Archiv für April 2011

Chaostage 2011 in Gera! „Rock für Deutschland“ verhindern!

Gegen das diesjährige „Rock für Deutschland“ – eine der größten Veranstaltungen der deutschen Naziszene – wurden „Chaostage“ in Gera ausgerufen. Dieses Jahr soll der Nazigroßevent unter dem Motto „Nie wieder Kommunismus – Freiheit für Deutschland!“ stattfinden. Zur Zeit werden u.a. folgende Nazibands angekündigt: „Brutal Attack“, „Radikahl“, „Burning Hate“ und „National Born Haters“…:

Hallo liebe Freund*innen des gepflegten Krawalls,

auch dieses Jahr soll in Gera die neofaschistische Großveranstaltung „Rock für Deutschland“ auf der Spielwiese stattfinden. Dazu haben wir einen kleinen Blog eingerichtet, der euch mit den wichtigsten Infos versorgen soll.
Das Datum haben die Nasen auf ihrer Seite veröffentlicht. Dieses Jahr soll die ganze Kacke am 6. August stattfinden.
Wir rufen dazu auf, sich an den Gegenprotesten zu beteiligen und diesen Tag den Nazis so unangenehm wie möglich zu gestalten. Kommt am 06.08. nach Gera: Zuerst die Nazis jagen, danach den kapitalistischen Normalbetrieb angreifen – Freibier gibt’s im gesamten Stadtgebiet!

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Neonazis in Subkulturen und antifaschistische Interventionen

An dieser Stelle veröffentlichen wir einen weiteren Text von Siempre Antifascista zum Thema Neonazis in Subkulturen und antifaschistische Interventionen:

Dem Anliegen der Siempre Antifascista-Kampagne entsprechend informierte diese Veranstaltung über aktuelle politische Entwicklungen in den Subkulturen und Jugendszenen in Teilen Osteuropas. Die Schwerpunkte der Betrachtung lagen auf Tschechien / Slowakei, Teilen Russlands und mit besonderem Fokus auf der Nazi-Hooliganszene in der Ukraine.

Die Tendenzen in der tschechischen und slowakischen Neonaziszene, welche von den Referent_innen der Antifa-Plattform antifa.cz vorgestellt wurden, ähneln denen der deutschen Neonaziszene. Parallel zu rechten Bekleidungsmarken wie Thor Steinar entstand dort ebenfalls eine Vielzahl von Textilfirmen, die „nationale“ Modeartikel anbieten. Die bekanntesten sind Nibelung, Grassel und Eighty Eight aus der Slowakei, wobei Thor Steinar ebenfalls landesweit in einschlägigen Neonazi-Läden zu erhalten ist. Über beide Länder hinweg existieren „Blood and Honour“-Strukturen, welche vor allem als Konzertorganisator_innen auftreten und aufgrund der Nähe zur deutschen bzw. österreichischen Grenze eine attraktive Alternative bieten, da die polizeiliche Repression in Tschechien weitaus geringer ist als in den westlichen Nachbarländern.

Unterwanderungsversuche von Neonazis

Zwischen dem subkulturell orientierten Spektrum und den aktionistischen, organisierten Neonazis existieren Schnittstellen. Eine vernetzende Rolle übernimmt hierbei Narodni Odpor („Nationaler Widerstand“) ein, eine lose Verbindung von Nazigruppen, die auch enge Verbindungen zu deutschen Kameradschaften unterhalten und zu internationalen neonazistischen Großevents wie dem „Day of Honour“ in Budapest und nach Dresden mobilisieren. In Tschechien und der Slowakei hat sich das unter anderem aus Deutschland importierte Modell der „Autonomen Nationalisten (AN)“ etabliert, das versucht, Subkulturen zu infiltrieren. Regional betrachtet, versuchen sogenannte „ANs“ vor allem um die Stadt Brno, welcher die stärkste Neonazi-Szene Tschechiens zugerechnet wird, eine (sub-)kulturelle Dominanz aufzubauen. Betroffen sind hiervon vor allem die Metal-, Hardcore- und Hiphop-Szenen. Innerhalb der Hardcore-Szene hatten antifaschistische Kampagnen Erfolge zu verzeichnen. Als Beispiel für „AFA-Hardcore“ und als Adaption der „Good Night – White Pride-Aktion sei „161% Hardcore“ genannt. Neonazis wird nun der Zutritt zu diesen subkulturellen Events verwehrt. Neben einem entschlossenen, offenen antifaschistischen Auftreten auf Konzerten größerer Bands wie Hatebreed, Terror oder Madball sowie Interviews mit den Bands zum Thema „Nazis auf Konzerten“ und der eindeutigen antifaschistischen Ansage der Bands, konnten Nazis von weiteren Versuchen, auf die Konzerte zu gelangen, abgehalten werden.
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Max Romeo – Every Man Aught To Know

