Archiv für Februar 2011

Vöhringen: 26.Februar! Die NPD darf im Kulturzentrum ihre Veranstaltung abhalten.

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Die NPD darf ihren Bezirksparteitag für Schwaben am 26.Februar im Wolfgang-Eychmüller-Haus in Vöhringen abhalten.
Das Verwaltungsgericht Augsburg genehmigte trotz Proteste der Stadt Vöhringen, die Großveranstaltung.
Neben einer Infoveranstaltung wird es anschließend noch einen Liederabend geben. Das alles wird ebenfalls am selben Ort stattfinden.
Es ist der NPD erlaubt sich von 12 Uhr bis bis 23 Uhr dort aufzuhalten.

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Siehe auch: NPD plant Großveranstaltung in Vöhringen

Nationalistischer Rap in der Schanze?

„Indymedia“ berichtet:

Der Rapper Harris aus Berlin Kreuzberg möchte am 24.02 in der Sternschanze im Haus 73 direkt neben der Roten Flora auftreten. Harris wurde in letzter Zeit für seinen Song „Nur ein Augenblick“ scharf kritisiert, in dem er u.a. rappt:
„Egal, türkisch, arabisch, afrikanisch oder indisch, wenn du nicht weißt wo der Flughafen ist, ich bring Dich.“
Wer in der Schanze direkt neben der Flora mit solchen rassistischen Songtexten auftreten möchte wird mit großem Protest rechnen müssen.
Also kommt am nächsten Donnerstag alle in die Schanze und protestiert.
Kein Platz für Rassismus, weder in der Schanze noch anderswo!

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18./19.2.2011: Grauzonenkonzerte

Auch die Grauzone lebt leider noch. Am kommenden Wochenende sollen u.a. folgende Konzerte mit einem rechtsoffenen Bezug stattfinden:

- 19.2.2011: „Salut“/Halberstadt (Sachsen-Anhalt): Grauzonenoi-Konzert mit den „Soifers“, „Halbstark“ und „Lost & Foun“ (u.a. bereits gemeinsame Konzerte mit der Magdeburger RAC-Kapelle „Elbroiber“).

- 19.2.2011: „Kaktus-Farm“/Dortmund (NRW): Die holländische Grauzonen-/RAC-Kapelle „Evil Conduct“ und „Ghostbastardz“ sollen auftreten. Siehe auch: Oi! it´s „Grauzone“!

- 19.2.2011: „Plan B“/Ohrdruf: Unter anderem die Bands „Martens Army“ und „Nasty Matter“.

- 19.2.2011: „Arena“/Wien (Österreich): Unsere Lieblingsgrauzonenkapelle „Stomper 98″, „Wiens No. 1″, „Pork Knuckles“, „Paragraph 270″ und „Lazy Bastards“ sollen das österreichische Grauzonenpublikum bespassen.

Aus dem Skincafe „De Kastelein“ wird die „Molokobar“

An dieser Stelle veröffentlichen wir die Übersetzung zu einem bereits etwas älteren Text über den belgischen Naziladen „De Kastelein“ – jetzt „Moloko Bar“ – von der niederländischen Antifarecherchezeitung „Alert“. Das „De Kastelein“ hatte europaweit für Furore gesorgt und auch die „Moloko Bar“ veranstaltet mittlerweile wieder regelmäßig einmal pro Monat RAC- bzw. Nazikonzerte. Dort traten in den vergangenen Jahren regelmäßig neonazistische Bands von „Kill Baby Kill“ bis Les Vilains“ auf. Der übersetzte Text ist im Fazit etwas veraltet: die „Moloko Bar“ hat die rechtsradikale bis neonazistische Konzertpolitik des „De Kastelein“ bis heute fortgesetzt. Auch deutsche RAC-Fans und Neonazis fahren weiterhin regelmäßig nach Brügge in die „Moloko Bar“:

