„Die Fußballrevolution“

Ein sehr interessanter Artikel erschien in der TAZ…:

Alaa Abd El-Fatah ist ein prominenter ägyptischer Blogger. Befragt vom Fernsehsender al-Dschasira, wie sich die Demokratiebewegung denn zusammensetze, sagte er: „Die Ultras haben eine bedeutendere Rolle gespielt als jede andere politische Gruppe.“ Tagelang verteidigten die Fans des Kairoer Fußballclubs al-Ahly den Tahrir-Platz gegen Polizei und Geheimpolizei. Der amerikanische Journalist James M. Dorsey schreibt: „Die Erfahrung der Ultras zeigt sich auch darin, wie sie soziale Dienste für die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz bereitstellten.“

Die meisten jungen Männer nutzten, sagen wir: Kompetenzen, die sie sich als Fußballfans erworben hatten. Dass sie Spezialisten im Steinewerfen, im Autoumwerfen und -anzünden und in der Verteilung von Projektilen waren, ist dem Journalist Davy Lane aufgefallen. In einem Blog ist zu lesen, dass Ultras auch geholfen haben, Plünderungen des Ägyptischen Museums zu verhindern. Warum Fußball, warum Fans? „Du änderst in Ägypten nichts, wenn du über Politik redest“, sagt ein Anhänger. Ein anderer Al-Ahly-Ultra meint: „Da es keine politischen Auseinandersetzungen mehr gab, hat sich das alles auf den Fußballplatz verlagert.“

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Siehe auch: Die ägyptische Fussball-Revolution

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