Rechte Musiknetzwerke in den USA und Kanada

An dieser Stelle veröffentlichen wir einen Text von Siempre Antifascista zum Thema „Rechte Musiknetzwerke“ in den USA und Kanada:

An dem Workshop zum Thema „Rechte Musiknetzwerke“ nahmen Referent_innen aus den U.S.A. (Miami) und Kanada (Montréal) teil. Beide Referent_innen sind bei RASH aktiv und haben im Vortrag ihren Schwerpunkt auf die Musik-Subkultur gelegt.

In Montréal gibt es starke antifaschistische Strukturen, welche die wenigen kleinen rechten Gruppierungen erfolgreich bekämpfen. Die meisten von ihnen arbeiten nur online, wie die „Ultra Nationalists“ und „Third way“ und treten selten aktiv auf. Die einzige Gruppe, die jährlich einen Aufmarsch am 21. März in Calgary organisiert, sind die „White Supremacists“ mit etwa 50 Mitgliedern.

In den U.S.A. hingegen existieren nur wenige organisierte antifaschistische Gruppen. Zwar gibt es einige Personen, die gegen Nazis in ihrem direkten Umfeld vorgehen, doch sind diese meist wenig an Politik interessiert, was ein grundsätzliches Problem in den U.S.A. darstellt. Dies bedeutet jedoch auch, dass es kaum organisierte, radikale Neonazis gibt. Menschen rechter Gesinnung bewegen sich jedoch oftmals in einer ideologischen Grauzone, sie werden in den U.S.A. und Kanada „Fence Walkers“ genannt. Gerade deshalb ist es notwendig, diese Gruppen und Personen stärker in Augenschein zu nehmen und umfassend gegen sie vorzugehen.
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Kampf um das Mandat

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Mit einem früheren Rechtsrock-Produzenten(Jens Pühse (39), Bundesorganisationsleiter der NPD und früherer Geschäftsführer des „Deutsche Stimme Verlags“) als Listenerster in Bremenhaven will die NPD am 22. Mai über Bremerhaven in die Bremer Bürgerschaft einziehen – Parteivize Matthias Faust, Spitzenkandidat in Bremen, ist jetzt doch aus der DVU ausgetreten.

Wenn überhaupt die NPD irgendwo im Westen der Republik aktuell die Chance auf den Einzug in ein Landesparlament haben könnte, dann in Bremen. Das Wahlrecht der Hansestadt macht es möglich. Auch wenn die NPD, was sicher zu erwarten ist, am 22. Mai landesweit unter fünf Prozent bleibt, reicht es schon, wenn lediglich im Wahlgebiet Bremerhaven diese Hürde übersprungen würde, um einen Sitz in der Bürgerschaft zu ergattern. Bei den letzten drei Wahlen seit 1999 war dies der DVU nacheinander gelungen, wenn auch 2007 mit 5,3 Prozent nur noch recht knapp. An diese Erfolge will die NPD, die in der Öffentlichkeitsarbeit diesmal als „NPD – Die Volksunion“ firmiert, in diesem Mai anknüpfen.

Ihr Spitzenkandidat in der Stadt Bremen ist der stellvertretende NPD-Vorsitzende und bisherige DVU-Vorsitzende Matthias Faust. Bis kurz vor Toresschluss war unklar, ob er tatsächlich antreten würde. Nach dem Bremischen Wahlgesetz sind Doppelmitgliedschaften von Wahlbewerbern nicht zulässig. Am 29. März lief die Frist für die Einreichung der Wahlvorschläge ab. Einen Tag zuvor, am 28. März, lieferte Faust die erforderliche Zustimmungserklärung zu seiner Kandidatur beim Landeswahlleiter ab. In ihr versicherte er an Eides statt, dass er nicht Mitglied einer anderen Partei als der NPD sei. Aus der DVU sei er ausgetreten, teilte Faust mit.

