Archiv für April 2011

„Neonazis missbrauchen den Fußball“

Wir verweisen an dieser Stelle auf ein Interview, welches n-tv mit Ronny Blaschke über sein aktuelles Buch „Angriff von Rechtsaußen“ geführt hat:

Reichskriegsflaggen an Stadionzäunen? Beschimpfungen schwarzer Spieler? Rechtsradikale in deutschen Fußballstadien? Kein Thema – denkt man. Doch dem ist nicht so: Deutschland hat ein Problem „rechts außen“.

Ronny Blaschke ist Journalist und Autor. Seine bisherigen Bücher „Versteckspieler“ und „Im Schatten des Spiels“ behandelten Probleme rund um „König Fußball“. „Im Schatten des Spiels“ wurde 2007 als Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet. In wenigen Wochen kommt sein neues Werk in die Buchläden – und auch diesmal geht es um Fußball, auch wenn es sich bei „Angriff von Rechtsaußen“ um ein „politisches Buch“ handelt, wie er n-tv.de im Interview erzählt.

n-tv.de: Herr Blaschke, mit „Angriff von Rechtsaußen – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ wollen Sie nach eigener Aussage aufzeigen, wie der Fußball von Rechtsextremen instrumentalisiert und missbraucht wird. Wie sind sie auf das Thema Rechtsradikalität im Fußball gekommen?

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Keny Arkana – V pour vérités

Vernetzung von rechtsextremer Szene und Motorradklubs? Der Streit um die „Symphonie“

Das „Netz gegen Nazis“ berichtet:

Im Juni 2010 ersteigerte der Neonazi Sebastian Stöber das Gasthaus „Zur Symphonie“ in Wöhrden bei Stade. 115.000 Euro bezahlte er für das alte Ausflugslokal. Das Gasthaus sollte – nach Angaben der Polizei und des Verfassungsschutz Niedersachen – als Klubhaus für den Motorradklub „Gremium MC“ genutzt werden. Stöber selbst war beim Kauf Anwärter auf eine Mitgliedschaft beim „Gremium MC“. Die Gemeinde will aber weder einen Neonazitreff noch einen Rockerklub in ihrer Ortschaft und denkt darüber nach die „Symphonie“ zurückzukaufen.

Vernetzung von rechtsextremer Szene und Motorradklubs?

Sebastian Stöber ist dem niedersächsischen Verfassungsschutz schon seit 1995 als Angehöriger der rechtsextremen Szene in Tostedt bekannt. Er gehört der Neonazi-Vereinigung „Gladiator Germania“ an und steht in Verbindung mit dem wegen Totschlags verurteilten Neonazi Stefan Silar. 2009 kandidierte Stöber im Landkreis Harburg für die NPD. Einer Antwort des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) auf eine kleine Anfrage vom September 2010 ist zu entnehmen, dass Sebastian Stöber Angehöriger des „Gremium MC“ ist. Seit dem Immobilenkauf sei er aber nicht mehr als Rechtsextremer aufgetreten. Also alles ganz harmlos? Hat Stöber Hakenkreuz gegen Lederjacke getauscht?

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Naziband „Hallgard“

„Gegenrede.info“ berichtet u.a.:

Interessant ist das Auftauchen einer neuen Musikgruppe in der Uckermark „Hallgard“. Hallgard ist eigentlich ein Frauenname und bedeutet soviel wie Stein und Schutz. Es wird im Bericht lediglich der Name erwähnt und als Ort Uckermark angegeben. Im Nazi-Forum thiazi.net (http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=177641) findet sich eine recht positive Besprechung einer Demo-CD „Hallgard-Demo 09″ dieser Nazi-Gruppe, Auflage 400 CDs. Sieben Titel sollen sich auf der 28 Minuten CD befinden: 1. Ode an Pasewalk, 2. Wikinger, 3. Ahnenlied, 4. Kalter Fluss, 5. Ein junges Volk, 6. A.P.A.B., 7. Die Zeit ist reif + Medley. Im Thread (http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=175068&page=1) ist allerdings nur zu erfahren, dass die Band aus Brandenburg kommt. Der erste Titel „Ode an Pasewalk“ ist nicht unumstritten. Da wird über Teile der rechten Szene in Pasewalk übel hergezogen.

