Archiv für Juli 2010

Neonazi-Kader organisierte Hool-Konzert

Rund 400 Fans der Band „Kategorie C“ haben am Samstag, 17. Juni, im ostwestfälischen Salzkotten bei Paderborn zu Live-Musik der rechten Musik-Kombo aus Bremen gefeiert. In eine Schützenhalle im Stadtteil Scharmede hatten sich die Organisatoren eingemietet.

Einer der Veranstalter war der Neonazi Marcus Winter (Jahrgang 1979). Er war Anführer der militanten Kameradschaft „Nationale Offensive Schaumburg“, bis dieser ein Verbot drohte. Bei der Bundestagswahl 2005 kandidierte er für die NPD in Schaumburg/Nienburg, sein Vorstrafenregister ist lang und reicht von Beleidigung über gefährliche Körperverletzung bis Freiheitsberaubung. Inzwischen wohnt er in Ostwestfalen, hat sich aber in keiner Weise von der rechten Szene gelöst.

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Lizzy – Love Is A Treasure

Nazikonzert in Pößneck: Polizeieinsatz und Spontandemo

Zu einem Polizeieinsatz und zu einer Spontandemo hat ein Nazikonzert im Pößnecker Schützenhaus geführt.

Pößneck. Aufmerksamkeit hat am Samstag eine Veranstaltung im Pößnecker Schützenhaus erregt, das der NPD-nahen Londoner Firma „Wilhelm Tietjen Stiftung für Fertilisation Ltd.“ gehört. Angemeldet war eine Feier mit vier Musikgruppen, die im Hinterhof des Schützenhauses stattfand.

Die Polizei war mit einer ausreichenden Anzahl an Einsatzkräften vor Ort. Es habe keine größeren Probleme gegeben und die Veranstaltung, zu der nicht ganz 200 Teilnehmer gekommen seien, sei fast pünktlich beendet worden, informierte gestern die Polizeidirektion Saalfeld.

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Nazirock in Gera: „Wir sagen: Tod, Vernichtung diesem roten Mob!“

Die Infothek Dessau berichtet folgendes:

Hass, Gewalt und gute Laune – Trotz Proteste feierten und hetzten wieder über 1.000 Neonazis beim 8. „Rock für Deutschland“ in Gera.

Ein Bericht der Infothek Dessau

Eine ausführliche Bildergalerie findet sich hier.

Seit 2003 veranstaltet der NPD-Kreisverband Gera unter dem Motto „Rock für Deutschland“ das als „Großkundgebung mit musikalischem Rahmenprogramm“ deklarierte Neonazi-Open-Air in der Geraer Innenstadt. Zu dieser mittlerweile achten Auflage des Rechtsrock-Festivals reisten am 10. Juli 2010 nach Polizeiangaben etwa 1.150 Teilnehmer an. An den letztjährigen Besucherrekord von mehr als 4.000 Teilnehmern (siehe hier…) vermochten die Veranstalter damit jedoch nicht anknüpfen. Dafür gelang es in diesem Jahr erstmals Gegenproteste unterschiedlichster Akteure auf dem Fundament eines breiten Bündnisses auf die Beine zu stellen. An einem Friedensgebet, mehreren Kundgebungen und friedlichen Blockadeversuchen beteiligten sich an diesem Tag unterschiedlichen Angaben zufolge mehr als 1.000 Menschen. Den Fans neonazistischer Musik den Zugang zum Veranstaltungsort zu verwehren, gelang aber nicht. Die Polizei führte die rechten Teilnehmer immer wieder in Gruppen an den Blockadepunkten vorbei, wo ihnen lautstarker Protest entgegenschlug.

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Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Norddeutschlandsgrößter Naziaufmarsch wird offenbar von der Hooliganszene aus Ostwestfalen finanziert!

Am vergangenen Samstag trat die rechtsorientierte Hooliganband Kategorie C in Ostwestfalen auf. Genauer gesagt, bei Scharmede (Kreis Paderborn). Veranstalter des Konzerts und Organisator waren Marcus Winter und die Neonazi-Securitytruppe um ihn „Saalschlacht“

Winter gehörte zu den Führungspersonen der militanten Neonaziszene in Niedersachsen und ist erst seit März 2010 aus der Haft entlassen. Hier verbüßte er eine knapp 20 monatige Freiheitsstrafe wegen Volksverhetzung! Ausserdem war Winter Anmelder der Trauermärsche in Bad Nenndorf, zumindest bis zu seiner Inhaftierung.

