Archiv für September 2011

30.9.-1.10.2011: RAC- und Nazikonzerte International

Am kommenden Wochende sollen folgende RAC- bzw. Nazikonzerte International stattfinden:

- 30.9.2011: Paris (Frankreich): Nazikonzert mit „F.T.P.“ und „Goldofaf“.

- 1.10.2011: Belgien: Neonazistisches Konzert von „Blood & Honour Flanders & Wallonia“: „ISD-Memorial“-Konzert mit „Non Plus Ultra“ (D), „Selektion“, „Hearts of Oak“ (England – ehemals „Warhammer“, „Skullhead“ und „Nemesis“), „Angry Bootboys“ (D – von der RAC zur „Blood&Honour“-Kapelle – rasante Entwicklung in den letzten Monaten…), „Sinweldi“ (Frankreich) und eine weitere „Surprise Band“ aus Deutschland.

- 1.10.2011: Central Florida (USA): „Hammerfest“ der amerikanischen „Hammerskins“ mit den Nazibands „Definate Hate“, „Empire Falls“ und „13 Knots“.

- 1.10.2011: Italien: „Skinhouse Eventi“ präsentieren die neonazistischen Bands „Legion of St.George“ (England), „Kommando Skin“ (Deutschland), „Kontatto Estremo“ und „Soliti Sospetti“.

- 1.10.2011: Finowfurt (bei Eberswalde)/Brandenburg (D): Die NPD veranstaltet erneut einen „Preussentag“. U.a. die Nazi-Bands „Preußenfront“ aus Bernau und „Preussenstolz“ aus Potsdam sollen auftreten.

- 1.10.2011: Spanien: Rechtsrockkonzert mit „ZetaZeroAlfa“ u.a.
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1./2.10.2011: Grauzonenkonzerte

Auch an diesem Wochenende sollen wieder eine handvoll Konzerte aus der rechtsoffenen Grauzone stattfinden – u.a.:

- 1.10.2011: „Jugendclub Gossel“ (Thüringen): Konzert mit „Gerbenok“ und „Bierbanausen“.

- 1./2.10.2011: „H.O.F. 23″/Berlin: „Berlin Rock City Festival“ u.a. mit „OHL“, „Verlorene Jungs“, „Betontod“, „Springtoifel“ und „Rotz & Wasser“.

- 1.10.2011: „Alte Kaffeerösterei/Plauen (Sachsen): „Oi!Punk-Invasion“ mit „Pöbel & Gesocks“, den RAC-Froind_Innen von „Mummy´s Darlings“ und „Love & Hate“.

- 2.10.2011: „Kaktus-Farm“/Dortmund (NRW): „5 Jahre Oi! It´s Dortmund“ mit „The Business“, „Eastside Boys“, „DÖRMPS“ u.a.

Klowns – Why have you come here

„Der Rechte Rand“ – Ausgabe Nummer 132 erschienen!

Die neue Ausgabe der antifaschistischen Recherchezeitschrift „Der Rechte Rand“ ist erschienen. U.a. mit folgenden Artikeln:

- Hör mal, wer da hämmert

Hammerskins im Saarland und angrenzenden Frankreich

Von Patrick Kaiser

- Der »Heimattag« als Wasserschlag

»Eichsfelder Heimattag« – Neues RechtsRock-Event in Thüringen

Von Kai Budler

- »Wir rufen Deine Wölfe …«

On Tour mit »Blood Axis«

Von Erik Peddersen, John Postma, Christoph Schulze und Nora Wolf

- »Transatlantik Linie«

Ein angemeldetes Neonazi-Konzert in Nienhagen

Von Jochen Jansen

Die aktuelle Ausgabe könnt Ihr hier bestellen.

