Archiv für August 2010

Oire Szene vs. „Contra Records“ und „Bandworm Records“

Wir berichteten ja bereits im Zusammenhang mit rechtsoffenen Bands und Konzerten aus der Grauzone mehrmals. Nun haben wir weitere Belege für das offensive Fischen dieser Labels im tiefbraunen Sumpf erhalten, welche wir euch nicht vorenthalten wollen:

Auf dem diesjährigen „Total Oi!“-Festival gab es natürlich einen „Contra Records“-Stand. Dort lagen ganz offen CD’s von den „Contra boys“ zum Verkauf aus. Das sind die polnischen „Kategorie c“, welche auf einem eindeutig rechten Label releasen. „Olifant Records“ (das „Contra Boys“-Label) haben u.a. eine CD mit der schwedischen Rechtsrockgruppe „Ultima Thule“ veröffentlicht – siehe: www.olifant.com.pl/sklep/produkt/503 und www.olifant.com.pl/sklep/produkt/1406

Zum Thema „The Exploited“, „Haggis“ und „Bandworm Records“ gibt es folgendes zu berichten: Der Frontmann von „The Exploited“ „Wattie“ (stand ja bereits zurecht mehrmals in der Kritik) hat auf einer Single von der Rechtsrockband „Haggis“ ein Lied gesungen. „Haggis“ spielten in der Vergangenheit in Rechtsrockläden wie u.a. dem „Skinhouse Menfis“ in Thüringen. Auf der entsprechenden Single-Veröffentlichung ist übrigens ein Totenkopf der SS mit der Kopfbedeckung orthodoxer Juden zu sehen…:
http://4.bp.blogspot.com/_lWs6lK_82ho/Sq4vTN-XiAI/AAAAAAAAAZM/DwGccSJzvRo/s1600-h/haggisep.gif

Zudem spielt auf der „Haggis“-Platte Seth Putnam mit, seines ZeichenS Sänger von „Anal Cunt“ und der White Power Band „Vaginal Jesus“ (Siehe hier und hier) Zu Seth Putnam und „Anal Cunt“ gibt es auch noch folgendes zu berichten: Choke Kelly von „Slapshot“ hat bei denen die Backings gesungen und die wohl auch mit produziert. Choke prozuiert im Allgemeinen mehrere rechte Kapellen und deren Sideproject „Stars&Stripes“ spricht natürlich für sich…

Diese unsägliche Platte wiederum wird in Deutschland ganz offen von Nazis verkauft – siehe: www.4uvinyl-versand.de/ – gebt dort unter Suchworte den Namen „Haggis“ ein. Und bei „Bandworm Records“ findet sich diese Platte dann wiederum auch – siehe:
http://bandworm.de/shop/catalog/product_info.php?products_id=23183

An einen Zufall können wir hier nicht mehr glauben. „Bandworm Records“ vertickt auch so schon Unmengen von rechtsoffenen Grauzonenmüll – es wird aber auch nicht davor zurückgeschreckt Platten von Nazilabels zu verticken – Beispiel „Retaliator“:
http://bandworm.de/shop/catalog/advanced_search_result.php?keywords=retaliator&x=10&y=6

Bei allen dort angebotenen Platten von „Retaliator“ steht das Label mit dabei, wo sie jeweils erschienen sind („Step 1″ und „Blind Beggar“) – bei zwei 2 Cd’s fehlen allerdings die dazugehörigen Labels – nämlich bei „Against the grain“ und „When duty calls“ – diese sind auf dem belgischen Nazilabel „Pure Impact“ erschienen…: www.pure-impact.com/label.php

Blick zurück – Teil 3: „Ein Strippenzieher des Rechtsrocks“

Wir finden es als Oire Szene Redaktion wichtig auch immer wieder die Hauptverantwortlichen Strippenzieher des gesamten Rechtsrockbereichs ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Der bekannte Nazikader Thorsten Heise gehört definitiv weiterhin dazu (falls jemand von unserer Leser_innenschaft noch einen aktuelleren Artikel haben sollte, schickt uns diesen bitte zu):

Der NPD-Bundesvorstand Thorsten Heise wird in einem Berufungsverfahren zu elf Monaten auf Bewährung und einer saftigen Geldstrafe verurteilt. Er hatte 6.000 CDs mit fremdenfeindlichen Inhalten verkauft. Nicht Heises erster unerlaubter Deal.

