Archiv für Oktober 2011

4./5.11.2011: Siempre Antifascista Festival in Berlin und Potsdam

Die Oire Szene Redaktion empfiehlt für das kommende Wochenende:

Freitag 4.11.2011 SO36 Berlin :

The Valkyrians (Finnland, Ska)
Jokerface (Italien, Ska)
Red Union (Serbien, Streetpunk)
Enraged Minority (D, AFA-Streetpunk)
Frei Schnauze (D, Punk)

Samstag 5.11.2011 Spartacus/Frei.Land Babelsberg :

Skaos (Deutschland, Ska/2Tone) tba
La Première Ligne (Militant Rap aus den Pariser Banlieues)
Hors Controle (Frankreich, AFA-Oi!)
Stage Bottles (Frankfurt am Main/AFA-Oi!/Streetpunk)
S-Molest (Italien, AFA-Oi!)
My Terror (Düsseldorf/Hardcore)

Mehr Infos
Und: Letzte Infos zum Siempre Antifascista Festival

Das 1. offizielle HH-Grauzonen-Wochenende 4.-6.11.

Jedes Jahr hat seine Pre­mie­ren, 2011 wird Zeuge des ers­ten of­fi­zi­el­len Ham­bur­ger Grau­zo­nen-​Wo­chen­en­des. Nein, Frei­wild spie­len nicht schon wie­der in der Markt­hal­le, aber dafür gibt es Infos und mu­si­ka­li­schen Kon­ter.

Am 4.​11. be­schäf­tigt sich das An­ti­fa­Ca­fe Ham­burg mit den „Rech­ten Le­bens­wel­ten zwi­schen Punk, OI, Hip-​Hop und Böh­sen On­kelz“. Wie immer in der Ha­fen-​Vo­kü in der Ha­fen­stra­ße 116, ge­öff­net ab 19 Uhr. Die Ver­an­stal­tung be­ginnt um 20 Uhr.

Am 6.​11. steigt dann im Lin­ken Laden der mu­si­ka­li­sche Ge­gen­ent­wurf.

Der Auf­tritt der ita­lie­ni­schen Ska-​Band Jo­ker­Face soll der Be­ginn einer hof­fent­lich ste­ti­gen Reihe von Ver­an­stal­tun­gen (Kon­zer­te, Vor­trä­ge etc.) wer­den, die sich mit dem Thema Grau­zo­ne be­schäf­ti­gen oder ein­fach nur eine Al­ter­na­ti­ve dazu bie­ten.

Der Erlös geht an das ALER­TA-​Net­work und wird den kom­men­den An­ti-​Grau­zo­nen-​Ver­an­stal­tun­gen An­fang des nächs­ten Jah­res zu­gu­te­kom­men.

Quelle

The Bayonets- Plakati

„Entscheidend war das Festgefahrene“

Die „Jungle World“ interviewt den Fehlfarben-Schlagzeuger Uwe Bauer:

Vor zehn Jahren erschien das Buch »Verschwende Deine Jugend«. Es war an der Zeit, die deutsche Geschichte von Punk und New Wave zu erzählen. Der Fehlfarben-Schlagzeuger Uwe Bauer erinnert sich an die Platte »Monarchie und Alltag« in den achtziger Jahren, an überlebenswichtige Dissidenz und an seine Begeisterung für Atomkraftwerke.

Als ich 1984 zum ersten Mal »Monarchie und Alltag« gehört habe, ist mir der Mund offen stehen geblieben. Das war Musik von einem anderen Stern: verstörend, gleichermaßen aggressiv und depressiv. Können Sie die berühmteste Fehlfarben-Platte selbst noch hören?

Ja, das kann ich, weil die Platte in sich stimmig ist. Ich finde nach wie vor, dass »Monarchie und Alltag« zum richtigen Zeitpunkt rausgekommen ist und den Geist der Zeit eingefangen hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Veröffentlichungen damals. Schade ist, dass die beiden Fehlfarben-Alben danach, »33 Tage in Ketten« und »Glut und Asche«, kaum mehr Erwähnung finden.

