Die „neuen Neonazis“

Der „blick nach rechts“ berichtet:

„Autonome Nationalisten“ verkörpern die inneren Widersprüchlichkeiten der Braunszene – sie zeichnen sich durch martialisches Auftreten und rebellischen Gestus aus.

Ein Gespenst geht um in der Neonazi-Szene: „Autonome Nationalisten“ (AN) kopieren den Lifestyle der linksextremen Szene, des Punk und HipHop. Auf den ersten Blick wirken sie daher oftmals auf den Betrachter nicht zwingend wie Neonazis. Dazu stellen die Herausgeber eines ersten umfassenden Buches über das „Phänomen“ fest, jene neuen Neonazis seien ein Ausdruck „reaktionärer Modernisierung“. Die AN verkörperten einen „Generationswandel“ und zugleich einen „Generationskonflikt“ innerhalb der Braunszene.

Mit „Autonome Nationalisten – Neonazismus in Bewegung“, herausgegeben von den Sozialwissenschaftlern Jan Schedler und Alexander Häusler, liegt nun ein erstes Buch vor, das in Berichten und wissenschaftlichen Arbeiten das Auftreten und Treiben der „neuen Neonazis“ ausführlich untersucht. Hatten Jürgen Peters und Christoph Schulze in dem Bändchen „Autonome Nationalisten – Die Modernisierung neofaschistischer Jugendkultur“ (bnr.de berichtete) noch Wert darauf gelegt, etwa Pädagogen, Jugendarbeitern, Polizisten oder ehrenamtlich Tätigen in Vereine in aller Kürze Wissenswertes über die AN zu vermitteln, ist das neue Buch eine breit angelegte Abhandlung.

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