Auschwitz-Dance

HOLOCAUST-GEDENKEN Ein Video sorgt für Aufregung: Ein Auschwitz-Überlebender tanzt zu „I will survive“ im Konzentrationslager

Gloria Gaynors Evergreen „I will survive“ ist nicht nur die Hymne der Schwulen- und damit der Discobewegung. Es ist ein Lied, das immer passt: nach jeder Niederlage, in jedem Eiswinter, in jedem Glutsommer, nach jeder Kündigung, jeder Trennung, jeder Hochzeit, jedem Missgeschick, jeder persönlichen Niederlage, einfach jederzeit. Selbst dann, wenn man sich eigentlich gerade ganz gut fühlt, kann man es gut gebrauchen. Es ist der Song, der all diese formalistisch-soziologischen „Selbst“-Wörter – Selbstermächtigung, Selbstbestimmung, Selbsthilfe, die mit dem genauso hässlichen Wort Empowerment verbunden sind – überflüssig macht.

Warum also sollte ein Holocaust-Überlebender nicht „I will survive“ in Auschwitz singen und dazu tanzen? Es ist sicher nicht erstaunlich, dass erst jetzt die Tochter eines Holocaust-Überlebenden auf diese Idee kam. So viel Selbstüberwindung muss man erst mal aufbringen.

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