Rezensionen aus der Grauzone – Part I

In unserer neuen Serie werden wir euch von nun an in regelmäßigen Abständen mit den großartigsten Reaktionen auf unseren Blog aus der Welt der Grauzone beglücken. Es ist schlicht unfassbar, wie Internetbetreiber wie G. Gruse vom „Force of Hate“ – übrigens einer der fleissigtsten Propagandisten der rechtsoffenen Skinheadszene in den vergangenen Jahren – sich mit ihren Reaktionen auf unsere Seite nochmal nachhaltig ins Diskursabseits schießen. Ein Blick auf diese Homepage genügt, um zu erkennen, dass dieser Typ schon seit Jahren tief im braunen Sumpf fischt. Das hat nichts mit Skinheads zu tun – das ist primitiver Boneheadstyle. Wir zitieren:


Ich weiss nicht warum, aber diese sogenannte „Grauzonen“-Diskussion, die sich zur Zeit in diversen Foren und Gästebücher des world-wide-web abspielt, wird langsam grotesk! Obwohl mich manchmal der Verdacht beschleicht, dass es bei dieser ganzen Geschichte weniger um Politik, sondern mehr um Business geht. Da reicht oftmals schon ein Gerücht in irgendeinem Forum, um unliebsame Konkurrenten auf dem Veranstalter- oder Konzertmarkt aus dem Weg zu räumen. Jedenfalls kann ich mich nur wundern, dass diese Diskussion ernst genommen, und von ernsthaften Print-Fanzines auch noch als Thema aufgegriffen wird. Okay, das alles ist keine Erscheinung von heute, ähnliche Diskussionen gab es auch schon in den Achtziger Jahren. Schon damals gab es diese menschlichen Übelkrähen, die mit der Intelligenz und dem Durchblick einer faulenden Miesmuschel diverse Bands, Fanzines oder Labels in die kleinen bösartigen Schubladen ihrer Fanzines gepackt haben. In die der „Nazis“, der „Faschos“, der „Rechten“ oder der „Rechtsoffenen“.

Nur, in den guten alten Zeiten, als die Printfanzines noch das wichtigste, weil einzigste Kommunikationsmittel in der Punk- und Skinheadszene waren, da konnten sich deren Herausgeber nicht einfach in der Anonymität des Netzes verstecken. Man wusste, wer seine “Freunde” waren, und konnte sich mit ihnen noch persönlich auseinandersetzen. Im Gegensatz zum Zeitalter des WWW, in dem auf Plattformen wie “OireSzene” das anonyme Denunziantentum intellektueller Flachwixer wahre Orgien feiert. Das letzte Konstrukt ihrer kranken Hirne ist die sogenannte „Grauzone“! In dieses Kästchen selektiert man all die Bands, Fanzines und Labels, die nach Meinung dieser antifaverseuchten Wadenpisser eine „klare Stellungnahme gegen Nazis“ vermissen lassen. Bullshit! Ich denke, dass es wichtigeres zu tun gibt, als sich jeden Tag gebetsmühlenhaft von irgendwelchen „Nazis“, „Faschos“, „Rechtsradikalen“, „Rechten“ oder „Rechtsoffenen“ zu distanzieren. Zumal es kaum nachzuvollziehen ist, warum ausgerechnet diese Band, jenes Label oder jener alte Kumpel plötzlich auf diversen Listen (oder Foren wie “OireSzene”) als „Nazi“, „Fascho, „Rechtsradikaler“, „Rechter“ oder „Rechtsoffener“ auftaucht. Weil er mal auf einem Skinhead-Konzert neben einen stadtbekannten Nazi an der Pissrinne gesichtet wurde? Oder vor dreiundzwanzig Jahren mal in jugendlichen Überschwang mit den „Kameraden“ von der Borussenfront ein paar Kannen Bier geleert hatte? Wie jener Fanzinemacher aus Dorsten! Oder weil man sich schon in der Schule mehr für reinrassige altdeutsche Riesenrammler als für afrikanische Springmäuse interessert hat? Ob ich Witze mache? Diese ganze Grauzonen-Diskussion ist ein Witz. Ein langweiliger Witz!

Quelle

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