»Kleine Probleme« ganz groß

Die „Junge Welt“ veröffentlichte heute einen Artikel über Neonazis im schleswig-holsteinischen Fußball:

Wie stark ist der Rechtsextremismus im deutschen Fußball? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Neuauflage der Ausstellung »Tatort Stadion« des Bündnisses Aktiver Fußballfans (BAFF). 2001 war die erste Wanderausstellung in fast 200 Orten zu sehen. Obwohl im Fußball seither ein größeres Bewußtsein für Diskriminierung entstanden sei, würden weiterhin »allwöchentlich Ausländer beschimpft, antisemitische und antiziganistische Gesänge angestimmt oder Homosexuelle verunglimpft«, so die Organisatoren. Die Neufassung »Tatort Sta­dion2« ist noch bis zum 22.April im schleswig-holsteinischen Neumünster zu sehen. Sie wird im Rathaus gezeigt und ist in ein politisches und kulturelles Rahmenprogramm eingebettet. Die nächste Station ist dann Düsseldorf (1. bis 5. Mai).
Auf großflächigen Schautafeln belegen die Ausstellungsmacher, wie Rassismus und Homophobie nach wie vor viele Fankurven dominieren. Dort ist zu sehen, wie sich in den Stadien Haß und Gewalt äußern, obwohl es vielfach gar keine neofaschistische Unterwanderung gibt. »Tatsachlich sind offen rassistische Außerungen heute seltener als noch vor 20 Jahren«, räumen BAFF-Aktivisten ein. Sie warnen aber, daß schwulenfeindliche Verunglimpfungen immer noch ganz offen ausgesprochen würden. Außerdem seien die rechtsradikalen Tendenzen im Profifußball nur oberflächlich verschwunden. Sie reichten bis in die untersten Ligen hinein, warnten die BAFF-Leute.

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