Wir verweisen an dieser Stelle auf einen Lesetipp des „Big Shot Zines“:
Anti-Fascist Action (AFA) hat während der 80er und 90er in Britannien den englischen und schottischen Nazis gezeigt wo der Hammer hängt. Besonders in London und Manchester wurden öffentliche Auftritte, aber auch der Parteiapparat der BNP und NF durch AFA massiv behindert. Dies ging soweit, dass in einigen Regionen die Faschisten für Jahre keine Kader finden konnten, die zu öffentlicher Arbeit bereit gewesen wären. Auch Auftritte von Nazibands wie Skrewdriver wurden durch AFA verhindert. Bei Anti-Fascist Action waren auch eine Reihe Skinheads, ex-Skinheads und Casuals Mitglieder. In einem Kapitel dieses fetten Buches beschreibt ein roter Skinhead, wie er und seine Kumpels zusammen mit streikenden Minenarbeitern ein Konzert der Redskins gegen einen Angriff von Nazis verteidigen. Unter den rechten Angreifern übrigens niemand geringeres als “Chubby” Chris Henderson, Frontmann von Combat 84. Das Buch beschreibt die Geschichte des britischen Antifaschismus seit Ende der 70er Jahre sehr ausführlich. Und immer ist Platz für kleine Anekdoten und Klopp-Histörchen. Etwas ärgerlich ist, dass trotz des nicht zu verleugnenden Skinhead-Anteils innerhalb AFA oftmals “Skinheads” als Synomym für Nazischläger benutzt wird. Aber dies bleibt der einzige Wermutstropfen. Sean Birchall: Beating the Fascists. The untold story of Anti-Fascist Action. Freedom Press, London, 2010. 15 Pfund









