Archiv für Mai 2010

Antifaschistische Festivals in Nürnberg, Göttingen und Potsdam…

Am vergangenen Wochenende fanden gleich 3 große antifaschistische Festivals in Göttingen (Fire and Flames Festival), Nürnberg (Fight Back Festival) und Potsdam (Ultrash Festival) statt. Alle 3 Festivals positionieren sich klar gegen die Grauzone und rechtsoffene Entwicklungen in der Punk-, Hardcore- und Skinhead-Szene. Die zahlreichen antifaschistischen Bands von Los Fastidios bis What We Feel zeigten vor jeweils hunderten von Festival-Besucher_Innen, dass es auch anders geht. Kein Fußbreit für Nazis und rechtsoffenes Pack jeglicher Coleur!

Hier ein Video vom Fight Back Festival in Nürnberg – Los Fastidios mit Antifahooligans – welches die dortige Stimmung hervorragend wiedergibt:

Fighting Chance – Coward’s Pride


Insurgence Records

Independent Streetpunk Skinhead and Hardcore label. Home to The Prowlers, The Oppressed, Union Made and more, featuring mp3s, videos, news and events.

http://www.insurgence.net

Event der „nationalen Jugend“

Pößneck – Am 12. Juni findet in Pößneck der „9. Thüringentag der nationalen Jugend“ unter dem Motto „Die Demokraten bringen uns den Volkstod – Stoppen wir sie!“ statt.

Als Redner sind Mareike Bielefeld (Saalfeld) vom „Mädelring Thüringen“, Tobias Kammler (Wartburgkreis), NPD-Kreisrat Wartburgkreis, und Patrick Weber (Sondershausen), NPD-Landesvorstandsmitglied Thüringen, angekündigt. Für Musik sorgen der Liedermacher Max (= Maximilian Lemke aus Jena) und die Szene-Bands „Aufbruch“ aus Mannheim und „Thrima“ aus Niepars in Mecklenburg-Vorpommern. Mit Verkaufsständen wollen der „Germania-Versand“ von Patrick Weber, das Mode-Label „Ansgar Aryan“ von Daniel Kilian (Oberhof/Bayern) und der „Nordsachsen-Versand“ von Kai Rzehaczek (Eilenburg/Sachsen) aufwarten. Informationsstände sind unter anderem vom „Braunen Haus Jena“ angekündigt.

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Aschfahler Abschied vom NSBM?

Heinsberg. Nach Versuchen, sich mit Anleihen und Symboliken aus dem „National Socialist Black Metal“ (NSBM) zu schmücken und eine virtuelle „Anti-Antifa Heinsberg“ zu gründen [1], scheint die Band „Aschfahl“ aus dem Raum Heinsberg unterdessen von jener Vergangenheit Abstand nehmen zu wollen.

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FREIBOITER live in Stuttgart – LAST SHOW


This was the last Freiboiter gig before they split-up. Concert took place at Beat!Club in Stuttgart on 26.12.2009. R.I.P. Auf Youtube könnt ihr euch das komplette Abschiedskonzert dieser großartigen antifaschistischen Skinheadband ansehen…
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The Business in Greifswald?

Wir verweisen auf einen aktuellen „Frutti di Mare“-Beitrag:

Grade auf­ge­schnappt, dass am 11.​06. The Busi­ness im Klex in Greifs­wald spie­len sol­len. Sup­port Klaus­tro­pho­bie, Rotz&Was­ser und Tor­ten­schlacht.

Auf den öf­fent­li­chen Ka­nä­len ist nicht zu fin­den, die MySpace-​Sei­te vom Klex spricht von einer „ge­schlos­se­nen Ver­an­stal­tung“ und auch auf der Seite von „The Busi­ness“ ist der­zeit nichts zu fin­den. Einen Tag spä­ter je­doch spie­len sie in Pa­se­walk und da liegt ein Ab­ste­cher nach Greifs­wald nahe.

