Archiv für Mai 2011

20./21.5.2011 Potsdam/Freiland: ULTRASH-Festival V

Ein weiterer Festivaltipp der Oire Szene Redaktion:

Am 20./21.5.2011 wird das mittlerweile fünfte Ultrash-Festival in Zusammenarbeit von RASH Berlin-Brandenburg , Scortesi , dem Filmstadtinferno 99 , Stara Garda und weiteren Unterstützer_innen in Potsdam in der neuen Location „Freiland“ stattfinden. Folgende Bands werden aufteten: The Offenders (Ska/Italien/Berlin), United Struggle (AFA-Oi!/Düsseldorf), Redska (Ska/Italien), Jesus Skins (Christlicher-AFA-Oi!), Bier Iki Ütsch (Punk/Potsdam), The Last Minute (Ska/Ungarn), Produzenten der Froide (AFA-Oi!/Stuttgart), The Bayonets (AFA-Stretpunk/Serbien), Lea-Won (Hip Hop/München) und Asi & Jaycop (Hip Hop/Potsdam).

Aftershow-Partys u.a. mit den Northkorean Rudeboys & Rudegirls , DJ Underboss, DJ Smart Soul, Trash-, 80ties-, Hip Hop- und Electro-DJ(ane)s.

Außerdem wird es eine Broschüre und Veranstaltungen zum Thema Ultras und antifaschistische Strukturen in Süd-Ost-Europa, Partys, Filme, Live-Graffiti-Action, Chill-Lounge u.v.m.geben…

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Leipzig: Rot ist der Mai

Die Kampagne „Fence Off“ gegen das Leipziger Nazi-Zentrum in der Odermannstraße 8 läuft schon seit drei Monaten – zu kurz für ein Zwischenfazit, aber lang genug, um schon einiges bewegt zu haben. Dieser Artikel fasst zusammen was schon alles im Rahmen der Kampagne passiert ist und was noch folgt.
Die Kampagne legt los – „Kein Tag länger das „nationale Zentrum“!

Los ging es mit einer Eröffnungs-Sponti (Bericht bei Indy) Ende Februar, bei der die Polizei ziemlich ausgetickt ist. Deren Schlagstockeinsatz, der zum Abbruch der Demo führte, aber erst auf Nachbohren von JournalistInnen eingestanden wurde, hatte den Nebeneffekt, die Lokalpresse auf das Anliegen der Kampagne aufmerksam zu machen und das Thema mit (bildlich gesprochen) einem Schlag in die Öffentlichkeit zu bringen.

Daraufhin hat sich „Fence Off“ zunächst auf eine Informations-Offensive konzentriert. Dazu gehörten der Ausbau der Kampagnen-Website genauso wie das Verteilen von Infoblättern, das Ansprechen und Sensibilisieren von AkteurInnen der Zivilgesellschaft und das Anleiern einer kontinuierlichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Damit konnte eine öffentliche Debatte angeschoben werden, beispielsweise im Kontext der Berichterstattung der Leipziger Volkszeitung (LVZ) wurde klar Position zum Vorgehen der städtischen Behörden gezogen und sich deutlich abgegrenzt. Auch Veranstaltungen in anderen Städten wurden aufgesucht um für die Kampagne zu werben, wie zum Beispiel in Burg.

Die Kampagne kritisierte zudem die jüngste Repressionswelle sächsischer Behörden gegen antifaschistische Strukturen und solidarisierte sich mit den Betroffenen. Am 12. April wurden im Auftrag des Landeskriminalamtes (LKA) insgesamt 21 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht, am 3.5. gab es eine weitere Razzia gegen ein linkes Wohnprojekt in Dresden. Hintergrund sind Ermittlungen wegen “Bildung krimineller Vereinigungen” nach dem Paragraf 129. In Leipzig fand noch am 12.4. eine Antirepressionsdemo statt, an der sich 600 Menschen beteiligten.

