Nazifest “Rock für Deutschland”: Gera wehrt sich

Hilflosigkeit machte sich am 11. Juli 2009 in der ostthüringischen Großstadt Gera breit: Bei sommerlichem Wetter hatten sich rund 4000 Rechtsextreme zu ihrem Konzert “Rock für Deutschland” versammelt — wieder einmal. Das Großereignis ist in den vergangenen Jahren zur Tradition geworden, doch diesmal sind soviele Neonazis wie noch nie zuvor in die Stadt an der Weißen Elster gekommen. Der Grund: Michael “Lunikoff” Regener, der Frontmann der verbotenen Rechtsrock-Band Landser, hat sich angekündigt. Wegen seiner volksverhetzenden Texte stand er seit den Landser-Tagen immer mit einem Bein im Gefängnis, 2005 wurde er dann tatsächlich zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Seine Auftritte waren schon vor seiner Haft selten, doch nach der Verurteilung wurde er erst recht in der Szene zur Mythenfigur stilisiert, zum Märtyrer hochgejubelt.

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