„Zum Scheißen zu blöd, viel dümmer als ein Blasebalg, Wer kann das nur sein? Die Vollidioten aus Pasewalk. Auch die Punker ohne Haar für Arbeit kein Interesse, wenn ihr sie seht, dann schlagt ihnen auf die Fresse! Schlagt ihnen auf die, auf die Fresse!“ (http://forum.thiazi.net/showthread.php?t=179653)

Pasewalk (MV) und Brandenburg, das legt dann die Vermutung nahe, dass „Hallgard“ aus Prenzlau und Umgebung kommen könnte. Belegt ist das bisher allerdings nicht.

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RE/Ruhr: „Die Bandbreite“ spielt am 01. Mai ?

Auf „Indymedia“ wird folgendes berichtet:

Am 01. Mai soll „Die Bandbreite“ bei den Eröffnungsfeierlichkeiten der Recklinghäuser Ruhrfestspiele auftreten. Die antifa.recklinghausen hat die Veranstalter_innen über die wirre Welt der Band informiert und auf eine Ausladung gedrängt.

Eine Anmerkung zum Auftritt der Band „Die Bandbreite“ bei den Ruhrfestspielen am 01. Mai

(er ging u.a. an die Veranstalter_innen der Ruhrfestspiele)

Am 01. Mai findet bei den Eröffnungsfeierlichkeiten zu den Ruhrfestspielen am Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus unter anderem auch ein Konzert mit der HipHop-Kombo “Die Bandbreite” statt. Die Ruhrfestspiele werden zur Hälfte von der Stadt Recklinghausen, zur anderen Hälfte vom Deutschen Gewerkschaftsbund veranstaltet. Vor dem Hintergrund des 1. Mai als Tag von Arbeitskämpfen sollen dort verschiedene Kunstformen, Sprachen und Kulturen zusammengeführt werden.

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Razzapparte – Su di te

16.-30.4.2011: Grauzonenkonzerte

Ihr werdet euch sicherlich schon gewundert haben, warum wir in letzter Zeit kaum noch über die rechtsoffene Grauzone berichten. Es liegt daran, dass es ausser über ein paar größere Festivals im Sommer/Herbst kaum etwas aus diesem Bereich zu berichten gibt. Einzige Konstante in diesem Bereich scheinen momentan die „Krawallbrüder“ und ein paar Deutschrock-Bands zu sein. Noch dazu scheint unsere Kritik gewirkt zu haben: immer weniger Läden und Veranstalter haben Bock auf solche fragwürdigen Konzerte. Und zuguterletzt scheint die Grauzone Angst vor uns bekommen zu haben: es finden sich einfach kaum mehr Flyer/Ankündigungen im Netz. Falls Ihr im Netz dennoch über fragwürdige Konzertankündigungen stolpern solltet, schickt uns doch bitte die entsprechenden Links bzw. Flyer zu!

Hier die Übersicht der vergangenen 2 Wochen inklusive dem bevorstehenden Wochenende:

- 16.4.2011: Jarbachhalle/Lohmar: Konzert mit den „Krawallbrüdern“ u.a.

- 22./23.4.2011: „Klubben“/Stockholm (Schweden): „Pretty Shitty Kjell 2″ – Festival mit fragwürdigen Bands aus der Grauzone u.a. mit „Evil Conduct“, „The Business“, „Agent Bulldog“, „The Clichés“, „Antipati“ u.a. Sehr seltsam vor allem, dass sich die antifaschistische englische Kultband „Angelic Upstarts“ als Headliner für solch eine Grauzonenveranstaltung hergibt…?

- 29.4.2011: „Zum Schweinebärmann Bar“/Braunschweig: Grauzonenkonzert mit „Moiterei“ und den „Kneipenterroristen“.

- 30.4.2011: Leisnig: „Revolution Fest 2″ u.a. mit „Volxsturm“ und „Lousy“.
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Rotte Charlotte auf NPD-Pressefest

„Klarmanns Welt“ berichtet über das „NPD-Pressefest“:

Mönchengladbach. Die Neonazi-Band „Rotte Charlotte“, deren Namen auf das „Verrotten“ der früheren Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, anspielt, wird am ersten Juli-Wochenende auf dem „Pressefest“ des NPD-Zentralorgans „Deutsche Stimme“ (DS) auftreten. Dies geht sowohl aus DS-Ankündigungen, als auch aus Forenbeiträgen und Rundmails hervor. Besagtes Treffen gilt als eine der größten rechtsextremen Versammlungen in Deutschland. Es treten bekannte Neonazi-Bands und Parteiredner auf, zudem soll mittels Hüpfburg, Verkaufsständen und anderen Angeboten eine Art Volksfest-Charakter geschaffen werden. In der Vergangenheit besuchten mehrere tausend Neonazis und Rechtsextremisten das an wechselnden Orten stattfindende „Pressefest“.