Jetzt veranstaltete er ein Konzert mit der Hooligan-Band Kategorie C aus Bremen. 1/3 der fast 400 Besucher stammten offenbar aus dem gewaltbereiten Fussballspektrum vom Paderborner SC und Arminia Bielefeld – dies zeigt auch die Zusammenhänge der Neonazis aus Schaumburg ins benachbarte Ostwestfalen.

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Atarassia Grop – L‘Oltretorrente

Rechtsrockkonzerte international am 24./25.7.2010

An diesem Wochenende finden 2 größere neonazistische Festivals in England und Ungarn statt. Im Londoner „Bridgehouse“ findet zudem erneut ein RAC-Konzert statt:

24.7.2010: Die „Blood & Honour London Brigade“ organisiert unter dem Motto „No Surrender Gig“ ein neonazistisches Festival mit folgenden Bands: „Invasion“, „Brutal Attack“, „March Or Die“, „Hearts of Oak“, „Fehér Törvény“ und „Fehér Virágog“. Zwischenzeitlich wurden auch noch die englischen „Blood and Honour“-Bands „Section 88″ und „White Law“ beworben. Mit der Beteiligung von zwei ungarischen Bands an diesem Konzert, zeigt sich einmal mehr der momentan hohe Stellenwert der ungarischen Szene im europäischen Nazimusiknetzwerk.

24.7.2010: In Györ/Ungarn findet zum zweiten Mal das ungarisch/slowakische Nazifestival „Magyar-Szlvák Barátság Koncert“ statt. Es treten sowohl ungarische als auch slowakische Nazibands auf: „Rodobrana“ (SK), „Project Vandal“ (SK), „No Compromise“ (SK), „Jogos Önvédelem“ (HU), „Vér Kötelez“ (HU), „Gungnir“ (HU) und eine weitere Überraschungsband.

Von solch einer sogar Grenzen überschreitenden Geschlossenheit kann die deutsche Naziszene hingegen mal wieder nur träumen – wie wir bereits berichteten, fallen die Thüringer Kameraden einmal mehr übereinander her und vereiteln sogar die angekündigten Konzerte der „gegnerischen“ Seite: “Sizilianische Methoden” beim Kampf um Rechtsrockspektakel

25.7.2010: Im Londoner „Bridgehouse“ finden zur Zeit wöchentlich RAC-Konzerte statt. Eventuell ein bedenkliches Anzeichen dafür, dass sich die Subkulturen in England – insbesondere die Skinheadszene – in Zeiten der sich verschärfenden Krise und den radikalen sozialen Einschnitten durch den neuen Premier David Cameron (der will scheinbar sogar die „eiserne Lady“ Maggy Thatcher in Ihrer Skrupellosigkeit toppen?) – wieder zunehmend in die rechtsradikale Richtung bewegt…? Auf jeden Fall sind dort die stark rechtslastigen Bands „East End Badoes“, „Booze and Glory“ und „Last Orders“ angekündigt.

„Problemfall Rechtsrock“

Die Oire Szene Redaktion verweist an dieser Stelle auf den sehr guten Artikel „Problemfall Rechtsrock“ von Martin Langebach und Jan Raabe. In diesem Artikel lassen sich verschiedene Möglichkeiten für Kommunalpolitiker, Angehörige der Stadtverwaltungen bzw. Antifaschist_Innen finden, um Rechtsrockkonzerte bereits im Vorfeld erfolgreich zu behindern bzw. sogar komplett zu unterbinden. Erschienen ist der Artikel bereits im Jahre 2009 im „Handbuch für die kommunale Auseinandersetzung mi Rechtsextremismus“ – Herausgegeben von Dietmar Molthagen und Lorenz Kogel – der Artikel findet sich auf den Seiten 193 bis 208: http://library.fes.de/pdf-files/do/06431.pdf

The Upsessions – Reggae Fever

“Kategorie C”-Konzert im Kreis Paderborn

Am vergangenen Samstag ist ein Konzert der rechten Hooligan-Band “Kategorie C” in Salzkotten (Kreis Paderborn) durchgeführt worden. Im Stadtteil Scharmede fand die konspirativ organisierte Veranstaltung statt. Die Polizei schritt nicht ein.

Über 40 Kilometer mussten die anreisenden Fans der Gruppe, die auch unter dem Namen “Hungrige Wölfe” bekannt ist, noch in Kolonnen vom “Schleusungspunkt” an der Autobahn 2 bei Bielefeld fahren, um zum Veranstaltungsort zu gelangen. Größtenteils kahlgeschorene, tätowierte Männer, aber auch Frauen fanden den Weg zum “Kategorie C”-Konzert, das um 20 Uhr beginnen sollte. 15 Euro Eintritt zahlten die Teilnehmer, die unter anderem aus dem Ruhrgebiet, Ostwestfalen-Lippe und den niedersächsischen Kreisen Osnabrück und Schaumburg anreisten.

