Archiv für März 2011

Hass-Erklärung

Das „JWP Mittendrin“ hat den aktuellen brandenburgischen VS-Bericht zum Thema „linksextremistische Hassmusik“ (Wir berichteten:
Verfassungschutz Brandenburg vs. „Rechts“– und „Linksextremistische Hassmusik“) mit einer amüsanten Gegenaktion gekontert – finden wir hervorragend!:

Hass-Erklärung

Der Verfassungsschutz hat es in seinem Bericht 2010 erkannt. Uns ist der Mund voll Schaum bei soviel Hass. Wir zeigen jetzt unser wahres Gesicht und lassen die Maske fallen. Der eigentliche Sinn unseres Handelns ist ausschliesslich Hass… Wir haben unsere Hass-Seite angepasst, weil ihr es sonst wahrscheinlich nicht merkt ( Hassextremisten können sich nämlich sehr gut tarnen). Diese Aktion soll deutlich machen wie unterirdisch niveaulos wir die Diffamierungen durch den Verfassungsschutz Brandenburg finden… Viel Spass beim Hassen…

Mehr Hass findet Ihr hier.

Red London – All The Skinhead Girls

„Widerstand-Radio“: Suttroper gilt als einer der Rädelsführer

„Der Westen“ berichtet:

Warstein/Koblenz. Mit dem Verlesen der 500-seitigen Anklageschrift hat der Prozess gegen 18 Betreiber eines rechtsextremen Internetradios begonnen. Vor dem Landgericht Koblenz muss sich auch ein 36-jähriger Suttroper wegen Volksverhetzung sowie Bildung einer kriminellen Vereinigung verantworten.

Den Angeklagten, die zum Teil aus dem Ruhrgebiet, aber auch anderen Bundesländern stammen, wird vorgeworfen, sich als Administratoren und Moderatoren bei „Widerstand-Radio“ sowohl mit Kommentaren als auch durch das Abspielen von Musiktiteln deutscher und internationaler Skinhead-Bands mit menschenverachtenden, rassistischen und zum Teil nationalsozialistischen Inhalten strafbar gemacht zu haben. Die Texte trug der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Horst Hund im Gerichtssaal vor: Bei 154 Musiktiteln dauerte dieser Teil fast zwei Stunden.
Holocaust geleugnet

In den Liedern von Bands mit Namen wie „Arische Jugend“, „Amok“ oder „Die faschistischen Vier“ würde unter anderem der Holocaust geleugnet, die Tötung von Ausländern und Homosexuellen propagiert und die Vergewaltigung ausländischer Frauen beschrieben. Hund bezeichnete die Inhalte vor Prozessbeginn als „unvorstellbar“. „Solche Internetradios darf es auf deutschem Boden nicht geben“, sagte Hund.

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Siehe auch:
Nazi-Propaganda im Netz: Mayener gesteht
Rechtsextreme Radio-Macher vor Gericht

25.-27.3.2011: Nazi- und RAC-Konzerte International

Am kommenden Wochenende sind folgende RAC- und Nazikonzerte international geplant:

- 25.3.2011: „Flowers“/Bozen (Italien): NSHC-Konzert mit „Green Arrows“

- 25.3.2011: Tschechien: NS-Konzert mit „Les Vilains“ u.a.

- 26.3.2011: „Skinhouse Hellas“ (Griechenland): NS-Konzert mit den Bands „Filopatria“ (Griechenland) und „March or Die“ („Blood & Honour“-Band aus England).

- 26.3.2011: „Skinhouse Roma“ (Italien): Rechtsrockkonzert mit den Bands „Hobbit“, „DDT“ und „Malnatt“.

- 26.3.2011: Polen: NS-Konzert mit den Bands „Obled“ (Polen), „Fight Tonight“ (Deutschland), „Utolso Ved Vonal“ (Ungarn) und „Invasion“ (Polen).

- 26.3.2011: Italien: NS-Konzert „In Memoriam Marco Briones“ mit „Old Skulls“, „Triskel“ und „Escuardon de Thor“ (?).

- 26.3.2011: Ungarn (?): Unter dem Motto „Rap-Hardcore-Punk“ sollen mehrere Rechtsrockbands auftreten – u.a. „Outlaw“. (Die restlichen Bands auf dem Flyer können wir leider nicht entziffern).

