Archiv für April 2011

Mehr Besucher bei Nazikonzerten in Niedersachsen

Die „Wolfsburger Allgemeine“ berichtet:

Der niedersächsische Verfassungsschutz spricht noch nicht von einem Trend, dennoch sind 2010 mehr Besucher der rechten Szene zu Neonazikonzerte in Niedersachsen angereist.

Neonazikonzerte in Niedersachsen locken immer mehr Besucher der rechten Szene an. Insgesamt reisten 2010 mehr als 1400 Männer und Frauen zu den sieben Konzerten im Land. 2009 hatten die Behörden bei ebenfalls sieben Konzerten nur rund 800 Teilnehmer gezählt. Die Zahlen gehen aus zwei Statistiken hervor, die das niedersächsische Innenministerium auf Anfrage der Linken im niedersächsischen Landtag zusammengestellt hat. Angesichts der gestiegenen Zahl fordert die Linke ein härteres Vorgehen. „Dieser Auswuchs ist besorgniserregend“, sagte Pia Zimmermann, innenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. Niedersachsen scheine sich zum bundesweiten Dreh- und Angelpunkt der neonazistischen Musikszene zu entwickeln.

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Gewaltbereite im „Ländle“

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht des Landes Baden-Württemberg hebt eine Zunahme des neonazistischen Personenpotenzials und eine gestiegene Zahl rechtsextremer Skin-Konzerte hervor.

Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzbericht 2010, betonte der – noch amtierende – baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU), dass sich im „Ländle“ die Anzahl der Rechtsextremisten zwischen 1993 und 2010 im Land um 70 Prozent verringert habe. Lediglich 2200 Personen (2009: 2400) wurden von den Verfassungsschützern im Berichtszeitraum erfasst. Allerdings betreffe diese personelle Schrumpfung nicht die Neonazi-Szene. Ihr müsse man 470 Personen zurechnen (2009: 440). Als „gewaltbereit“ gelten etwa 670 Rechtsextremisten, die sich aus 480 Skins, 140 Autonomen Nationalisten und 50 Rechtsextremisten aus sonstigen Zusammenhängen zusammensetzen. Die Republikaner, über Jahre hinweg ein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes, werden nicht mehr als rechtsextrem eingestuft.

Mit 17 rechtsextremen Skin-Konzerten ist die Zahl 2010 fast doppelt so hoch gewesen wie in den beiden Vorjahren mit jeweils neun. Durchschnittlich 130 Neonazis nahmen an den Musik-Veranstaltungen teil. Allein acht Konzerte fanden in der Gaststätte „Zum Rössle“ in Rheinmünster-Söllingen (Kreis Rastatt) statt. Als Veranstalter fungierte die „Kameradschaft Rastatt“ (auch: „Nationale Sozialisten Rastatt“), die aktivste Neonazi-Kameradschaft in Baden-Württemberg.

„Bekenntnis zur Hakenkreuzflagge“

Im Ländle sind 12 rechtsextreme Skinbands beheimatet, darunter „Skalde“ aus dem südbadischen Singen. Beim Titellied „Symbol der Sonne“ ihrer 2010 erschienenen CD handelt es sich „um ein nur wenig verschleiertes Bekenntnis zum historischen Nationalsozialismus, konkret zur nationalsozialistischen Hakenkreuzflagge“.

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FFD – Proletario

„Trauermarsch“ in der Provinz

Mal wieder ein Verweis auf einen sehr guten Rechercheartikel von „A.I.D.A. München“, der u.a. erneut die Strukturen des umtriebigen „Freien Netz Süd“ durchleuchtet:

Am Sonntag, 17. April 2011, in Schwandorf: 60 Neonazis verherrlichen in einer geschichtsrevisionistischen Inszenierung öffentlich den Nationalsozialismus. Anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Schwandorfs am 17.04.1945 durch amerikanische und kanadische Luftstreitkräfte hatten die NPD sowie die im bayernweiten Netzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS) organisierte lokale Gruppe „Widerstand Schwandorf“ zu einem gemeinsamen „Gedenk- und Trauermarsch“ in die oberpfälzische Stadt mobilisiert.

Manfred Ritter, Anhänger der „Reichsbürgerbewegung“ hatte sich in ein Bettlaken gehüllt und eine Skelettmaske aufgesetzt. Als Gespenst führte der Inhaber einer Hausverwaltungsfirma aus dem nahen Neumarkt publikumswirksam den Neonazi-Aufmarsch in Schwandorf an. Um seinen Hals hing ein Schild, welches die Bombardierung Schwandorfs und weiterer Städte beklagte und in antiamerikanisch-verschwörungstheoretischer Manier vor der sogenannten „NWO“, der „Neuen Weltordnung“, warnte.

