Archiv für Januar 2011

Wechsel im Deutsche Stimme-Verlag

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Riesa – Uwe Meenen, seit Februar 2010 Vorsitzender des NPD-Landesverbandes Berlin, ist neuerdings vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Deutsche Stimme Verlags GmbH im sächsischen Riesa. Bisher wurden Hendrik Ostendorf und Patrick Wieschke im Impressum des NPD-nahen Verlags aufgeführt.

Meenen (Jg. 1965) war einst Kassenwart der Partei Bund Frankenland und Mitglied der Republikaner sowie Bundesvorsitzender der Jungen Republikaner. Zeitweilig gehörte er dem Führungstrio antisemitischen „Deutschen Kollegs“ an. Ostendorf (Jg. 1968) war laut eigenen Angaben „seit frühester Jugend“ unter anderem bei den zwischenzeitlich verbotenen Neonazi-Gruppierungen „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP), „Nationalistische Front“ (NF) und „Wiking-Jugend“ (WJ) aktiv. Der mehrfach verurteilte thüringische NPD-Multifunktionär Wieschke (Jg. 1981), unter anderem Landesgeschäftsführer seiner Partei, saß wegen Anstiftung zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion eine mehrmonatige Haftstrafe ab.

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The Gaylads – It´s all in the game

Weitere Nazikonzerte am 29.1.2011

Laut Berichten von Neonazis in Ihren einschlägig bekannten Foren, fanden am vergangenen Wochenende mindestens zwei weitere Nazikonzerte statt:

- 29.1.2011: Konzert im „Nazizentrum Söllingen“ (Baden-Württemberg) mit den NS-Bands „Nonplusultra“, „Devils Project“ und „Faustrecht“. Es sollen bis zu 300 Nazis vor Ort gewesen sein.

- 29.1.2011: Nazi-“Solikonzert bei Polen“ für die im Februar geplanten Nazigroßaufmärsche in Dresden. 200-300 Nazis sollen sich die NS-Bands „Exzess“ (Brandenburg), „Burn Down“ (Potsdam), „Blitzkrieg“ (Chemnitz) und „Legion of Thor“ (Berlin) angesehen haben. Die Oire Szene-Redaktion tippt auf das Privatgrundstück des ehemaligen DVUlers Klaus Mann in Finowfurt bei Eberswalde als Veranstaltungsort.

- 29.1.2011: „Erlebnisscheune“ in Kirchheim (Thüringen): „Mobi- und Infoveranstaltung zum Trauermarsch in Dresden“ mit anschließendem Naziliedermacherkonzert mit „Jürgen V.“ (stellte sein neues Album „Ich vermisse meine Heimat“ vor).

Todeskommando Atomsturm – Popcorn, Cola, Revolution

Razzia in Jamel: Polizei findet Waffe

Die „Norddeutschen Neuesten Nachrichten (NNN)“ berichten über die Festnahme des NPD-Aktivisten Sven Krüger aus dem Nazidorf Jamel, welcher in seinem Unternehmen u.a. diverse „Hammerskin“-Aktivisten beschäftigt:

JAMEL – Razzia in Jamel: Polizei und Staatsanwaltschaft Schwerin durchsuchten gestern die Wohn- und Büroräume eines 36-jährigen Abrissunternehmers. Die Sicherheitskräfte der Kriminalpolizeiinspektion und der Bereitschaftspolizei Schwerin stellten nach Angaben von Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek „mehrere Baumaschinen sicher, die aus verschiedenen Straftaten stammen“. Wie Urbanek weiter mitteilte, „fand die Polizei in den Räumen des Beschuldigten unter anderem eine funktionstüchtige Maschinenpistole mit 200 Schuss Munition“. Der Beschuldigte wurde vorübergehend festgenommen. Nach SVZ-Informationen handelt es sich beim Abrissunternehmer um NPD-Kreistagsmitglied Sven Krüger. Der Mann aus Jamel ist mehrfach vorbestraft und Mitglied des Landesvorstandes der NPD.

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Siehe auch: Maschinenpistole bei NPD-Funktionär beschlagnahmt
Ein schaler Beigeschmack
Brauner „Saubermann“
Grober Hehler
Polizei nimmt NPD-Kader Krüger fest
Nach Razzia: Neonazis kochen vor Wut

NRW: Staatsanwaltschaft wirft Neonazis Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor

„NRW Rechtsaußen“ berichtet:

Koblenz/Düsseldorf – Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen 18 Neonazis wegen des Betriebs des Internetradios „Widerstandradio“ Anklage erhoben. Unter anderem wird ihnen Volksverhetzung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Zu den Beschuldigten zählen auch sechs Neonazis aus Nordrhein-Westfalen.