- 27.3.2011: Parma/Italien: Das „Casapound Italia Parma“ organisiert eine faschistische Veranstaltung u.a. mit der Rechtsrockband „Skoll“.
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Pestpocken- Selbstjustiz

Verfassungschutz Brandenburg vs. „Rechts“– und „Linksextremistische Hassmusik“

Der Brandenburger Verfassungsschutzbericht schiesst in seinem Bericht für das Jahr 2010 den Vogel ab: Dort wird mal wieder die Totalitarismuskeule geschwungen und „Links“ und „Rechts“ in einen Topf geworfen, wobei der VS in Brandenburg anscheinend noch nicht mal in der Lage ist die Bands politisch richtig einzuteilen (Wir berichteten bereits: „Hassmusik als Einstiegsdroge“ Ursache für Zunahme bei Autonomen?). Es ist zudem unglaublich, dass hier einmal mehr antifaschistisch ausgerichtete Bands, Festivals und Läden auf die selbe Stufe wie die menschenverachtenden Nazis gestellt werden. So beschäftigt sich der Bericht auf den Seiten 115 bis 120 ausschliesslich mit „linksextremistischer Hassmusik“ – genannt werden dort Bands wie „Pestpocken“, „Kurzer Prozess“, „Radical Hype“, „Holger Burner“, „Todschick Gekleidet“, „Wicked World“, „Krachakne“, „Klartext“, „BTM“, „DieVisitor“, das „Ultrash-Festival“ in Potsdam, das „Mittendrin“ in Neuruppin, die „Horte“ in Strausberg u.a. Scheinbar ist es dem VS ein Dorn im Auge, dass es in Brandenburg auch noch ein paar engagierte Jugendliche gibt, die den Kampf gegen Neonazis noch selbst in die Hand nehmen. So wird das allerdings nie etwas werden mit der staatlich gewünschten blühenden „Zivilgesellschaft“…
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„Autonome Nationalisten“ in Berlin

Die Berliner „taz“ und das „Neue Deutschland“ berichten über die „Autonomen Nationalisten“ in der Hauptstadt:

Die „Autonomen Nationalisten“ (AN) sind eine Neonazi-Bewegung ohne feste Gruppenstruktur. In Berlin sind sie seit 2003 aktiv, vor allem im Osten. Die Aktivisten gelten als aktionistisch und gewaltbereit. Selbst zählen sie sich zum rechtsextremen Netzwerk der „Freien Kräfte“ und firmieren unter „Nationaler Widerstand“. 120 Personen rechnet der Verfassungsschutz den AN in Berlin zu, bundesweit ist die Stadt einer der Schwerpunkte des Truppe.

Die Bewegung ist eng mit der NPD verquickt. Die Berliner NPD-Jugend, die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN), sind fast vollständig von ANlern kontrolliert. Sie stellen den Landeschef sowie alle JN-Stützpunktleiter (Lichtenberg, Pankow, Treptow-Köpenick). Insgesamt haben die Neonazis die schwächelnde NPD als zentralen Akteur der Berliner Szene abgelöst, konstatiert Verfassungsschutzchefin Schmid.

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Siehe auch:
Neonazis entdecken Hitler
Autonome Nationalisten instrumentalisieren NPD
„Sogar im Parteivorstand sind Neonazis“

Ya Basta! – Mauvais Consommateur

Neonazis? Nicht in meiner Gaststätte!

Das Portal „Mut gegen rechte Gewalt“ gibt Tipps zur Verhinderung von Naziveranstaltungen:

Oft geraten sie in die Schlagzeilen: NPD-Parteitage, Neonazi-Feste oder Konzerte. Doch um diese Veranstaltungen durchzuführen brauchen die Neonazis Räume. Damit sie nicht auch in Ihrer Gaststätte feiern können, finden Sie hier Hinweise, wie Sie den Neonazis den Spaß verderben.

Für Parteitage, Konzerte oder Feste brauchen Neonazis auch Räumlichkeiten. Dazu mieten sie auch Gaststätten, Industrieflächen, Säle oder Versammlungsräume von Hotels an. Dabei werden die Vermieterinnen und Vermieter nicht immer über den eigentlichen Hintergrund der Veranstaltungen informiert oder gar bewusst getäuscht. Wie man sich Vermieter dagegen wehren können, zeigt eine Publikation der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Hamburg und Berlin und des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Hamburg.