Die Verurteilung wegen Volksverhetzung ist rechtskräftig. Doch über das Strafmaß gegen das NPD-Bundesvorstandsmitglied Thorsten Heise wurde gestern vor dem Landgericht Göttingen neu verhandelt. „Der Beschuldigte hatte Revision beantragt“, erklärt Cornelia Marahrens, Vizepräsidentin und Pressesprecherin des Landgerichts.

Bereits im Mai dieses Jahres entschied das Oberlandgericht Braunschweig, dass das Strafmaß neu festgelegt werden muss. Das Oberlandgericht hob aber nicht die Verurteilung auf, betont Marahrens.

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The Ethiopians – Train to Skaville

Homophobie & Sexismus am Chiemsee Reggae


Am gestrigen Samstag taten Aktivist_innen des rabatz-Bündnisses ihren Unmut über schwulenfeindliche „Künstler“, die Jahr für Jahr am Chiemsee Reggae auftreten können, Kund und thematisierten die ignorierte sexualisierte Gewalt auf dem Festivalgelände. Die Kampagne war insbesondere auf den Headliner und Hasssänger Sizzla ausgerichtet – der wurde im Laufe der Woche aber abgesagt, weil die bösen Autonomen kommen wollten. Dies war auch die Befürchtung der Dorfpolizei, die die Kundgebung mit provinziell-absurden Auflagen und Repressionen überzog. Diese führen am Ende zum verfrühten Abbruch der Kundgebung.

Die CRP Konzertagentur, die den Chiemsee Reggae Summer veranstaltet, ist durch das rabatz-Bündnis – einem Zusammenschluss von neun autonomen Gruppen in Oberbayern, Salzburg und Tirol – bereits 2009 angeschrieben worden. In dem Offenen Brief wurden sie aufgefordert, ein Beratungs- und Präventionskonzept gegen sexualierte Gewalt am Festival zu installieren und keine weiteren homophoben Acts zu buchen. Beides ist nicht eingetreten. Geradezu im Gegenteil wurden mit Athony B und Sizzla zunächst zwei einschlägig als homophob bekannte Acts eingeladen.


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Russland: 100 „Skinheads“ überfallen Rockkonzert

Die Nazigewalt in Russland nimmt kein Ende:

Mit Schlagstöcken bewaffnet haben etwa 100 Skinheads die Zuschauer eines Rockkonzerts in Zentralrussland angegriffen. Das berichten russische Nachrichtenagenturen und Fernsehsender. Es soll Dutzende Verletzte und ein Todesopfer gegeben haben.

Moskau – Skindheads haben am Sonntag in Russland Zuschauer eines Rockkonzerts angegriffen und zahlreiche Menschen verletzt. Fernsehsender und Nachrichtenagenturen berichteten, die etwa 100 Angreifer hätten mit Schlagstöcken auf die Musikfans in Miass in der Mitte des Landes eingeprügelt, knapp 1400 Kilometer östlich von Moskau.

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Siehe auch: Russische Skinheads stürmen Rockkonzert: Eine Tote
Überfall auf Rock-Festivalfans

Update: Im folgenden Bericht stellen sich die Hintergründe dieser Attacke allerdings schon etwas anders dar: Organisierte Massenschlägerei auf Rock-Festival im Ural

The Upsetters – Clint Eastwood – Pama Reggae

Rechtsrock-/Nazikonzerte am 27./28.8.2010

Am bevorstehenden Wochenende sollen in Deutschland bzw. international folgende Rechtsrock- bzw. Nazikonzerte stattfinden:

27.8.2010: „Klub 64″/Budapest (Ungarn): Es wird ein Konzert mit der NS-Band „Titkolt Ellenallas“ angekündigt.

28.82010: „Sons of Europe Festival“ (Ungarn): Auf diesem NS-Festival sollen jeweils 4 ungarische und 4 europäische Nazibands auftreten. Bekannt sind bisher: „Brutal Attack“, „Fehér Törvény“, „Blitzkrieg“, „Stato Asociale“, „Jogos Önvédelem“ und „Vendetta“.