Belgische Korrespondenten

„De Kastelein“, das berüchtigte Skincafe in Brügge am braunen Rand, gibt es nicht mehr. Nach einigen gewalttätigen Zwischenfällen, zweier behördlicher Schließungen und einer Reihe von negativer Publicity, warfen die Betreiber „Suck“ (Spitzname von Fabian Davidts) und seine Frau das Handtuch. Jedoch nicht ohne vorher den Fortbestand der Kneipe zu sichern. Im Herbst 2006 übertrugen sie die Kneipe einem guten Freund, dem Franzosen Yann Dvoraznak. Dabei half „Suck“ dem neuen Betreiber den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Als das „De Kastelein“ im März 2007 abermals für einen Monat geschlossen wurde, diesmal wegen Ruhestörung, sorgte der neue Betreiber Dvoraznak vor. Geplagt von der Vergangenheit des „De Kastelein“ wurde die Kneipe unter dem neuen Namen „Moloko Bar“ wieder eröffnet. Zeit für einen Rückblick…

Über den frühen Beginn des „De Kastelein“ ist nur wenig bekannt. Der erste Auftritt einer Rockabilly-Band (The Billy Goat Riders) fand im März 1998 statt. In der Zeit von 1997-1999 war Brügge ein Schauplatz der rechten Gewalt; der Neonazi Jeroen Mol verübte einen Anschlag auf sich selbst, wobei die Schuld der radikalen Linken in die Schuhe geschoben wurde. Daraufhin wurden verschiedene linke Cafes von rechtsextremen Skinheads kurz und klein geschlagen. In der Anfangszeit des „De Kastelein“ unter dem Betreiber James, fand sich dort ein neutrales Publikum ein. Die militante Rechte traf sich in dieser Zeit in erster Linie in „Het Zonnewiel“, der damaligen Stammkneipe des rechtsextremen „Odal Aktiekomitee“. In der Zeit von der Gründung bis zum März 1999 spielten im „De Kastelein“ verschiedene Oi!-Bands, darunter die flämische Band „Headcase“ und „The Thuggers“. Die Kneipe ist noch nicht sonderlich rechts. Dies ändert sich allerdings nachdem das „De Kastelein“ zur Stammkneipe rechtsextremer Skins wird. Nachdem „Suck“ und sein Partner die Kneipe Anfang 1999 übernehmen, mutiert die Kneipe zu einem internationalen Treffpunkt rechtsextremer Skinheads, mit Besuchern aus ganz Europa.

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18./19.2.2011: Nazi- und RAC-Konzerte International

Trotz der europaweiten Großevents der Nazis in Dresden, sollen auch am kommenden Wochenende ein paar RAC- bzw. Nazikonzerte stattfinden:

Update: Tschechische Antifas sind mit dem Besitzer des „Klub Motoráj“ in Kontakt getreten. Das Punkfront-Konzert wurde daraufhin abgesagt.

- 18.2.2011: Italien: Rechtsrockkonzert mit der Band „Skoll“

- 19.2.2011: „/Prag (Tschechien): Die Berliner Nazipunkband „Punkfront“ und die RAC-Bands „Beerstreet Bois“ und „Prohibice“ sowie die Oi-Band „3:2 pro MH“sollen für das „Boots & Braces Zine“ unter dem Motto „100% Streetpunk Party Vol.3″ aufspielen. Auf dem Flyer befindet sich ein „Punks not red“-Logo. Auch die tschechische Antifa berichtet: Punkfront, Duchin und „unpolitische“ Politik

- 19.2.2011: Tivoli/Italien: Rechtsrockkonzert mit „Skoll“ und „Imperium“ (Tschechien)

- 19.2.2011: Italien: „Skinhouse Eventi“ veranstalten ein Rechtsrockkonzert mit den „Bullets“.

Riot Brigade – Innocence

Guardia Bermellon – „Redskins“

Musik für den Hass: 37-jähriger Ladenbesitzer angeklagt

Die „Märkische Allgemeine Zeitung“:

HENNIGSDORF/BERLIN – Er ist einer der bekanntesten Musiker der rechtsextremen Musikszene in Berlin, in seinem Laden können Neonazis Devotionalien der rechten Szene, einschlägige Modemarken und CDs kaufen: Seit Montag steht der Inhaber des Hennigsdorfer Szeneladens „On the Streets“ Alexander G. vor dem Berliner Landgericht. Der 37-Jährige soll gemeinsam mit anderen Musikern CDs mit volksverhetzenden Titeln produziert haben und die Tonträger auch vertrieben haben. Die Texte rufen zum Hass gegen Minderheiten auf und sind offen antisemitisch.

