Nazirapprojekt „n´socialist Soundsystem“

Seit einiger Zeit versucht die Naziszene mit einem weiteren musikalischen Projekt in der Hip Hop-/Rap-Szene an Boden zu gewinnen. Das Projekt „n´socialist Soundsystem“ (gegründet im Frühjahr 2010) ist ein Ableger der Rechtsrockband „Häretiker“ und versucht mit ihrem deutschsprachigen Hip Hop-/Rap-Projekt nationalsozialistische Ideen in Bereiche einer bisher eher klar antirassistisch geprägten Jugendkultur einzubringen. Zuletzt veröffentlichten „n´socialist Soundsystem“ – welche zugleich auch unter dem Pseudonym „Enesess“ agieren – einen Song mit dem Titel „Wahlkampfrap – Zeit sie abzuwählen!“, welcher als Wahlkampfwerbesong für die NPD bei den am 27.3.2011 in Rheinland-Pfalz anstehenden Landtagswahlen gedacht ist. Zudem veröffentlichten „n´socialist Soundsystem“ bereits Songs auf der Nazi-„Schüler-CD“ „Jugend in Bewegung – Die Schüler-CD des Nationalen Widerstands“. Eine erste CD „Volk ans Mikrophon“ mit 12 Liedern und einem 16seitigem Beiheft wurde ebenfalls soeben von „LNR-Records“ veröffentlicht (außerdem bereits im Jahr 2010: „Jugend muss ans Mikrofon“, Eigenproduktion als MP3 veröffentlicht).

In einer Selbstbeschreibung stellt sich das „n´socialist Soundsystem“ wie folgt dar:

„n‘Socialist Soundsystem wurde im Frühling 2010 vom Blastbeatkönig von Thule & Henry H. gegründet, mit ersterem als panzerkommandantartigem Beatproduzenten und letzterem als grobschlächtigem Lyrizisten. Das sozialistische Soundsystem aka Volkssozialistisches Rapduo hat sich dazu entschlossen, mit der Eisenfaust am Lanzenschaft in die deutsche (treffender deutschsprachige) „HipHop-Community“ zu dreschen. Warum? Weil wir auf HipHop scheißen! Aber es ist fast schon sträflichste Sünde, den ganzen gehypten Clowns von MTVIVA kampflos dieses Feld zu überlassen. Wir – und damit sind nicht wir beiden gemeint, sondern alle nationalen und sozialen Freiheitskämpfer – müssen (zurück)erobern, was längst schon in national-sozialer Hand sein müsste! In diesem Sinne: Ob Turntables&Masterkeys oder E-Gitarre&Drumset- MACHT WAS DRAUS!!!“

Wie gefährlich dieses Musikprojekt unabhängig von der noch relativ schwachen musikalischen Qualität ist, zeigt ein Blick auf die Texte der „Häretiker“ bzw. Auszüge aus einem Interview mit dieser Band, welche wir im folgenden dokumentieren:

Im Song „Falsche Front“ wird eine „Querfront“ jenseits des herkömmlichen „Links“/“Rechts“-Schematas eingefordert:

„Falsche Front

Was Joseph mal sagte ist heute brandaktuell – Wer hat ein Feindbild zu viel? Wer hat ein neues bestellt? Sind die Anderen die Feinde oder ist es das Geld… Oder ist es das Geld?

Die Freie Marktwirtschaft ist der allerletzte Dreck, um ein hohles Stück Reklame schwirrt ein geldgeiles Insekt. Die Verachtung dieser Seuche zeugt von Rationalität – Minder das Geschwafel, das man hört von früh bis spät.

Ich bin rechts, du bist links – wir müssen Todfeinde sein, denn nur das eigene Lager zählt… Und während man kopfüber in die Schublade springt hat man das Thema klar verfehlt und fehlt im Kampf gegen das System.

Es geht nicht um „Links“ und „Rechts“, seht ein, der Feind ist das System. Die Abschiebung in Blöcke war seit jeher unser Hauptproblem. Es geht nicht um rechts und links, seht ein, der Feind ist das System. Wer an der falschen Front kämpft… wird untergehen!