Alle 18 sollen für das „Widerstandradio“ aktiv gewesen sein, das im Sommer 2009 seinen Sendebetrieb aufnahm. Die gesamte Gestaltung der Sendungen sowie die Beiträge in den Foren hätten erkennbar eine rechtsextremistische Ausrichtung gehabt und dazu gedient, die nationalsozialistische Ideologie zu verbreiten, die Zustände während des Naziregimes zu glorifizieren, eine fremdenfeindliche, antisemitische und gegen politisch Andersdenkende gerichtete Hetzpropaganda zu betreiben und über das Medium Musik Nachwuchs für die rechte Szene zu rekrutieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Koblenzer Staatsanwaltschaft.

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Neonazi-Radiosender: „Wolfsburger war Rädelsführer“

The Offenders – Run From Riot Squat

28./29.1.2011: RAC- und Nazikonzerte International

Folgende RAC- und Nazikonzerte sollen europaweit am bevorstehenden Wochenende stattfinden:

- 28.1.2011: „Esquires Club“ (Bedford/UK): „TWISC´s rocking England“ mit den RAC-Bands „Superyob“, „Skinfull“, „Criminal Class“ und „Mummy´s Darlings“.

- 28.1.2011: Murnau (Bayern, Deutschland): Nazikonzert des NPD KV Oberland mit einem Naziliedermacher aus Berlin („Fylgien“?).

- 29.1.2011: England: Die „Blood & Honour Brigade London“ veranstaltet einen „London Calling Gig“ mit den NS-Bands „Blackout“, „The 4 Aces“ (Italien) und „Son of Skrewdriver“.

- 29.1.2011: Lyon (Frankreich): „Lyon Dissident“ um die französische „Blood & Honour“-Band „Match Retour“ organisieren ein Nazikonzert mit „FTP“.

- 29.1.2011: „The Snooty Fox“ (Wakefield/UK): „TWISC´s rocking England“ mit den RAC-Bands „Skinfull“, „Breakout“, „Mummy´s Darlings“ und „Bleed“.

- 29.1.2011: Bulgarien: „Blood & Honour Bulgarien“ veranstaltet ein NS-Konzert mit „Pure Blood“ (Bulgarien), „Gesta Bellica“ (Italien) und „special guest“.
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29.1.2011 Pasewalk: Love music – hate fascism! Laut Aufmucken gegen Rechts

WANN: 29.11.2011 Einlass: 17 Uhr – Beginn: 18 Uhr

WO: Pasewalk, Novahalle am Ückerplatz

BANDS: Zaunpfahl, Rejected Youth, Verwahlost, Streetskulls, Larrikins, My Cities infected.

www.myspace.com/aufmuckengegenrechtsinuer

Rechtsextremist verteilt CD an Schüler

„Welt Online“ berichtet:

Erkner (dpa/bb) – Ein mutmaßlicher Rechtsextremist soll am Donnerstag in Erkner (Oder-Spree) CD mit fremdenfeindlichen Inhalten an Schüler verteilt haben. Wie die Polizei in Fürstenwalde mitteilte, seien Beamte nach einem Hinweis sofort ausgerückt. Jedoch blieb die Suche im Stadtgebiet von Erkner erfolglos. Die Musikträger mit rechtsextremistischen Inhalten konnten jedoch sichergestellt werden.

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Liebig (14) und die Sabo-Tiere


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„Der Rechte Rand“ bericht über das Naziradio „FSN“ und die NS-Band „Kommando Freisler“

In der aktuellen Ausgabe der antifaschistischen Recherchezeitschrift „Der Rechte Rand“ befinden sich auch zwei Artikel zum Thema Rechtsrock (leider nur in der Papierausgabe):

»Hören macht frei …«
Das Webradio »FSN«
Von Jan Nowak

»Weiße Musik Fraktion«
Die neonazistische Band »Kommando Freisler«
Von Kai Budler

Quelle und Bestellmöglichkeit

Linke Musikdissidenten

Die „Moskauer Deutsche Zeitung“ berichtet:

Die Hardcore-Band „What We Feel“ singt gegen die Staatsmacht – und wird von ihr bekämpft

Das russische Anti-Extremismus-Gesetz stuft vieles als gefährlich ein. Die „öffentliche Verleumdung“ von Vertretern der Staatsmacht oder die „Erniedrigung der nationalen Würde“. Auch Musikbands geraten unter den Verdacht, extremistisch zu sein — wie die linke Hardcore-Gruppe „What We Feel“.

Alexej wirkt wie ein netter Schwiegersohn. Freundliches Gesicht, etwas klein gewachsen, einnehmendes Lächeln. Der 23-Jährige ist Gitarrist der Moskauer Hardcore-Band „What We Feel“. Sie ist eine der bekanntesten antifaschistischen Musikgruppen Russlands. Es ist ein kühler Mittwoch in Moskau. Am nächsten Tag gehen die Musiker ein letztes Mal auf Tour. Systemkritische linke Musikgruppen haben es schwer im Russland dieser Tage. Es soll sie nicht geben. Auch „What We Feel“ haben sich aufgrund des sogenannten Anti-Extremismus-Gesetzes der Regierung aufgelöst.