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Abrissbirne statt Arier-Samenbank

„NPD-Blog.Info“ berichtet:

Einst wollte Jürgen Rieger hier angeblich “Superarier” im Reagenzglas heranzüchten, nun könnten auf dem Heisenhof in Niedersachsen aber bald die Bagger rollen, denn das Lüneburger Oberverwaltungsgericht hat dem juristischen Tauziehen um das hier geplante Neonazi-Zentrum ein Ende gesetzt. Die Gebäude in Dörverden (Landkreis Verden) könnten nun doch abgerissen werden, berichtet der NDR. Die Anträge auf Berufungszulassung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Stade vom Februar 2009 seien verworfen worden. Damit könne die Verfügung den Hof abzureißen, die die Kreisverwaltung Verden erlassen hatte, umgesetzt werden.

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Siehe auch: Aus für den Heisenhof in Dörverden

Niksn – „Yuppie Yuppie Yeah“

24.4.2011 Esperanza/Schwäbisch Gmünd: Unity Means Power Fest 3


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12.5.2011 Schlachthof/Bremen: Antifa-Solikonzert mit Slime, Irie Revoltes Sound System, Sookee, Bejarano und Microphone Mafia

Benefizkonzert für die antifaschistische Kampagne “Keinen Meter!”

Antifaschistische Initiative ist auch weit über den 1.Mai hinaus wichtig. Und nicht zuletzt bis zu den Bürgerschaftswahlen am 22.5. gilt es in Bremen und Bremerhaven ein besonderes Augenmerk auf faschistische Propaganda der NPD/DVU und auf rassistische Hetze durch diverse andere Parteien zu richten. Wir möchten dem Protest gegen Nazis und Rassismus auch kulturell einen speziellen Programmpunkt widmen, und freuen uns am 12. Mai ein vielfältiges, antifaschistisches Konzertprogramm präsentieren zu dürfen:

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Johnny Clarke – Rock With Me Baby

Erneutes Nazi-Konzert in Söllingen am Samstag

„Indymedia linksunten“ berichtet:

Für das Wochenende ist in Rheinmünster-Söllingen erneut ein Neonazi-Konzert geplant. Nach Angaben der Autonome Antifa Karlsruhe sollen am Ostersamstag im „Rössle“ vier Rechtsrockbands auftreten, darunter eine Band aus Spanien. Dies wäre das 14. Neonazi-Konzert in Söllingen binnen eines Jahres.

Adolf Hitler und „Blood & Honour“

Die Veranstaltungen werden trotz zweistelligen Eintrittspreisen und professionellem Getränkeverkauf regelmäßig als Privatveranstaltungen deklariert, um den polizeilichen Zugriff zu erschweren.

Einggeladen sind die Rechtsrockbands Vinland Warriors (Hatecore / Kanada), Mas que palabras (Oi-Core / Spanien), Timebomb (Hatecore / Norddeutschland), Jungsturm (Saarland / RAC). Organisiert wird das Konzert von einem Aktivisten des in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerks „Blood & Honour“, der sich demnächst wegen Fortführung einer verbotenen Vereinigung vor dem Landgericht Karlsruhe verantworten muss.

Auch das Datum sei nicht zufällig gewählt, so Tobias Jahnke, Sprecher der Autonomen Antifa Karlsruhe. „Am vergangen Mittwoch jährte sich der Geburtstag von Adolf Hitler. Seit Jahren versuchen Neonazis um dieses Datum herum Feiern zu organisieren.“ Ein Grund mehr für Jahnke, warum das Konzert nicht stattfinden darf.

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Frank Rennicke in Riesa

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Riesa – Zu einem besonderen Event lädt der NPD-nahe Deutsche Stimme-Verlag am 14. Mai in seine Räumlichkeiten in Riesa ein.

Geboten wird ein so genannter „Zeitzeugenvortrag“ und ein Konzert mit dem braunen Barden Frank Rennicke.

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Heraus zum 1.Mai 2011 Bundesweit!


Mehr: Heraus zum 1. Mai 2011!
Was die Naziszene plant: Braune Sozialdemagogen

Umtriebige Musikszene und Hooligans

Der „blick nach rechts“ berichtet über die Bremer Naziszene (u.a. 5 aktive Nazibands: „Hetzjagd“, „Endlöser“, „Endstufe“ und „Strafmass“ und „Kategorie C – Hungrige Wölfe“):

Überschaubares rechtsextremes Personenpotenzial in Bremen – subkulturell orientierte Kräfte gelten als gewaltbereit.