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„Blood & Honour“: Neonazis zu Bewährungsstrafen verurteilt

Die „Zeit“ berichtet:

Wegen ihrer Mitgliedschaft in der verbotenen Neonazi-Gruppe Blood&Honor sind zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten Rechtsrock-Konzerte organisiert.

Zwei Neonazis sind wegen Mitgliedschaft in der verbotenen Vereinigung Blood and Honour vom Landgericht Karlsruhe zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Ein 38-jähriger Karlsruher, der nach Überzeugung des Gerichts Rädelsführer war, erhielt eine Gesamtstrafe von 14 Monaten, ein 41 Jahre alter Mitangeklagter aus Mannheim sechs Monate. Die Strafen wurden beide auf Bewährung ausgesetzt.

Die Staatsschutzkammer des Landgerichts sah es als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten als Mitglieder der verbotenen Vereinigung zwischen 2004 und 2006 Neonazi-Konzerte organisierten. Außerdem nahmen sie an überregionalen Blood-and-Honour-Treffen teil und pflegten Kontakte zu anderen Organisationen. Deshalb war der Vorsitzende Richter überzeugt: „Es gab Sektionen in Deutschland – auch in Baden.“ Der 38-Jährige sei dabei führend und Ansprechpartner für andere Gruppen der rechten Szene gewesen. Das Urteil wegen „Verstoßes gegen das Vereinigungsverbot“ ist noch nicht rechtskräftig.

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Siehe auch: Ehemalige Blood&Honour-Mitglieder zu Bewährungsstrafen verurteilt

NPD Gelände in Biesenthal – eine Übersicht

Die „Antifaschistische Aktion Bernau“ berichtet folgendes:

Neues vom NPD Gelände in Biesenthal (Stand: März 2011)

Nachdem interne Mails der NPD Anfang 2011 bekannt wurden, ist klar: Die NPD wird weiterhin das Gelände in der Erich-Mühsam-Straße in Biesenthal nutzen. Sie rufen zu Arbeitseinsätzen und Stammtischen in die kleine Stadt in der Nähe von Berlin.

Eine Übersicht an Presseartikeln gibt es hier.

Jeune Seigneur – Elephant Man

23.-26.3.2011: The Rancors auf Tour

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion für die kommenden Tage: Die Münchner AFA-Streetpunkband The Rancors ist zwischen dem 23. und 26.3.2011 auf einer kleinen Minitour durch Deutschland unterwegs. Unbedingt hingehen!

- 23.3.2011: Marat/München
- 24.3.2011: Köpi/Berlin
- 25.3.2011: Chez Yves/Rottweil
- 26.3.2011: KTS/Freiburg

Rancors-Homepage

Urteil im Neonazi-Prozess erwartet

Der „Südkurier“ berichtet:

Gegen zwei radikale Neonazis und mutmaßliche Mitglieder der verbotenen Vereinigung «Blood and Honour» fällt heute um 14.00 Uhr das Urteil vor dem Landgericht Karlsruhe. Die beiden 37 und 41 Jahre alten Männer sollen zwischen 2004 und 2006 zahlreiche Skinhead-Konzerte organisiert haben.

Außerdem wird ihnen der Handel mit Rechtsrock-CDs, Nazi-Emblemen und szenetypischer Kleidung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hatte Bewährungsstrafen gefordert. Der mutmaßliche 37-jährige Rädelsführer, der als Vize-Chef des Neonazi-Netzwerkes gilt, soll danach zu einer Strafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt werden.

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Los Foiros – La Ballade des RedBones

„Siempre Antifa Veranstaltung in Rostock“

Indymedia berichtet:

Am Samstag den 18.03.11, dem Tag der politischen Gefangenen fand im Rostock im Jugendalternativ-Zentrum der erste „Siempre Antifascista-Aktionstag“ statt. Knapp 400 Gäste nahmen an Informations- und Diskussionsveranstaltung teil und hörten Konzerte der Hamburger Bands ContraReal und Jesus Skins sowie der lokalen Antifa-Combo Feine Sahne Fischfilet.

