Archiv für August 2010

Neonazi-Konzert am S-Bahnhof Schöneweide

Wir berichteten ja bereits, dass die Berliner NPD am 18. September in Schöneweide ein Nazi-Konzert plant. Nun ist auch raus, wo es stattfinden soll.

Der Veranstaltungsort war bisher geheim gehalten worden (bnr.de berichtete). Der Berliner Tageszeitung „taz“ zufolge habe der NPD-Landesvorsitzende Uwe Meenen bestätigt, dass das Event am S-Bahn Schöneweide stattfinden solle. Die Berliner Polizei soll eine entsprechende Anmeldung für etwa 500 Personen bestätigt haben. „Kommt alle zur Kundgebung gegen die gesetzliche Bevorzugung von Ausländern“, wird auf den Seiten der Bundespartei sowie des Berliner NPD-Landesverbandes aufgerufen.

Quelle: Blick nach rechts.

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Unterdessen steht das Konzert auf Grund der Bandauswahl im Thiazi-Forum unter Kritik.

So schreibt BfA:

Alleine die Namen der Kombos sprechen Bände und werden sicher etliche Bunzelbürger bekehren…..
Tut mir leid aber so wird das nichts. Ausser ein exzessiver Totalverlust kahler Schläger…
Was will man mit solchen Aktionen erreichen?

PC-Records beklagt hingegen die geringe Mobilisierung:

bis jetzt ist die Mobilisierung aber eher mau…

Hoffen wir das es beim „exzessiver Totalverlust kahler Schläger“ bleibt.

Neonazi-Musik ganz ohne konspirative Vorbereitung

Dortmund – Ansonsten bedarf es allerlei konspirativer Vorbereitungen, um Rechtsrockbands irgendwo abseits der Augen der Öffentlichkeit auf die Bühne zu bringen. Am Freitag können die Dortmunder „Autonomen Nationalisten“ auf jede Geheimniskrämerei verzichten. An prominenter Stelle in der Innenstadt, oberhalb der Katharinentreppen am Hauptbahnhof, sollen am Vorabend des Neonaziaufmarschs zum „Nationalen Antikriegstag“ bis zu drei rechte Bands spielen.

Die Bezeichnung Konzert vermeiden die Rechts-„Autonomen“ aus der Ruhrgebietsstadt aber tunlichst. Sie sprechen nur von einer „Kundgebung mit Live-Bands“. Andere Neonazis nennen die Veranstaltung anders. „Antikriegstag: Konzert in Dortmund“, heißt es etwa auf der Internetseite des „Nationalen Widerstands Marl“.

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The Zodiacs – Renegade

3.9.2010 Bozen: Ora basta! Rechtsrockkonzert verhindern!

Auch in anderen europäischen Ländern gibt es zunehmend Widerstand gegen die fast jedes Wochenende stattfindenden Nazikonzerte:


KUNDGEBUNG

Der geplante Auftritt der bekanntesten Band der italienischen neofaschistischen Szene „Zetazeroalfa“ – in Bozen ist nur die Spitze des Eisberges. Er lenkt jedoch den Blick auf ein gesellschaftliches Problem, das in Bozen viel zu lange ignoriert wurde: Neofaschistische Gruppierungen, allen voran „Casapound“, die sich um die Bar8 ein kleines schwarzes Universum aufgebaut hat, sind auf dem Vormarsch. In einem Klima, das von ethnischer Hetze und Rassismus geprägt ist, finden neofaschistische Ideologien schnell fruchtbaren Boden.

Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die neofaschistische Achse von Casapound über Unitalia bis in den PDL hinein und für einen antifaschistischen und antirassistischen Konsens, den es auch in Südtirol herzustellen gilt! Dafür lohnt es sich, am Freitag auf die Straße zu gehen!