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Barry Biggs – Lonely Girl

Hass und Gewalt

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Der Musiker „Arische Jugend“ hetzt in seinen Liedern gegen Menschen jüdischen Glaubens und relativiert die NS-Verbrechen.

Im aktuellen Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen wird der unter dem Namen „Arische Jugend“ auftretende Liedermacher Rene Tucholski namentlich entlarvt.

Tucholski, der im vergangenen Jahr aus Rheinland-Pfalz nach Niedersachsen gezogen ist, veröffentlichte gemeinsam mit dem Liedermacher „Teja“ den Tonträger „Deutsche Gedanken“. Die CD wurde 2010 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) wegen Verdachts der Volksverhetzung (Paragraph 130 StGB) indiziert. In dem Beitrag „Kein Vergessen, kein Verzeihen“ werden die NS-Verbrechen relativiert: „Uns wirft man vor, den Völkermord im großen Stil, doch zwischen Bombenterror und Auschwitz liegt nicht all zu viel.“

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Hennigsdorf (bei Berlin): Neonaziladen macht dicht

Die „Märkische Allgemeine“ berichtet:

HENNIGSDORF – „Der Tag an dem dieser Laden schließt, ist ein guter Tag für Hennigsdorf. Ein guter Tag für Demokratie, Toleranz und eine weltoffene Stadt.“ Hennigsdorfs Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) sprach gestern Nachmittag zu den Demonstranten, die sich in der Nähe des rechtsradikalen Szeneladens „On the Streets“ in der Berliner Straße eingefunden hatten. Zu einer Art Abschlusskundgebung nach einem dreijährigen Kampf gegen den Naziladen. Das Geschäft, das seit Jahren rechtsradikale Musik und entsprechende Bekleidung offeriert, schließt am Wochenende endgültig. Aus wirtschaftlichen Gründen, wie der Betreiber verkündete.

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Siehe auch: Dem Laden keine Träne nachweinen

Feine Sahne Fischfilet – Antifascist Action

9.4.2011: RAC- und Nazikonzerte International

Am kommenden Samstag sollen u.a. folgende RAC- und Nazikonzerte stattfinden:

- 9.4.2011: Norddeutschland: Laut Naziangaben „HC-Konzert in bekannter Örtlichkeit im Norden“ mit den NSHC-Bands „Coverband from Outerspace“, „Painful Awakening“, „Path of Resistance“, „2MinutesWarning“ und „Green Arrows“.

- 9.4.2011: „Raum Baden“: „Südwestdeutscher Kulturtag“ der NPD u.a. mit den Naziliedermachern Jörg Hähnel und Frank Rennicke.

- 9.4.2011: „East Germany“: „Blood & Honour“-Konzert unter dem Motto „Songs For Brotherhood“ in Ostdeutschland mit den NS-Bands „Legittima Offesa“, „Burning Hate“, „Devil´s Project“ u.a.

- 9.4.2011: „Bulldog Pub“ (Italien): „Skinheads Bergamo“ und der „Bulldog Pub“ organisieren unter dem Motto „Oi! Night“ ein Rechtsrockkonzert mit „Garrota“, „Koma Etilico“ und „Broi Laur“.

- 9.4.2011: Cantania (Italien): Rechtsrockkonzert mit den Bands „Insedia“, „S.P.Q.R.“, „Timebombs“ und „Divampa“.

- 9.4.2011: Lissabon (Portugal): „Hammerskin“-Konzert mit den NS-Bands „Malnatt“ (Italien), „Kontrol Butinario“ (Spanien) und „Bullet 38″ (Portugal).

- 9.4.2011: Lucca (Italien): Rechtsrockkonzert mit der italienischen Band „Zeta Zero Alfa“.
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„Kameradschaft Aachener Land“

Die „Antifaschistische Recherche Aachen“ berichtet über die umtriebige „Kameradschaft Aachener Land“:

Die Kameradschaft Aachener Land (KAL) wurde im Jahre 2001 von Neonazis aus dem Aachener Umland gegründet. Wichtige Rollen nahmen dabei ehemalige Führungskader aus dem Umfeld der 1994 verbotenen Wikingjugend ein. Als Gründungsmitglied ist hier vor allem René Laube, unter der Obhut von Wolfgang Narath und Christian Malcocci, zu nennen. Die KAL zählt allgemein zu den mittlerweile ältesten und aktivsten Neonazi-Kameradschaften Nordrhein-Westfalens.