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Mossin Nagant – RASH

Rheinmünster: Rechtsextreme Szene-Kneipe vor dem Aus

Der „SWR“ berichtet:

Ein als landesweiter Rechtsextremen-Treff bekanntgewordenes Lokal in Rheinmünster-Söllingen wird geschlossen. Wie das Landratsamt Rastatt am Donnerstag mitteilte, hat der Pächter der Gaststätte „Rössle“ das Mietverhältnis zum 30. Juni gekündigt. Zuvor hatten lokale Behörden und Polizei wiederholt Druck gemacht.

Das Lokal im Kreis Rastatt war Anfang 2010 in den Blickpunkt des Verfassungsschutzes geraten. Regelmäßig waren dort am Wochenende mehrere hundert Mitglieder der rechtsextremen Szene zu Versammlungen und Konzerten zusammengekommen. Das baden-württembergische Innenministerium stufte die Gaststätte als einen Schwerpunkt rechtsextremer Veranstaltungen im Land ein.

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Geplantes Nazikonzert in Wunstorf

Auf „Indymedia“ wird folgendes berichtet:

Pressemitteilung des Antifa Infoportals Weser / Deister / Leine

Unsere Recherchen haben ergeben, dass die rechtsradikale Neonazi-Hooliganband „Kategorie C“ am 25.6.2011 mitten in Wunstorf, im „Wunstorfer Festsaal“ in der Nähe des Bahnhofes in der Hindenburgstraße, live auftritt.
Der Anmelder dieses „Konzertes“ ist der mehrfach vorbestrafte Neonazi Marcus Winter aus Minden.
Winter saß bis April 2010 eine mehrmonatige Haftstrafe wegen Volksverhetzung ab. Er ist u.A. vorbestraft wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen und Raubes.
Winter ist der Anmelder der alljährlichen Naziaufmärsche in Bad Nenndorf und der Neonazi-Kader der Kameradschaft „Westfalen-Nord“, welche Nazistrukturen von Hannover bis nach Dortmund vernetzt und durch gemeinsame Auftritte und Gewalttaten versucht, politische GegnerInnen einzuschüchtern.

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Siehe auch: Protest gegen Neonazi-Band in Wunstorf
Konspiratives Rechtsrock-Konzert bei Hannover geplant

Erode – Tempo che non ritorna

Der Sound zur Ideologie

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Diverse Rechtsrock-Veranstaltungen unter dem Schutzmantel der NPD.

Für gleich mehrere Rechtsrock- und Liedermacher-Auftritte in den Folgemonaten wird in der rechten Szene bereits jetzt kräftig die Werbetrommel gerührt. Beim 10. Thüringentag der nationalen Jugend am 4. Juni in Nordhausen werden laut Ankündigung die schleswig-holsteinischen Bands „Word of Anger“ sowie „Kraftschlag“ angekündigt. Dazu gesellen sich im Musikprogramm die Liedermacher Marco Laszcz alias Sleipnir sowie Frank Rennicke. Die Organisation liegt bei der NPD, die diverse Parteiredner mit dem Vorsitzenden Udo Voigt an der Spitze zu dem Motto „Unsere Heimat wird verschenkt – und wir Deutschen bezahlen“ stellt.

Für den 1. und 2. Juli hat die NPD das Deutsche-Stimme-Pressefest in Ostsachsen terminiert. Erstmals sind gleich zwei Tage dafür reserviert und damit auch das Angebot eines Zeltlagers. Über den genauen Ort schweigt man sich noch aus. Dafür ist schon mal das Programm abrufbar. Mit Verkaufs- und Infoständen sowie Kinderaktivitäten und -betreuung bekommt das Event Festivalcharakter. Das Motto lautet hier „Wir sind Deutschland“, bekommt aber einen internationalen Anstrich, denn es sind neben Musikgruppen aus Ungarn und Schweden auch Redner aus Spanien, Griechenland und Ungarn vorgesehen.

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Patriotischer Pop-Rocker

„Berlin rechtsaußen“ berichtet:

Als Patriot aus der Mitte der Gesellschaft will der Berliner Pop-Rocker und Produzent Sacha Korn wahrgenommen werden. Doch vor kurzem tauchten Lieder von ihm auf einer Schulhof-CD der NPD auf – Schuld daran sei sein kanadisches Management.