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Sacha Korn tritt bei NS-Black Metal-Konzert auf

Der „fight fascism“-Blog berichtet:

Sacha Korn, Berliner Pop-Rocker und Produzent, sägt immer mehr an seinem „unpolitischen“ Image: Vor einigen Monaten war publik geworden, dass mehrere seiner Lieder auf einem Tonträger der deutschen Neonazi-Partei NPD veröffentlicht wurden. Korn behauptete dahingehend, es gäbe keine Kooperation zwischen ihm und der NPD, diese habe die Nutzungsrechte an den Liedern über ein Management in Kanada erworben. Auch für sein von ihm mit der Neonazi-Zeitschrift „Hier & Jetzt“ geführtes Interview hatte Korn eine Erklärung: Nachdem er in den letzten Jahren viel im Ausland unterwegs gewesen sei, sei ihm die Unterteilung in „gute“ und „böse“ Presse nicht so geläufig. Abgesehen von diesen beiden Geschichten zeugen jedoch auch nationalistische, revisionistische und rassistische Äußerungen sowie Liedtexte Korns von seiner ideologischen Nähe zur extremen Rechten.

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Rash Bogota 2011

Internationales Neonazi-Konzert

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Slowenien (Ljublana) – Am 29. Oktober feiert „Blood&Honour Slowenien“ sein 10-jähriges Bestehen. Dazu findet am morgigen Samstag ein Musikfestival mit Bands aus dem Ausland statt.
Angekündigt sind Szene-Bands aus England („Brutal Attack“ und „Whitelaw“), Frankreich („Frakass“) sowie Deutschland („Division Germania“ und „Rotte Charlotte““).

Die 1980 gegründete Band „Brutal Attack“ ist die älteste „White Power“-Band. Die Combo um den Sänger Ken McLellan spielte 2010 beim Pressefest des NPD-Verlags Deutsche Stimme im sächsischen Jänkendorf auf. „Whitelaw“ grölt in ihren Songs „Adolf Hitler – Sieg Heil“. Die beiden britischen Bands zählen zum internationalen „B&H“-Netzwerk. „Frakass“ aus Lyon, 2004 gegründet, hat zuletzt im vergangenen Jahr die CD „Memoires Acoustiques“ veröffentlicht.

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Berlin: Kirlian Camera in der K17

Auf „Indymedia“ wird berichtet:

Am Samstag 29.10. soll die rechte Neofolk-Elektroband „Kirlian Camera“ im K17 (Pettenkoferstraße 17a) in Berlin-Friedrichshain auftreten. Mal wieder, denn schon im Januar 2011 gab es an gleicher Stelle bereits einen Auftritt.
„Kirlian Camera“ (das Kameragebilde steht in esoterischen Kreisen für die sog. Auraphotographie) kommt aus Italien, arbeitet mit faschistischen Symbolen, koketttiert mit der NS-Ästhetik der 30er Jahre, tritt mit rechten Bands zusammen auf ( http://de.indymedia.org/2006/02/137938.shtml) und hat einige Songs, Alben, Sampler, mit Rechtsextremen zusammen herausgebracht bzw. verlegt (z.b. „Der Blutharsch“, „Sol Invictus“, sowie „von Thronstahl“).

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Grauzonenkonzerte vom 21.-31.10.2011

An dieser Stelle ein grober Überblick über Konzerte der rechtsoffenen Grauzone am vergangenen bzw. bevorstehenden Wochenende:

- 21.10.2011: „Platzhirsch“/Hamburg: Grauzonenkonzert mit „Lost Boyz Army“, „Riot Company“ und „Violent Instinct“. (Siehe)

- 22.10.2011: „YOZ“/Delitzsch: Grauzonenkonzert mit „On The Job“, „Berliner Weisse“ und „Acid Incide“.

- 27.10.2011: „Cassiopeia“/Berlin: Grauzonenkonzert mit „The Last Resort“.

- 27.-30.11.2011: „Nordic Walking Tour 2011″ mit den Grauzonenbands „Volxsturm“ und Gumbles“:

- 27.10.2011: „DR.K“/Schwerin: „Volxsturm“, „Gumbles“ und „Ruhestörunk“.
- 28.10.2011: „Indra Club“/Hamburg: „Volxsturm“, „Gumbles“ und „Rotz&Wasser“.
- 29.10.2011: „Beat Club“/Dessau: „Oi for you“-Konzert mit „Volxsturm“, „Gumbles“, „Last Resort“, „Johnnie Rook“, und den „Eastside Boys“.
- 30.10.2011: „AJZ“/Chemnitz: „Volxsturm“, „Gumbles“ und „Punkroiber“.

