Aufmarsch in Bildern

Die „Berliner Zeitung“ berichtet folgendes über die ungarische Rechtsrockszene:

Vor ein paar Jahren begleitete die ungarische Soziologin Borbßla Kriza eine rechte Rock-Band durchs Land und zeichnete deren Auftritte und Interviews mit der Videokamera auf. Sie wollte erkunden, was in den Köpfen der Sänger vor sich geht, die auf der Bühne gegen Roma und Juden hetzen, die nationale Mannesehre beschwören und dubiose, reaktionäre Erlösungsfantasien zu martialischen Liedern verdichten. Als der Film „Rocking the Nation“ 2007 erstmals gezeigt wurde, galt er noch als Dokumentation eines subkulturellen Phänomens, einer Randgruppe. Heute zählt der „Nationale Rock“ in Ungarn mehr als eine Million Fans; auch dank geschickter Metamorphosen, zum Beispiel der Verwandlung von Skin-Rock in romantische Folk- und Blues-Rhythmen, dringt er in die Mitte der Gesellschaft vor und unterfüttert wirkungsvoll den Aufstieg der rechtsradikalen Jobbik-Bewegung, die im Budapester Parlament mittlerweile über 12 Prozent der Sitze verfügt.

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