Rotterdam (Holland): Nazipunks, -skins und -psychos united?!

Auch in Holland kommt es in der letzten Zeit zunehmend zu einer Vermischung von verschiedenen Subkulturen mit dem neonazistischen Lager. Welches erschreckende Ausmaß diese Entwicklung angenommen hat, wollen wir kurz an dem Projekt „Support Your Scene“ aus Rotterdam vorstellen. Diesen subkulturellen Zusammenschluss von „Punks“, „Skins“ und „Psychos“ gibt es in Rotterdam seit dem Jahr 2008 – seitdem wurden von der Gruppe mehrere Konzerte mit eindeutig neonazistischem Background veranstaltet:

23.5.2008: Konzert in der Rotterdamer Location „De Kajuitbar“ (erinnert stark an den ehemaligen belgischen „Blood and Honour“-Laden „De Kastelein“ – jetzt „Moloko Bar“) mit der belgischen Neonaziband „Short Cropped“, der holländischen Punkband „Kezus Krijst“ und der holländischen Psychoband „Blood Demons“. Nazi-Punks, -Skins und -Psychos feierten dort Hand in Hand…

31.10.2008: Nazikonzert in der „De Kajuitbar“ zusammen mit „Killerbabies“ aka „Kill Baby Kill“, den Nazipunks von „Drugsmokkel“ (Holland) und „Checkered Flag“ (Rock aus Holland).

23.4.2010: Nazikonzert mit „The Pride“ (Belgien) und „Short Cropped“ (Belgien) im Rotterdamer „Schiedam“.

5.6.2010: Am kommenden Wochenende ist ein weiteres Konzert mit den „X. X.“ und „Y.Y.“ (Die Band könnt Ihr auf der Homepage von „Support Your Scene“ nachlesen – wir wurden mal wieder rechtlich bedroht…) im Rotterdamer Laden „Exit“ geplant. Für den 3.Juli 2010 wird im Rotterdamer „Café Verburgh“ ein weiteres Konzert mit bisher unbekannten Bands angekündigt.

Besonders erschreckend ist, dass diese neonazistischen bis rechtsradikalen Punk- und Oi!-Bands u.a. am 27.11.09 ungestört für die holländische Hausbesetzerbewegung ein Soli-Konzert (!!!) spielen konnten: Es spielten „Vettig Front“, „Kezus Krijst“, „Drugsmokkel“ (spielen auch gerne Mal im belgischen Naziladen „Moloko Bar“) und „The Patrons“. Querfrontpolitik vom allerfeinsten!

Überdies vertreiben „Support Your Scene Rotterdam“ T-Shirts und Platten u.a. von folgenden Bands, welche entweder neonazistisch ausgerichtet sind oder zumindest keine Berührungsängste zur Naziszene haben: „Tattooed Motherfuckers“, „Foienoord“, „Bale Fire“, „The Patrons“, „Drugsmokkel“, „Cenobites“ und „The Strangers“. Fuck off Nazipunks, Naziskins und Nazipsychos!

Quelle

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