- 28.10.2011: „Dynamo“/Zürich: „Toxpack“ u.a.
- 29.10.2011: „Viper Room“/Wien: „Toxpack“ u.a.

- 28.10.2011: „Habanna“/Bamberg: Grauzonenkonzert mit „Wiens No.1″, „Scharmützel“, „Lazy Bastards“ und „Acht Bier später“.
- 29.10.2011: „Beteigeuze“/Ulm: Grauzonenkonzert mit „Wiens No.1″, „Scharmützel“, „Lazy Bastards“ und „Acht Bier später“.
- 31.10.2011: „Schacht 1″/Oberhausen: Grauzonenkonzert mit „Pöbel & Gesocks“, „Balls´n´Boobs“, „Wiens No.1″, „Lammkotze“, „Lazy Bastards“ und „Acht Bier später“.

- 30.10.2011: „Chemiefabrik“/Dresden: „The Last Resort“.
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Klowns – non c hamn!

Big fight on Orange Street

Die „Redskins Landau“ veranstalten einen empfehlenswerten Nighter am Wochenende:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Politik und Feierei” dürfen wir stolz The Drifter und Mo Van Dutch im Fatal Landau präsentieren. Ein Feiertag für alle Reggae Liebhaber, und jene die es ab dann sein werden! Übt eure coolsten Dancemoves und macht euch schick, ihr Penner!
Checkt auch den sehenswerten Vortrag der AIHD ab 19:00!
Big Up!

Mehr Infos gibt es hier und hier.
Quelle

Berlin: Neuer Naziladen in Weißensee

Auf „Indymedia“ wird berichtet:

Am 28. Oktober 2011 eröffnet die Skytec GmbH, die für den Vertrieb der rechten Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ verantwortlich ist, in der Berliner Allee 11 (Berlin-Weißensee) ein neues Geschäft. Offensichtlich geworden ist das zunächst konspirativ vorbereitete und durchgeführte Vorhaben diesen Mittwoch, nachdem Antifaschist_innen die Belieferung des Ladens durch Personal der rechten Bekleidungsmarke beobachteten. Letzten Endes wurde die Information durch eine Postwurfsendung von „Thor Steinar“ gesichert, die ihre Bestandskunden über die Neueröffnung informierte. Das Einräumen und das Präparieren des Ladens läuft derzeit auf Hochtouren (Schild wurde an der Außenfassade gegen Nachmittag angebracht).

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Les Partisans – Mille Couleurs

26.-29.10.2011: RAC- und Nazikonzerte International

Am bevorstehenden Wochenende sollen bundesweit und international mal wieder eine Menge RAC- und Nazikonzerte stattfinden:

- 28./29.10.2011: Rom (Italien): Nazifestival von „Blood & Honour Italien“.

- 29.10.2011: „Bulldog Pub“/Brescia (Italien): RAC-Konzert mit „The Crack“ (UK), „The Kriminals“ und „Ligera´73″.

- 29.10.2011: Adelaide (Australien): „Blood & Honour South Australia“ präsentiert ein „Oktoberfest“ mit „gereman food“, „german RAC“, „beer stein holding contest“ (sic!) u.a. Nazimüll.

- 29.10.2011: Slowenien: „Blood & Honour Slowenien“ organisiert zum 10.Jahrestag ihres Bestehens ein internationales Nazifestival mit folgenden Bands: „Kolovrat“ (Russland – abgesagt), „Brutal Attack“ (UK), „Division Germania“ (D), „Frakass“ (F), „Rotte Charlotte“ (D) und „Whitelaw“ (UK).

- 29.10.2011: Mailand (Italien): Nazikonzert mit der ungarischen Band „Romantikus Eröszak“ und „special guests“.

- 29.10.2011: „Zur Deutschen Eiche“/Rothenburg/OT Geheege: „The Dark Powers Return“ – NSBM-Konzert mit den Bands „Silva Nigra“ (Tschechien), „Sekhmet“ (Tschechien), „Mogon“ (D) und „Sascha Korn“ (D) und Band.