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Rawside – Faschopack

Anklage gegen Betreiber von rechtem Internetradio

Der „SWR“ berichtet:

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat 18 Männer aus ganz Deutschland angeklagt, die ein Internetradio mit rechtsextremen Inhalten betrieben haben sollen. Sie wirft ihnen die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Volksverhetzung vor. Angeklagt ist auch ein 35-Jähriger aus Mayen.

Er soll auch an der Schändung eines jüdischen Friedhofes in Mayen im vergangenen Oktober beteiligt gewesen sein.

Die Angeklagten im Alter zwischen 30 und 37 Jahren sollen ein Internetradio gegründet haben, das von Juli 2009 bis November 2010 weltweit zu hören war. Alle Radiobeiträge des so genannten Widerstandsradios hatten nach Angaben der Koblenzer Staatsanwaltschaft rechtsextremistische und fremdenfeindliche Inhalte. Die Angeklagten hätten als Betreiber und Moderatoren das Naziregime verherrlicht und nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet. Zudem haben sie laut Anklage rund 150 Liedtitel mit strafbaren Inhalten abgespielt. Über die Musik hätten sie versucht, Nachwuchs für die rechte Szene zu rekrutieren, so die Anklagebehörde weiter.

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Hammerskins als Gastgeber

„Gegenrede.Info“ berichtet:

Anklam (ipr) Die Vermutung von „blick nach rechts“, dass am 8. Januar in Anklam (MV) ein Rechtsrock-Konzert stattgefunden haben soll, wurde jetzt von Szenekennern bestätigt. Etwa 100-150 Nazis, darunter auch einige Uckermärker, sollen die als Geburtstagsparty getarnte Veranstaltung besucht haben.

Das Konzert mit den Gruppen „Wiege des Schicksals“ und „Thrima“ fand im Hammerskin Projekt in der Leipziger Allee in Anklam statt. Dort besitzen Mitglieder der regionalen Hammerskin Bruderschaft ein großes Areal. Das ehemalige Gelände der Anklamer Backwaren GmbH mit Produktionshalle und einem Verwaltungsteil wird seit geraumer Zeit als Wohnraum und Gewerbefläche ausgebaut.

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Prozess gegen rechtsextremen Rädelsführer

Die „Südwest Presse“ berichtet:

Karlsruhe.

Das Landgericht Karlsruhe verhandelt vom 2. Februar an gegen zwei Männer wegen ihrer Mitgliedschaft in der rechtsextremistischen Vereinigung „Blood & Honour“ (Blut und Ehre). Der Prozess gegen die 37 und 41 Jahre alten Angeklagten wegen Verstoßes gegen ein Vereinigungsverbot ist auf zehn Tage terminiert, das Urteil soll demnach am 23. März verkündet werden. Dem Prozess ist im März 2005 eine Razzia gegen „Blood & Honour“ in vier Bundesländern voraus gegangen.

Damals sind 22 Wohnungen durchsucht worden, nachdem das Bundesinnenministerium am 12. September 2000 ein Verbot erlassen hatte, weil sich die Gruppierung „in kämpferisch-aggressiver Haltung gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung“ richte.

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Siehe auch: Verstoß gegen ein Vereinigungsverbot

Welcome Home Walker – SUDS!

28.1.2011: Neonazi-Konzert in Murnau

„AIDA-Archiv“ berichtet:

Neonazi-Konzert in Murnau Der Murnauer Neonazi-Mailorder „Versand der Bewegung“ von NPD-Funktionär Matthias Polt und Sarah Janker veranstaltet einen „Liederabend“ mit einem „Liedermacher aus der Reichshauptstadt“. Beworben wird das rechte Konzert von der NPD Oberbayern. Beginn ist für 18.00 Uhr angekündigt, Ort: „Versand der Bewegung“/“Hobbyland“, Burggraben 62.

Quelle
Siehe auch: Nazi-Liederabend in Murnau

Artikel zu Grauzone in der aktuellen Gazetta

In der aktuellen Gazetta der Ultras Sankt Pauli gibt es einen netten Beitrag, der sich mit dem Thema Grauzone beschäftigt. Unter dem Titel „If the kids are united…“ wird sich dort mit der aktuellen Problematik auseinander gesetzt. Den Artikel stellen wir euch als PDf, allerdings leider nur in mäßiger Qualität, zur Verfügung. Zur Homepage der Gazetta geht es hier.

If the kids are united.pdf