Archiv für Februar 2011

Unlike U – Trainwriting in Berlin

Unter der Kategorie „Graffiti“ wird die Oire Szene Redaktion zukünftig über künstlerische und politische Aspekte die Subkultur berichten. Und natürlich auch über die Aktivitäten von Nazisprayern, welche insbesondere mit dem Aufkommen der „Autonomen Nationalist_innen“ keine Ausnahmeerscheinungen sind. Nichts desto trotz bleibt ein Großteil der Sprayerszene eher rebellischen, antiautoritären bzw. linken Ideen verbunden – folgender Film über die Berlin Sprayer_innenszene ist eine Empfehlung unsererseits:

Unlike U – Trainwriting in Berlin (official trailer – english subtitled).

UNLIKE U beleuchtet vier Generationen von Sprühern in Berlin, wovon die ältesten der Hardcore-Artisten mittlerweile schon 40 Jahre alt sind und die Jüngsten um die siebzehn. Alle Protagonisten aber haben eines gemeinsam. Jeder von ihnen hat in seinem Leben schon unzählige Züge bemalt und einige von ihnen sogar um die 1000.
Mit intensiven Interviews versuchen die Filmemacher Henrik Regel und Björn Birg den Beweggründen der Sprüher auf die Spur zu kommen und herauszuarbeiten, was genau der Kick an einer Sache ist, die in der Öffentlichkeit keine Anerkennung bekommen kann. Denn schließlich handelt es sich nach offizieller Lesart um besonders schwere Sachbeschädigung und besprühte Züge, werden so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen. Die Wahrscheinlichkeit also, dass ein Sprüher sein Werk in Vollendung, sprich als fahrende Leinwand zu sehen bekommt ist äußerst gering. Worin also besteht der Wert dieser Aktionen? Worin besteht die Selbstbestätigung? Was treibt diese Menschen an?
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40 Nazi-Konzerte in drei Monaten

„NPD-Blog.info“ berichtet:

Im vierten Quartal 2010 haben in Deutschland nach Angaben der Bundesregierung zirka 30 rechtsextremistische Skinhead-Konzerte und neun rechtsextremistische Liederabende stattgefunden. Wie die Regierung in ihrer Antwort (17/4645) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/4473) berichtet, wurden die Konzerte von insgesamt etwa 4.100 Teilnehmern besucht und die Liederabende von insgesamt zirka 550 Personen.

Die Bedeutung von Musik für die Szene der extremen Rechten ist in zahlreichen Studien nachdrücklich belegt worden. Als vermeintlich unpolitische Einstiegsdroge bieten Rechtsrock und die verschiedenen innerhalb der extremen Rechte verbreiteten Musikstile die Möglichkeit, vor allem Jugendliche anzusprechen und mit der extrem rechten Szene in Berührung zu bringen. Das berichten auch Aussteiger immer wieder.

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J‘Aurais Voulu – „Toujours là!“

NPD in Mecklenburg: Zwischen Rechtsrock und Kümmerer-Partei

„NPD-Blog.Info“ berichtet:

Wahlkampf mit Rechtsrock, bürgerliches Auftreten – und ein Image als Kümmerer-Partei: Die NPD will sich im Nordosten der Republik fest etablieren. In einigen Regionen wird das Versagen der demokratischen Parteien mehr als deutlich, anderswo wird Widerstand gegen die Neonazis geleistet – mit Erfolg.

Von Marion Kraske

Norbert Stern sitzt in seinem Büro gleich neben der lichtdurchfluteten Aula. Der Rektor des Elbe-Gymnasiums in Boizenburg sieht aus, wie man sich einen Lehrer vorstellt, grauer Vollbart, eckige Brille, ernster Blick. Stern hat schon so manche Störaktion der NPD mitverfolgt. Unlängst war es wieder einmal so weit, direkt vor seiner Schule tauchten sogenannte Schulhof-CDs auf, das Cover bunt und fröhlich, dazu ein Mädchen mit Sonnenbrille und Kopfhörern. Alles sehr hip, alles sehr trendy. Der Inhalt mit dem Titel „Freiheit statt BRD“ ist dagegen weniger harmlos. Ein Kürzel verrät den wahren Hintergrund der Musikoffensive: AJ ist da zu lesen. Es steht für „Arische Jugend“.

