Autonome Nationalisten: Eine Szene für Nazis, die weiter Döner essen wollen

Das „Netz gegen Nazis“ hat ein Interview mit dem Wissenschaftler Jan Schedler, Autor des soeben erschienenen Handbuches „Autonome Nationalisten. Neonazismus in Bewegung“ veröffentlicht. Wir möchten euch als Oire Szene Redaktion dieses sehr umfangreiche und informative Buch wärmstens empfehlen – u.a. gibt es auch zwei sehr lesenswerte Beiträge des Rechtsrockexperten Jan Raabe in Zusammenarbeit mit Langebach zu den Themen „Die Genese einer extrem rechten Jugendkultur“ und „Jugendkulturelle Dynamik – Vom Hardcore über den NSHC zu den „Autonomen Nationalisten“:

Wer sind die Autonomen Nationalisten?

Die ‚Autonomen Nationalisten‘ (AN) sind gewaltbereite Neonazis, die sich durch die Übernahme von Codes und Aktionsformen der linken Szene auszeichnen. In Deutschland gibt es zurzeit etwa 5.600 gewaltbereite Neonazis. Diese sind größtenteils in sogenannten „Freien Kameradschaften“ organisiert, als deren grellste Erscheinungsform die AN gelten. Allerdings verschwimmen die Grenzen zunehmend. Die ersten AN entstanden im Jahr 2002 in Berlin und dem Ruhrgebiet. Große mediale Aufmerksamkeit erlangten die AN beispielsweise 2008 im Rahmen einer Demonstration in Hamburg zum ersten Mai. Journalisten, Gegendemonstranten und die Polizei wurden hier massiv von den AN angegriffen. Die Polizei gab nach den Ausschreitungen an, dass sie das Phänomen eines „Schwarzen Blocks“ von Neonazis bisher nur aus Ostdeutschland kenne, dabei lag der Schwerpunkt der AN damals wie heute in den westlichen Bundesländern.

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Siehe auch: Extrem moderne Nazis

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