Freitag
03.09.2010 18:00 Uhr
Kornplatz
Bozen Zentrum

Quelle
Kundgebung am 3. 9. in Bozen – Aufruftext
Rechtsrockkonzert im Dub discoclub in Bozen
„Schwarzes Universum“ in den Medien

Fernsehbericht aus dem italienischen Fernsehen:

(mehr…)

Das “Fest der Völker” findet nicht statt

Das für den 11. September in Pößneck geplante “Fest der Völker” mit Neonazi-Bands findet nicht statt. Der Veranstalter habe das Neonazi-Konzert ohne Begründung abgesagt, teilten die Stadt und das Landratsamt einem Bericht des Freien Worts zufolge mit. Das «Fest der Völker» der rechtsextremen NPD war erstmals 2005 in Jena ausgerichtet worden. Nach heftigen Protesten wurde es 2008 nach Altenburg verlagert und im vergangenen Jahr nach Pößneck im Saale-Orla-Kreis.

Die Absage sorgte in Pößneck für Erleichterung: “Das ist ein Zeichen dafür, dass Neonazis in unserer Region keine Basis haben”, erklärte SPD-Landrat Frank Roßner dem Bericht zufolge. Bürgermeister Michael Modde (Freie Wähler) sprach demnach von einem “Sieg der vernünftigen Bürger gegen das rechte Gedankengut”.

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Siehe auch: Braunes Spektakel abgesagt

Max Romeo – Far far away

Zwei Jahre nach Auflösung von Rechtsrock-Konzert in Rostock: Prozess gegen fünf Tatverdächtige

Zwei Jahre nach den gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten bei der Auflösung eines Konzertes der rechtsextremen Szene in Rostock findet ab Mittwoch der Prozess gegen fünf Tatverdächtige statt. Ihnen wird besonders schwerer Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und schwere Körperverletzung vorgeworfen.

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Siehe auch: Prozess nach rechtsextremer Randale

Serbien: Staat finanziert Nazikonzert

Dass die Rechten in Ungarn große Teile der Bevölkerung mobilisieren können, ist weitgehend bekannt – sei es mit der in diesem Jahr ins ungarische Parlament eingezogenen faschistischen Jobbik-Partei oder ihrem mittlerweile verbotenen „sportlicheren“ Flügel, der „Ungarischen Garde“, der aber immer noch sehr aktiv ist: So etwa im Verprügeln, Erschießen, etc. einzelner Roma oder sogar ganzer Familien und Siedlungen. Was aber machen die ungarischen „freien Kräfte“?

Na, in der Sommerzeit – Ausflüge. Schließlich ist ihr „Großungarn“ ziemlich groß: Die heutigen Staaten Slowakei, Rumänien, Kroatien, Serbien erkennen sie eigentlich nicht an und nutzen auch jede Gelegenheit, die dort immer noch lebenden und – natürlich – „unterdrückten ungarischen Brüder“ zu besuchen. „Kulturprogramm“ ist indes unverzichtbar. Somit werden die engen Kontakte zwischen Neonazis in einzelnen ost- und westeuropäischen Staaten ausgeweitet, so dass sich zunehmend auch gemeinsame Treffen der Rechten innerhalb Osteuropas verzeichnen lassen.

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Special Aka – Racist friend (1984)

Vor 26 Jahren war dieser Song genauso wichtig und aktuell wie heute:

Rockender Rechtsanwalt

Der Rechtsvertreter der HDJ, Seitter, führt eine Anwaltskanzlei gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Heinig. Dieser soll angeblich viele Jahre in der rechtsextremen Szene aktiv und Mitglied einer bekannten Rechtsrock-Band (Der „Blood & Honour“-Combo „Ultimo Ratio“) gewesen sein:

Wird das HDJ-Verbot aufgehoben?

Am 1. September 2010 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über eine Klage gegen das Verbot des Vereins „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ). Auf Anfrage des Autors sagte eine Sprecherin, es werde mit einer Entscheidung gerechnet. Allerdings handele es sich um eine komplexe Sache. Die HDJ werde durch den Stuttgarter Anwalt Oswald Seitter vertreten. Die HDJ war im März 2009 verboten worden. Sie galt als wichtigste neonazistische Nachwuchsorganisation. Das Verbot ist bis heute allerdings nicht rechtskräftig – wegen der Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht.

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Delroy Wilson – Dancing Mood

Nazikonzert und Aufmarsch in Dortmund verhindern!