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Ein Nazi namens „Makss“.

„Indymedia“ berichtet:

nun hat er sich zudem bekannt, was er eigentlich shcon immer war:
makss damage ist nun auch offiziell makss nazi damage.

Jetzt ist er ent­gül­tig dort an­ge­kom­men, wohin es ihn schon immer zog. Die Rede ist von dem „lin­ken“ Rap­per „Makss Da­ma­ge“, der mit Tex­ten wie „Tötet diese an­ti­deut­schen Hu­ren­söh­ne“ das Herz des ein oder an­de­ren An­ti-​Im­pe­ria­lis­ten er­wärm­te. Mit Zei­len wie „Lasst den Da­vid-​Stern bren­nen, lasst den Zio­nis­mus un­ter­ge­hen“, be­geis­ter­te er An­ti­se­mi­ten aller Couleur, bis in die Linke hinein. Der ehe­ma­li­ge SDAJ‘ler macht nun mit den­je­ni­gen Po­li­tik, die sol­che un­ver­hoh­le­ne Ver­nich­tungs­phan­ta­si­en eben­falls pro­pa­gie­ren. Ak­tu­ell sieht man „Makss Da­ma­ge“, der sich „Ju­li­an“ nennt, auf Youtu­be und altermedia. Dort wird er vom selbst­er­nann­ten „Hit­ler von Köln“, dem fa­na­ti­schen Nazi Axel Reitz, in­ter­viewt. Am 29.​01.​2011 be­tei­lig­te sich der Rap­per be­reits an einem Na­zi-​Auf­marsch in Wup­per­tal.

Im In­ter­view mit dem „Frei­en Netz Sie­ger­land“, einem Na­zi­por­tal, nimmt „Makss Da­ma­ge“ kein Blatt vor den Mund. Der Deutsch-​Rap­per hetzt dort gegen Mi­gran­t_in­nen, die er vornehmlich als „kriminelle Ausländer“ sieht.

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Siehe auch: Ein Nazi namens „Makss“.
Und: Makss Damage – das Lager gewechselt?
MaKss Damage Interview – Ein schlechter Fake
Makss Damage Interview kein Fake
Politrapper wechselt nach rechts
Makss Damage: Plötzlich Nazi!
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BlockX & Dresden-Allstars – Nein Mann, ihr könnt hier nicht gehen!

Neues aus der Grau- bis Braunzone – Part I

In unserer neuen Reihe werden wir in regelmäßigen Abständen einen kurzen Überblick zu den neuesten Reaktionen bzw. Aktivitäten aus dem Grau- und Brauzonensumpf geben – folgendes gibt es aktuell zu berichten:

- Auf der Internetseite des RAC-Fanzines „MF-Zine“ wird fleissig weiter gegen Oire Szene gehetzt (Siehe: 1, 2). Wer sich ein bisschen mit der Szene auskennt bzw. regelmäßig unseren Blog liest, dem dürfte es nicht schwer fallen diese Grau- bzw. Braunzonenpropaganda der Macher der Seite zu erkennen.

- Die belanglose Deutschrockcombo „Rotz und Wasser“ aus Hamburg macht mit einem Video kostenlose Werbung für uns und beklagt sich über unsere Kritik – und das obwohl das neue Album auf dem Grauzonenlabel „Bandworm Records“ erschienen ist. Finden wir irgendwie schizophren bis seltsam…?