Die rechte Szene in der Hansestadt Bremen sowie in Bremerhaven hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Wahrnehmbare Aktivitäten von Parteiseite mit Ausnahme weniger kleiner Info-Stände gibt es faktisch nicht. Der überschaubare Personenkreis ist zuletzt immer kleiner geworden. Das sind die zusammenfassenden Erkenntnisse aus dem jetzt vorgestellten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2010.

Die NPD bringt es im Berichtszeitraum auf etwa 40 Mitglieder, die DVU auf 60. Nach der Fusion gehen beide gemeinsam in die anstehende Bürgerschaftswahl am 22. Mai dieses Jahres. Letztes „Kräftebarometer“ waren die Bundestagswahlen 2009. Dort kam die NPD auf gerade mal 1,1 Prozent. Mangels organisatorischem Know-how und fehlenden Aktivisten erfolgt die Steuerung des Wahlkampfes aus der NPD-Bundeszentrale. Mit Jens Pühse und Matthias Faust hat man nur zwei bekanntere Namen im Rennen für ein Bürgerschaftsmandat. Als Hauptthema wirbt man gegen den Bau einer Moschee in Bremerhaven.

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23.-25.4.2011: Nazi- und RAC-Konzerte International

Auch am kommenden Osterwochenende stehen international wieder einige RAC- und Nazikonzerte an – das „Veneto Fronte Fest“ in Norditalien (u.a. mit 2 deutschen Bands) wird dabei vermutlich wieder Nazis aus ganz Europa im vierstelligen Bereich anziehen. Wäre mal eine Gelegenheit die Grenzkontrollen von Deutschland nach Italien wieder einzuführen (und diese nicht umgekehrt zur Abwehr von Flüchtlingen aus Nordafrika wiederzubeleben , wie es u.a. der bayerische Innenminister Herrmann von der CSU zuletzt gefordert hat):

- 23.4.2011 Nortitalien: Die neonazistischen „Veneto Fronte Skinheads“ organisieren das „Stand on the ruins fest“. Folgende NS-/Fascho-Bands sollen auftreten: „Timebombs“, „I.C.1.“, „Rebell Hell“, „Path of Resistance“ (D), „Strappo“, „Razor 88″, „Carpe Diem“ (D) und „Still Burnin´Youth“ (I).

- 23.4.2011 Argentinien: Die argentiniesche „Hammerskin“-Sektion organisiert ein NS-Konzert mit den Bands „Accion Radical“, „Nuremberg“, „Reacion 88″ und „Gladius“.

- 23.4.2011: „The Witchwood“ (UK): RAC-Konzert zum „St. Georges Day“ mit den RAC-Bands „Pressure 28″, „Last Orders“, „Skinfull“ und „Streetpunk Drunks“.

- 23.4.2011: „Diesel Klub“/Budapest (Ungarn): NS-Konzert mit „Titkolt Ellenállás“ und „Palmetta“.

- 24.4.2011: „Westdeutschland“: NS-Konzert mit „Vinland Warrior“ (Kanada), „Timebomb“, „Flak“ u.a.

- 24.4.2011: Irgendwo in Deutschland: „Bad taste birthday bash“ – NS-Konzert mit den Bands „Fight Tonight“, „W.U.T.“ und „If We Die Tomorrow“.

- 25.4.2011: Italien: Die italieniesche „Hammerskin“-Sektion („Crew 38 Italia“) organisiert ein NS-Konzert u.a. mit „Soliti Sospetti“.
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Keltoi! – Vigo

21.4.2011 Bandito Rosso/Berlin: RASH-/NEA-Tresen: Oi! alles unpolitisch, oder was?

Ein Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion:

Oi! alles unpolitisch, oder was?

Tresen & Infoveranstaltung zu Grauzonen im Skinhead und Punkbereich

Der Begriff „Grauzone“ geht seit einigen Jahren durch die Oi!- und Punkszene und führt langsam aber sicher auch in Antifa-Szenen zu hitzigen Diskussionen.
Die Erfolge vermeintlich unpolitischer Bands und Ihrer großen Anhängerkreise werden in dieser Veranstaltung besprochen sowie auf aktuelle rechte und rechtsoffene Tendenzen in der Skinhead- und Punkszene eingegangen.
Personen, die in der Vergangenheit durch anti-antifaschistische (Verbal-)Ausbrüche aufgefallen sind, werden der Veranstaltung verwiesen!