„Ein Teil von mir ist ein Teil von dir. Warum werd ich dann verbannt, wenn ich sage: Ich liebe dieses Land“ klagt eine Männerstimme in einem Lied, dessen Zeilen dem Musiker zu fragwürdiger Berühmtheit verhalfen. Die NPD Sachsen-Anhalt untermalte mit dem Titel „Mein Land“ musikalisch ihr Wahlkampfvideo für die Landtagswahl im März 2011. Mehrere Wochen nach Veröffentlichung des Videos, mit erscheinen der für den Wahlkampf produzierten NPD-Schulhof-CD, wurde bekannt, wer für den professionell produzierten Song verantwortlich ist. Der Berliner Musiker und Produzent Sacha Korn.

Bis zu diesem Zeitpunkt war Korn nicht als Interpret in der neonazistischen Musikszene aufgefallenund doch fanden sich gleich drei seiner Lieder auf der Schulhof-CD wieder. Es bestehe „keine Kooperation“ mit der NPD teilte der Musiker auf Nachfrage der Autoren mit. Die neonazistische Partei habe die Nutzungsrechte über ein Management in Kanada erworben. Nur zwei Tage nach der Anfrage veröffentlichte Korn ein Statement auf seiner Internetseite, in dem es heißt, er habe sein Management nun angewiesen, „politischen Parteien und Organisationen – speziell in Deutschland – keine weiteren Rechte“ an seinen Liedern abzutreten.
Alles scheint, als sei der Musiker durch einen Fehler seines Managements und damit ungewollt in das Fahrwasser der NPD geraten.

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The Heptones & Ranking King – Mystery Babylon

13./14.5.2011: RAC- und Nazikonzerte International

Am kommenden Wochenende sind folgende Rechtsrock- und NS-Konzerte international in Planung:

- 14.5.2011 „Willemeen“/Arnheim (Holland): RAC-Konzert mit „The Patrons“, „The Warriors“ und „Drugsmokkel“.

- 14.5.2011 „Ruhrpott Nord“ (NRW): Rechtsrockkonzert mit „Kategorie C/Hungrige Wölfe“ im Rahmen der „Deutsche Jungs Tour 2011″.

- 13./14.5.2011 „Area 19″/Nemica (Italien): NS-Konzert des europaweiten Naziprojektes „Zentropa.Info“ mit den Bands „ADA“, „Querkraft“, „Aurora“, „The Horrible Night“, „Brainwash“ (D), „Sotto Fascisa Emplice“, „SPQR“, „Ultima Frontiera“, „ZetaZeroAlfa“ und „Moshpit“ (D).

- 14.5.2011 London (UK): „Blood & Honour“-Konzert mit den NS-Bands „Avalon“ , „Section 88″ u.a.

- 14.5.2011 „Red Hell“/Budapest (Ungarn): Nazikonzert mit folgenden Bands: „Backstab“, „Incorrect“, „Fehér Törveby“, „A Diröség Napjai“ und „ZIB“ (?).

- 14.5.2011 „Skinhouse Hellas“ (Griechenland): NS-Liedermacherabend mit dem deutschen Naziliedermacher „Barny“.

- 14.5.2011 Belgien: „Rockfest“ mit den Nazibands „Rattenplaag“, „DTD“, „Garrota“ und „Flak“ (D).

- 14.5.2011 Bogota (Kolumbien): Nazikonzert mit der Band „Ressiduo“ präsentiert u.a. von „Blood & Pride“.
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13.-21.5.2011: Grauzonenkonzerte

Leider scheint die Grauzone so langsam wieder aus Ihrem Winterschlaf zu erwachen. Für die kommenden Tage liegen uns momentan u.a. folgende Veranstaltungen vor:

- 13.5.2011 „Moon“/Pößneck (Thüringen): „180 Grad“ (spielen auch mal gerne mit den RAC-Freunden von „Mummy´s Darlings“ u.a.) und „Halbschräge Jungs“.