- Die rechtsoffene Grauzonenband „Orange Blood“ aus NRW soll laut „Ska Talk“ am 4.3.2011 im „Hot“ in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ein Skakonzert mit Bands wie Bad Manners/UK, Dynamo Ska /Braunschweig und Brother Honk/Magdeburg veranstalten. Ska goes Grauzone? Leider nicht ganz so absurd wie manche denken – in Russland ist Ska mittlerweile ein großes Ding in der Naziszene und auch anderswo macht sich Naziska breit. Üble Sache das. Anmerkung Oire Szene: „Orange Blood“ gehören nun doch nicht mit zu den Veranstaltern des Festivals. Dennoch ist die Band momentan auf dem Grauzonenlabel „Bandworm Records“. Und diese wiederum sind anscheinend an dem Festival/Konzert – zumindest was den Kartenvorverkauf/die Unterstützung betrifft – beteiligt. Für nähere Infos wären wir sehr dankbar!

- Im Kommentarstrang von Oi! The greyzone wird fleissig weiter über die Grauzone diskutiert. Besonders amüsant sind dort vor allem die geistigen Ergüsse von Roger von „Scharmützel“ – weniger amüsant sind hingegen offene Morddrohungen – wir zitieren: „mal schauen…
wie lang es dauert, bis den genossen aus russland der erste deutsche antifa/rash-skin nachfolgt und ob die fressen dann immer noch so groß sind….“ (Kommentar 547) Wer sich solche Zustände wie in Russland auch in Deutschland wünscht der hat sie wirklich nicht mehr alle! Von ner Schlägerei zum offenen Mordaufruf ist es dann schon ein erschreckender Sprung (der uns aber leider auch nicht mehr groß verwundert).

- Die Stuttgarter „Blood & Honour“-Combo „Kommando Skin“ versucht ihre braunen Schäflein zusammenzuhalten und ist gerade dabei unter dem „Arbeitstitel“ „Farbe bekennen!“ – natürlich zur „Braunzone“ – ein neues Album aufzunehmen. Was sollen wir da noch groß kommentieren…

Mr. Symarip ‚I Don‘t Want You…‘

Erneuter Prozess gegen Berliner Hammerskinband „Deutsch, Stolz, Treue“

Am Montag den 14.2.2011 beginnt in Berlin ein neuer Prozess gegen die Berliner Hammerskinband „Deutsch, Stolz, Treue“ aka „X.x.X.“:

9:00, Saal 820, Moabiter Kriminalgericht, Turmstr. 91
Angeklagt: Volksverhetzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
Der Vorwurf: Prozess gegen acht mutmaßlich rechtsextremistische Musiker u.a. der Musikband D.S.T. (Deutsch, Stolz, Treue). Den Angeklagten u.a. wird vorgeworfen, zwischen 2005 und 2007 die CD’s „Die Antwort aufs System“ sowie „Gift für die Ohren“ produziert und vertrieben zu haben. CDs mit rechtsextremistischen Inhalten. Auf einer der CDs wird zum Beispiel das „Tagebuch der Anne Frank“ ‚verballhornt‘. Unter den Angeklagten befinden sich auch ein Beamter des Landes Berlin und ein Polizeihauptmeister der Berliner Landespolizei. Info… (weiter am 17., 21., 24., 28.02., 07., 10., 14., 17., 21., 24., 28.03.2011)

Quelle

„Tag der Ehre“2011 – Gedenkveranstaltungen bei Neonazis, Jobbik und Fidesz

„pusztaranger“ berichtet:

Europas größtes Neonazitreffen zum „Tag der Ehre“ – dem Ausbruch aus dem von der Roten Armee eingekesselten Budaer Burgberg 1945, bei dem über 39.000 deutsche und ungarische Soldaten ums Leben kamen – auf dem Budapester Heldenplatz wurde dieses Jahr polizeilich verboten (NOL), die Geheimdienste waren aktiv und beobachteten die rechtsextreme Szene (hvg).

Die Neonazis haben kurzfristig umdisponiert und hielten ihre „Gedenkveranstaltungen“ (mit geladenen Gäste von NPD, Freies Netz Süd sowie der bulgarischen BNZP) in den Wäldern von Buda ab.