„Stattbahnhof Schweinfurt“: Kuscheln mit der Grauzone

Trotz verschiedenster Kritik an einem Grauzonenkonzert (das Konzert mit den Grauzonencombos „Stomper 98″, „Last Resort“, „Evil Conduct“, „DÖPMS“ und The Ruckers“ ist Bestandteil der von M.A.D. Tourbooking“ organisierten „Voice of a generation“-Tour 2011 – weitere Konzerte sind geplant: 3.11. „Zwischenfall“ /Bochum, 4.11. „Schuppen 2″/Bremen, 5.11. „F-Haus“/Jena) im „Stattbahnhof“ in Schweinfurt (Bayern) halten die Veranstalter an ihrem Konzert weiter fest – da hilft keine Aufklärung, diese Leute betreiben trotzdem weiterhin ihre gefährliche Appeasementpolitik. Da machen es auch die angeblichen „Good Night White Pride“-Banner nicht besser: denn bekanntlich ist ja in Bayern auch die CSU gegen Nazis. Das ist eben leider nicht mehr als gesunder Menschenverstand. Traurig genug, wenn Bands zu einem Statement gezwungen werden müssen…

Wir dokumentieren das Statement des „Stattbahnhofs“:

Statement zum Konzert mit Stomper 98 u.a. am 06.11. im Stattbahnhof

Aufgrund der regen Diskussion bezüglich des Stomper 98-Konzertes am 06.11.2011 im Stattbahnhof haben wir uns entschlossen, folgendes bekannt zu geben:
- wir dulden keine Faschisten/Nazis oder Bands der rechten Szene im Stattbahnhof. Das war in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so bleiben. Dies gilt natürlich auch am 06.11.2011, daher sind wir uns der Problematik des Konzertes bewusst! Unter Abwägung der verschiedenen Aspekte, sowie Gesprächen mit dem Veranstalter (Navigator Productions / MAD Tourbooking) und Stomper 98, haben wir folgende Vorgehensweise beschlossen:
- für die Sicherheit der Besucher wird die “Good Night White Pride Security“ in angemessener Anzahl sorgen.
- um ein Zeichen zu setzen, werden die Bands vor einem “Good Night White Pride“ – Banner auftreten.
- wir behalten uns vor, Personen der rechten Szene und deren Sympathisanten den Einlass, auch mit einer gültigen Eintrittskarte, zu untersagen! Hierbei werden wir von den Bandmitgliedern unterstützt.

Der Stattbahnhof

Quelle

Red Horizon – forward proletariat!

1.10.2011 Stuttgart: This is RASH! The Nighter Vol.I

Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion:

Hot nights in Stuttgart, come over!
No Greyzone! No Nazis! No Yuppies!
This is for the REDS (///)!

NPD Preußentag am 1.10. wieder in Finowfurt

Die „Antifaschistische Aktion Bernau“ berichtet:

Antifa-Gegenaktionen unter dem Motto „Preußen fürn Arsch“

Anlässlich der deutschen Einheitsfeierlichkeiten am 3.10. veranstaltet der NPD Landesverband Brandenburg den sogenannten „Preußentag“, unter dem Motto „Für eine echte Wiedervereinigung“. „Preußen ist größer als Berlin – Brandenburg“ meinte die NPD Brandenburg bereits 2010 und wollte sich damit von den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit abgrenzen.
Internetseite und Mobilisierung down
Seit vor wenigen Tagen diverse NPD-Internetseiten gehakt wurden, ist auch die Sonderseite für den Preußentag nicht mehr abrufbar. Trotz der Mobilisierung über Facebook, entstand Verwirrung bei den Kameraden, ob der Preußentag stattfinden wird.

Wie bereits im Vorjahr wird das Fest auf dem Grundstück von Klaus Mann in Finowfurt (Landkreis Barnim) stattfinden. Klaus Mann ist Überbleibsel des nicht mehr aktiven DVU-Landesverbandes und dort Ansprechpartner für Nordbrandenburg. Er gilt als Schnittstelle zwischen NPD, DVU und Kameradschaftsszene. Durch seine Kontakte in die Rechtsrockszene konnten diverse Konzerte auf seinem Grundstück stattfinden. Um den 21. Juni findet jährlich das DVU Sommerfest statt, dass in diesem Jahr erstmal offiziell durch die NPD organisiert wurde. Erst vor zwei Wochen fand auf seinem Grundstück ein rechter Liederabend statt.

Neben einer Reihe von Redner_innen der NPD aus Brandenburg, werden auch wieder neonazistische Bands aus Brandenburg auftreten. Im Jahr 2010 waren diese, passend zum Anlass, u.a. die Bands „Preußenfront“ aus Bernau und „Preussenstolz“ aus Potsdam. Nebenher soll es diverse Informationsstände geben.

