Gewaltbereite im „Ländle“

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht des Landes Baden-Württemberg hebt eine Zunahme des neonazistischen Personenpotenzials und eine gestiegene Zahl rechtsextremer Skin-Konzerte hervor.

Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzbericht 2010, betonte der – noch amtierende – baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU), dass sich im „Ländle“ die Anzahl der Rechtsextremisten zwischen 1993 und 2010 im Land um 70 Prozent verringert habe. Lediglich 2200 Personen (2009: 2400) wurden von den Verfassungsschützern im Berichtszeitraum erfasst. Allerdings betreffe diese personelle Schrumpfung nicht die Neonazi-Szene. Ihr müsse man 470 Personen zurechnen (2009: 440). Als „gewaltbereit“ gelten etwa 670 Rechtsextremisten, die sich aus 480 Skins, 140 Autonomen Nationalisten und 50 Rechtsextremisten aus sonstigen Zusammenhängen zusammensetzen. Die Republikaner, über Jahre hinweg ein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes, werden nicht mehr als rechtsextrem eingestuft.

Mit 17 rechtsextremen Skin-Konzerten ist die Zahl 2010 fast doppelt so hoch gewesen wie in den beiden Vorjahren mit jeweils neun. Durchschnittlich 130 Neonazis nahmen an den Musik-Veranstaltungen teil. Allein acht Konzerte fanden in der Gaststätte „Zum Rössle“ in Rheinmünster-Söllingen (Kreis Rastatt) statt. Als Veranstalter fungierte die „Kameradschaft Rastatt“ (auch: „Nationale Sozialisten Rastatt“), die aktivste Neonazi-Kameradschaft in Baden-Württemberg.

„Bekenntnis zur Hakenkreuzflagge“

Im Ländle sind 12 rechtsextreme Skinbands beheimatet, darunter „Skalde“ aus dem südbadischen Singen. Beim Titellied „Symbol der Sonne“ ihrer 2010 erschienenen CD handelt es sich „um ein nur wenig verschleiertes Bekenntnis zum historischen Nationalsozialismus, konkret zur nationalsozialistischen Hakenkreuzflagge“.

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