Bislang hätten sich weder G. noch die Mitangeklagten zu den Vorwürfen geäußert, sagte Gerichtssprecher Tobias Kaehne. Auf Antrag der Verteidigung werde derzeit geprüft, ob das Berliner Gericht überhaupt in den einzelnen Angeklagepunkten zuständig sei. Eine entsprechende Entscheidung soll heute fallen. Eigentlich soll der Prozess am Montag fortgesetzt werden.

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Naziwiki – ein neues russisches Antifa-Projekt

Ein interessantes Outing- bzw. Rechercheprojekt über russische Nazis haben Antifaschist_innen aus Russland begründet – wäre auch mal was für die Oire Szene Redaktion, um noch mehr Infos über die Rechtsrockszene bzw. die Grauzone international zusammenzutragen – mal schauen, ob wir uns da unter Umständen beteiligen:

Russische Antifas haben ein neues Projekt gestartet. Es heißt Naziwiki. Hier findet ihr Informationen über russische Nazis und deren Organisationen. Leider ist es nur auf russischer Sprache. Aber wir denken, dass es dennoch informativen Wert besitzt und auch bei uns bekannt gemacht werden sollte. Link: http://naziwiki.org Hier geht es zu Biografien.

Schlagzeiln – Nur Angst, kein Respekt

Versteckspiel neu herausgegeben

Die „Junge Welt“ berichtet:

Broschüre informiert über rechte Symbolik

Was verbirgt sich hinter der germanischen Symbolik »Irminsul« und warum wird dieses Zeichen von Neonazis verwendet? Was ist Combat 18? Welche Verwirrspiele treiben Neonazis, wenn sie sich auf Che Guevara beziehen? Antworten auf diese und viele andere Fragen gibt die neue Ausgabe des Versteckspiels«.

Schon die inzwischen restlos vergriffene erste Ausgabe der Broschüre richtete sich besonders an Lehrer, Jugendsozialarbeiter und andere Menschen, die mit faschistischen Symbolen konfrontiert werden können. Ziel der Autoren ist es, Hilfestellungen beim Entschlüsseln und Einordnen der Zeichen zu geben. Oft sind die verschiedenen Formen von faschistischen Subkulturen und Lifestyle so versteckt, daß nur Gesinnungsgenossen diese erkennen.

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Mehr Infos : Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen

Blood & Honour in Belgien. Teil 1: Die Anfangsjahre aus der Vogelperspektive

Wir haben großartiger Weise bereits eine erste Übersetzung von einem fleissigen Übersetzer zugeschickt bekommen und wollen euch das natürlich nicht vorenthalten. Vielen Dank an dieser Stelle an den Menschen, der sich die Arbeit gemacht hat. Wie gesagt, wir sind auch weiterhin stark an Texten aus dem Ausland und entsprechenden Übersetzungen zum Thema Grauzone und Rechtsrock interessiert. Die Grauzone und die Nazis agieren da ja leider schon lange Grenzen überschreitend:

Correspondenten uit België (Korrespondenten aus Belgien)

Blood & Honour wurde 1987 in England durch Ian Stuart Donaldson, der 1993 bei einem Verkehrunfall umgekommene Frontmann von Skrewdriver, errichtet. Donaldson wollte durch die Oi-Musik „die Botschaft von Hitler“ bei jüngeren überbringen. Unter seinem Impuls verbreitete sich das Netzwerk über die ganze Welt.
Auch in Belgien wurden in den achtzigern Konzerte mit Bands aus dem B&H-Kreis organisiert. Ebenso sind kleine B&H-Divisionen aktiv. Kurz nach dem Jahr 2000 sah es so aus, dass B&H erst jetzt wirklich aktiv wird. In Wallonië war B&H eher unbeständig, sodass es dort nur einen zarten Beginn von Aktivitäten gab. In Flandern sind seit 2000/2001 zwei verschiedene Gruppen aktiv, die sich den Namen „B&H Vlaanderen“ zueigneten: eine „tradiotionelle Blood & Honour“-Gruppe, welche vornehmlich Konzerte organisiert und eine politisch radikalere „terroristische“ Combat 18-Spate, ähnlich wie in Großbritannien. Das ist aber eine grobe Vereinfachung. Und obwohl beide gegenseitig im Internet über sich lästern, arbeiten beide in der Realität dennoch zusammen. Um die Geschäfte noch vielschichtiger zu machen, wurden in Belgien zuletzt auch noch einige Konzerte und Gedenkfeiern durch ausländische B&H und C18-Gruppen organisiert. Kommt es dadurch, dass wir ein zentral-gelegenes Ländchen sind oder dadurch, dass die Polizei bis vor kurzem ausgesprochen lax reagierte, Belgien darf mit Recht als internationaler „Plattenteller“ bezeichnet werden.Wenn es den Neonazis in ihrem eigenen Land zu heiß unter den Füßen wurde, weil die Regierung mit rechtlichen Schritten drohte, wichen Neonazis nicht selten nach Belgien aus, um ihre Aktivitäten fortzusetzen. Vorbilder sind hier der deutsche Konzertorganisator Sebastian Seemann (Combat 18) und der Brite Stephan „Jonesy“ Jones, der Frontmann von der B&H-Band „English Rose“, welche sich in Ostende festigte („traditioneller Flügel“)
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The Oldians – Arts of seduction