Die Musiker von „Rotte Charlotte“ kommen aus Mönchengladbach und vom Niederrhein, bekanntestes Mitglied ist „Andi von Division Germania“ (Wolfszeit-Shop) [1].

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Newtown Neurotics – „Wake Up“

30.4./1.5.2011: RAC- und Nazikonzerte International

Auch am bevorstehenden 1.Mai-Wochenende finden international einige RAC- und Nazikonzerte statt – u.a.:

- 30.4.2011 „Rifugio Uruz“ (Italien): Die „Casa Pound“-Bewegung veranstaltet ein faschistisches Konzert mit „Giorgio & Sandra“ und „Fantasmi del Passato“.

- 30.4.2011: Belgien: „Blood & Honour“-Konzert mit den NS-Bands „Frakass“ (Frankreich) und „Non Plus Ultra“ (Deutschland).

- 30.4.2011: „Le Disque“/Verona (Italien): Rechtsrockkonzert mit „Hobbit“ und „Gesta Bellica“.

-30.4.2011: „TI-Breizh“ (Frankreich): Rechtsrockkonzert mit „Hotel Stella“, „Sonnenaufgang“, „Champ de Mars“.

- 30.4.2011: Hamburg: Record-Release-Konzert von „Kategorie C/Hungrige Wölfe“ zu Ihrem neuem Album „Deutsche Jungs“.

- 30.4.2011: England: „Blood & Honour Central Division“ organisiert ein NS-Konzert („St. Georges Day Concert“) mit den NS-Bands „White Law“, „Legion of St.George“, „Steelcapped Strength“ und „March or Die“.

- 30.4.2011: Valtiberina (Italien): „Lotta Studentesca“ veranstaltet ein Rechtsrockkonzert mit den Bands Legittima Offesa“ und „Delenda Carthago“.

- 30.4.2011: Sassari/Italien: Rechtsrockkonzert mit „ZetaZeroAlfa“ und „Kuntra“.

- 1.5.2011: Italien: Turnier „Sergio Ramelli III“ u.a. mit den Rechtsrockbands „Malnatt“, „DDT“ und faschistischen Gruppen und Parteien wie „Casa Pound“, „Forza Nuova“ und den „Hammerskins Italien“.

- 1.5.2011: Russland: NS-Konzert mit „Outlaw“, „OHS“ u.a.

- 1.5.2011: „Skinhouse Hellas“ (Griechenland): „Terror Festival“
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Diffidati Records Label-Tour Auftakt am 29./30.4.2011 in München & Dorfen

Am WE finden die ersten beiden Shows der Diffidati Records Label Tour 2011 statt! In München und Dorfen gehen Feine Sahne Fischfilet, The Dead Peasants Revolt und Total Panic Reaction an den Start! The Dead Peasants Revolt aus Kanada werden dann auch am Sonntag, den 1. Mai in Nürnberg beim Straßenfest spielen! Alerta!

…und Samstag findet am Abend auch noch eine Demo in München statt…

Am Abend des 30.4. wird in München eine Demo unter dem Motto „Stadt Für alle – Alles für Alle“ stattfinden. Los geht’s um 18 Uhr am Weißenburger Platz (S-Bahn Rosenheimer Platz). Alle Infos, die verschiedenen Aufrufe etc. findet ihr auf der Seite le-monde.tk

Quelle

Nazikonzert im Berchtesgadener Land – Bad Reichenhaller Neonazis auf Rechtsrockkonzert in Italien – SS-Gedenken in Bad Reichenhall

Nach Informationen der Internetseite stopptdierechten.at1 fand am vergangenen Wochenende, also wenige Tage vor dem dem Geburtstag Hitlers, im Berchtesgadener Land ein „nationaler Liederabend“ statt. Bei dem Neonazikonzert soll nicht nur der Münchner Neonazikader Norman Bordin gesprochen haben, sondern es wurden von den „versammelten Kameraden“ angeblich auch 600 Euro für den „Rechtskampf“ des sich derzeit in Untersuchungshaft befindet inhaftierten österreichischer Holocaustleugner Gottfried Küssel gespendet. Die Neonazis brachten des weiteren in der Höhe des Grenzübergangs Walserberg ein 8 Metern langes Transparent an, welches lange Zeit nicht entfernt wurde2.

Ob Neonazis aus dem Berchtesgadner Land auch am heutigen Samstag (23.04.11) zu dem sogenannten „Veneto Fest“, eine große Rechtsrock-Veranstaltung in Nordostitalien reisen ist noch unbekannt3. Fest steht jedoch, dass sie im vergangenen Jahr anwesend waren.

