„Blood & Honour“ guckt in die Röhre

Ein weiterer Text des holländisches Antifarechercheblattes „Alert“ zum Thema „Blood & Honour Niederlande“:

Am 3. Mai 2008 wollte Blood & Honour Niederlande Adolf Hitler ein Ständchen bringen. Der Ort der Zusammenkunft wurde frühzeitig bekannt, wodurch die AFA den Saaleigentümer auf die Höhe bringen konnte. Der Führer musste daraufhin ohne Verehrung zurecht kommen.

Am Vorabend des Totengedenken organisierte B&H eine „Adolf Hitler Memorial Ballad Night“. Dieser Abend wurde durch die Abteilung Ost des traditionellen Zweigs von B&H. Auf verschiedenen e-mail Listen und Webforen wurde zur Teilnahme amGedenken aufgerufen. Nach drei Ansprachen sollten hier auch musikalische Beiträge geliefert werden. Obendrein war es das Ziel T-shirts zu verkaufen. Der Erlös hieraus sollte an die „Women for Aryan Unity“ (WAU) gehen.
Die WAU ist ein internationales Netzwerk von Frauen die sich verantwortlich fühlen „die arische Rasse in Stand zu halten“ und die Familie zu unterstützen falls „der Mann“ im Gefängnis sitzt. Einer der Musikanten war der Schotte John Cartwright. Cartwright ist Sänger der Band Nemesis. Die Band festigt seit einigen Jahren ihre Karriere im Blood&Honour Umfeld.

Alles in allem kann man sagen, dass die obenstehenden Organisationen mehr Feinde als Freunde haben. Dessen sind sie sich auch sehr wohl bewußt. Um Antifaschisten, aufdringliche Journalisten, Polizei und Geheimdienst zu überlisten geht B&H vorsichtig zu Werke. Der Ort der Zusammenkunft wird zuvor nur an Vertraute weitergegeben. Die Eintrittskarten lassen sich nur im Vorverkauf erwerben. Die Location wird unter falschem Vorwand angemietet.
Besucher melden sich am Tag des Treffens telefonisch bei einer auf den Eintrittskarten angegebenen Nummer. Über diese Telefonnummer werden die Schleusungspunkte bekannt gegeben. An diesen Punkten wird daraufhin erklärt wo das Treffen stattfindet. Trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen sickerte der Ort des Treffens rechtzeitig vor Beginn durch.

In dem Moment als John Huigen mit seiner Freundin Nicole Dröge und ihr Bruder Pascal bei den angemieteten Räumlichkeiten in Aalten (Gelderland) ankamen, ließ der Vermieter sie wissen, dass das Fest nicht mehr stattfinden wird. Die faule Ausrede, dass es sich um ein „normales“ Hochzeitsfest handele, fand bei dem Vermieter nach der Begegnung keinen Glauben mehr. Die durch die AFA verschaffte Information und das Äußerliche der „Hochzeitsgäste“ ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. „Sie wollten gerade aufbauen, aber ich hab sie nicht reingelassen“ so der Vermieter. „Ich erkannte, dass es noch schwieriger werden würde, wenn sie erst mal drinnen sind. Ich bekam es langsam mit der Angst zu tun, denn sie wirkten irritiert. Die Polizei war noch nicht da und ich stand da aber mit de Skinheads. Aber sie sind dann doch ohne Scherereien abgezogen.“

Inzwischen hatte der Bürgermeister mittels einer Notverordnung das B&H Festchen verboten. Joachim Looijen, der für die Finanzen und den Sicherheitsdienst dieses Treffens zuständig ist, wartet in diesem Moment noch auf an einem Parkplatz an der holländischen Autobahn A18 in der Nähe von Aalten. Dies ist einer der Schleusungspunkte dieses Treffens. Noch bevor die meisten Gäste ankamen, erschienen Polizei und Bereitschaftspolizei Direkt nachdem sich eine Gruppe auf den Weg Richtung Aalten machte, wurde sie von der Polizei festgehalten, ausführlich auf ihre Papiere überprüft und Richtung Heimweg begleitet. Wahrscheinlich hat sich ein kleiner Teil der Gruppe noch später am Abend in Rotterdam getroffen.

B&H Niederlande ist eine Halb-Untergrund Organisation. Sie bereiten sich nach eigener Aussage auf einen bewaffneten Kampf vor um die weiße Rasse zu retten. Um Ihre Organisaton auszubauen werden Konzerte, politische Zusammenkünfte und Demonstrationen organisiert. Zu diesen Zusammenkünften wird selten öffentlich aufgerufen, so wie es in Aalten der Fall war. Das letzte Mal, dass dies probiert wurde war im März 2006. Auf einem deutschen Soldatenfriedhof im limburgischen Ysselsteyn (NL) wollten sie ihren Helden von der Waffen SS gedenken. Aufgrund der Anwesenheit der AFA in der Nähe des Friedhofs wich man damals ins belgische Lommel aus. In Aalten wußte die AFA erneut ein B&H Treffen zu verhindern. Dank gebührt auch dem Vermieter der Location der sich für seine Prinzipien und nicht für das Geld entschieden hat. Ebenso dem Bürgermeister. Er wollte „wegen der Widerstandsvergangenheit von Aalten ein deutliches Signal geben“

Quelle

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