Antifa-Broschüre über die NPD in Rheinland-Pfalz

Pünktlich zur Landtagswahlkampf 2011 in Rheinland-Pfalz haben Autonome AntifaschistInnen eine Broschüre über die NPD veröffentlich.
Viel Spaß beim ausdrucken und verteilen!

Download

Autonome AntifaschistInnen aus Rheinland-Pfalz

Dubioser Schlossherr

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Nürnberg – Karl-Heinz Hoffmann, einst Anführer der 1980 verbotenen rechtsterroristischen Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG Hoffmann), sorgt wieder für Schagzeilen.

Eine Kleine Anfrage (Drucksache 5/4674) der sächsischen Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Linke) brachte zu Tage, dass Hoffmann (Jg. 1937) in den letzten Jahren erhebliche Fördermittel des Freistaates Sachsen kassierte.

Hoffmann ist seit 2004 Eigentümer des früher im Besitz des NS-Dichters Börries von Münchhausen befindlichen Rittergutes Sahlis. Um Fördermittel für das Schloss erhalten zu können, gründete Hoffmann die gemeinnützige fiduziarische Kulturstiftung Schloss Sahlis, als deren Kurator er auftritt.

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19. Februar 2011 – Berlin Boom Orchestra – Nicht Egal / Nazis in Dresden blockieren!

Nazi-Band vor Gericht

Die Berliner „tageszeitung“ berichtet:

Volksverhetzung Acht Männer sollen die Judenverfolgung verherrlicht haben

Den Neonazis hat es offenbar die Sprache verschlagen: Acht Männer zwischen 32 und 41 Jahren sitzen fast regungslos auf der Anklagebank im Saal 820 des Landgerichts. Fast eineinhalb Stunden – mit einer kurzen Unterbrechung. Die meisten der acht gehören zu zwei der wichtigsten deutschen Rechtsrockbands: „Deutsch, Stolz, Treue“, in der Szene gerne abgekürzt zu „D.S.T.“ oder „X.x.X.“, und „Burn Down“. Sie sind wegen Volksverhetzung angeklagt, weil sie eine CD mit rechtsextremen Liedern produziert und verbreitet haben sollen. In einem der Lieder – Titel: „Die Auserwählten“ – wird laut der Anklage die Verfolgung von Juden zur Nazizeit als Heldentat verherrlicht, ein anderes ziehe „Das Tagebuch der Anne Frank“ ins Lächerliche. Von den acht Angeklagten sind fünf einschlägig vorbestraft.

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Siehe auch: Nazi-Band – Ihr ganz schlechter Auftritt vorm Richter
Nazi-Band vor Gericht

Belgien/Holland: „Blood & Honour Flandern“, „Moloko Bar“, „Blood & Honour Niederlande“…