28.8.2010: Baltimore/Maryland (USA): Unter dem Motto „Independent Artist Uprise“ sollen folgende NS-Bands auftreten: „Max Resist“, „Blue Eyed Devils“, „Whithe Knuckle Driver“, „Slavia“, „Attack“, „Definite Hate“, „13 Knots“ und „End Apathy“.

28.8.2010: „Västra Götaland“ Schweden): Auf dem „Nationell Sensommarfest“ sollen die NS-Bands/Liedermacher_innen „Endless Pride“, „Saga“ und „Henrik Philström“ aufteren.

28.8.2010: Bad Langensalza (Thüringen)/“Bürohaus Europa“: Laut einem In­dy­me­dia-​Be­richt sollen in der neuen NPD-​Im­mo­bi­lie die Na­zi­bands „12 gol­den Years“, „Last Man Stan­ding“ und „White Voice“ spielen.

Nachtrag zum letzten Wochenende:

18.8.2010: Im „Skinhouse Hellas“ (Athen/Griechenland) spielten unter dem Motto „United we stand“ folgende NS-Bands: „Th.Re.At.“, „Sr8line“, „Battle Dogs“, „STB“ („STribute Band“), „Filopatria“, „Hellenic Stompers“ und eine weitere Band.

[Bad Langensalza] Erstes RechtsRock-Konzert

Laut einem Indymedia-Bericht soll am kommenden Samstag (28.8.2010) das erste Rechtsrockkonzert in der neuen NPD-Immobilie mit den Nazibands »12 golden Years«, »Last Man Standing« und »White Voice« stattfinden:

Seit dem 20. August 2010 ist es sozusagen offiziell, das »Bürohaus Europa« in Bad Langensalza wird von extrem rechten Organisationen genutzt. – Erste Betrachtungen und ein RechtsRock-Konzert.
So hat der Landesverband der NPD-Thüringen dort sein Büro, ebenso wie der Kreisverband der NPD im Unstrut-Hainich-Kreis und die Redaktion des »Nordthüringen Boten«. Die Redaktionsgruppen der NPD-Blättchen sind klein und bei genauerer Betrachtung wird klar: es gibt eine kleine »Vor-Ort-Redaktionsgruppe« und es gibt Redakteure, die bei jeder Ausgabe, bei jedem Blatt mit verantwortlich sind. Kein Wunder, bei der dünnen Personaldecke bzw. eingen wenigen »fähigen Schreiberlingen«. Da dürften wohl von Bad Langensalza aus die NPD-Blättchen organisiert und koordiniert werden.

Der Keller, welcher mit seinen vielen Eisengittern eher wie ein altes Gefägnis wirkt, wird dem »Materialdienst« der Bundes-NPD als Lager dienen. Laut NPD-Angaben sind weitere extrem rechte Organisationen angefragt, ob diese allerdings in ein Gebäude ziehen wollen, wo die Elektrik noch aus DDR-Zeiten zu stammen scheint, wird sich zeigen. Überhaupt, der Gebäudekomplex ist zwar nach Außen hin in einem guten Zustand, doch Innen, da schlägt dem (heimlichen) Besucher eher der alte DDR-Mief entgegen. Und besonders fallen einem die renovierungsbedürftigen Räumlichkeiten auf, angefangen bei der überalteten Elektrik bis hin zu den sanitären Einrichtungen wie Bad und WC. Wenn in dem Haus ernsthaft, wie angekündigt, Übernachtungsmöglichkeiten entstehen sollen, dann muß auch die Hygiene stimmen! Obwohl, die Kameraden sind ja leidensfähig, wenn es um »die Sache« geht. Aber das Amt für Gesundheit und Hygiene wird das bestimmt anders auffassen.