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Feine Sahne Fischfilet – Allein Durch Meine Stadt

Polen-Tour: Kurzer Prozess, Holger Burner u. Feine Sahne Fischfilet

Quelle und mehr Infos

Zurück zur Grrrl-Front

Die „Jzungle-World“ berichtet:

Als wütende Mädchen einander Briefe schrieben: Die Bibliothek der New York University beherbergt die wichtigste Sammlung zur Geschichte der Riot Grrrls.

Wer die Räume der Bibliothek betritt, taucht ein in eine Stille, die nur durch das Rascheln von Buchseiten unterbrochen wird. Das Licht ist gedämpft, die Farbe Grau dominiert, schwere dunkle Holzmöbel lassen den Raum optisch schrumpfen. An den Wänden hängen wuchtige Ölschinken, auf denen die männlichen Honoratioren der Bibliothek abgebildet sind. Ihre Büsten, in Stein und Stahl geformt, finden sich weiter hinten im Raum. Die einzige abgebildete Frau ist nackt und dient einem Wandersmann als Augenweide. Die Räume wirken wie ein Mausoleum, nichts deutet darauf hin, dass dies der passende Ort ist, um die Geschichte einer Bewegung zu dokumentieren, die Frauen laut, stark und selbstbewusst machen wollte.

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Prince Buster – Madness

16.-24.9.2011: Übersicht Grauzonenkonzerte

An dieser Stelle ein kurzer Überblick über Grauzonenkonzerte der vergangenen 2 Wochen (keine Garantie für Vollständigkeit – Ergänzungen könnt Ihr gerne an unsere e-Mailadresse schicken – recherchieren zu den einzelnen Bands müsst Ihr schon selbst: nutzt die Suchfunktion in unserem Blog!):

- 16.9.2011 „Wild at Heart“/Berlin: „The Ruckers“ und „Bovver Boys“.

- 17.9.2011 „Indra“/Hamburg (D): „Hamburger Rocknacht“ mit den „Schusterjungs“, „Rotz und Wasser“, „Painwords“, „180 Grad“, „Boykott“ und „Volker Putt“.

- 17.9.2011 „Europa“/Brooklyn (USA): „Knuckleheads Productions“ präsentierte „Oxblood“, „Battle Cry“, „Fed Up“, „Offensive Weapon“ u.a.

- 23.9.2011 „DR.K“/Schwerin (D): Konzert mit „Toxpack“

- 23.9.2011 „Riders Café“/Lübeck (D): „Kärbholz“ und „Berserker“.

- 23./24.9.2011 Karlskrona (Schweden): „Oi! The Weekend II“ mit „Argy Bargy“, „Infariot“, „The Gumbles“, „Jenny Woo“, „Perkele“, „Bad Co. Project“, „Volxsturm“ und „Prins Carl“.

- 24.9.2011 „Chemiefabrik“/Dresden (D): „Die Punkroiber“ und „Schlimme Brüder“.

- 24.9.2011 „ACE Club“/Berlin (D): „Rotz und Wasser“ u.a.

- 24.9.2011 „Kulturhaus Großkugl“/Kabelsketal OT Großkugel (D): „Halbstark“.

- 24.9.2011 „Logo“/Hamburg: „Toxpack“ und die rechte Psychobillyband „Cenobites“.

NPD-Treffen mit „Fylgien“

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Pirmasens – Der rheinland-pfälzische NPD-Landesverband führt am kommenden Samstag ein „großes Pfalztreffen für Interessenten und Mitglieder“ durch.
Als Ehrengäste der Veranstaltung werden der NPD-Bundesvize Matthias Faust, der sächsische NPD-Landes- und Fraktionschef Holger Apfel sowie Frank Franz, NPD-Landesvorsitzender im Saarland, erwartet.

Treffpunkt am 1. Oktober ist der Hauptbahnhof in Pirmasens. Von dort werden die Teilnehmer/innen zum Veranstaltungsort geleitet. Für den musikalischen Part des NPD-Treffens ist „Liedermacher Flygien“ (= Sebastian Döhring) zuständig.

