No man, no cry

Wir dokumentieren einen Beitrag aus dem Feuilleton der Süddeutschen Zeitung zum Thema Homophobie und Reggae:

Ich bin dagegen: Sänger Gentleman nimmt seine umstrittenen Äußerungen zu Homophobie in Jamaica zurück – Anlass zur Zufriedenheit ist das allerdings nicht.

In zwei großen Zeitungsinterviews anlässlich seines neuen Albums Diversity (Island/Universal) vertrat der deutsche Reggae-Star Gentleman vor wenigen Tagen, eine bemerkenswerte kulturrelativistische Position. Dass ihm dadurch Ärger entstehen würde, schien ihm bewusst zu sein. Dass es so weit kommen würde, dass er schon am Mittwoch energisch widerrufen müsste – damit dürfte er nicht gerechnet haben.

Der Rastamann und sein Glauben

Eine Überraschung war die Aufregung dennoch nicht. Denn Gentlemans Einlassungen führen in die Mitte einer Diskussion, die, wenn sie durch das Brennglas Pop betrachtet wird, noch prekärer erscheint, als sie ohnehin schon ist. Denn der Pop sagt: „We Are The World“. Gentleman aber sagte: „Ich kann nicht in Jamaika die Homophobie geißeln. Was der Rastamann nicht mit seinem Glauben vereinbaren möchte, sollte man akzeptieren.“

Weiter

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Google Bookmarks
  • Identi.ca
  • RSS
  • MySpace
  • PDF