NS-Hip Hop Projekt „Natürlich“

Seit einiger Zeit gibt es Potsdam (Brandenburg) ein NS-Hip Hop Projekt mit dem Namen „Natürlich“. Dieses Seitenprojekt der Potsdamer Naziband „Cynic“ (Siehe: Neonazistisch-musikalisches Treiben in Potsdam) hat gerade auf dem sächsischen Nazilabel „PC Records“ unter dem Titel „Lebe jeden Tag“ ihr erstes Album veröffentlicht. Auf der Mini-LP befinden sich insgesamt 5 Stücke mit zum Teil eindeutig nationalsozialistischen Inhalten. Ein paar Textauszüge aus den Songs belegen dies eindeutig:

Gleich im ersten Song „Setz Dich zur Wehr“ wird eindeutig neonazistisch Stellung bezogen – dort heisst es u.a.:

„Hey wir sind Natürlich und wir sind neu in deiner Stadt. Und wir haben dir und deinen Leuten eine Botschaft mitgebracht. Jetzt dreh den Regler auf damit sie aus den Boxen knallt und deine ganze schöne Stadt beschallt.

Nationaler Sozialismus jetzt jetzt jetzt! Auf die Straße deutsches Volk denn es geht dir schlecht. Und sieh nicht zu, denn exemplarisch sind ihre Taten. Setz dich zur Wehr gegen die Demokraten, die dich benutzen jeden Tag willst du weiter weg sehen? Dann wirst du sehen wie wir untergehen. Es wird Zeit, dass man sich widersetzt. Nationaler Sozialismus jetzt jetzt jetzt!“

Im dritten Lied „Keine Gerechtigkeit“ wird einmal mehr versucht, den Tod von Kevin in Stolberg politisch zu instrumentalisieren (Unter Umständen könnte es sich aber auch um folgenden Potsdamer Fall handeln – ändert aber nichts an dem Instrumentalisierungsvorwurf: Um David Fischer, einen Jugendlichen der vor 5 Jahren bei einer Auseinandersetzung in der Potsdamer Innenstat starb. Quelle) Das es in Wahrheit die deutschen Neonazis sind, die bereits über 150 Menschen seit der Wiedervereinigung aus niederen Beweggründen ermordet haben, scheint die Potsdamer Nazirapper nicht zu irritieren.

Im letzten Lied „Schu, Schu…“ wird u.a. besungen, dass die Organisatoren von Nazikonzerten schon öfter mal Ärger bei ihren Konzerten mit der Staatsmacht hatten: „Und jetzt wolltest du auch mal ein Konzert organisieren, wunderst dich, dass die Bullen rein marschieren. Es mussten ja die ganzen krassen Bands sein, die ganz viele böse Wörter schrein. Und einen Flyer fürs Internet hast du gemacht, damit viele kommen hast du dir gedacht. Doch der Feind liest mit, das war dir nicht bewusst und er kam vorbei und er machte schluß.“ Schöner wäre es natürlich, wenn antifaschistische Strukturen in Potsdam dem neonazistischen Treiben dieser ekelhaften Band alsbald ein Ende bereiten würden.

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