Der, vergleichsweise, radikale Kurs der NPD im Raum Aachen/Düren, vor allem aber das Umfeld des ehemaligen Dürener NPD-Vorsitzenden Ingo Haller sorgte dafür, dass zwischen der KAL und der NPD-Düren eine enge Vernetzung vorangetrieben wurde. Dies zeigt sich vor allem darin, dass viele Aachener Neonazis und auch sogenannte „Autonome Nationalisten“ Mitglied in der NPD sind. Des Weiteren sorgt die KAL für Schutz bei NPD-Infoständen und Demonstrationen. Im Gegenzug leistet die NPD finanzielle und logistische Unterstützung bei KAL Veranstaltungen.

Zu diesen Veranstaltungen zählen Liederabende, Konzerte, Fußballturniere und Demonstrationen. In den letzten Jahren hat die KAL sich vor allem um die Organisation des seit 2008 in Stolberg stattfindenden Neonaziaufmarsches gekümmert, welcher europaweit beworben wird und jährlich bis zu 800 Teilnehmer anzieht.

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Riccardo Sturm jobbt in Moskau

„Gamma“ Leipzig berichtet:

Eine heute ausgesandte Pressemitteilung der Leipziger Recherchegruppe besagt:

Leipziger Neonazi als Security bei „Kategorie C“-Konzert in Moskau

Am 12.03.2011 trat die rechte Hooliganband „Kategorie C“ (KC) im M-Club in Moskau auf. Mit dabei war auch Riccardo Sturm (41). Der bekannte Leipziger Neonazi agierte dabei als Security für die Rechtsrockkombo. Die 1997 gegründete Band gab insbesondere in den vergangenen zwei Jahren viele Konzerte in Deutschland und im Ausland. Dabei werden die Veranstaltungsorte meist einschlägig gewählt. In Sachsen spielte KC in der Diskothek “Zur deutschen Eiche” in Geheege, die vom NPD-Mann Steffen Hentschel gemietet und für viele einschlägige Konzerte und rechte Veranstaltungen genutzt wird. In Thüringen wurde eine mittlerweile einschlägiges Hotel in Kirchheim genutzt. In dem “Hotel Romantischer Fachwerkhof” fand 2010 ebenfalls der NPD Landesparteitag statt.

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Gebäudekauf soll rechten Szenetreff verhindern

Die „taz“ berichtet:

Die niedersächsische Gemeinde Lühe kauft einem Rocker ein potentielles „Clubheim“ ab

Vor gut zehn Monaten ersteigerte der Rocker und Rechtsextremist Sebastian Stöber das ehemalige Ausflugslokal „Zur Symphonie“ bei Stade. Antifaschistischer Protest und behördliche Auflagen ließen die Träume vom neuen „Clubhaus“ platzen. Es sei „ein Minusgeschäft“ beklagte sich Stöber unlängst. Längst verhandelt er mit der Samtgemeinde Lühe über einen Verkauf der Immobilie. Nach Informationen von NDR Info hat das niedersächsische Innenministerium mittlerweile hohe Beamte damit beauftragt, die Samtgemeinde Lühe beim Kauf zu unterstützen.

Gleich nach der Ersteigerung des Gebäudekomplexes für etwa 115.000 Euro wurde in der Gemeinde befürchtet, dass ein Szenetreff für Rocker und Rechtsextreme entstehen könnte. Stöber trägt die Kluft des Rockerklubs „Gremium MC“. Der Rockerklub soll dem 34-Jährigen Transportunternehmer das nötige Geld gegeben haben.