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Juventude Maldita – Para as Barricadas

NPD-Bürgerbüro im „Heimat-Stübchen“

Stralsund – Mehrere NPD-Kader, darunter der ehemalige Söldner und Berliner Funktionär Eckart Bräuniger, der braune Barde Michael Regener („Lunikoff“), der Chef der Schweriner Landtagsfraktion Udo Pastörs, der NPD-Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern Stefan Köster und Peter Marx, Geschäftsführer der NPD-Landtagsfraktion, zog es am 16. Juli in die Weltkulturerbe-Stadt Stralsund.

Geladen hatte der NPD-Landtagsabgeordnete Raimund Frank Borrmann. Der NPDler, seit der letzten Kommunalwahl für die rechtsextreme Partei auch Mandatsträger im Kreistag Nordvorpommern und der Stadtvertretung von Grimmen, eröffnete, knapp ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl, das landesweit sechste NPD-Bürgerbüro in der Stadt am Sund.

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Dokumentation des „Rock für Deutschland“ vom 10.07.10

Hass, Gewalt und gute Laune – Trotz Proteste feierten und hetzten wieder über 1.000 Neonazis beim 8. „Rock für Deutschland“ in Gera

vollständiger Artikel: hier
Bildergalerie: hier
Seit 2003 veranstaltet der NPD-Kreisverband Gera unter dem Motto „Rock für Deutschland“ das als „Großkundgebung mit musikalischem Rahmenprogramm“ deklarierte Neonazi-Open-Air in der Geraer Innenstadt. Zu dieser mittlerweile achten Auflage des Rechtsrock-Festivals reisten am 10. Juli 2010 nach Polizeiangaben etwa 1.150 Teilnehmer an. An den letztjährigen Besucherrekord von mehr als 4.000 Teilnehmern (siehe hier…) vermochten die Veranstalter damit jedoch nicht anknüpfen. Dafür gelang es in diesem Jahr erstmals Gegenproteste unterschiedlichster Akteure auf dem Fundament eines breiten Bündnisses auf die Beine zu stellen. An einem Friedensgebet, mehreren Kundgebungen und friedlichen Blockadeversuchen beteiligten sich an diesem Tag unterschiedlichen Angaben zufolge mehr als 1.000 Menschen. Den Fans neonazistischer Musik den Zugang zum Veranstaltungsort zu verwehren, gelang aber nicht. Die Polizei führte die rechten Teilnehmer immer wieder in Gruppen an den Blockadepunkten vorbei, wo ihnen lautstarker Protest entgegenschlug.

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Auschwitz-Dance

HOLOCAUST-GEDENKEN Ein Video sorgt für Aufregung: Ein Auschwitz-Überlebender tanzt zu „I will survive“ im Konzentrationslager

Gloria Gaynors Evergreen „I will survive“ ist nicht nur die Hymne der Schwulen- und damit der Discobewegung. Es ist ein Lied, das immer passt: nach jeder Niederlage, in jedem Eiswinter, in jedem Glutsommer, nach jeder Kündigung, jeder Trennung, jeder Hochzeit, jedem Missgeschick, jeder persönlichen Niederlage, einfach jederzeit. Selbst dann, wenn man sich eigentlich gerade ganz gut fühlt, kann man es gut gebrauchen. Es ist der Song, der all diese formalistisch-soziologischen „Selbst“-Wörter – Selbstermächtigung, Selbstbestimmung, Selbsthilfe, die mit dem genauso hässlichen Wort Empowerment verbunden sind – überflüssig macht.

Warum also sollte ein Holocaust-Überlebender nicht „I will survive“ in Auschwitz singen und dazu tanzen? Es ist sicher nicht erstaunlich, dass erst jetzt die Tochter eines Holocaust-Überlebenden auf diese Idee kam. So viel Selbstüberwindung muss man erst mal aufbringen.

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Bull Brigade – Sulla Collina

Nazi-Bands im Anmarsch

Nur wenige Monate nach dem Neonaziaufmarsch am 1. Mai droht Berlin jetzt die nächste rechtsextreme Großveranstaltung. Die NPD plant Rechtsrock-Konzert gegen die Integrationspolitik des Senats.

Berlin – Nach Informationen des Tagesspiegels hat die NPD für den 18. September eine Kundgebung mit anschließendem Rechtsrock-Konzert geplant. Die Polizei bestätigte am Mittwoch eine entsprechende Anmeldung für rund 500 Teilnehmer. Der genaue Veranstaltungsort wird bisher geheim gehalten. Über eine eigens eingerichtete Webseite bewerben die Rechten das Konzert unter dem Motto „Überfremdungsgesetz stoppen!“ und hetzen gegen das geplante Integrationsgesetz des Senats.