In der holländischen Antifarecherchezeitrischft „Alert!“ befinden sich sehr interessante Artikel über die belgischen und holländische „Blood & Honour“-Strukuren und den europaweit bekannten Naziszeneladen „Moloko Bar“ (ehemals „De Kastelein“). Leider gibt es die Texte bisher nur auf holländisch. Wir wären als Oire Szene Redaktion mehr als dankbar, wenn sich unter unseren Leser_innen jemand finden würde, der/die diese Artikel für unsere Seite übersetzen bzw. zumindest die wichtigsten Punkte zusammenfassen könnte. Falls sich das hier jemand vorstellen könnte, schreibt uns bitte an unseren e-Mail-Kontakt. Wir sind auch ansonsten immer dankbar über zugesandte und im besten Fall bereits übersetzte Recherchetexte/Informationen zum Thema Rechtsrock/Grauzone aus allen Teilen der Welt. Im Teitalter der Globalisierung und des Internets müssen Nazistrukturen und insbesondere international agierende Musiknetzwerke wie das von „Blood & Honour“ und den „Hammerskins“ auch entsprechend Grenzen überschreitend bekämpft werden!

Blood & Honour Vlaanderen
Blood & Honour Vlaanderen Deel 3: de Combat 18-tak
Deel II: De „traditionele“ vleugel
Blood & Honour in België. Deel I: De beginjaren in vogelvlucht

„Moloko Bar“:
Molokobar rijst uit as skincafé De Kastelein

Holland:
Optredens extreemrechtse bands in Utrecht en Tilburg
Blood & Honour vist achter het net
Blood & Honour Nederland – Traditional
Blood & Honour Nederland – AFA-N
Na het verbod van Blood & Honour
„Oefensessie Brigade M gedwarsboomd“, Gerrit de Wit. Zie
Combat 18 „De tijd van praten is voorbij.
Blood & Honour herdenkt de SS: „Hun voorbeeld is ons voorbeeld“
European Revolution Tour
Blood & Honour kopstuk anderhalf jaar achter de tralies
Leden Blood & Honour Westland veroordeeld
Combat 18: ‚doctrines van de duisternis‘
Onder de loep: Blood & Honour
Holland Hardcore; poort naar extreemrechts
Blood & Honour zoekt het over de grens
Allerseelen: Opstand tegen de moderne wereld
Cultuur: Identiteitsrock
Onder de Loep: Brigade M
Blood & Honour
Gerrit de Wit

Torch ft. Boulevard Bou – Heute Nacht

15.02.2011: Naziaufmarsch in Cottbus blockieren!

OPFERMYTHOS UND GESCHICHTSREVISIONISMUS BEKÄMPFEN!

Seit mehreren Jahren versuchen Neonazis in Cottbus ihre geschichtsrevisionistische Gedenkkultur rund um die Bombardierung auf Cottbus im 2. Weltkrieg zu etablieren. Auch in diesem Jahr wollen Neonazis, am Dienstag den 15.02., einen Aufmarsch durch Cottbus durchführen. Doch wir werden dem deutschen Opfermythos der Neonazis nicht die Straße überlassen!

Im Zusammenhang mit der militärischen Zerschlagung Nazideutschlands, kam das, was von deutschem Boden ausging und millionenfaches Leid und Schrecken über die Welt gebracht hat, am 15.02.1945 auch nach Cottbus zurück. Alliierte Bomberverbände griffen den Cottbuser Bahnhof als einen logistischen Punkt an und trugen dazu bei den Krieg zu beenden und Europa vom Faschismus zu befreien. Heute, 66 Jahre nach Kriegsende, versuchen die NPD, “Freie Kräfte” und andere Ewiggestrige mit einem sogenannten „Trauermarsch“ die Geschichte zum wiederholten Male zu verdrehen. Im öffentlichen Diskurs versuchen sie ihre geschichtsverklärenden und relativierenden Positionen zu verankern. Sie sehen deutsche Täter_Innen als Opfer und stellen die deutsche Kriegsschuld in Frage. Damit finden sie ebenfalls in offiziellen Kreisen der Stadt Cottbus, mit ihrer Jahre langen Gedenkpolitik, Anschluss. Indem die Bombardierung der Stadt Cottbus aus ihrem historischen Kontext gerissen und die damit verbundene Verantwortung der Deutschen für Nationalsozialismus und Holocaust ausgeblendet wird, findet eine Verharmlosung der Ereignisse statt.

Aber nicht mit uns! Lasst uns gemeinsam und entschlossen den Naziaufmarsch in Cottbus blockieren!

Nie wieder Krieg! – Nie wieder Faschismus!

Quelle und mehr Infos