugendliche auf einem Bahnsteig in Woolwich. Mehr) angekündigt gab es Oi!-, RAC- und Ska-Mucke zu hören (Rechtsrock und Ska in einem Atemzug – alles klar).
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„Jesus Skins“ – 77 heißt Grüß Gott

„Eight Balls“ – Das Germania-Haus brennt

Aus aktuellem Anlass:

Stellungnahme zum Konzertausfall von „Smegma“, „Eight Balls“ und „Jesusskins“

An dieser Stelle dokumentiert die „Oire Szene“-Redaktion die Stellungnahmen von Bernd von „Puke Music“ aus Berlin und die Stellungnahme von Seiten der Hamburger Bands „Smegma“, „Eight Balls“ und „Jesusskins“ (erfreulich klare Ansage – Respekt von unserer Seite!) zu Ihrer Absage des für den 20.3.10 geplanten Konzerts im „H.O.F. 23″ in Berlin. Wir unterstützen „Puke Music“ in diesem Fall in ihren Aussagen und hoffen, dass den Worten auch Taten folgen und sich zukünftig wieder klar auf die antifaschistischen und antirassistischen Wurzeln des Labels zurückbesinnt wird :

Die drei Hambuger Bands haben uns per Mail angeschrieben und uns zu den Vorwürfen, bezgl. der Grauzonen Texte im Netzt gefragt, es ging hin und her, aber eine Einigung war nicht möglich, so dass wir persönlich nach Hamburg gefahren sind um die Missverständnisse zu klären. Bei dem Gespräch ist uns selber bewusst geworden, dass wir in der Vergangenheit zu nachlässig mit unseren Recherchen bei Konzerten, sowie im Shop von uns waren. Wir finden es auch scheiße, das sich der Braune Sumpf immer mehr vermischt und werden jetzt noch genauer Kontrollieren und ausmissten, als wir es bisher gemacht haben. Wir sind Antirassisten, ich denke dieses weiß jeder, der uns kennt. Das Konzert fällt dieses Jahr erst
mal aus, die Jungs schauen sich das weiter an und vielleicht wiederholen wir das Konzert nächstes Jahr. Da wir auch nicht im Streit oder ärger , nach dem Gespräch auseinander gegangen sind.

Statement aus hh:

Die bands eight balls, jesusskins und smegma haben sich entschlossen, in der aktuellen grauzonen-diskussion eindeutig stellung zu beziehen, und das konzert im März ’10 in berlin abzusagen. Bernd von puke hat es leider bisher nicht hinbekommen, sich ausreichend von bands und strukturen, die bestandteil der grau-bis braunzone sind, abzugrenzen. Siehe „haggis“, „krawallbrüder“, „bloodshed rise“ oder z.b. das schalten einer anzeige im fanzine „feindkontakt“. Mitglieder von jesusskins, smegma und eight balls hatten ein gemeinsames gespräch mit bernd, in dem wir klargestellt haben, dass dies kein nazi-vorwurf an ihn ist. Aber wir halten es für inakzeptabel mit jemandem ein konzert zu machen, der durch nachlässigkeit und/oder unwissenheit, (weiteren) freiraum und toleranz für nazis und nazi-gedankengut in unserer szene schafft.

Wir hatten den eindruck, dass bernd sich für unsere argumentation öffnete und in zukunft auf vertrieb, booking und zusammenarbeit mit rechtsoffenen und „uns-doch-scheißegal-wir-saufen-mit-jedem“- bands verzichten möchte.in diesem fall stünde einer zusammenarbeit mit bernd nichts mehr im wege.

Gruß nach berlin

oi!

Aussteiger, Rückzieher, Aufhörer, Austreter …

Da es gerade in der ganzen sogenannten Grauzone eine Menge an vermeintlichen „Aussteiger_Innen“ aus der rechten Szene gibt, dokumentieren wir an dieser Stelle die vom „Antifaschistischen Infoblatt“ vor einiger Zeit aufgestellten Ausstiegskriterien, die aus der Sicht der Oire Szene Redaktion gut und richtig sind und eine Art Mindeststandard für einen glaubwürdigen Ausstiegsprozeß darstellen. Natürlich variiert so ein ernst gemeinter Ausstieg aus der rechten Szene in seinem Ablauf und somit sind diese Ausstiegskriterien natürlich nur als eine Orientierungsvorlage verwendbar. Auf jeden Fall gehört für uns einiges mehr zu einem erstgemeinten Ausstieg, als mal schnell die Subkultur zu wechseln oder in der „Grauzone“ unterzutauchen. Das verschlimmert die Situation unter Umständen sogar, da dadurch rechte Einstellungen und Verhaltensweisen auch in den vermeintlichen unpolitischen Teilen der Subkulturen oder sogar in linken Freiräumen verbreitert bzw. verstärkt werden:
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„Desmond Dekker“ -Israelites

Christian Malcocis Dienstbefehle an „Autonome Nationalisten“

Die „vierte Nummer“ der Zeitschrift „Die Schwarze Fahne“ wurde Anfang Januar 2010 von Neo­nazis aus NRW via Internet verbreitet. Jetzt endlich, nach 22 Jahren autonomer nationalisti­scher Bewegung sei es „dringend notwendig, auch auf theoretischer und grundsatzpoliti­scher Ebene ein hohes Niveau zu erreichen, um unsere Bewegung besser weiterbringen zu können“. Autor dieser Zeilen ist „Nosferatu“, ein von Christian Malcoci in der Vergangenheit oft verwendetes Pseudonym.

In dem sechsseitigen Blättchen ist allerdings weder ein „theoretisches“ oder „grundsatzpolitisch“ hohes Niveau zu finden, noch politische Qualität. Ein Artikel berichtet über das befürchtete Verbotsverfahren gegen die HNG, ein anderer beklagt – eben­falls unter dem Namen Nosferatu – sowohl der rechte Publizist Werner Bräuninger als auch Alain de Benoist hätten keine Ahnung vom wahren Nationalsozialismus.

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Oire Szene von München bis nach Idar Oberstein…

Die Oire Szene Veröffentlichungen erfreuen sich scheinbar bundesweit einer zunehmenden Beliebtheit – von Flyern die in München veröffentlicht werden bis hin zu Presseerklärungen/offenen Briefen der Partei „Die Linke“ in Rheinland-Pfalz. Wir freuen uns prinzipiell darüber, wenn Ihr unsere Veröffentlichungen bzw. Recherchearbeit dazu nutzt damit auch in der Praxis antifaschistisch zu arbeiten. Bitte schickt uns aber jeweils eine Kopie per e-Mail zu, damit wir diese auch hier auf dem Blog archivieren können!

Hier die Pressemitteilung zu den geplanten Auftritten von den „Krawallbrüdern“ zusammen mit der Rechtsrockband „Bakers Dozen“ (Die Oire Szene Redaktion berichtete bereits) u.a.:
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„Rotte Charlotte“ musiziert an der Nahostfront

Mönchengladbach/Budapest. Wenn am 6. März in Budapest der „Day of Honour“ („Tag der Ehre“) zelebriert wird, soll dort ebenso die Musikgruppe „Rotte Charlotte“ aus dem Raum Mönchengladbach auftreten. Die Neonazi-Band, deren Namen zynisch auf das baldige „Verrotten“ der Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, anspielt, wird dabei gemeinsam mit deutschen Rechtsrock-Kultbands wie „Die Lunikoff Verschwörung“ (Ex-„Landser“) und „Stahlgewitter“ auftreten.

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Siehe auch