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The Hot Rod All Stars – Skinhead Speaks His Mind

Rechtsoffene Grauzonenkonzerte im „Drums“ Weimar

Im Weimarer Grauzonenschuppen „Drums“ finden am Wochenende und in den kommenden Monaten erneut zahlreiche rechtsoffene Grauzonenkonzerte bzw. eindeutige RAC-Konzerte statt. Bereits in der Vergangenheit konnten die „Bootboys Weimar“ dort immer wieder ungestört ihre rechtsoffenen Konzerte durchführen. Mittlerweile scheint der Laden ein Ersatzort für den berüchtigten Thüringer „Hammerskin“-Laden „Skinhouse Menfis“ geworden zu sein. So veranstalten die „Bootboys Weimar“ in den nächsten Wochen u.a. folgende rechtslastige Konzerte:

27.8.2010: „Spy Kids“ und „Normals?!“ („Violence Punk“ aus Prag/Tschechien). Die „Normals“ spielten in der Vergangenheit u.a. Konzerte mit der deutschen Rechtsrockband „Donnars Groll“ oder mit Grauzonenbands wie „Disdainful“ (treten wiederum gerne mit der belgischen Naziband „Short Cropped“ auf), „Gerbenok“, „Operace Artaban“, „Razorblade“, „Spy Kids“ u.a. Auf Myspace führt die Band u.a. folgende „Freunde“ an: „Moloko Bar“, „The Jinx“, „Skinhouse Menfis“, „Tattooed Mother Fuckers“, „DIM Records“, „Bandworm Records“, „Battle Zone“, „The Corps“, „Short Cropped“, „Ultimo Asalto“, „The Pride“, „Donnars Groll“, „Riot Company“, „I Don´t Like You“….

4.9.2010: „Geschlossene Veranstaltung“ (na wer da wohl spielt…?)

10.9.2010: „The Clichés“ und „High Society“

16.9.2010: Eindeutige RAC-Veranstaltung mit „The Corps“ und den „Bombecks“

18.9.2010: „Gerbenok“, „Taktschlag“ und „Bildungsresistent“

2.102010: Wiederum eindeutiges RAC-Konzert mit „Skinfull“ und „Shaven Heads“

5.11.2010: „Booze & Glory“ und „On The Job“

Wie Ihr seht, ist das „Drums“ ein Laden, der Null Berührungsängste zur rechten (Musik-)Szene hat.

Die „Bootboys Weimar“, das „Drums“, die „Spy Kids“ und das Label „Warboot Records“ scheinen alle eng miteinander zusammen zu hängen. Das Ganze wäre mal eine wichtige Aufgabe für die lokal oder regional agierenden Antifaschist_innen in Weimar bzw. Thüringen…

Rechtsoffenes Wochenende in Oberhavel?


Grau – Grau­er – Oi The Ni­sche

Wir durf­ten be­rei­tes ein­mal über Grau­zo­nen-​Kon­zer­te in Ora­ni­en­burg schrei­ben. Im Au­gust 2008 spiel­ten die Grau­zo­nen­bands Bom­becks, Stärks­te Min­der­heit und Ger­be­nok in Ora­ni­en­burg beim „Oi The Ni­sche“-​Fes­ti­val [1]. Das Er­geb­nis war zum einen, dass sich der Ver­an­stal­ter bei uns mel­de­te und er so­wohl seine Gäste, als auch uns mit Nazis gleich­setz­te – und das in bes­ter Ex­tre­mis­mus­theo­rie­tour. Bei einem spä­te­ren Kon­zert soll­te die an­ti­fa­schis­ti­sche Band Don­key Work aus Pots­dam spie­len, sagte dies aber ab, da sie nicht in Ver­bin­dung mit rechts­of­fe­nen Ver­an­stal­te­rIn­nen ste­hen woll­te.

Die sinn­lee­re Kri­tik an un­se­rem Text be­inhielt De­si­gn­ver­glei­che zwi­schen der SS und dem schwar­zen Block [2]. Au­ßer­dem wür­den wir nicht den „wah­ren Feind“ be­kämp­fen. Gleich­zei­tig kri­ti­sier­te der Ver­an­stal­ter an­schei­nend un­se­re feh­len­de Be­reit­schaft die Tat­sa­che zu ho­no­rie­ren, dass die­ser es schafft, dass Neo­na­zis und Linke bei ihm zu­sam­men­fei­ern. Den Gast­hof, in dem die Kon­zer­te jah­re­lang statt­fan­den, muss­te der Ver­an­stal­ter in­zwi­schen räu­men, da die Be­sit­ze­rin nicht in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den woll­te – mit „Rechts­rock­kon­zer­ten“ [3]. Nun fin­det das Oi The Ni­sche re­gel­mä­ßig im Ver­eins­heim des Ora­ni­en­bur­ger Fuss­ball Clubs statt. So auch am kom­men­den Wo­chen­en­de.

