„4. Di­vi­si­on Ost­front“ (Wismar/Mecklenburg-Vorpommern)

Wenn mensch diese Band im In­ter­net sucht stößt man schnell auf die frei­ver­füg­ba­ren Down­loads von ihnen, die mit den Wor­ten: „Dat neus­te Demo der Jungs aus Wis­mar wird den Her­ren Po­lit­kas­per wohl eher nicht ge­fal­len, aber so is dat,Hass schafft Hass!“ be­schrie­ben. Na­tür­lich wol­len Bands mit solch einem Namen pro­vo­zie­ren was das Zeug hält, dass das auch mal nach hin­ten los­ge­hen kann, zeigt der jüngs­te Vor­fall. Denn laut Aus­sa­gen der Band, war der Name und ihr MySpace-​An­zei­ge­bild schuld an der Aus­la­dung.

Wer je­doch ein wenig tie­fer gräbt, der fin­det Lie­der wie „An­ti­fa“, mit Text­zei­len wie: „Ein Baum, ein Strick, ein An­ti­fa­ge­nick“. Und da hört Pro­vo­ka­ti­on auf. Eine alles an­de­re als „un­po­li­ti­sche“ Aus­sa­ge. Sogar Auf­ruf zum Mord an An­ti­fa­schis­ten – Texte wie von wasch­ech­ten Neo-​Na­zi Bands. Ge­rüch­ten­zu­fol­ge spielt die Band die­ses Lied nie­mals live, aus Angst vor Ge­gen­wehr? In­ko­se­quenz? Oder weil Po­li­tik auf ihren Kon­zer­ten nichts ver­lo­ren hat?

Da hel­fen auch schwam­mi­ge State­ments wie im Lied „Cha­os­trup­pe Wis­mar“ nicht wei­ter: „Wis­mar, das ist un­se­re Stadt, wo ein Fa­scho hier ei­gent­lich nichts ver­lo­ren hat“ oder „Wis­mars Glat­zen sind dick und fett, wenns drauf an­kommt wird ab­ge­speckt“. Doch wer die Ver­hält­nis­se in Wis­mar kennt, der weiß, dass Mit­glie­der der Band re­gel­mä­ßig linke Ein­rich­tun­gen wie das „Ti­ko­zi­gal­pa“ be­su­chen und alles an­de­re als Nazi- (oder auch An­ti­fa-​)Jäger sind.

Bleibt ab­zu­war­ten, ob die Band wie an­ge­kün­digt auf dem Arsch-​Cho­lio in Sta­ven­ha­gen mit Bands wie SS-​Ka­liert, The Pokes und Oxo86 spie­len wird oder ob dort recht­zei­tig die Reiß­lei­ne ge­zo­gen wird, wie es nun im Klex pas­siert ist.

Quelle

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