Wie schon in den vergangenen Jahren wollen am 4. September über Tausend Neonazis in Dortmund ihren so genannten “Nationalen Antikriegstag” veranstalten. Dieses Jahr ist jedoch neu, dass sie versuchen unter Polizeischutz durch die Dortmunder Nordstadt zu laufen und zusätzlich am Vorabend, den 3. September, ein Rechtsrock-Konzert mitten in der Innenstadt abhalten wollen.

Darum rufen wir auf, am 3. September um 16:00, Dortmund HBF Nordausgang zur Demonstration zu kommen und anschließend gegen das Nazikonzert in der Innenstadt zu protestieren!

Mehr Infos: Let‘s push them back!

Mach den Scheiß aus! Kein Konzert der Nazihoolband Kategorie C

Am Samstag den 04.09.2010 möchte die Nazihoolband Kategorie C aus Bremen in Schleswig-Holstein ein Konzert geben.
Zur Zeit soll das Konzert im Kreis Flensburg stattfinden.

mehr Infos sind zur Zeit noch nicht bekannt.

In diesem Sinne
Kategorie C… das Mikro klauen! Alerta Antifascista


Quelle

Ken Boothe – Everything i own

Unpolitischer Fußballrock?

Die nächsten Konzerte der Nazihoolcombo „Kategorie C/Hungrige Wölfe“ stehen an – wäre schön, wenn auch die anstehenden Konzerte wieder be- bzw. sogar verhindert werden könnten. Deshalb an dieser Stelle die nächsten Termine und ein Artikel zu „Kategorie C“ vom Internetportal „Mut gegen rechte Gewalt“:

- 4.9.2010: Flensburg
- 11.9.2010: Westruhrpott
- 18.9.2010: Allgäu
- 25.9.2010: Bremen
- 2.10.2010: Berlin

Darunter fällt die Band „Kategorie C- Hungrige Wölfe“ sicherlich nicht. Die meisten Texte sind rassistisch und Gewalt verherrlichend, zudem bestehen enge Verbindungen zur neonazistischen Szene. In Berlin wurde letztes Jahr ein Konzert von KC verhindert. Für den Herbst sind wiederum Konzerte geplant.

„Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik!“ Das ist das Motto der Bremer Hooliganband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“. Dass dies leere Worte sind, zeigt sich spätestens bei genauerem Hinhören: „Wir sind oldschool für fair play / ohne Messer und Pistolen / aidsverseuchte Aasgeier / die soll sich der weiße Hai doch holen / An Jane und Tarzan, Chita und Boy / und der Rest der wilden Bande / einen Gruß aus stolzer Brust / aus unserm schönen Lande.“ So heißt es in einem ihrer Lieder zur Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika. Rassistische und Gewalt verherrlichende Passagen ziehen sich durch die meisten ihrer Texte. Dennoch achten die Bandmitglieder darauf keine Lieder zu schreiben, die einen expliziten Zusammenhang zur neonazistischen Szene zeigen. Mit dieser Strategie sollen auch Personen, die bisher wenig Kontakt zu Neonazis hatten, durch die Musik mit ihnen in Kontakt kommen.

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Rechte wollen rocken

Die NPD will in Schöneweide ihren Wahlkampf starten – mit rechten Bands. Nun wurde der Ort der Veranstaltung bekannt.

Nach Monaten in der Versenkung drängt die NPD wieder in die Öffentlichkeit. Am 18. September will die rechtsextreme Partei mit einer Kundgebung und einem Rechtsrockkonzert vor dem Bahnhof Schöneweide Anhänger mobiliseren. Dies bestätigte die NPD der taz. Bisher war der Ort geheim.

„Überfremdungsgesetz stoppen“, betitelt die NPD ihre Veranstaltung, die sich gegen das neue Integrationsgesetz des Senats richtet. Gleichzeitig soll damit der Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2011 eröffnet werden. Als Redner sind NPD-Bundeschef Udo Voigt, der Berliner Landesvorsitzende Uwe Meenen und der NPD-Kameradschaftler Sebastian Schmidtke geladen. Anschließend sollen die Rechtsrockbands Exzess, Totalverlust und Kahlschlag spielen.