Außerdem finden in diesen Tagen folgende Konzerte der rechten Neofolk-Band „Death In June“ statt:

- 26.&27.10.2011: Wien (Österreich): „Death In June“, „Fire & Ice“ und „Vurgart“.
- 28.10.2011: „Carlito´s Way“/Pavia (Italien): „Death In June“, „Fire & Ice“ und „Vurgart“.
- 29.10.2011: „Jabuka Klub“/Zagreb (Kroatien): „Death In June“, „Fire & Ice“ und „Vurgart“.

Nachtrag:

- Bereits am 15.10.2011 spielte Jens B. von „Sturmwehr“ im Ruhrgebiet (NRW) vor ca. 60 Kamerad_innen seine Naziballaden. Ursprünglich hätte der Naziliedermacher „Fylgien“ aus Berlin auftreten sollen.
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29.10.2011 Polen: Stage Bottles u.a.

Am Samstag im Squat Rozprat in Polen ein Mobilisierungskonzert gegen den Naziaufmarsch am 11.November in Warschau statt, zu welchem mehrer tausend Nazis erwartet werden. Es spielen die Stage Bottles, Good Old Days und Core Ball. Good Night White Pride!


Infos zu den antifaschistischen Gegenaktivitäten

RPG7 – El Otro Bando

Die Attraktivität der Kleinstadt

Die „Jungle World“ berichtet:

Die rechtsextreme Szene bedient sich auch neuer Aktionsformen. Sie setzt auf Flashmobs, Fackelzüge und ländliche Kleinstädte.

»Ich dachte, jetzt werden die gleich alles anzünden«, sagt der ältere Herr, der aus Angst seinen Namen nicht nennen möchte. Er wohnt in Stolpen, einer Kleinstadt in der Sächsischen Schweiz. Sichtlich schockiert berichtet er von einem Aufmarsch, der Ende September unmittelbar vor seiner Haustür stattgefunden hat. An Bilder des Ku-Klux-Klan habe ihn die Szenerie erinnert, nur »viel näher und realer«. Durch Sprechchöre wie »Nationaler Sozialismus – jetzt!« sei ihm klar geworden, dass es sich um Nazis handelte, die mit Fackeln durch die Stadt zogen. Mit dem Nachbarn habe es danach allerdings ein wenig Streit gegeben, denn der habe vermutet, es seien Linke gewesen. Schließlich »waren alle schwarz angezogen, haben Radau gemacht und mitten in der Nacht ein Feuerwerk angezündet«. So etwas machen die Rechten nicht, meinen einige im Ort.

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29.10.2011 Kafe Marat/München: Reazione & Anarchist Superstar

Ein weiterer Veranstaltungstipp der Oire Szene Redaktion für das bevorstehende Wochenende: Die Roots Bar München organisiert mal wieder ein schickes Konzert im Kafe Marat u.a. mit Reazione und Anarchist Superstar. Anschließend Ska und Early Reggae vom Plattenteller

Quelle

Tomorrows Children – Bang Bang

Neues Antifa Infoblatt erschienen!

Soeben ist die Ausgabe Nummer 92 des Antifaschistischen Infoblattes erschienen. Themenschwerpunkt ist dieses Mal „Hoyerswerda – Ein Pogrom und seine Folgen“. Der Artikel zum Thema NS-Hardcore wurde leider erstmal noch aufgeschoben…

Hier könnt Ihr bereits ein paar Artikel der neuen Ausgabe online lesen:

Editorial
den Schwerpunkt dieser Ausgabe widmen wir dem ersten rassistisch motivierten Pogrom in der Bundesrepublik. Vor genau 20 Jahren begann mit den Angriffen auf Flüchtlingswohnheime in Hoyerswerda eine Welle rassistischer Pogrome, die sich nicht nur auf weite Teile Deutschlands ausbreitete, sondern auch institutionelle Verschärfungen im Umgang mit Migrant_innen nach sich zog und die antifaschistische Linke vor neue Herausforderungen stellte. | lesen

Nicht wegschauen – hinsehen oder hingehen ?
Die rassistischen Angriffe im September 1991 in Hoyerswerda | lesen

Leere Anklagebänke
Sieben deutsche Wehrmachtsangehörige wurden in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt | lesen

Breiviks politischer Hintergrund
Eine Einschätzung der norwegischen Antifaszene | lesen

Quelle