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Moskau: Neonazis ermorden 27-jährigen Studenten

Wir dokumentieren an dieser Stelle nochmal einen sehr lesenswerten Artikel zu den Nazimorden an Dmitrij und Iwan in Moskau:

„Das sind sie, holt sie euch!“, riefen die rund 30 vermummten Angreifer, als sie am vergangenen Samstag auf die Besucher einer Geburtstags-Grillparty an der Stroginskij-Brücke im Nord-Westen Moskaus zustürmten. Sie riefen Nazi-Parolen und schlugen auf jeden ein, der nicht schnell genug wegrennen konnte. Am Ende blieb der 27-jährige Student Dmitrij Kashizyn erstochen liegen. Opfer des rechten Angriffs wurden die jungen Leute offenbar allein deshalb, weil sie äußerlich der alternativen Musikszene zuzuordnen waren.

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Rechte Musik und Parolen in Woltersdorf

Am Morgen des Pfingstmontags wurden in Woltersdorf sechs betrunkene Männer festgenommen, die lautstark rechte Musik abgespielt und „Sieg Heil“ gerufen hatten. Gegen 9 Uhr morgens riefen Anwohner die Polizei, weil in einem Anglerheim in der Rüdersdorfer Strasse rechte Musik und Parolen zu hören waren. Die Beamten fanden sechs Männer zwischen 35 und 42 Jahren aus Berlin, Erkner und Woltersdorf und mehrere CDs sowie Datenträger mit indizierter rechter Musik. Gegen die Männer wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Am Vorabend hatte in der Lokalität eine Feier stattgefunden – ohne besondere Vorkommnisse, wie die Polizei mitteilte.

Quelle

Derrick Harriott – Walk The Streets

„Total Oi!“-Festival am 28./29.5.2010

Am bevorstehenden Wochenende findet mittlerweile zum fünften Mal das „Total Oi!“-Festival im „Brückenkopf“/Torgau statt. Das Festival wird von „Contra Records“ veranstaltet und zählt mittlerweile wohl zu den etabliertesten, regelmäßig stattfindenden Grauzonenfestivals in Deutschland. In den vergangenen Jahren waren bereits jede Menge rechtsoffene Grauzonenbands am Start – nur mal eine kurze Auswahl (mehr Infos zu den angesprochenen Bands findet Ihr über die Suchfunktion in unserem Blog):

2006: „Schusterjungs“, „Get Out“ (schon eher im RAC angesiedelt), „Krawallbrüder“ u.a.
2007: „The Young Ones“ (stark rechtslastig), „Crusaders“, „Scharmützel“, „Gewohnheitstrinker“, „High Society“ u.a.
2008: „Trabireiter“, „Close Combat“, „Dolly D“, „The Ruckers“ u.a.
2009: „Schusterjungs“, „Unantastbar“, „Roughnecks“ u.a.
2010: „The Gonads“, „On The Job“, „Roughnecks“, „Lousy“ u.a.

Wie ihr seht aus antifaschistischer Sicht ein vollkommen überflüßiges Festival. Für alle wankelmütigen Oi!-Brüder und -Schwestern und Freund_Iinnen der primitiven Musik natürlich ein absolutes Muss!

Übrigens: Die „Krawallbrüder“ spielen dieses Jahr nicht, da sie auf dem „Rebellion“-Festival in Venedig (Italien) auftreten und dort den italienischen Ois erklären müssen was „Grauzone“ bedeutet…

Nazi- und RAC-Konzerte am 29.5.2010

Bisher sind der Oire Szene Redaktion folgende Nazikonzerte am kommenden Wochenende bekannt. Wie immer gilt für die örtlichen antifaschistischen Strukturen: interveniert eigenständig, macht die Konzerte publik, organisiert Gegenaktionen, informiert unter Umständen die Betreiber der Locations über die Bands etc. Es gibt viele Möglichkeiten Nazikonzerte zu behindern, zu stören oder auch ganz zu kippen! Fight the white noise!:

29.5.2010: Mailand (Italien): Eines der wichtigsten Nazikonzerte im Jahre 2010 dürfte das bevorstehende „European Hammerfest“ in Mailand sein. Das Ganze steht unter dem Motto „20 years of european brotherhood“ und wird vermutlich Nazis im vierstelligen Bereich aus ganz Europa anziehen. U.a. sollen folgende Bands auftreten: „Malnatt“ (Italien), „Frontalkraft“ (D), „Bullets“ (Italien), „White Resistance“ (D), „Verszerzödes“ (Ungarn) und „special guest“.
Siehe auch: Internationales Hammerskin-Spektakel

29.5.2010: „Pub Hobbit“ in Bolzano (Italien): Es sollen die NS-Hardcorebands „Green Arrows“, „Grigliata“ und No Prisoner“ auftreten.