Die Heuschreckenschwärme kreisen gierig über uns, aus bunt blühender Landschaft wurde widerlicher Sumpf. Und vermeintlich weit entfernten Radikale schreien: „Kampf gegen Links! Kampf gegen Rechts! Nazikommunistenschwein…!“

Der Eine links, der Andere rechts, wir müssen Todfeinde sein., denn nur das eigene Lager zählt. Und während sie kopfüber in die Schublade springen ham sie das Thema klar verfehlt und fehlen im Kampf gegen das System.

Der Krieg gilt weder „Links“ noch „Rechts“ – der Krieg gilt diesem Geldsystem, dem Imperialistenpack, das weltweit alle Völker quält. Schluss mit „Links“ und „Rechts“ – die Zeit ist reif, es endlich einzusehen. Wir müssen uns nun neu formieren, müssen neue Wege gehen.

Es ist die Freie Marktwirtschaft, die nur den Einzelmenschen kennt, für manche individuell, für manche neoliberaler Dreck. Brauchen Halt, Ordnung, Gemeinschaft – ein Volk, keine Anonymität, in der der faule Dollar rollt.

Stellt die Fronten quer, gemeinsam dringt ein ganzes Land, stellt die Fronten quer, gemeinsam dringt ein ganzes Land, stellt die Fronten quer, gemeinsam dringt ein ganzes Land auf Gassen, Straßen, Plätzen, herrscht Anti-Kapitalismus-Widerstand! WIDERSTAND!!!“

Dass die Macher des Projekts nicht auf den Kopf gefallen sind, belegen auch folgende Auszüge aus einem Interview mit den Häretikern. Hier wird klar und deutlich eine Unterwanderungsstrategie der verschiedenen Subkulturen gefordert, welche ja dann auch von „n´socialist Soundsystem“ bzw. den „Häretikern“ bereits entsprechend musikalisch in die Tat umgesetzt wird. Die Oire Szene Redaktion warnt an dieser Stelle noch einmal nachdrücklich vor diesen Unterwanderungsstrategien, die in der Vergangenheit ja leider bereits vor allem im Skinhead-, Blackmetal-, Darkwave- und Hardcorebereich gefruchtet haben. Am besten ist es diese Unterwanderungs- bzw. Vereinnahmungsversuche der Nazis sofort und ohne Kompromisse gegenkulturell zu bekämpfen!

Hier die Ausschnitte aus dem Interview, welche die Unterwanderungsstrategie der Nazis (die ja ganz klar sagen, dass es Ihnen nicht um die Subkultur als solches, sondern nur um die Propagierung Ihrer menschenverachtenden Einstellungen geht):

Häretiker zum Thema Subkultur:

2Ich bin Deutscher. Punkt. Ich höre Metal, Rap, Rock, Electro…usw…, bin deswegen allerdings weder „Metaller“, „HipHopper“, „Rocker“, „Tekker“ oder sonst was. Ich fühle mich keiner Subkultur zugehörig. Ich vertrete jedoch den Standpunkt, dass man Subkulturen schlecht „bekämpfen“ kann. Vielmehr müssen sie von unseren Leuten infiltriert werden. In unserem Staat kann man die „E.L. der Subkulturfrage“ ja ruhig noch mal diskutieren, aber erst mal müssen wir unseren Staat ermöglichen.

Hansy: Eigentlich kann ich da Henry voll zustimmen. Ich verstehe nicht, warum sich mittlerweile ein sehr großer Teil der jungen Menschen (ob nun politisch oder nicht) fast ausschließlich über die Musik definiert, die er hört. Mir ist das ganze eigentlich egal. Jeder darf hören was er will und darf meinetwegen auch seiner Subkultur angehören, solange er vor lauter „das ist ja eher RAC als NSHC“ nicht die eigentlichen Ziele vergisst.

