Aufgeplusteter Wahlkampf

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Die NPD blamiert sich in Bremen. Rechter Szeneladen „Sportsfreund“ zieht um.

In Bremen genießt die NPD wenig Handlungsspielraum. Das zeigte sich auch am Ostersamstag, als gerade mal ein Dutzend Teilnehmer eine Wahlkampfkundgebung gegen die Glaubensgemeinschaft der Salafisten durchführen wollten. Obwohl sehr konspirativ geplant und kaum mobilisiert wurde, fanden sich bereits vor der Ankunft der Neonazis rund 200 Gegendemonstranten in dem multikulturell geprägten ehemaligen Arbeiter-Stadtteil ein.

Fünf NPD-Aktivisten, darunter Thorsten und Gerold Schibblock sowie Markus Privenau wurden bereits auf dem Hinweg auf der Gröpelinger Heerstraße von Gegendemonstranten umstellt. Sie konnten nur mit einem Riesenaufgebot an Polizei zur Kundgebung eskortiert werden. Dabei kam es zu Rangeleien und Flaschenwürfen. Die Situation war angespannt. Aufgebracht drohte ein Beamter Journalisten: „Hier ist die Pressefreiheit“ aufgehoben!“

Außer Sichtweite des „Kultur- und Familienvereins“ der Salafisten in einem ehemaligen Kindergarten durfte das kleine Häufchen Neonazis sich auf einer Straßenkreuzung aufbauen. Zuvor war auch ihr Einsatzfahrzeug für den Wahlkampf entglast worden. Sichtlich genervt las Spitzenkandidat Matthias Faust seine von den aktuellen Warnungen des Bremer Verfassungsschutzes inspirierte Rede vor. „Glaubensfreiheit Ja! Gottesstaat Nein!“, „Ist der Ali kriminell, in die Heimat, aber schnell“ oder „Bildung wie in Finnland: Pisa Platz 1 – Ausländeranteil 2 %“ stand auf den rechtsextremen Plakatträgern und Transparenten.

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