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Siehe auch: Kommune will Neonazi-Kneipe abkaufen
Die Rocker sind auf dem Rückzug

Stralsund: NPD Stadtvertreter greift Linke an

Wie wichtig antifaschistisch ausgerichtete Jugend(sub)kulturen gerade für die von der kulturellen Hegemonie dominierten Provinzen sind, zeigt einmal mehr folgender „Indymedia“-Bericht:

Am Freitag dem 1.April fand in Stralsund ein Konzert mit antifaschistischen Bands statt. Bereits im Vorfeld hatten die örtlichen Nazis mit Bedrohungen gegen die Vermieterin und Schmierereien in der unmittelbaren Nähe des Veranstaltungsortes Druck auszuüben. Das Konzert von allerdings statt und war mit 300 Besucherinnen und Besuchern ein voller Erfolg. Am Rande des Geschehens versuchten die Nazis immer wieder anreisende Gäste anzugreifen, allen voran das Mitglied der Bürgerschaft für die NPD, Dirk Arendt.

NPD Bürgerschaftsmitglied im Wahlkampf auf der Straße

Am Freitag den ersten April fand in Stralsund auf dem Gelände des Krankenhauses West ein Konzert mit antifaschistischen Bands, darunter Feine Sahne Fischfilet statt. In den Tagen vor dem Konzert hatten Nazis bereits Drohungen ausgesprochen den Veranstaltungsort verwüsten zu wollen, sollte die mittlerweile recht bekannte Antifa-Band dort auftreten. Die lokalen Aktivistinnen und Aktivisten ließen sich allerdings nicht einschüchtern und bereiteten das Event weiter vor.

Anreisende Gäste wurden am Konzerttag am nahe gelegenen Bahnhof Grünhufe mit Nazi-Schmierereien begrüßt. Doch dabei blieb es nicht. Die lokale Naziszene versammelte sich im NPD Bürgerbüro in der Nähe des Bahnhofs. Von diesem reisten viele Jugendliche aus den umliegenden Landkreisen an, um das Antifa-Konzert zu besuchen.

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Siehe auch: Naziangriffe beim Konzert…
Siehe auch: Anschuldigungen gegen NPD-Abgeordnete

Wunderbach – ‚‘Les vieux riches'‘

„Come on Antifascists“ Enraged Minority on Tour

Unsere Label-Band Enraged Minority aus Rheinfelden drücken ordentlich aufs Gaspedal – musikalisch sowieso, aber auch eine Menge neuer Gigs stehen an. Nur ein Gig in Deutschland? Gibt schlimmeres ;) Aber wer die Band mal in sein AZ/JUZ etc holen will, sollte nicht zögern und die Band einfach via ihrem Blog kontaktieren. Spielen laut dem Plastic Bomb auch „vermutlich gerne in AZs für Spritkohle und Bier“

15.04.11 (CH) Bremgarten – KuZeB + The Bottrops
21.04.11 (CH) St. Gallen – Rümpeltum + t.b.a.
22.04.11 (I) Turino – CSOA Askatasuna + Gavroche, D.C.P., 501
23.04.11 (I) Rovato – CS 28 Maggio + Cervelli Stanki, 501,…
24.04.11 (I) Valenza – CS La Candona + Cervelli Stanki, Senza Frontiere,…
07.05.11 (F) Limoges – Lemovice Antifa Festival + t.b.a.
28.05.11 (D) Nürnberg – Fight Back Festival
04.06.11 (CH) Geneve – Festival Antirasciste + The Oppressed, Wunderbach,…

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Lesetipp: Antifaschismus auf der Insel

Wir verweisen an dieser Stelle auf einen Lesetipp des „Big Shot Zines“:

Anti-Fascist Action (AFA) hat während der 80er und 90er in Britannien den englischen und schottischen Nazis gezeigt wo der Hammer hängt. Besonders in London und Manchester wurden öffentliche Auftritte, aber auch der Parteiapparat der BNP und NF durch AFA massiv behindert. Dies ging soweit, dass in einigen Regionen die Faschisten für Jahre keine Kader finden konnten, die zu öffentlicher Arbeit bereit gewesen wären. Auch Auftritte von Nazibands wie Skrewdriver wurden durch AFA verhindert. Bei Anti-Fascist Action waren auch eine Reihe Skinheads, ex-Skinheads und Casuals Mitglieder. In einem Kapitel dieses fetten Buches beschreibt ein roter Skinhead, wie er und seine Kumpels zusammen mit streikenden Minenarbeitern ein Konzert der Redskins gegen einen Angriff von Nazis verteidigen. Unter den rechten Angreifern übrigens niemand geringeres als “Chubby” Chris Henderson, Frontmann von Combat 84. Das Buch beschreibt die Geschichte des britischen Antifaschismus seit Ende der 70er Jahre sehr ausführlich. Und immer ist Platz für kleine Anekdoten und Klopp-Histörchen. Etwas ärgerlich ist, dass trotz des nicht zu verleugnenden Skinhead-Anteils innerhalb AFA oftmals “Skinheads” als Synomym für Nazischläger benutzt wird. Aber dies bleibt der einzige Wermutstropfen. Sean Birchall: Beating the Fascists. The untold story of Anti-Fascist Action. Freedom Press, London, 2010. 15 Pfund