Auf den ersten Blick macht sich das positiv: Die Orbán-Regierung greift hier entschiedener gegen rechtsextreme Umtriebe durch als die Vorgängerregierung in den vergangenen Jahren.

Allerdings gab es Ausnahmen. So konnte gestern Abend der abgespaltene Flügel der verbotenen Ungarischen Garde in voller Montur aufmarschieren und vor dem Kriegsdenkmal im 2. Budapester Bezirk (die umstrittene Turul-Statue) Kränze niederlegen (NOL).

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Ausführliche Broschüre über Dortmunder Neonazis

„Hiermit veröffentlichen wir unsere Broschüre „Dortmunder Zustände – Strukturen, AkteurInnen und Entwicklungen der extremen Rechten im Jahr 2010″.

Inhaltlich werden sowohl die „freie Kameradschaftsszene“ als auch die parlamentarische Rechte behandelt. Daneben haben wir mehrere Schwerpunktthemen gesetzt: Im Rahmen dieser Ausgabe befassen wir uns neben einer zusammenfassenden Beschreibung der Entwicklung der Dortmunder Neonaziszene in den letzten zehn Jahren außerdem tiefergehend mit deren Strukturen. Dazu gehört zum einen der lokale Neonazi-Treffpunkt, das „Nationale Zentrum“ an der Rheinischen Straße und zum anderen der rechte Versandhandel resistore, der vom Kopf der Dortmunder Neonaziszene, Dennis Giemsch, betrieben wird. Ein eigenes Kapitel widmen wir dem rechten Mörder Sven Kahlin. Dieser hatte im März 2005 den 32-jährigen Punker Thomas Schulz in der U-Bahnstation Kampstraße erstochen und wurde daraufhin zu sieben Jahren Jugendhaft verurteilt. Nach seiner vorzeitigen Haft-Entlassung vor rund drei Monaten hat er sich nun wieder vollends in die hiesige Neonaziszene integriert. Grund genug für uns, auch hier noch einmal die Hintergründe zu beleuchten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet schließlich ein Bericht über die diesjährigen Neonazi-Angriffe auf die alternative Kneipe Hirsch Q in der Dortmunder Innenstadt, die 2010 zwar nicht das erste Mal stattfanden, bei denen aber auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen verletzt wurden. Zudem blicken wir nochmal auf die Affäre zurück, die dem ehemaligen Chef der Dortmunder Feuerwehr, Klaus Schäfer, aufgrund seiner weitreichenden Kontakte in die militante Neonaziszene eine weiterhin anhaltende Suspendierung einbrachte.

Die Broschüre kann entweder hier im html-Format gelesen werden, steht aber auch als 64-seitige bebilderte Broschüre im pdf-Format zum Download verfügbar.

Am Ende der nächsten Woche wird der Jahresbericht auch als Printversion an verschiedenen Stellen in Dortmund ausliegen, welche wir dann zu gegebener Zeit auf unserer Seite öffentlich bekannt geben werden.“

Dortmunder Zustände – Strukturen, AkteurInnen und Entwicklungen der extremen Rechten im Jahr 2010 (PDF)
Quelle

Advanced Chemistry – Fremd im eigenen Land

Rechtsextreme Bands haben in Sachsen wieder mehr Konzerte organisiert

Die „LVZ-Online“ berichtet:

Dresden. Sie nennen sich Leichenzug, Blitzkrieg oder Flaksturm: Rechtsextreme Bands haben 2010 wieder mehr Konzerte in Sachsen organisiert als im Jahr zuvor.

Wie am Donnerstag aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervorging, gab es 2010 in Sachsen 41 Konzerte mit rechtsextremer Musik. Im Jahr zuvor waren es 34.

Die Bands traten meist im ländlichen Raum auf, die Großstädte werden kaum zur Bühne. Oft kommen nur zwischen 100 und 200 Zuhörer. Bei einem Konzert in Waldhufen (Oberlausitz) waren es im August 2010 allerdings etwa 2000 Leute.

