Nachruf auf Gil Scott-Heron: Der spröde Heiler


Die „taz“ berichtet:

Er war ein Vorläufer des Rap und eine coole Stimme des schwarzen Zorns. Am Freitag ist der New Yorker Musiker, Dichter und Politaktivist Gil Scott-Heron gestorben.

„The Revolution Will Not Be Televised“, „We Almost Lost Detroit“, „Winter in America“. In drei der bekanntesten Songs von Gil Scott-Heron war die Musik sparsamst instrumentiert, manchmal nur mit Schlagzeug, Percussion, Bass und einem Fender-Rhodes-Piano. Vorneweg lief Scott-Herons Sprechgesang: „The revolution will not be televised, will not be televised. The revolution will be no re-run brothers. The revolution will be live“.

Die Revolution, nicht als Fernsehereignis in Schlaufe, sondern live. Die Schlusspointe seines Songs „The Revolution Will Not Be Televised“. Entscheidend ist das präzise Timing seiner Schmirgelpapierstimme. So präzise, dass sich Ohnmacht und Zorn direkt in Coolness übersetzen. Gil Scott-Heron reflektierte in seiner Musik den state of the art des schwarzen Amerika nach dem aufopferungsvollen Kampf der Bürgerrechtsbewegung.

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