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Non Servium – Antinazis

Neue „Codes“ auf Rechtsrockkonzerten Dank Oire Szene?

Auf den Oireszeneartikel zu einem Nazikonzert am vergangenen Wochenende in Süddeutschland (siehe) gibts im Naziforum „Thiazi“ einen äußerst amüsanten Vorschlag eines Kameraden – manchmal ist es eben auch möglich, herzhaft über Nazis zu lachen… (Ihr dürft euch sicher sein, dass wir die vorgeschlagenen Fragen ohne Problem parieren würden – so manch ein „Krakenskin“ aber sicherlich nicht. Rechtschreibung übrigens im Original):

„Achtung Achtung.
Scheinbar gab es unter den Zuschauern auch verkleidete Kommunisten.
Die bekannte Antifa Seite „Oire Szene“ schreibt dazu folgendes:

Es müssen in Zukunft noch rigoroser am Eingang durchgreifen und verdächte gleich aussortieren. Man sollte sich Gedanken machen um am Eingang eine Art Code einzuführen. Ich könnte mir vorstellen,dass jeder unbekannte Konzert Teilnehmer einige Fragen beantworten sollten, welche nur eingeweihten Kameraden bekannt ist.

Beispielsweise: „wie heisst der Begründer von Skrewdriver“
„wie lange gibt es Brutal Attack schon“.
„Was ist Lunis Lieblingsgetränk“
oder ähnliches.
Auf diese Weise wäre es möglich, die Spreu vom Weizen zu trennen und es Antifas noch schwieriger zu machen, auf unseren Veranstaltungen zu spionieren. „

Quelle

Blick zurück – Teil 2: „Skinhouse Milano“ – Nazi-Zentrum in der Lombardei

Das „Skinhouse Milano“ ist auch heute noch aktiv – der Artikel vom „Blick nach Rechts“ beleuchtet die Hintergründe dieses europaweit bekannten „Hammerskin“-Ladens:

In den letzten Jahren war die Lombardei Schauplatz zahlreicher Übergriffe. Dreh- und Angelpunkt der rechten Szene in der Region ist das Mailänder »Hammerskin«-Zentrum »Skinhouse«, in dem zahlreiche RechtsRock-Konzerte stattfinden.

Die Bezeichnung »Hammerskin« tauchte in der Lombardei erstmals Mitte der 1990er Jahre auf. Die Organi­sation bezieht sich hier auf die Mailän­der Vereinigung »Spazio Libero«., die aus den »Azione Skinheads« hervorgegan­gen war. Diese wiederum lässt sich auf das Nazi-Netzwerk »Base Autonoma« zurückführen, das den ersten Versuch darstellte, die wichtigsten Gruppen der nationalen Naziskin-Szene in einem ein­zigen Projekt zu vereinen. Im Mai 1993 allerdings sorgten die Polizei-Operation »Runa« und das Dekret »Mancino« (Maßnahmen gegen rassistische, ethni­sche und religiöse Diskriminierung) da­für, dass das Projekt scheiterte.

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Westbound Train – I‘m No Different

BVV Treptow-Köpenick beschließt Nazi-Kneipe „Zum Henker“ zu schließen

Mit Beschluss vom 26.08.2010 versucht das Bezirksamt Treptow-Köpenick mit allen

zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel(n) und Möglichkeiten (…) (und) gemeinsam mit allen demokratischen AkteurInnen dafür Sorge zu tragen, dass das in der Brückenstraße befindliche rechtsextreme Szenelokal „Zum Henker“ so schnell wie möglich geschlossen werden kann.

Den Antrag von DIE LINKE., CDU, B´90Grüne, FDP-Gr. findet ihr hier.

Der BVV-Beschluss ist hier einzusehen.

Hoffentlich klappt das mit den rechtlichen Mitteln dann jetzt auch bald. Zeit wird es.

18.9.2010 Berlin: Hinsetzen! Rassist_innen blockieren! Rechtsrock abdrehen! Nazis raus!


Am 18.September 2010 in Berlin – Nazis stoppen!