Am Tag der politischen Gefangenen wurde in Rostock eine Antirepressionsveranstaltung im JAZ durchgeführt. Zu Beginn des Aktionstages hörten ca. 40 Interessierte einen Vortrag zur „Privatisierung von Knästen“. Am frühen Abend wurde ein Überblick über die im Zuge des Neoliberalismus enorm angewachsene Zusammenarbeit von Staat und Kapital bei der Verwaltung der Repression durch private Unternehmer gegeben. Nach einem Film über den gefängnis-industriellen Komplex in Colorado/USA wurde die Infoveranstaltung mit einer Diskussion abgeschlossen.

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Frank Rennicke in NRW…

„Klarmanns Welt“ berichtet:

Niederrhein [?]. Offenbar plant die NPD am kommenden Wochenende ein Konzert des neonazistischen, europaweit bekannten Sängers Frank Rennicke. NPD-Landeschef Claus Cremer twittert aktuell dazu, dass „[n]och im März […] ein Konzert des bekannten Liedermachers, Frank Rennicke, in NRW statt[findet].“ Die NPD am Niederrhein hatte Szenekreisen zufolge schon im November ein solches Konzert für die kommenden Monate vage für den Raum Mönchengladbach oder Krefeld angekündigt [1].

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Angelic Upstarts – Anti-Nazi

Rechtsextreme dürfen weiter Anne Frank verhöhnen

Die „taz“ berichtet:

NAZIS Gericht spricht Rechte vom Vorwurf der Volksverhetzung frei. Liedtext „nicht eindeutig“

Bei der Urteilsverkündung feixten die Neonazis: Am Montag hat das Landgericht Berlin drei von acht Mitgliedern der rechten Rockmusikszene freigesprochen, die wegen Volksverhetzung angeklagt waren, darunter den 36-jährigen Andreas T., Berliner Polizeihauptmeister, zurzeit vom Dienst suspendiert. Die Männer sollen die CD „Gift für die Ohren“ der rechtsextremen Bands Burn Down und Deutsch, Stolz, Treue (D.S.T.) produziert und verbreitet haben.

Der freigesprochene Uwe M. ist Mitglied der Rechtsrockband Burn Down, Andreas T. und Lutz W. haben beim Vertrieb der CD geholfen. Insbesondere ging es um ein Lied auf der CD mit dem Titel „Es war einmal …“. Im Text werde behauptet, dass das Tagebuch der Anne Frank erfunden sei, so die Anklage. Das Gericht sah es jedoch nicht als erwiesen an, dass mit der im Text besungenen Person „Hannelore Schrank“ eindeutig die von den Nazis ermordete Jüdin Anne Frank gemeint sei.

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Menschenverachtende Lieder aus dem Internet

„Ad-Hoc-News“ berichtet:

Mit der Verlesung der 500-seitigen Anklageschrift hat am Montag der Prozess gegen 18 Betreiber eines rechtsextremistischen Internetradios begonnen. Den Männern im Alter von 20 bis 37 Jahren wird vor dem Landgericht Koblenz neben Volksverhetzung auch die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Sie sollen sich als Administratoren und Moderatoren bei ‚Widerstand-Radio‘ sowohl mit Kommentaren als auch durch das Abspielen von Musiktiteln deutscher und internationaler Skinhead-Bands mit menschenverachtenden, rassistischen und zum Teil nationalsozialistischen Inhalten strafbar gemacht haben. Das Radio war nach Gerichtsangaben im Mai 2009 gegründet worden und sendete bis Anfang November 2010.

Der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund trug im Gerichtssaal zunächst fast zwei Stunden lang 154 Musiktitel mit strafbaren Inhalten vor. In den Liedern von Bands mit Namen wie Arische Jugend, Amok oder Die faschistischen Vier würde unter anderem der Holocaust geleugnet, die Tötung von Ausländern und Homosexuellen propagiert und die Vergewaltigung ausländischer Frauen beschrieben.

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Siehe auch:
Nazi-Radio – Angeklagte aus NRW vor Gericht
Nazi-Radiosender im Internet: 18 Männer vor Gericht
18 „Radiomoderatoren“ vor Gericht