- 13.-15.5.2011: „Messe“/Chemnitz (Sachsen): „Rock´N´Ink-Festival“ u.a. mit den „Krawallbrüdern“ und „Crashed Out“.

- 13./14.5.2011 „Clockwork Bar Weimar“ (Thüringen): Die rechtslastigen „Bootboys Weimar“ veranstalten in Ihrer neuen Location in den kommenden Wochen einige fragwürdige Veranstaltungen. Am bevorstehenden Wochenende sollen unter dem Motto „Unite the scene“-Festival 1 u.a. die englische RAC-Band „The Warriors“ (u.a. Konzerte mit RAC-und Nazibands wie „Headcase“, „The Skinflicks“, „Les Vilains“, „Glory Boys“, „Code 1″, „Skinfull“, „Superyob“, „Martens Army“ u.v.m.), die „Nazi Dogs“, „Möped“, „Crashed Out“ (Diese Grauzonencombo ist gerade auf Tour: 12.5.2011: Tommyhaus/Berlin, 13.5.2011: „Café Nord“/Essen, 14.5.2011: „Clockwork Bar“/Weimar, 15.5.2011: „Rock´n´Ink Tattoo Festival“ in Chemnitz) , „Trouble Kid“ und „Holy Kings“ spielen. Eine verdammt strange und fragwürdige Mischung wie wir finden. Da sollte sich die eine oder andere Band mal Gedanken machen, ob sie tatsächlich mit Bands wie „The Warriors“ gemeinsam auf dem selben „Festival“ spielen möchten…

- 14.5.2011 „AJK Suhl“ (Thüringen): „180 Grad“ und „Gebrandtmarkt“ (u.a. Auftritte zusammen mit der RAC-Band „Bombecks“ oder der Grauzonenband „Lammkotze“).

- 14.5.2011: „Rockcafé Wittingen“: Konzert mit „Moiterei“ und „Brutal De Luxe“.

- 14.5.2011 „Universal D.O.G.“/Lahr (Ba.-Wü.): „Back on the streets production“ veranstalten ein Warmup-Konzert für das gleichnamige Festival mit den Bands „Krawallbrüder“, „Stainless Steel“ („Böhse Onkelz“-Coverband), „Soifass“, „Suspect“, „King Riot“, „Absturz“ und „Martens Army“.

- 14.5.2011 „Vaudeville“/Lindau (Ba.-Wü.): Toxpack u.a.

- 14.5.2011 „Stadthalle Lichtenfels“: u.a. „Krawallbrüder“.

- 14.5.2011 „Martys Club“/Ceske Budejouce: „Bootweiser and Peddy proudly presents“: „Prohibice“ (Prag) – wollten dieses Jahr u.a. bereits gemeinsam mit den Nazibands „Punkfront“ und „The Pride“ auftreten…-, „United Rebells“ und „Razors In The Night“ (Boston/USA) – spielten in der Vergangenheit u.a. zusammen mit RAC-Bands wie „Condemned 84″, „Stormwatch“ und „Resistance 77″.

„Razors In The Night“ sind übrigens gerade auf Europatour – organisiert u.a. von „Contra Records“:

13.5. Ceske Budejovice, Martyrs Club, CZ + UNITED REBELS
14.5. Davos
16.5. Eisenhüttenstadt
17.5. Prague Club 007 + PUNTO D‘ONORE
19.5. Berlin – Wild At Heart + THE RUCKERS
20.5. Nünchritz, Kombi + STRONGBOW
21.5. München Reclaim The Streets Festival + BOVVER BOYS + EVIL CONDUCT + BOOZE & GLORY + …

Toots & The Maytals – Night And Day

Interview mit Missbrauch u.a. zum Thema Grauzone

Wie wir soeben festgestellt haben ist der Frutti di mare-Blog erfreulicherweise seit April wieder in Betrieb. Dort äussert sich u.a. die sympathische Deutschpunkband Missbrauch zum Thema Grauzone:

