„Hauptkampflinie“ (D) aufgelöst!

Eine der bekanntesten und umtriebigsten deutschen Nazibands der vergangenen Jahre hat sich laut mehrerer Quellen aufgelöst. Danach geht der deutschen Naziszene nach der Auflösung der Berliner Kultband „Spreegeschwader“ im Jahre 2009 eine weitere (ehemals) sehr beliebte Band verloren.

Hintergrundinfos zu „Hauptkampflinie“ finden sich in einem umfangreichen „Wikipedia“-Artikel:

„Hauptkampflinie (HKL) war eine 1996, durch Podjaski gegründete Rechtsrock-Band aus Kassel. Bis 2003 bestand das Lineup aus dem ehemaligen 08/15-Gitarristen Oliver Podjaski, dem Bassisten Schröder und dem Schlagzeuger Schubert.

HKL konnten zu den aktivsten Bands innerhalb der deutschen Rechtsrock-Szene gezählt werden. Neben ihren Aktivitäten in anderen Gruppen und diversen Split-CDs mit befreundeten Bands bzw. Sängern kommen sie auf über 20 Veröffentlichungen seit der Bandgründung, Samplerbeiträge hierbei nicht mitgezählt. Einige der Veröffentlichungen sind jedoch nicht als reguläre Produktionen anzusehen. Ehemalige Labels, die noch Rechte an Liedern besitzen, die zwar während der Produktion eines Albums aufgenommen, aber später nicht verwendet wurden, veröffentlichten diese dann zu einem späterem Zeitpunkt. Hierbei handelt es sich oft um Produktionen, die bei Rock-O-Rama, Funny Sounds und Ohrwurm Records (Rockt das Reich) erschienen sind.

Einen Ansehensverlust innerhalb der rechten Szene erfuhr die Band 2003, während sie bei dem Label Ohrwurm Records unter Vertrag waren. Dessen Inhaber, Marcel Ingignoli, wurde vorgeworfen, sich vor Gericht im Prozess gegen die Band Landser zu Vertriebs- und Produktionswegen einiger CDs geäußert zu haben und so zur Verurteilung der Band beigetragen zu haben. Trotz der kursierenden Boykottaufrufe nahmen HKL dann das Album Bis zur Revolution wieder bei Ohrwurm Records auf und wurden damit zur Zielscheibe szeneinterner Kritik. Dies führte endgültig zum Ausstieg von Schubert und einigen Konzertabsagen seitens der Veranstalter. Später wurden die Beziehungen zu Ohrwurm Records beendet und nachfolgende Produktionen sowohl im Eigenverlag als auch über V7- und PC-Records herausgegeben.

Der Auftritt mit dem größten Medienecho ist bisher das Frontline-Records-Konzert vom 16. März 2002 in der Event-Halle Dortmund gewesen. Zusammen mit den Bands Intimidation One (USA), Legion of Thor (Berlin), Max Resist (USA) und Oidoxie (Dortmund) spielten Hauptkampflinie vor über 2000 Konzertbesuchern.


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