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Siehe auch: BRD/ Österreich: Strommasten und Geiseln für Küssel?

Hardcore is more than music!

Unsere tschechischen Genoss_innen veröffentlichen demnächst einen antifaschistischen Hardcore-Film:

HARDCORE IS MORE THAN MUSIC 2011 TRAILER from HARDCORE IS MORE THAN MUSIC on Vimeo.

Hardcore is more than music and there is no place for racism and Nazi skinheads at hardcore shows. That is the crystal clear statement made by
some of our favorite bands that you can see on our brand new DVD. Be prepared for an uncompromising message, straightforward questions and answers as strict as the hardcore music itself. Support the bands that have something to say and support the one and only festival organized by the ANTIFASCIST ACTION &MAYDAY-FESTIVAL.CZ. This DVD is a straightforward message and a slap in the face of neo-Nazi fans of hardcore bands: Do not go to hardcore shows. You are not welcomed.

X-Ray Spex – Oh Bondage! Up Yours!


Trauriger Anlass: Poly Styrene ist tot

Charlotte Knobloch: „Martin Wiese muss gestoppt werden!“

„A.I.D.A. München“ berichtet:

Charlotte Knobloch, Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hat in einer Pressemitteilung ein konsequentes Durchgreifen gegen den Neonazi Martin Wiese gefordert, wenn dieser gegen seine Führungsauflagen verstößt. a.i.d.a. hatte zuvor Bilder veröffentlicht, die zeigen, wie Wiese und seine ehemaligen rechtsterroristischen Mittäter Karl-Heinz Statzberger und Thomas Schatt gemeinsam an einer Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz teilnehmen, obwohl Wiese und Statzberger einem sogenannten Kontaktverbot unterliegen.

Anlass für die Pressemitteilung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern am Mittwoch, 27. April 2011, waren die von der „Süddeutschen Zeitung“ aufgegriffenen a.i.d.a-Informationen über eine neonazistische „Mahnwache“ auf dem Münchner Marienplatz am 25. April 2011. Wir hatten am späten Abend des 25. Aprils auf unserer Homepage in der Rubrik „Chronologie rechter Aktivitäten (April 2011)“ und über facebook Bilder veröffentlicht, die die nur wenige Stunden zuvor stattgefundene „Gedenkwache“ Münchner Neonazis für den Holocaustleugner Reinhold Elstner zeigen:

Bei dieser angemeldeten Kundgebung hatten sich am Montag Abend 60 Neonazis aus ganz Bayern auf dem Münchner Marienplatz versammelt, darunter neben Anmelder Roland Wuttke (Mering) und dem NPD-Kreisvorsitzenden von Freising, Björn-Christopher Balbin (München), zahlreiche Führungskader des neonazistischen Dachverbands „Freies Netz Süd“, unter anderem die seit Jahren führenden Aktivist_innen Norman Kempken (Nürnberg), Kai Zimmermann (Fürth), Matthias Bauerfeind („Kameradschaft Main-Spessart“, Himmelstadt), Benjamin Boss („Nationaler Widerstand Amberg“), Heiko Schiederer („Nationales Bündnis Niederbayern“, Kirchroth) und Mike „Ede“ Edling („Freie Kräfte Landau-Dingolfing“, Landau). Aus München nahmen die führenden Aktivist_innen der meisten lokalen Kameradschaften teil, unter anderem Christian Adams („Kraken München“), Sven Grams (bisher „Freie Nationalisten München“) und Stefan Reiche mit Mitgliedern der neonazistischen Gruppe „Jagdstaffel D.S.T.“.

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In letzter Minute den Ausstieg geschafft

Der „Weser Kurier“ berichtet über einen Naziaussteiger und die Relevanz von neonazistischer Musik für den Einstieg in die Szene:

Bremen. Plötzlich kamen sie, diese Gefühle. Wut, Aggression, Hass. Sie kamen, als Frederic* die Straße entlang ging und ein Mädchen sah, das ein Kopftuch trug. Sie kamen einfach so – und mit der Zeit wurden sie immer stärker. Frederic ballte dann eine Faust und steigerte sich in seine Aggression.

Am Anfang konnte Frederic die Gefühle und Gedanken schnell wieder verdrängen, „Scheiß-Ausländer“. Am Ende ballte er die Faust so fest, dass ihm die Hand weh tat. Und er stand, wie er später sagen wird, kurz davor, tatsächlich zuzuschlagen. Obwohl ihm keiner etwas getan hatte. Nicht das Mädchen mit dem Kopftuch, das auf der anderen Straßenseite ging und ihn nicht einmal gesehen hatte. Nicht die anderen Muslime, gegen die sich Frederics Wut richtete.