Blasty: Treffender als Henry kann man’s gar nicht sagen. Ich bin kein Skinhead, kein NSHCler, kein Metalhead sondern Deutscher. Ich respektiere aber jede der Subkulturen, die natürlich bei der Identitätsfindung helfen können, sobald sich daraus aber spalterische Konflikte ergeben, muss ich die Stirn runzeln und mich fragen ob betreffende Personen wirklich richtig „bei uns“ aufgehoben sind.

Henry, Du sagst wir müssen Subkulturen infiltrieren. In wie weit meinst du das? Ist es nicht ein Widerspruch in sich auf zweierlei Ebene? Zum einen: Infiltrieren hört sich nach dem Ausnutzen eines Unwissenden an. Zum zweiten: Vom Liberalismus zum völkischen Sozialismus? Ist das eurer Meinung nach wirklich möglich und der Weg, der gegangen werden muss? Oder sollte nicht viel mehr ein Gegenpol zu den ganzen verschiedenen Strömungen des Individualismus innerhalb der „Szene“ geschaffen werden? Also von den verschiedenen Szenen und Kulturen, zu einer großen Volksbewegung, die die Kultur des Volkes als Identifikation hat und braucht?

Henry: Absolut richtig! Wir brauchen eine große Volksbewegung, nur wie kriegen wir die?! Indem wir alles andere als „Status-Quo-Nazis“ ablehnen und verteufeln, grenzen wir uns aus. Dann sind wir eine isolierte Sekte. Das ist scheiße. Weil dann sind wir auch eine Subkultur, auch wenn wir diese als „Systemgegner“ definieren. Ich meinte mit infiltrieren, dass wir gerade bei den 14-20-Jährigen Fuß fassen müssen. Irgendwelchen Skatern, Hoppern, und was es sonst noch gibt, muss klar gemacht werden, dass es verdammt cool ist, nachts antiamerikanische Parolen in Unterführungen zu sprühen! Wenn sie dabei ihre „subkulturelle Attitüde“ beibehalten (dumm gesagt, Person X fährt auf seinem Skateboard zum Sprühen), dann find ich das nicht supertoll, aber auch nicht superschlimm. Viele subkulturelle Attitüden verschwinden mit der Zeit ja eh wieder- was von Bestand sein muss, ist unser Gedankengut, denn darauf kommts in allerallerallererster Linie an.2

Zum Thema musikalische Vorbilder sagen die „Häretiker“ folgendes:

„So nun wieder ein bisschen zur Musik. Habt ihr musikalische Vorbilder innerhalb, wie außerhalb der nationalen Musikszene? Welche Musik hat euch durch euer Leben begleitet und was bedeutet für euch Musik? Würdet ihr mal gerne mit wem Bestimmten live auftreten?

Henry: „Vorbilder“ ist so ein schweres Wort. Klar, es gibt Sachen, die mir extrem gut gefallen, aber wenn ich jemanden als mein Vorbild erachte, dann keinen Musiker, mag er noch so gut sein bzw. gewesen sein. Ich höre querbeet. Von Metal bis Rap. Ob politisch oder unpolitisch. Zur Zeit wieder viel GNR (One in a million als Anspieltip, hehe), die alten Metallicasachen à la Whiplash find ich klasse, Kool Savas (technisch brillanter Rap), alte Märsche gefallen mir ebenso wie viele Lieder, die in der DDR liefen, manchmal hör ich auch einfach gern gut gemachte Popmusik wie Madonna oder die neueren Britney Spears Sachen.
Aus dem nationalen Spektrum gefällt mir Hassgesang sehr gut, Odem (die „Aus dem Nichts“ ist vll die beste Cd aus unseren Reihen), die Uwocaustprojekte sind ebenfalls klasse, AoV gefällt mir, Noie Werte, Bound for Glory (die Behold the Iron cross ist legendär!), Carpe diem natürlich, Storm hat auch viel feines…“

Quellen: Internetseite von „n´socialist Soundsystem“ und den „Häretikern“, einschlägige Naziforen und „Youtube“

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