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„Kiezkick und Punkrock: Wie der Punkrock zum FC St.Pauli Kam“

Von „Ugly Punk“ geklaut:

Der FC St. Pauli gilt als “Punkrockverein”. Mit keinem anderen Fußballclub verbindet sich ein ähnlich ausgeprägtes Lebensgefühl. Bei aller Professionalisierung bleibt er anders: rebellisch, links, antifaschistisch. Mitte der 1980er Jahre wurde der FC St. Pauli von einer alternativen Szene entdeckt, die zuvor nichts mit Fußball zu tun hatte. Die Hafenstraße veränderte zuerst das Gesicht eines Stadtteils und bald auch das eines bis dahin bürgerlichen Vereins. Nicht nur Häuser wurden besetzt, sondern auch ein Stadion. In rasender Geschwindigkeit zementierte sich das Bild vom Punkrockclub St. Pauli.

So liest sich ein Ausschnitt aus der Beschreibung zur Dokumentation “Kiezkick und Punkrock“, die 3Sat am Sonntag im Rahmen des Thementages “Oh, St. Pauli!“ ausstrahlte. Die, die es verpasst haben oder gerne noch mal sehen würden, können das jetzt an dieser Stelle tun. Wem 45 Minuten, aus welchen Gründen auch immer, zu lang sind, der kann sich als Alternative HIER die Kurzfassung (3:30 min.) reinziehen. Es ist eine wirklich gelungene Dokumentation, die auch für diejenigen interessant sein dürfte, die ansonsten nicht viel mit Fußball am Hut haben.

Quelle

10.-12.2.2011: Nazi- und RAC-Konzerte International

Der Oire Szene Redaktion liegen für das kommende Wochenende (bzw. den heutigen Tag) folgende Nazi- bzw. RAC-Konzertankündigungen vor:

10.2.2011 Padua/“Casa Pound Italia – Terra di Nord-Est“ (Italien): Akkustikkonzert mit der faschistischen Band „La Compagnia Dell´Anello“.

12.2.2011: „Tag der Ehre“ in Budapest mit internationalen Nazirednern: Zsolt Illés („Elek“), „NFP Gruppenführer“ Szekszárd“, Rednern der „NPD“ und des „Freien Netz Süd“, der „BNZP“ (Bulgarien) und Tamás Szabó, dem Parteivorsitzenden der „NFP“.
Im Anschluss an die Veranstaltung soll ein „Blood & Honour“-Konzert mit folgenden NS-Bands stattfinden: „Moshpit“ (D), „Kitörés“, „Hunor“, „Vanguard“ und „A.C.A.B.“.

12.2.2011: „Moloko Bar“/Brügge (Belgien): Konzert mit der französischen „Blood & Honour“-Band „Match Retour“ (Lyon) und „The Strangers“ – rechter Psychobilly aus Holland (Rotterdam).

12.2.2011: Siena (Italien): Rechtsrockkonzert mit „The Kriminals“.

Smooth Beans – Our Train

Nazirapprojekt „n´socialist Soundsystem“

Seit einiger Zeit versucht die Naziszene mit einem weiteren musikalischen Projekt in der Hip Hop-/Rap-Szene an Boden zu gewinnen. Das Projekt „n´socialist Soundsystem“ (gegründet im Frühjahr 2010) ist ein Ableger der Rechtsrockband „Häretiker“ und versucht mit ihrem deutschsprachigen Hip Hop-/Rap-Projekt nationalsozialistische Ideen in Bereiche einer bisher eher klar antirassistisch geprägten Jugendkultur einzubringen. Zuletzt veröffentlichten „n´socialist Soundsystem“ – welche zugleich auch unter dem Pseudonym „Enesess“ agieren – einen Song mit dem Titel „Wahlkampfrap – Zeit sie abzuwählen!“, welcher als Wahlkampfwerbesong für die NPD bei den am 27.3.2011 in Rheinland-Pfalz anstehenden Landtagswahlen gedacht ist. Zudem veröffentlichten „n´socialist Soundsystem“ bereits Songs auf der Nazi-„Schüler-CD“ „Jugend in Bewegung – Die Schüler-CD des Nationalen Widerstands“. Eine erste CD „Volk ans Mikrophon“ mit 12 Liedern und einem 16seitigem Beiheft wurde ebenfalls soeben von „LNR-Records“ veröffentlicht (außerdem bereits im Jahr 2010: „Jugend muss ans Mikrofon“, Eigenproduktion als MP3 veröffentlicht).
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10.-12.2.2011: Rechtsoffene Konzertreihe in Ostdeutschland?