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Siehe auch: Neonazi-Konzert am S-Bahnhof Schöneweide

The Paragons – Tide is High

Braune Fußball-Events

Am vergangenen Wochenende fand erneut ein neonazistisches Fußballturnier statt – dieses Mal veranstaltet vom ehemaligen Greizer NPD-Kreisvorsitzende Meisser, welcher im sächsischen Netzschkau den Laden „Nordlicht“ betreibt, in dem sich Neonazis aus dem Vogtland mit Textilien und Musik versorgen können (auch an anderen Orten fanden zuletzt neonazistische Fußballturniere statt – u.a. das „Svastika-Sommer Turnier 2010″ inklusive eines Auftritts des Naziledermachers „Flo“ und auch in Berlin – siehe: „Nationales Fußballturnier in Berlin“):

Greiz/Thüringen – Am vergangenen Wochenende fand erneut das so genannte „Rudolf Heß Gedenkturnier“ im Vogtland statt. Rund 100 Neonazis aus Bayern, Thüringen und Sachsen traten bereits zum zehnten Mal zu Ehren des Hitler-Stellvertreters gegeneinander an.

Auf der Landstraße zwischen Tschirma und Lehnamühle in der Nähe von Greiz herrschte vergangenen Samstag reges Treiben. Die Polizei hatte auf der kleinen Straße zwei Kontrollpunkte errichtet und durchsuchte PKWs in denen sie Neonazis vermutete. Während die ersten Fahrzeugkolonnen aus Bayern, Sachsen und Thüringen bereits kontrolliert wurden, sammelten sich etwa 30 vor allem jüngere Neonazis an einem Schleusungspunkt an einer Tankstelle in Greiz, um den Weg zum Austragungsort des sogenannten „Rudolf Heß- Gedenkturniers“ zu erfahren.

Nachdem die Neonazis ihre Autos auf einem durch Absperrband markierten Acker abgestellt hatten, liefen sie – mit großen Sporttaschen bepackt – in Richtung des provisorischen Fußballplatzes.

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Konzert parallel zum „Nationalen Antikriegstag“ – Neonazis sauer auf „Germania Versand“

Dortmund/Erfurt – In den vergangenen Jahren waren es Neonazis aus dem Umfeld der Rechtsrockband „Oidoxie“, denen nachgesagt wurde, regelmäßig parallel zu Aufmärschen der Dortmunder „Autonome Nationalisten“ eigene Veranstaltungen aufzuziehen. „Oidoxie“ & Co. halten diesmal im Vorfeld des „Nationalen Antikriegstags“ am 4. September die Füße still. Statt dessen lädt diesmal ein Neonaziversand aus Thüringen just an jenem Tag zu einem Konzert ein – und zieht damit den Zorn mancher „Rechts-„Autonomen“ auf sich.

Der „Germania Versand“ aus Sondershausen im Kyffhäuserkreis organisiert am nächsten Samstag in Kirchheim bei Erfurt ein Konzert mit den Bands „MG 42“, „Hermunduren“, „Deutschtum“ und „Insanity Defense“. Das gefällt manchen in der Szene überhaupt nicht. Die Kritik trifft den Versand, aber auch die „Kameraden“, die dem „Antikriegstag“ ein Konzert vorziehen. Letztere seien „Abschaum“, meint ein Kommentator in einem Neonaziforum. Sie sollten sich, ergänzt ein anderer, „auch nicht Nationalisten nennen, bzw. sich auf die historische Nationalsozialistische Bewegung beziehen, denn für diese Stand der Kampf auf der Straße im Vordergrund!“ Ausflüchte wegen hoher Kosten oder der weiten Anreise ins Ruhrgebiet lässt er nicht gelten: „Es fahren genug Busse aus Mitteldeutschland am 4.9. nach Dortmund, jeder hat also die Möglichkeit relativ kostengünstig aus dieser Gegend zum Antikriegstag zu fahren!“


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Ken Boothe – Just Another Girl