El Passo – Out The Light Baby

9.4.2011: Rechtes Hooliganfest bei Esslingen (Weil) mit Neckar Fils u.a

„Indymedia linksunten“ berichtet:

Am Samstag Abend, dem 9.April soll in Weil bei Esslingen im Schreberhaus ein Hooliganfest von rechten Hooligangruppen aus Stuttgart und Kaiserslautern stattfinden. Dieser unten aufgefürte offene Brief wurde an den Eigentümer des Schreberhauses, verschiedene Zeitungen und das Ordnungsamt Esslingen versendet. Dabei wird auf die rechten Machenschaften der Hooliganszene hingewiesen und der Eigentümer der Räumlichkeiten, wird aufgefordert, den Faschisten keinen Platz zu bieten!

Der offene Brief lautet:

Sehr geehrte Eigentümer des Schreberhaus,

Sie haben Ihre Räumlichkeiten für die Nacht vom 9. auf 10. April für eine Großveranstaltung vermietet, die im Umfeld der VfB Stuttgart-Hooliganszene beworben wird. Anlass ist das Heimspiel des VfB Stuttgart gegen den 1.FC Kaiserslautern am Samstag 9. April, das die befreundeten Hooligan-Anhänger beider Vereine in Ihren Räumlichkeiten gemeinsam „feiern“ wollen.

Bei den Veranstaltern der „Party“ handelt es sich um Mitglieder der Gruppe „Neckar Fils Stuttgart“. Diese war in den 80ern und 90er Jahre nicht nur als Fußball-Schlägertruppe aktiv, sondern auch zu großen Teilen in der Stuttgarter Neonazi-Szene verankert. Für entsprechendes Bildmaterial sorgt die Gruppe selbst auf ihrer Homepage (www.neckarfils-stuttgart.de). Wenige Klicks reichen aus, um sie mit Hitlergruß und Reichskriegsflagge posierend zu betrachten.

Auch mit Presseartikeln über sie und ihre Gewalttaten brüsten sie sich offen auf ihrer Seite (siehe).

Schon damals mieteten sie unter dem Deckmantel scheinbar harmloser Privatfeiern Räumlichkeiten, um dort Veranstaltungen wie in den 90ern ein Rechtsrockkonzert mit der weltweit wohl bekanntesten, ehemaligen Neonazi-Band „Skrewdriver“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Skrewdriver) durchzuführen. Hier ein Video vom Konzert, im Hintergrund die Neckarfils-Fahne zu sehen. Vgl. mit dieser Fahne.

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8.4.2011: SZ Bochum: Schwarz/Roter Thresen – Vortrag: „In der Grauzone“

Am Freitag dem 8. April 2011 ab 19 Uhr öffent der Schwarz/Roten Tresen wieder seine Pforten. Diesmal mit dem Vortrag “In der Grauzone”, der gegen 20 Uhr beginnen wird.

Die schleichende Akzeptanz gegenüber rechten Positionen und Personen, hervorgerufen durch das Fehlen einer klaren Abgrenzung, welches durch ein Mainstreamkonformes auftreten erreicht und durch das billigende in Kauf nehmen durch die Mehrheit der Bevölkerung befördert wird, nutzt eine steigende Anzahl von Bands aus, um mit Massenkonformer Musik, ihre rassistischen, sexistischen und auch neofaschistischen Songtexen unter die Menschen zu bringen und ihrer menschenverachtenden Weltsicht gehör zu verschaffen. Der Vortrag widmet sich diesen Bands und den dazugehören Plattenlabeln in ihrer Grauzone und will über diese Bands und Lables informieren und aufrütteln.

Quelle
SZ Bochum