Partystimmung mit rechten Tönen: Fußball als rechte Erlebniswelt

Das „Netz gegen Nazis“ berichtet:

Im Halbfinale des Berliner Pilsner-Pokals trafen am 18. Mai der BFC Dynamo und Türkiyemspor aufeinander. Ein Derby zwischen Ost- und Westberlin, zwischen einem Club aus Kreuzberg und einem Verein, der lange für seine rechtsextremen Fans und Hooligans berüchtigt war. Alles blieb dabei friedlich. Und trotzdem bot der Besuch im Stadion auch einen Einblick in die rechte Erlebniswelt Fußball. Beobachtungen.

„Während ganz Europa aus der Atomkraft aussteigen will, bauen die Polen auf UNSEREM Gebiet neue Atomkraftwerke“. Es ist ein sonniger Mittwochabend und in der Tram zum Sportforum Hohenschönhausen unterhalten sich drei Fans des BFC Dynamo über Atomkraft. Dann sprechen sie über ein anderes Thema: über die gescheiterte rechtsextreme Demonstration am Samstag in Berlin-Kreuzberg. Sie unterhalten sich darüber, dass „natürlich wieder die bösen Nazis an allem Schuld“ waren, und darüber, dass „wir unser Demonstrationsrecht“ dort hätten durchsetzen müssen. Während des Gesprächs schwärmt einer der drei seinen Kameraden von einem Video aus Schweden vor, das er im Internet gesehen hat. Dort hätten Neonazis mit Fahnenstangen und Knüppeln auf „Zecken“ eingeprügelt und so ihr Demonstrationsrecht „durchgesetzt“. „So müssen wir dass das nächste Mal auch machen!“, sagt der Dynamo-Fan gleich zweimal begeistert.

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