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Skaos – Better Beware

8.10.2011: Konzert mit „Kategorie C“ in Südbayern

„AIDA München“ berichtet:

Die Bremer Rechtsrock-Band „Kategorie C“ kündigt ein Konzert im Rahmen ihrer „Deutsche Jungs“-Tournee an geheimgehaltenen Ort „in Südbayern“ an. Im Stile konspirativer Neonazikonzerte wird eine Mobilfunknummer angegeben, über die am Veranstaltungstag Interessent_innen zum Konzertort geschleust werden sollen.

In einer Mitteilung der Band heißt es über das Konzert: „Ausserdem endlich das Nachhol-, Ersatz-, oder nennt es wie ihr wollt Konzert. Wir kommen am 08.10.11 nach Bayern, genauer gesagt nach Südbayern. Genaue Infos dieses Mal erst am Tag des Konzerts ab 12.00 Uhr Mittags. Sicherheit geht vor. sport-frei“.

„Kategorie C“-Auftritte in Bayern konnten zuletzt meist von Antifaschist_innen verhindert werden:

Ein am 18. April 2009 in München angekündigtes Konzert konnte von AntifaschistInnen recherchiert und in München von den Behörden verhindert werden. Die Band mit ihrem Sänger Hannes Ostendorf wich damals ins 80km entfernte Kaufbeuren aus, wo das Konzert im ersten Stock der „All-Kart“-Kartsporthalle stattfand.

Konspirativ mit Schleusungspunkten organisierte „KategorieC“-Konzerte, die die Band am 22. Mai 2010 in der Ruhpoldinger Diskothek „Fire & Ice“, am 26. Juni 2010 „im Raum Ulm“ und am 18. September 2010 im leerstehenden „Alten Milchwerk“ in Boos (Schwaben) spielen wollten, konnten jedoch alle im Vorfeld von Antifaschist_innen recherchiert und so verhindert werden.

Quelle

Dossier: NPD-Kundgebung am 11. September 2011 auf dem Alexanderplatz

Das „Apabiz Berlin“ berichtet:

Das apabiz (antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.) hat ein Dossier zu der NPD-Kundgebung am letzten Sonntag auf dem Alexanderplatz erstellt.
Wir stellen es hier zum Download zur Verfügung. Fotos, sowie eine Ton- und Video-Dokumentation, können bei Interesse im apabiz eingesehen werden.

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Liebe vs. Kapitalismus: Sunny Sunday


Via „Big Shot Zine“.

Nachtrag zu RAC- und Nazikonzerte International am 24./25.9.2011

Folgende weitere neonazistische Konzertveranstaltungen fanden am vergangenen Wochenende in Deutschland statt:

- 25.9.2011 (?): „Erntedank“-Naziliedermacherabend in „Westfalens Bergen“ mit Marco von „Sleipnir“ und „Bernd aus dem Ruhrpott“. Laut Naziangaben ca. 100 Teilnehmer_innen.

- 25.9.2011: Irgendwo in Westdeutschland: Nazikonzert mit dem NS-Liedermacher „Ragnar“, „12 Golden Years“ und „Selektion“. Angeblich 50-70 Teilnehmer_innen.

Unpolitisches Rätsel

Wir verweisen auf ein Rätsel der Big Shot Redaktion:

Ich habe eure Besprechung (unserer Single) gelesen und fand sie fair und unvoreingenommen. Trotzdem verstehe ich nicht, warum im Zusammenhang mit unserem Bandnamen jedes Mal das Wort “Faschismus” auftaucht. Bei dieser Gelegenheit möchte ich klarstellen, dass (unsere Band) keine politische Band ist, und dass niemand von uns politisch aktiv ist. Ich verstehe nicht warum ihr glaubt, dass jeder, der einen Union Jack trägt ein Nazi ist! Unter dieser Flagge kämpften und starben Menschen in den frühen 1940ern und in Argentinien 1982. Ich bin stolz den Union Jack zu tragen weil ich ein Patriot bin; das heisst aber nicht, dass ich auch nur im Entferntesten politisch bin.

Wer schrieb diesen Leserbrief, und an welche Musikzeitschrift? Lösungsvorschläge bitte in den Kommentaren. Lösungvorschläge bitte hier eintragen.