29.5.2010: London (UK): Eine Gruppierung Namens „Racial Force Volunteer“ bewirbt mit einem Rudolf Hess-Flyer ein NS-Konzert mit „Stigger“ (ex-“Skrewdriver“) & „Victor“ und weiteren Bands.

29.5.2010: Großraum Riesa (Sachsen): Neonazis kündigen ein NS-Konzert mit folgenden Bands an: „Confident of Victory“, „Burn Down“, „Sachsonia“ und „Projekt 18″.
Siehe auch: Heute: Neonazi-Konzert im Großraum Riesa (Sachsen)

29.5.2010: Rheinland (NRW): Beim neonazistischen „Schlageter“-Treffen versammeln sich ca. 200 Nazis. Laut einem Bericht des „Freien Netz Köln“ fand im Anschluß an die Veranstaltung ein Konzert mit einem Naziliedermacher statt.

29./30.5.2010: „East Coast Oi!“-Festival in Philadelphia (USA): Ein riesiges und gruselig gemischtes Festival in den USA wo jede Menge Grauzonen-, RAC- und Rechtsrockbands auftreten – auf dem Flyer ist das ehemalige „Skrewdriver“-Mitglied Nick Crane abgebildet. U.a. mit „Condemned 84″, „The Warriors“, „Code 1″, „Stormwatch“ u.v.m.

Jimmy Cliff – Give a little take a little

Nazifest “Rock für Deutschland”: Gera wehrt sich

Hilflosigkeit machte sich am 11. Juli 2009 in der ostthüringischen Großstadt Gera breit: Bei sommerlichem Wetter hatten sich rund 4000 Rechtsextreme zu ihrem Konzert “Rock für Deutschland” versammelt — wieder einmal. Das Großereignis ist in den vergangenen Jahren zur Tradition geworden, doch diesmal sind soviele Neonazis wie noch nie zuvor in die Stadt an der Weißen Elster gekommen. Der Grund: Michael “Lunikoff” Regener, der Frontmann der verbotenen Rechtsrock-Band Landser, hat sich angekündigt. Wegen seiner volksverhetzenden Texte stand er seit den Landser-Tagen immer mit einem Bein im Gefängnis, 2005 wurde er dann tatsächlich zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Seine Auftritte waren schon vor seiner Haft selten, doch nach der Verurteilung wurde er erst recht in der Szene zur Mythenfigur stilisiert, zum Märtyrer hochgejubelt.

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NPD feiert konspirativ

Leipzig – Der NPD-Landesverband Sachsen will am 19. Juni angeblich im „Raum Leipzig“ sein diesjähriges Sommerfest durchführen.

Als Redner sind Udo Voigt, NPD-Bundesvorsitzender, Holger Apfel, Chef der NPD-Landtagsfraktion Sachsen, und Michael Schäfer, Bundesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten (JN), angekündigt. Den musikalischen Rahmen des Sommerfestes gestalten Jörg Hähnel, Ex-NPD-Landeschef Berlin, „Bock auf Freiheit“ (= Felix Benneckenstein), und eine namentlich nicht genannte Blaskapelle. Für den Nachwuchs soll es eine Hüpfburg und einen Zauberer geben.

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Stage Bottles – Sometimes antisocial but always anti-fascist

Erneuter Mord durch Neonazis in Moskau

Die Oire Szene Redaktion dokumentiert an dieser Stelle einen Bericht über einen erneuten Nazimord in Moskau. Dieses Mal hat es einen Anhänger der Hardcore-Bewegung getroffen. Dies zeigt uns einmal mehr wie wichtig Grenzen überschreitende antifaschistische Solidarität ist:

Am Samstag, den 23.05.2010 ereignete sich in Moskau erneut ein Mord an einem Angehörigen einer Subḱultur. Eine Gruppe von Neonazis tötete den 27-jährigen Dmitrij Kashizyn einzig aus dem Grund, weil sie ihn für einen Antifa-Aktivisten hielten.