Während Frederic die Faust ballte und diese Gedanken hatte, dröhnte die Musik in seinen Ohren. „Heil, Heil, Heil. Die BRD ist uns egal und völlig gleich, denn unsere Heimat ist das Deutsche Reich. Germania“, schrie die Band „Sturmwehr“ durch die Ohrstöpsel. Später wird Frederic sagen, dass es die rechtsextreme Musik war, die ihn so aggressiv gemacht hat.

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1. Mai 2011: Libertärer Block Zürich

NRW: Neonazi-Konzert schwach besucht

„NRW rechtsaußen“ berichtet:

Dortmund – Vermutlich im Ruhrgebiet oder in Ostwestfalen fand am Ostersonntag ein Konzert mit drei Neonazibands statt.

Auf der Bühne standen die „Vinland Warriors“ aus Kanada, „Timebomb“ aus Schleswig-Holstein sowie „Flak“ aus dem Rheinland. Der Autor eines im Internet veröffentlichten Konzertberichts, in dem die Veranstaltung ohne genauere Ortsangabe als „Osterparty in NRW“ bezeichnet wird, bedauert die niedrige Besucherzahl. „Klein und privat“ sei es gewesen, „denn ein Großteil der geladenen Gäste zog das Osterfeuer wohl offensichtlich vor“. Der Autor fragt sich, „ob sich kleinere Konzerte in den verschiedensten Regionen überhaupt noch lohnen“.

„Timebomb“ und „Vinland Warriors“ hatten schon am Abend zuvor in Söllingen (Baden-Württemberg) bei einem Konzert auf der Bühne gestanden. Auch dort blieb die Zahl der Besucher offenbar hinter den Erwartungen zurück.
„Extremst übersättigt“

Im neonazistischen „Thiazi“-Forum macht man sich auf Ursachensuche. Er glaube, schreibt dort ein Kommentator, „momentan gibt es dermassen viele Konzerte, dass die Leute einfach extremst übersättigt sind“. Gerade in den letzten vier bis fünf Monaten hätten an jedem Wochenende zwei oder mehr Konzerte stattgefunden – „und dann teilweise im selben Monat in der selben Region noch eines“.

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Aufgeplusteter Wahlkampf

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Die NPD blamiert sich in Bremen. Rechter Szeneladen „Sportsfreund“ zieht um.

In Bremen genießt die NPD wenig Handlungsspielraum. Das zeigte sich auch am Ostersamstag, als gerade mal ein Dutzend Teilnehmer eine Wahlkampfkundgebung gegen die Glaubensgemeinschaft der Salafisten durchführen wollten. Obwohl sehr konspirativ geplant und kaum mobilisiert wurde, fanden sich bereits vor der Ankunft der Neonazis rund 200 Gegendemonstranten in dem multikulturell geprägten ehemaligen Arbeiter-Stadtteil ein.

Fünf NPD-Aktivisten, darunter Thorsten und Gerold Schibblock sowie Markus Privenau wurden bereits auf dem Hinweg auf der Gröpelinger Heerstraße von Gegendemonstranten umstellt. Sie konnten nur mit einem Riesenaufgebot an Polizei zur Kundgebung eskortiert werden. Dabei kam es zu Rangeleien und Flaschenwürfen. Die Situation war angespannt. Aufgebracht drohte ein Beamter Journalisten: „Hier ist die Pressefreiheit“ aufgehoben!“

Außer Sichtweite des „Kultur- und Familienvereins“ der Salafisten in einem ehemaligen Kindergarten durfte das kleine Häufchen Neonazis sich auf einer Straßenkreuzung aufbauen. Zuvor war auch ihr Einsatzfahrzeug für den Wahlkampf entglast worden. Sichtlich genervt las Spitzenkandidat Matthias Faust seine von den aktuellen Warnungen des Bremer Verfassungsschutzes inspirierte Rede vor. „Glaubensfreiheit Ja! Gottesstaat Nein!“, „Ist der Ali kriminell, in die Heimat, aber schnell“ oder „Bildung wie in Finnland: Pisa Platz 1 – Ausländeranteil 2 %“ stand auf den rechtsextremen Plakatträgern und Transparenten.

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Mono & Nikitaman ft Gentleman „Wenn sich der nebel verzieht“