Wie schon so oft will die neofaschistische Berliner NPD am 18.September mit platten Parolen gegen ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft hetzen. Als Anlass soll das geplante Integrationsgesetz des Berliner Senats herhalten, um Ängste vor einer angeblichen „Überfremdung“ zu schüren.

Auf der Kundgebung zum Berliner Wahlkampfauftakt der Nazipartei sollen obendrein mehrere Rechtsrockbands die Berliner_innen mit Hassparolen beschallen, unter Beteiligung teils einschlägig vorbestrafter NPD-Funktionäre. Rassismus und Hetze gegen Migrant_innen gehören zum Kernprogramm der NPD.

Die Ankündigung der Naziveranstaltung strotzt vor rassistischen Beleidigungen und Ressentiments. Die NPD verfälscht die realen gesellschaftlichen Verhältnisse und konstruiert eine „Diskriminierung“ von „Deutschen“. Schon lange sind den Nazis gleiche Rechte und Chancengleichheit für alle hier lebenden Menschen ein Dorn im Auge.
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Go Jimmy Go – „Own Thang“

Anwohner haben Angst, dass ihr Ort Treffpunkt für Nazis wird

Nochmal ein Artikel zum „Kategorie C“-Konzert vor 2 Wochen in der Brandoberndorfer Diskothek „MyStage“ in der Nähe von Frankfurt am Main:

Großeinsatz der Polizei bei Konzert der Band „Kategorie C“ in Brandoberndorf

(ve). Nach einem Auftritt der Hooligan-Band „Kategorie C“ in der Brandoberndorfer Diskothek „MyStage“ wächst die Angst, dass sich der Ort zum überregional bekannten Treffpunkt für Rechtsradikale entwickelt. Die Waldsolmser Parlamentarier wollen dazu eine Resolution verabschieden. Während Disco-Pächterin Manon Rohrbach betont, dass es sich nicht um eine politische Veranstaltung gehandelt habe und es nicht zu Gewaltszenen gekommen sei, sagt Polizeisprecher Guido Rehr: „Weil wir da waren, ist nichts passiert.“

Am Samstag hatte Brandoberndorf einen Großeinsatz der Polizei erlebt. Daran beteiligt waren Einsatzkräfte aus dem Rhein-Main-Gebiet und des Polizeipräsidiums Mittelhessen sowie Bereitschaftspolizisten aus Lich. Ab 16.30 Uhr bis in die Nacht hinein kontrollierten die Polizisten Konzertbesucher sowie deren Fahrzeuge und zeigten einfach Präsenz rund um die Diskothek und den angrenzenden Bahnhof, auf dem auch zahlreiche Besucher der Veranstaltung eintrafen.

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Blick zurück – Teil 1: Symbiose mit der Szene

In einer weiteren Artikelreihe werden wir zukünftig lesenwerte Artikel aus den vergangenen 20-30 Jahren nochmal dokumentieren, um den heutigen Zustand bezüglich der Rechtsrockszene auch rückwirkend noch nachvollziehen zu können. An dieser Stelle ein Artikel aus der Wochenzeitung „Freitag“:

Das Skinhead-Konzert-Milieu hat sich zum wichtigsten neonazistischen Rekrutierungslager entwickelt

Sie heißen „Sperrfeuer“, „Frontschweine“ oder „Donnertyrann“. Ihre CD-Cover sind mit Runen, Totenköpfen oder einer Leni Riefenstahl-Ästhetik geziert. Sie besingen den Holocaust, die arische Rasse oder das Heldentum der SA. Und ihre Konzerte sind der Renner – das Geschäft mit Nazi-Rock boomt. Über 100 rechtsextreme Skinhead-Bands haben seit 1991 in der Bundesrepublik knapp 500 verschiedene Tonträger mit einer Auflage von einigen hundert bis 15.000 Exemplaren produziert.

Im vorletzten Jahr registrierten die Behörden bundesweit über 140 rechtsextreme Konzerte, die Hälfte davon in den neuen Bundesländern. Eine Hochburg ist Sachsen, wo allein 20 Konzerte mit insgesamt rund 8.500 Zuschauern stattfanden. 1999 waren es schon 24 Konzerte mit etwa 10.000 Zuschauern, musste Innenminister Klaus Hardraht auf eine Anfrage der PDS berichten.

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