21.04.2011 / Bandito Rosso (Lotumstr.10 a) // 20 Uhr

Davor und danach Cocktails und Vokü

Org. [NEA] & [RASH] //

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„Abartige Musik“ im Netz verbreitet

Die „Nürnberger Zeitung“ berichtet:

Nürnberg – Er ist adlig, 29 Jahre alt und Frührentner. In seiner Freizeit hört er „abartige Musik“, so der Staatsanwalt, oder „Schrott“, wie es die Richterin nennt. Die ausländerfeindlichen Texte der rechtsradikalen Musikgruppe „Herrenrasse“ stacheln laut Anklage zum Hass gegen Teile der Bevölkerung auf, aber auch zu Gewalt- und Willkürmaßnahmen gegen Minderheiten und verstoßen damit gegen die Menschenwürde. Wer solche Texte verbreitet, macht sich wegen Volksverhetzung strafbar.

Und weil der 29-Jährige diesen „Schrott“ auf einer Internet-Tauschbörse zum Herunterladen angeboten hatte – wovon auch 239 Nutzer Gebrauch machten – stand er gestern vor dem Amtsgericht. Der Staatsanwalt hatte zunächst die unangenehme Aufgabe, sämtliche Strophen der CD vorzulesen. Wenn er dies höre, sei es ihm „peinlich“, versicherte der Angeklagte reumütig. Er habe die CD aus Dummheit und Unüberlegtheit heruntergeladen. Das Geschreie der Band habe er zum Teil nicht einmal verstanden. „Ich kenne keinen einzigen Nazi und habe keinen Hass gegen Ausländer“, so der Frührentner.

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Molly Boy – Dreh Den Hass Auf

Berlin: „Netzwerk „Rechtsextremistische Musik“ unter unverändert hohem staatlichem Verfolgungsdruck“

Der Berliner Verfassungsschutz berichtet in seinem aktuellen Jahresbericht folgendes über das „Netzwerk „Rechtsextremistische Musik“ – wie immer fehlen allerdings Nazibands wie z.B. „Punkfront“, „Hammerskin“-Strukturen, „Panzerbär Records“ und weiter Nazikonzerte wie Liedermacherabende oder ein „Kategorie C“-Konzert:

Neben dem Netzwerk „Freie Kräfte“ bildet das Netzwerk „Rechtsextremistische Musik“, das ca. 200 Personen umfasst, die zweite Säule des aktionsorientierten Rechtsextremismus in Berlin. Diesem Netzwerk gehören neben den Bands Personenzusammenschlüsse, die mit zum Teil unterstützenden Funktionen im Umfeld der Bands aktiv sind, und Liedermacher an. Letztere finden in der rechtsextremistischen Szene allerdings weniger Beachtung als die Bands. Da die Bedeutung der sonstigen, meist subkulturell geprägten Personenzusammenschlüsse in den letzen Jahren kontinuierlich abgenommen hat, wird das Netzwerk von den rechtsextremistischen Bands dominiert.

Ein hoher staatlicher Verfolgungsdruck in den vergangenen Jahren (Indizierungs- und Strafverfahren, Verbote und Auflösung von Konzerten etc.) hat dazu geführt, dass die Aktivitäten der rechtsextremistischen Musikszene in Berlin seit Jahren rückläufig sind. Berliner Bands nehmen allerdings weiterhin an Konzerten in anderen Bundesländern und im Ausland teil. Darüber hinaus beteiligten sich auch 2010 Berliner Rechtsextremisten an den anhaltenden Bemühungen der Szene, rechtsextremistische Musik und zugehörige Devotionalien über das Internet zu verbreiten.
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Enraged Minority: Resistenza Tour

„Enraged Minority“ in Italien und der Schweiz in den kommenden Tagen auf Minitour:

Hello Everyone!

We will be on tour through Italy the upcoming Easter weekend. On our way we‘re going to stop by in St. Gallen (CH) to play a show with Obstrusive. The following three days we will travel through northern Italy and play shows in Turino, Rovato and Valenza.

We look forward to seeing you on the following dates and want to thank all the promoters for making this possible!

Thursday 21st April 2011 – (CH) St. Gallen – Rümpeltum w/ Obtrusive

Friday 22nd April 2011 – (I) Turino – C.S.O.A. Askatasuna w/ Gavroche, D.C.P., 501

Saturday 23rd April 2011 – (I) Rovato – C.S. 28 Maggio w/ Cervelli Stanki, 501, Mattiva Reputazione, Senza Frontiere, Assalto

Sunday 24th April 2011 – (I) Valenza – C.S.A. La Candona w/ Cervelli Stanki, Nerves Collapsed, Straight To Pain, Il Complesso, Senza Frontiere


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