Übersetzung des Berichts von antifa.ru:

Gestern abend feierte eine Gruppe junger Leute den Geburtstag eines ihrer Musiker-Freunde bei einem Grill-Abend in der Nähe der Stroginskij-Brücke im Nord-Westen Moskaus. Nach dem Ende der Feier gingen die meisten Gäste, nur etwa 15 Leute, der größte Teil junge Frauen, blieben, um aufzuräumen. Alle von ihnen besaßen ein „slavisches“ Äußeres. Plötzlich wurden sie von einer ca. 40-köpfigen Gruppe Neonazis angegriffen, die sich von der Brücke her näherte. Mit dem Ruf „Das sind sie, holt sie euch!“ begannen die Neonazis, aus Gaspistolen zu feuern und sich auf die Gruppe zu stürzen. Einem Augenzeugen zufolge machten es sich die Angreifer zum Ziel, alle Anwesenden zu attackieren. Eine der Frauen trafen sie mit einem Pflasterstein, wobei ihre und Wirbelsäule verletzt wurde. Als diejenigen, die fliehen konnten, wieder an den Tatort zurückkehrten, fanden sie den 27jährigen Dmitrij Kashizyn in einer Blutlage liegend vor. Ihm waren an die 15 Messerstiche zugefügt worden, durch die er an Ort und Stelle verblutete.

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Angelic Upstarts – Police Oppression

Nazitreffen auf dem Marktplatz

Rund 35 Neonazis feierten am vergangenen Samstag mitten im sächsischen Netzschkau das einjährige Bestehen des Szeneladens „Nordlicht“.

Trotz Sonnenscheins war der Marktplatz im sächsischen Netzschkau am vergangenen Samstag kaum belebt. Lediglich rund 35 Neonazis, verteilt auf ein paar Bierbänke und -tische, und Rechts-Rock aus einer Musikanlage zogen die Blicke sporadisch vorbeikommender Wandergruppen auf sich.

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Pause für rechte Töne

In Madrid begann Prozeß gegen den spanischen Ableger von »Blood & Honour«
Von Florian Osuch

Vor dem Provinzgericht in Madrid begann am Dienstag der Prozeß gegen 19 Neonazis der spanischen Sektion des internationalen Netzwerkes »Blood & Honour« Die Staatsanwaltschaft wird den Männer die Gründung einer illegalen Vereinigung, Handel mit verbotenen Waffen sowie Verbreitung von Haß gegen Migranten vor. Bei einer Verurteilung drohen den Männer zwischen zwei und fünf Jahren Haft. Antifaschisten weisen auf enge Verbindungen der Angeklagten zur spanischen Neonazipartei »Movimiento Social Republicano« (MSR) hin: 17 der 19 Angeklagten hätten auf Listen für MSR kandidiert.

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Streit unter Rechtsrock-Bands – „Früher gab es was auf die Fresse!“

Arnsberg – Das eine oder andere Mal standen die nordrhein-westfälischen Neonazi-Bands „Extressiv“ und „Weisse Wölfe“ in den letzten Jahren gemeinsam auf der Bühne. Jetzt scheint das Tischtuch zerschnitten: Zu besichtigen ist eine Schlammschlacht unter Rechtsrockern.

Zwei Autoren in einem einschlägigen Internetforum – einer nennt sich „Extressiv“ und behauptet, für die gleichnamige Band zu sprechen, der andere schreibt als „meister-proper“ und behauptet, in den letzten drei Jahren zu den „Weissen Wölfen“ gehört zu haben – lassen kein gutes Haar an Stjepan Jus, dem „Kopf“ der „Weissen Wölfe“ aus Neheim-Hüsten (Hochsauerlandkreis). Dessen Namen nennen sie zwar nicht, aber seinen Spitznamen „Schnack“, unter dem Jus in der Vergangenheit auch in jenem Forum unterwegs war.

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