Als Redner sind NPD-Chef Udo Voigt, der neue Landesvorsitzende Uwe Meenen und Landesvorstandsmitglied Sebastian Schmidtke angekündigt. Schmidtke war auch Anmelder des Aufmarsches am 1. Mai, zu dem 600 Rechte nach Prenzlauer Berg kamen. Zeitgleich randalierten fast 300 Neonazis auf dem Kurfürstendamm, bis sie festgenommen wurden.

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Siehe auch: Rechtsrock gegen Überfremdung
Und: NPD plant Nazikonzert mitten in Berlin

“Sizilianische Methoden” beim Kampf um Rechtsrockspektakel

Eigentlich wollte die neonazistische Vereinigung „Bündnis Zukunft Hildburghausen“ (BZH) am 24.07. mit dem „Nationalen-sozialen-Thüringer-Arbeiter-Tag“ in ihrer Stadt eine Demonstration und ein Rechtsrock-Festival veranstalten. Die NPD vereitelte diesen Versuch und warb die Bands für eigene Zwecke ab.

Laut der Mobilisierungsseite der Hildburghausener Neonazis wollen sie zunächst von 13 bis 15 Uhr unter dem Motto „Wir wollen keine Asylantenheime“ durch die 12.000-Einwohner-Stadt marschieren, um direkt im Anschluss bis 22 Uhr auf dem Marktplatz ein Rechtsrock-Festival namens „Bildung statt Freibad“ mit Bands und Rednern zu veranstalten.
“Rock für Deutschland” in Gera mit “Lunikoff” – Bildrechte liegen bei: recherche(at)infothek-dessau.de

Angekündigt waren hierfür bis gestern noch die Bands „Endless Pride“ (Schweden), „Nordglanz“ (Niedersachsen), „Kinderzimmerterroristen“ (Raum Suhl, Thüringen) und „Untergrundwehr“ (Würzburg) sowie der rechte Liedermacher Sebastian Döhring alias „Fylgien“ aus Berlin.

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Siehe auch: Neonazi-Kundgebung und -konzert in Hildburghausen (Thüringen)
Linke unterstützt Aktionen des Hildburghäuser Bündnisses gegen Rechtsextremismus

Youngang – Inno Individualista

München: „Hasssänger“ auf dem Tollwood Festival

Wiedereinmal war es einer homophoben Band möglich ein Konzert zu spielen. Auf dem diesjährigen Tollwood, einem der grössten Sommerfestivals in München, konnte die Band T.O.K im Vorprogramm von Nas & Damian Marley auftreten.

Bei T.O.K handelt es sich um eine offen homophobe Band. Ihr Hit chi chi man, mit dem sie 2001 den internationalen Durchbruch schafften und im selben Jahr die offizielle Wahlkampfhymne der konservativen, jamaikanischen Partei jlp war, ruft zum Mord an Homosexuellen auf.

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Naziparty bei Zella-Mehlis

Am Ruppberg kann man neuerdings „Frei.Wild“ lauschen und einiges mehr.
Wer sich an einem Freitag Abend zum Zella-Mehliser Hausberg, dem Ruppberg auf macht, um die letzten Sonnenstrahlen beim Untergang zu beobachten, dem kann durchaus schaurig werden, jedoch nicht wegen der Abenddämmerung. Der beliebten Wanderhütte immer näher gekommen, konnte man überrascht feststellen, dass statt der üblichen Schlager nun auch Rockmusik am Ruppberg gespielt wird. Die feiernde Gemeinschaft bestand aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen, mit zumeist auffällig kurzen Frisuren. Doch was dann neben Sonnenuntergang, einem entfernten Gewitter und beleuchteten Gemeinden des Thüringer Waldes zu erleben war, ließ Gänsehaut trotz stolzen 20 Grad Celsius entstehen. Denn die Rockmusik war eher Rechtsrock. So hieß es wohl passend zur WM: „…bald wird Afrika wieder deutsche Kolonie…“ oder „….`Zecken`, eure Eltern sind Geschwister…“, wobei der Begriff `Zecken` hier als abfälliges Synonym für alle Menschen steht, die nicht in das Weltbild von Neonazis passen, wie Punks, Asylanten, Migranten und Menschen die von ihnen als politisch links abgestempelt werden. Aber auch Textstellen über Juden durften nicht fehlen, um die Stimmung der Jugendlichen aufzuheitern.

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