Das Lied „Grau­zo­ne“ spricht eine deut­li­che Spra­che, was mich 
per­sön­lich sehr freut. Ihr lasst den Wor­ten auch Taten fol­gen und habt
 ein Kon­zert mit den zwie­lich­ti­gen „Balls‘n‘Boobs“ (ehe­mals „Arg­lis­ti­ge
 Toi­schung“) ab­ge­sagt. Wo seht ihr euch in der gan­zen Grau­zo­nen­de­bat­te?
 Kommt ihr oft damit in Kon­takt oder schließt eure Po­si­ti­on als Band
 das von vorn­her­ein aus?

Wir ste­hen da, wo eine en­ga­gier­te Punk Band ste­hen soll­te.
Man muss nicht auf Bie­gen und Bre­chen Shows spie­len, son­dern auch mal den Mut haben, die Schnau­ze auf­zu­ma­chen, wenn einem was nicht sau­ber vor­kommt. Na­tür­lich kommt man in Si­tua­tio­nen die man in­tern dis­ku­tie­ren muss ob man sei­nen ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen nach­kommt wenn man ge­wis­se Shows oder Fes­ti­vals spielt. Jeder hat da seine ei­ge­ne Mei­nung und bei uns wer­den eben nur Kon­zer­te ge­spielt wenn es für jeden trag­bar ist. Sim­ples Bei­spiel war das Kon­zert mit Slime am 3. De­zember. Das Kon­zert hat im Back­stage in Mün­chen statt­ge­fun­den. Der Laden hat nun nicht wirk­lich einen guten Ruf in der Szene und nor­ma­ler­wei­se wür­den wir dort auch nicht spie­len. Aber als klei­ne Band hat man nur ein­mal im Leben die Mög­lich­keit, mit sei­nen Ido­len aus der Teen­ager-​Zeit zu spie­len. Des­halb waren wir in der Band zu dem Ent­schluss ge­kom­men, die ein­ge­spiel­te Gage dem in Mün­chen sit­zen­den AI­DA-​Ar­chiv zu spen­den. So hof­fen wir, ein klei­nes Zei­chen zu set­zen und un­se­ren po­li­ti­schen An­spruch zu un­ter­mau­ern.

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Konfrontative Gewalt

Der „blick nach rechts“ berichtet über den sächsischen Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2010:

Mehr Militante und Neonazis im Freistaat – das Verhältnis zwischen NPD und „Freien“ ist von Spannungen geprägt.

In Sachsen ist die Anzahl rechtsextremer Gewaltdelikte auf 98 Vorfälle (84 im Jahr 2009) angestiegen. Zugenommen habe auch die Intensität der rechtsextremen Delikte, wird im aktuellen Verfassungsschutzbericht des Freistaats festgestellt. Zudem gab es häufiger schwere Straftaten.

Die sächsischen Verfassungsschützer weisen auf eine „erhebliche Zunahme“ der von Neonazis „ausgehenden konfrontativen Gewalt“ gegen politisch Andersdenkende hin. Waren 2009 noch 39 Prozent der rechtsextremen Gewalttätigkeiten gegen Andersdenkende gerichtet, betrug dieser Anteil im vergangenen Jahr mit 58 Prozent mehr als die Hälfte aller Gewaltdelikte. Besonders erschreckend dabei ist, dass diese Gewalt „mehrheitlich bewusst und geplant gesucht und verübt“ wurde. 13 Brandstiftungen (2009: 1), die als „unkontrollierbare, gemeingefährliche Mittel“ gewertet werden, gehen auf das Konto von Neonazis. 27 fremdenfeindliche Gewaltdelikte (2009: 25) wurden im Berichtszeitraum erfasst. 830 Rechtsextremisten gelten landesweit als militant.

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The Harmonians – Oh My Baby

4 .6.2011: Nazikonzert in Greve/Dänemark

Am 4. Juni möchten Nazis „Dänemarks Nationalsozialistische Bewegung“ (DNSB) in Greve etwa 20 km südwestlich von Kopenhagen ein Konzert veranstalten. Antifaschist_innen rufen dazu auf das Konzert zu blockieren.