Vom 10.-12.2.2011 soll in Ostdeutschland eine dreitägige Konzertreihe unter dem Motto „G-S Friendshiptour“ mit den rechtsoffenen Bands „High Society“ (Dresden/Sachsen), „Double Knockout“ (Göteburg/Schweden) und „Oldfashioned Ideas“ (Schweden) stattfinden. Besonders bedenklich erscheint uns hierbei die enge Zusammenarbeit dreier Läden, die in der Vergangenheits bereits mehrmals durch die Veranstaltungen von Grauzonen- bis hin zu RAC- und Nazikonzerten (Klex) negativ in Erscheinung traten. Hier scheint mittlerweile zusammen zu wachsen, was unvermeidlich zusammengehört!

Das Konzert am 10.2.2011 soll im „Drums Weimar“(Siehe: 1, 2, 3, 4) stattfinden und wird von den rechtsoffenen „Bootboys Weimar“ veranstaltet.

Das Konzert am 11.2.2011 ist für den rechtsoffenen Grauzonenschuppen „Orgasmatron“ (Siehe: 1) in Leipzig angekündigt. Veranstalter sind hier „Chaos Concertz“.

Das dritte Konzert soll schließlich am 12.2.2011 im „Juz Klex“ (1, 2, 3, 4, 5, 6) in Greifswald stattfinden. Auch hier fanden wiederholt rechtsoffene (bis hin zu einem neonazistischen Auftritt) Konzerte statt. Veranstalter ist „Pro-Ton e.V.“. Im Hintergrund dürfte aber mal wieder „Skinhead Cotze“ von den „Bootboys Greifswald“ verantwortlich sein.
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12.2.2011 Marseille (Frankreich): Antifafestival

Am 12.2.2011 findet in Marseille (Frankreich) das mittlerweile fünfte „Massilia Antifa Fest“ statt. Es werden u.a. „The Oppressed“ (trotz unserer geäußerter Kritik an der Veröffentlichung mit den „7er Jungs“ halten wir „The Oppressed“ nach wie vor für eine großartige und sehenswerte antifaschistische Skinheadcombo!), „Oi! Se Arma!“, „Produzenten der Froide“, „S-Molest“ und „Wasted Youth“ spielen. Die „Antifascist Rock Action“ Crew organisiert von Schwäbisch Gmünd bzw. Stuttgart aus eine gemeinsame Busfahrt nach Marseille! Also auf nach Frankreich!

Dresden 2011: Und was habt IHR gegen Nazis, Tote Hosen?

Die „Toten Hosen“ im Interview mit dem „Netz gegen Nazis“:

Am 13. und 19. Februar wollen Neonazis wieder zu Tausenden durch Dresden marschieren. Wenn zeitgleich viele Menschen auf der Straße sind, geht das vielleicht nicht – im vergangenen Jahr konnten die Rechtsextremen keinen Meter laufen. Zu denen, die den Aufruf von „Dresden Nazifrei“ unterstützen, gehören auch die Toten Hosen. Wir wollten wissen, warum.

Heute antwortet Breiti, Gitarrist der Toten Hosen.

Warum Nazis blockieren am 19. Februar in Dresden?

Es ist wichtig, direkt vor Ort dagegen zu halten. Dadurch werden die Nazis an der Verbreitung ihrer Ideen gehindert, ihr Aufmarsch lässt sich nicht als Erfolg verkaufen, um neue Anhänger zu gewinnen, und in den Medien wird der Protest zum Thema.

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