Es wird zu einer Blockade und Demonstration der Bahnstation in Greve aufgerufen ab 15 Uhr. Von dort werden Nazis versuchen in den Hundige Strandvej 153 zu kommen um das Konzert zu besuchen.

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„Treffen der Generationen“ mit Berliner Gästen

Der Watchblog „Berlin Rechtsaußen“ berichtet:

Thüringen/Berlin: Zu einer „Gendenkveranstaltung für die Opfer des 8. Mai 1945“ kamen am vergangenen Wochenende Alt- und Jungnazis im thüringischen Kirchheim zusammen. Für das Rahmenprogramm des Tages sorgten einschlägig bekannte Berliner.

Die Thüringer Polizei beobachtete am vergangenen Wochenende das „4. Treffen der Generationen – Zentrale Gendenkveranstaltung für die Opfer des 8. Mai 1945“ in der zwischen Arnstadt und der Landeshauptstadt Erfurt gelegenen Gemeinde Kirchheim. Zum wiederholten Male hatte das NPD-Landesvorstandsmitglied Patrick Weber in ein örtliches Hotel geladen, um seinen Gesinnungskameraden „Erlebnisberichte aus erster Hand“ und „Erzählungen von der Front und Kriegsgefangenschaft“ zu präsentieren.

Am vergangenen Samstag sollen vor allem in der Szene bekannte Berliner für die Unterhaltung der Anwesenden gesorgt haben. Neben dem ehemaligen Krankenpfleger des NS-Kriegsverbrechers Rudolf Heß, der in Spandau lebende Abdallah Melaouhi, waren auch ein Mitglied der „Waffen SS Division Frundsberg“ und der Berliner Szene-Liedermacher Sebastian Döring, der unter dem Künstlernamen „Fylgien“ auftritt, angekündigt.

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George Dekker – Foey Man

Konkurrenzveranstaltungen

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Der „Eichsfelder Heimattag“ als neues Rechtsrock-Event in Thüringen – Kritik gibt es wegen der Doppelbelegung von wichtigen Szene-Terminen.

Mit dem „Eichsfelder Heimattag“ will der mehrfach verurteilte Neonazi Thorsten Heise einen neuen Rechtsrock-Termin in Thüringen etablieren. Nach Vorwürfen aus der Kameradschafts-Szene, Heise betreibe eine Konkurrenzveranstaltung zu einem Neonazi-Aufmarsch in Dortmund, versucht der heute 41-Jährige die Wogen zu glätten und bewirbt sein Event als „familienorientiert“.

Als im Frühjahr dieses Jahres mehrere Doppelbelegungen für wichtige Termine der extrem rechten Szene bekannt wurden, hagelte es deutliche Worte: „Idioten von der Thüringer NPD“, Mitgliederfang der Partei und „Musik-Säufer-Proll-Assis“ lauteten nur einige Vorwürfe. Der Grund: Zeitgleich zum „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) in Braunschweig findet im 100 Kilometer entfernten Nordhausen der zehnte „Thüringentag der nationalen Jugend“ statt, für den 6. August ist das rechtsextreme „Rock für Deutschland“ im thüringischen Gera angekündigt. Für denselben Tag mobilisiert die Neonazi-Szene bereits zum so genannten „Trauermarsch“ im niedersächsischen Bad Nenndorf.

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Nazis lieben die „Krawallbrüder“…

… dies war u.a. einmal mehr am vergangenen Samstag beim Aufmarsch von „pro Köln“ in NRW zu sehen. In einem Videobeitrag des WDR ist ein Nazi mit einem natürlich absolut unpolitischen „Krawallbrüder“-Shirt gefilmt worden – der Videobeitrag ist mittlerweile offline – deshalb der Screenshot als Beweis.

Quelle

Hintergründe zum Aufmarsch von „pro Köln“ findet Ihr hier:
„Marsch“ über die Rheinbrücke